Aber ich würde trotzdem nicht differenzieren zwischen Fans bzw. Anzahl der Fans und öffentlichem Interesse. Mal angenommen (rein hypothetisch), die Jugend, die nachkommt spielt jetzt lieber Basketball und verfolgt die BBL und NBA und nicht mehr die Fußball BuLi, dann wird doch auch das öffentliche Interesse am Fußball zurückgehen und Sponsoren und Fernsehsender sich mehr auf den Basketball konzentrieren, was geringeren TV-Anteil und daraus resultierend geringere TV-Gelder für den Fußball bedeutet. Bei den Sponsoren ebenso, denn man will ja da sein, wo man von möglichst vielen Menschen gesehen wird.
Natürlich gibt es auch Leute, die sich für Fußball interessieren, aber kein Anhänger eines bestimmten Vereins sind und sich deshalb eben kein Merchandising kaufen. Aber auch diese bedeuten eben Interesse und darum geht es. Wie gesagt ich denke schon, dass die Kohle, die die Fans zum Verein tragen (Eintritt, Fanartikel, etc.) zwar nicht unbedingt unbedeutend sind, aber im Gegensatz zu Sponsoren- und TV-Geldern natürlich eine deutlich kleine Rolle spielen. Aber da letzteres mMn eben auch im Zusammenhang zu den Fans steht, solltem man hier eben nicht differenzieren.
Du sagst es aber schon richtig, man vergrault ein paar Fans, aber es sind noch genügend andere da, bzw. kommen nach. Das ist eben derzeit der Stand, da hast du recht, aber lass mal verschiedene Faktoren reinspielen, wie z.B. die Bayern dominieren die nächsten 10 Jahre die Liga und holen immer weit überlegen Meisterschaft und Pokal, in anderen Ligen steigen immer mehr Investoren ein und am Ende teilen die sich die besten Spieler untereinander auf und machen die internationalen untereinander aus (auch das alles rein hypothetisch). Schon wird der Fußball als langweilig angesehen, die Fans verfolgen es weniger, das Interesse sinkt, die Gelder gehen zurück und somit auch die Gehälter.
Insgesamt vertrete ich aber auch weiterhin die Meinung, dass ich es nicht gut finde, wenn man so auf die Fans "pfeift" sag ich mal. Wie gesagt nochmal bei solchen Transfers sind Beleidigungen (wie auch sonst natürlich) fehl am Platz, aber dass die Fans davon nicht begeistert sind und entsprechend ihre Sympathien für diesen Spieler verstehen kann ich nachvollziehen. Sie haben mMn einen Anteil an dem, was er bei "ihrem" Verein geworden ist (wie gesagt das Geld aufgrund diverser Zusammenhänge, dazu kommen noch gewisse "Hypes" um Spieler, man macht Stimmung und erhöht so die Bekanntheit dessen) und genau deshalb sind die Fans auch so sauer auf diesen Spieler, wenn er zum ungeliebten Konkurrenten wechselt. Vor allem dann, wenn er kurz vorher noch Treueschwüre raushaut.