Weihnachten 2019: Der neue PC ist da, aber ist er auch so schnell wie erwartet?

Jan-Frederik Timm 136 Kommentare
Weihnachten 2019: Der neue PC ist da, aber ist er auch so schnell wie erwartet?
Bild: Tim RT | CC BY 2.0

tl;dr: Hardware unterm Weihnachtsbaum dürfte auch in diesem Jahr kein Ausnahmefall gewesen sein und die Feiertage geben die Möglichkeit, Umbau- oder Einrichtungsaufgaben sofort anzugehen. Wer wissen will, wie sich sein PC im Vergleich zu anderen schlägt, findet in diesem Artikel Anknüpfungspunkte.

Wenn die Hardware sitzt, heißt es Software aktualisieren

Ob neue CPU mit oder ohne neuem Mainboard, GPU, SSD oder sogar ein neues Komplettsystem, in der Regel heißt es nach dem Umbau/Aufbau erst einmal die Software zu aktualisieren. Neben dem Betriebssystem sind das in der Regel der Grafikkartentreiber, insbesondere bei AMD Ryzen aber auch der Chipsatz-Treiber, der in den letzten Jahren wiederholt einen Unterschied bedeuten konnte, bis Microsoft die Funktionen dann später direkt in Windows integriert hat.

Läuft der Rechner und ist er auf dem aktuellen Stand, stellt sich die Frage nach seiner Leistung und ob sie den Erwartungen entspricht.

Cinebench ist immer einen ersten Blick wert

Eine erste Auskunft darüber, ob bei der CPU alles nach Vorgaben läuft, liefert der kostenlose und schnell installierte Benchmark Cinebench R20 (Download), der sowohl einen Lauf mit Last auf allen Kernen, als auch einen Lauf mit Last auf nur einem Kern anbietet. Nur wenn die CPU ihre Turbo-Modi korrekt nutzen kann, gibt es in diesem Test Ergebnisse auf dem zu erwartenden Niveau. Falsche Energiespareinstellungen, falsche BIOS-Einstellungen, oder insb. bei AMD Ryzen nicht korrekt installierte Chipsatz-Treiber können hier für Abweichungen sorgen.

Die Testsequenz im neuen Cinebench R20
Die Testsequenz im neuen Cinebench R20

Einen gigantischen Überblick über die Leistungsfähigkeit verschiedenster CPUs hat in diesem Jahr die Community von ComputerBase im Artikel Neuer CPU-Benchmark: Die Community testet Cinebench R20 zusammengetragen, die Ergebnisse sind zum Abgleich nachfolgend angeführt.

Ob die CPU-Kühlung korrekt arbeitet, lässt ich einfach durch mehrmaliges Ausführen des Multi-Core-Durchlaufs testen, optimalerweise ohne jede Pause. Desktop-CPUs sollten hier im Gegensatz zu Notebook-CPUs keine Leistung verlieren.

In jedem Fall hilfreich ist es, während des Benchmarks ein Tool wie das kostenlose HWiNFO (Download) laufen zu lassen, um einen Blick auf die von der CPU genutzten Taktraten und die Temperaturen zu werfen, die im Zweifelsfall bei der Ursachenforschung behilflich sein können.

3D-Leistung nicht nur mit dem 3DMark messen

Um die 3D- respektive Spiele-Leistung eines PCs prüfen und einordnen zu können, bietet sich auch Ende 2019 natürlich noch der 3DMark (Download) an, dessen Online-Datenbank Zigtausend Vergleichswerte bereithält. Wie die Redaktion setzen viele Enthusiasten heute aber oft lieber auf Leistungsvergleiche in Spielen.

Dabei gilt es natürlich immer zu bedenken, dass der CPU in Spielen eine tragende Rolle erhalten bleibt. Je schwächer die GPU und je höher die Auflösung, desto kleiner wird zwar ihr Einfluss, aber Ergebnisse in Spiele-Benchmarks dürfen nie ohne die CPUs und deren RAM-Anbindung betrachtet werden.

Viele Vergleichswerte liefern die zahlreichen Spiele-Technik-Tests der Redaktion aus den vergangenen Monaten, von denen einige nachfolgend exemplarisch verlinkt sind. Die Redaktion nutzt in diesen Technik-Tests ausschließlich manuell durchlaufene Sequenzen auf Basis bereitgestellter Savegames. Auf diesem Weg werden gezielte Optimierungen auf Benchmarks umschifft und es zeigt sich die wirklich im Spiel zu erwartende Leistung.

Um die Ergebnisse nachvollziehen zu können, müssen natürlich die korrekten Einstellungen gewählt werden. Alle erforderlichen Informationen finden sich allerdings jeweils übersichtlich im Artikel wieder.

Leistung in Spielen mit anderen Spielern vergleichen

Noch mehr Vergleichswerte liefern die Community-Benchmarks, die seit diesem Jahr immer wieder auf den Technik-Tests aufsetzen. Die zwei aktuellsten sind in diesem Fall noch einmal nachfolgend aufgeführt. Wer über die Feiertage Zeit und Lust hat, sich noch an dem ein oder anderen Benchmark zu versuchen, findet in den Artikeln alle erforderlichen Infos und das Teilnahmeformular.

Auch wenn es um die Leistung in Spielen geht, bietet sich der Griff zu einem passenden Überwachungsprogramm wie dem MSI Afterburner (Download) an, um dem Ergebnis die von der GPU gehaltenen Taktraten und eventuell auch die GPU-Temperatur und -Auslastung gegenüberzustellen.

Und wenn was nicht passt?

Und was, wenn die Leistung des Systems in der Tat nicht dort liegt, wo sie liegen sollte, und das eigene Latein nicht weiter hilft? In diesem Fall hilft auch über die Festtage natürlich die riesige Community im Forum von ComputerBase. Die Registrierung ist kostenlos und unter Angabe einer gültigen E-Mail-Adresse abgeschlossen.

Hilfe ersuchen will gekonnt sein

Wichtig ist, dass Hilfegesuche so formuliert werden, dass andere Hilfe leisten können. Das fängt bei einem eindeutigen und aussagekräftigen Betreff an und setzt sich über eine detaillierte Problembeschreibung fort. Und, nicht nur zu Weihnachten gilt: Wie es in den Wald schallt, so schallt es aus dem Wald hinaus.

Und was gab es nun zum Fest?

Bleibt abschließend neben der Hoffnung, dass Hardware-Wechsel in den meisten Fällen reibungslos verlaufen oder schon verlaufen sind, noch die Frage danach, was denn nun in Sachen IT in diesem Jahr unter dem Weihnachtsbaum gelegen hat. Die Redaktion freut sich über Rückmeldungen in den Kommentaren zu diesem Inhalt.

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