PG27UQ & Predator x27: UHD, G-Sync, 144 Hz, HDR 10 – und ein (lauter) Lüfter

Max Doll 232 Kommentare
PG27UQ & Predator x27: UHD, G-Sync, 144 Hz, HDR 10 – und ein (lauter) Lüfter
Bild: Asus

Acers Predator X27 ist zusammen mit dem Asus ROG Swift PG27UQ der erste Monitor am Markt, der eine Auflösung von 3.840 × 2.160 Pixeln mit G-Sync, HDR 10 und 144 Hz kombiniert. Jetzt zeigt sich allerdings: Ohne Lüfter geht das nicht. Erste Eindrücke zu deren Lautstärke geben noch kein klares Bild. Ein Test der Redaktion folgt.

Das 27"-Display, das 18 Monate nach der Vorstellung von ersten Händlern für die beachtliche Summe von rund zweieinhalbtausend Euro gelistet wird, ist nicht in der Lage, seine Elektronik lüfterlos auf Temperatur zu halten. Deshalb nutzt Acer laut einem ersten Test von InsertValue (YouTube) einen Lüfter zur Kühlung.

Lüfter: (Un-)erträglich

Der ist laut dem Bericht „relativ leise“ und wird im Normalbetrieb als akzeptabel bewertet. Bei Einsatz einer Wandhalterung wird der Monitor aber deutlich lauter als der daneben stehende Rechner, weil der beiliegende VESA-Adapter die Lüftungsschlitze überdeckt. „Gerade wegen dem Lüfter hier würde ich selbst sagen, ich würde nicht einmal 1.000 investieren“, lautet das Fazit von InsertValue, das mit dem Tipp kombiniert wird, auf die zweite Generation dieser Art Monitore zu warten.

Ein anderer Nutzer moniert zudem einen werksseitig defekten Lüfter, der durch ein lautes Rattern auf sich aufmerksam macht.

Andere Tester relativieren

Ob der Asus ROG Swift PG27UQ von den gleichen Display-Problemen betroffen ist, lässt sich aktuell nicht sagen. Er besitzt aber ebenfalls einen Lüfter. ComputerBase hat das Display seit Freitag in der Redaktion, bisher aber noch nicht in den Betrieb nehmen können.

Im Ersteindruck gibt PC Games Hardware (YouTube) allerdings Entwarnung: Viel sei künstliche Aufregung, denn der Lüfter „ist hörbar, wenn man wirklich rangeht, wenn man aber im Raum die geringste Geräuschkulisse hat [...] hört man das wirklich nicht“.

ComputerBase wird sich dem Thema Lautstärke beim Test des Asus ROG Swift PG27UQ in jedem Fall ebenfalls detailliert widmen.

Ein kleiner Erfahrungsbericht

ComputerBase hatte bereits in der Vergangenheit die Gelegenheit, sich den 27 Zoll großen Monitor von Asus sowie den Acer Predator x27 mit dem gleichen Panel einmal selbst anzuschauen. Im HDR-Modus sind die neuen Displays durchaus eindrucksvoll: Sowohl in Destiny 2 als auch in Final Fantasy XV fiel vor allem die hohe Leuchtkraft des Panels von AU Optronics auf.

Maximal 1.000 cd/m² (Nits) in Kombination mit der in 384 Zonen unterteile LED-Hintergrundbeleuchtung ist zweifelsohne die eigentliche Stärke der Displays. Denn in Verbindung mit dem bei einem LED-Monitor ordentlichen Schwarz entsteht ein hoher Kontrast, der vor allem im Direktvergleich mit einem herkömmlichen Nicht-HDR-Monitor in einigen Szenen nicht nur ein überraschend anderes, sondern auch ein deutlich schöneres Bild erzeugt.

Darüber hinaus fallen bei dem Asus PG27UQ sowie dem Acer Predator x27 vor allem die Auflösung 3.840 × 2.160 sowie die Bildwiederholfrequenz von 144 Hertz in Verbindung mit G-Sync positiv auf. Um in der Auflösung mehr als 60 Hertz im G-Sync-Betrieb nutzen zu können, benötigt es jedoch das passende Spiel und vor allem eine sehr schnelle Grafikkarte von Nvidia. HDR und 144 Hz funktionieren natürlich grundsätzlich auch auf einem AMD-Beschleuniger, doch dann eben ohne G-Sync beziehungsweise FreeSync.

Perfekt sind die neuen Monitore nicht

Trotz des Lobes haben die neuen Monitore beim kurzen Anspielen aber auch eine Schwäche gezeigt: 384 einzelne Zonen für die Hintergrundbeleuchtung sind schlicht nicht ausreichend, um ein fehlerfreies Bild zu liefern. So war in Destiny 2 in dunklen Szenen ein Halo-Effekt zu sehen, den man immer weiter vor sich her geschoben hat. Dieser tritt auf, wenn helle Objekte auf dunklem Hintergrund angezeigt werden. Abhilfe schaffen würden noch mehr Zonen oder eben ein direktes Ansteuern eines jeden Pixels – also ein OLED.

Update 25.06.2018 15:09 Uhr

Acer hat mittlerweile bestätigt, dass die Wandhalterung des Predator x27 die Luftzufuhr des Lüfters beschneidet und die Geräuschkulisse anhebt. Eine alternative Halterung soll „kurzfristig“ und kostenlos nachgeliefert werden. Einstweilen empfiehlt das Unternehmen die Nutzung des Standfußes.