Wochenrück- und Ausblick: Zwei verlorene Ryzen 3000 mit X und eine RTX 2080 „Gut“

Volker Rißka 19 Kommentare
Wochenrück- und Ausblick: Zwei verlorene Ryzen 3000 mit X und eine RTX 2080 „Gut“

An AMD Ryzen 3000 gibt es auch in der 30. Kalenderwoche kein Vorbeikommen. Daran kann auch die neue GeForce RTX 2080 Super nichts ändern, die ohnehin nur gut ist. Doch auch die beiden Ryzen haben es sehr schwer, denn sie stehen komplett im Schatten der drei bisherigen ComputerBase-Empfehlungen.

Der Test von AMD Ryzen 5 3600X und Ryzen 7 3800X führte zu einem klaren Urteil: Es sind Prozessoren, die eigentlich keiner braucht. Beide sind keinesfalls schlechte CPUs, sie halten jeder für sich viele Intel-Gegenspieler in Schach. Doch die jeweils kleineren Vertreter in ihrer Sparte aus selbem Hause sind im Gesamtpaket einfach besser, dabei (viel) günstiger und deutlich effizienter. Und so bleibt es am Ende bei der Empfehlung aus dem ersten Ryzen-3000-Test: Wer preisorientiert kauft, greift zum AMD Ryzen 5 3600. Die gehobene Mittelklasse wird extrem gut vom AMD Ryzen 7 3700X abgedeckt, darüber thront der AMD Ryzen 9 3900X als erste Zwölf-Kern-Lösung in diesem Marktumfeld.

Nach der Nvidia GeForce RTX 2060 Super und der GeForce RTX 2070 Super fehlte noch die GeForce RTX 2080 Super als schnellste Variante der drei neuen Turing-Modelle. Die GeForce RTX 2080 Super ist zwar eine gute Grafikkarte, die absolut konkurrenzlos mit einer guten Performance, guter Effizienz und modernen Features wie Raytracing um Kunden wirbt. Aber so richtig ins neue Produktportfolio passt das Modell nicht. Dafür hat Nvidia die neue GeForce RTX 2070 Super zu stark gemacht, während die GeForce RTX 2080 Super auf Sparflamme köchelt und den geringsten Fortschritt im Super-Portfolio macht.

Für den sprichwörtlichen Aufschrei der Woche sorgte Freenet, knapp 1.000 Kommentare im Forum sprechen eine deutliche Sprache. Der Mobilfunktarif Freenet Funk sollte mit einem Preis von täglich 0,99 Euro für unlimitiertes LTE-Datenvolumen im Netz von Telefónica eigentlich so etwas wie eine kleine Revolution am Markt ausrufen. Wie sich zeigte, geht der Provider jedoch gegen Kunden mit einem sehr hohen Datenverbrauch vor und kündigt deren Verträge.

Auch an anderer Stelle hagelt es Kritik. Der ohnehin oftmals fragwürdige UserBenchmark hat den „CPU Speed Index“ zum Nachteil der neuen Ryzen-CPUs von AMD geändert. Doch nicht nur AMD verliert, sondern auch Intel, da pauschal alle Prozessoren mit über vier Kernen abgewertet werden. Und so wird sich nun an vielen Stellen darüber amüsiert, dass neuerdings die 150 Euro teuren Core i3 die Herrschaft im Index an sich reißen und nicht nur sehr viel teurere Intel-Modelle hinter sich lassen. Die Fragwürdigkeit der „Benchmarks“ ist damit noch größer als vor der Umstellung.

Die kommende Woche startet mit einem weiteren Super-Test, weitere Custom-Lösungen der Nvidia-Grafikkarten stehen auf dem Plan. Auch von AMD wird es bald Custom-Lösungen der Navi-Serien geben, allerdings steht das genaue Datum noch aus. Die Vergleichswerte stehen dann aber schon parat.

Mit diesem Lesestoff im Gepäck wünscht die Redaktion einen erholsamen Sonntag!