Fußball-Stammtisch (2013) Teil II (Regeln im 1. Beitrag beachten!)

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Bei Özil ist es gar nicht mal das Talent, welches er zweifelsohne in Massen besitzt. Wie du schon sagst, Zahlen lügen nicht.

Es ist einfach die Tatsache, dass er überall irgendwann anfängt sich nicht mehr reinzuwerfen wie zu Beginn und man an seiner Art zu spielen irgendwann ablesen kann, wenn er sich nicht mehr so wohl fühlt und eigentlich kurz vor dem Absprung ist und dann mit der Kombination aus Aussagen und Taten dann verbrannte Erde hinterlässt.

Das war auf Schalke so, das war in Bremen so und das ist nun auch bei Real so. Real wird sich noch umsehen, wenn er nicht mehr im Spiel ist - denn auch wenn er aus dieser Lustlosigkeit 89 Minuten im Spiel abtaucht, hat er dann immernoch vielleicht in der einen Minute den Blick für einen Initialpass, der dann ein Spiel entscheiden kann. Vielleicht nicht in dem Ausmaß, weil die Qualität des gesamten Kaders so hoch ist - aber das ist was, was man mit Geld nicht aufwiegen kann.

Wenn ich darüber nachdenke, was es bei uns für ein Loch gerissen hat, als seine Kreativität und Antizipation im Offensivspiel der eigenen Mannschaft dann fehlte, nach seinem Abgang Richtung Spanien - Jeder zweite Fan hat ihn zum Teufel und die Pest an den Hals gewünscht gehabt.
Die Saison danach war dann ein brachialer spielerischer Absturz, weil niemand mehr diese Pässe geschlagen hat und das große Bedauern setzte unter den Fans ein.
Wenn Isco und Modric das nicht effektiv auffangen können, werden die sich dann auch umschauen wie sich ihr Spiel verändert. Ich mein die Lobeshymnen von Ronaldo kamen ja nicht grundlos, sondern weil er ihn mit seinen genialen Pässen gefüttert hat, wodurch er dann glänzen konnte.

Deshalb seh ich auch Arsenal jetzt deutlich gefährlicher als vor dem Wechsel.
 
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AeS schrieb:
Das stimmt so auch nur zum Teilen, Barca und Madrid haben riesige Schuldenberge, können sich aber Transfers mit solchen Summen aufgrund von Werbedeals, TV-Einnahmen und Transfererlösen finanzieren.
Zudem greift der spanische Staat der ganzen spanischen Liga unter die Arme und betreibt somit gezielt Wettbewerbsverzerrung.
So was wäre in Deutschland unmöglich.

Da sieht man schon die moralische Doppeldeutigkeit in Spanien, dort geht es nur um Ruhm und Ehre und Geld, Fair Play und Rechtschaffenheit kennen dort weder Vereine noch Funktionelle weder der Staat.
Aber damit steht der spanische Fußball ja nicht alleine da.

die vereine haben riesige schulden, können aber durch einnahmen ihre ausgaben finanzieren. wenn man dazu noch bedenkt, dass real gewinne aufweist, die in Dortmund jubelstürme auslösen.

die werte wie 600 mio schulden, wie etwa von kahn aufgegriffen wurden diese woche und als schulden tituliert werden, ist einfach nur schwachsinn - v.a. wenn man dann das mit "schuldenfreien" bayern vergleicht. Bayern mag zwar schuldenfrei sein - die 600 mio sind aber keine schulden, sondern total liability, wie http://swissramble.blogspot.de/2012/04/truth-about-debt-at-barcelona-and-real.html erklärt - und nachder der FC bayern keines wegs schuldenfrei ist.

Das was man hier im normalfall mit schulden meint, sprich geliehenes Geld, dann hatte 2012 Real sowie barca schulden von 150 mio Euro - im Vergleich zu umsätzen >400 mio doch vernachlässigbar - da siehts auf schalke ganz anders aus.

Wenn man hier noch die bargeldreserven abzieht, liegt real bei 50 mio schulden. vergleicht man das mit dem besitz der vereine (marken spieler stadien ....) ist das völlig seriöses wirtschaften. den spanischen TOP clubs hier mangelndes fair play oder rechtschaffenheit vorzuweisen ist schlicht bildpropaganda. Dass es bei anderen spanischen vereinen anders aussieht ist mir auch bekannt und eindeutig nicht gegenstand meines posts.

wenn man hier nochmal sagen will, real ist überschuldet, dann bitte als journalistisch hochwertige auseinandersetzung mit den vereinen - nicht artikel die irgendwelche gesamtverschuldungen der spanischen liga aufführen und maximal erwähnen, das real und barca riesige schuldenberge haben, die sie sich aber leisten können.
Ich hab zwar auch keine Wirtschaftswissenschaften studiert und nicht sonderlich gut mit bilanzen vertraut, aber dafür dass bei real seit jahren zweistellige millionengewinne in den bilanzen drinsteht, wird das verdammt selten erwähnt.

Gerade vereine wie Dortmund sollten da nicht allzuviel sagen - man stand oft genug selber vor dem Ruin. während Real seit anfang des milleniums die finanziellen Probleme ohne großen leistungsabbau verkraftet hat, musste der bvb hier sich über jahre entschulden und im grauen mittelfeld sanieren und steht heute wieder oben in Deutschland dank vieler Fans, sehr gutem management in den letzten jahren das gut mit dem guten trainer zusammenarbeit und zudem viel glück (den '"richtigen" riecher bei transfers, leute wie lewandowski z.b., zähle ich hier zum beispiel zu allen der letzten 3 Punkten.)
 
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SothaSil

Ich finde die Trennung von Verbindlichkeiten und Schulden allgemein nicht ganz so sinnig im Kontext einer funktionierenden Firma, genau diese Bilanzschönung ist der Grund warum Staaten wie Spanien und Co. am vor sich hin siechen sind, das jetzt Vereine wie Barca und Madrid mitmachen wundert mich nicht.
In Deutschland würde man sowas als Korruption und Anlegertäuschung bezeichnen.

Denn, ja die einzelnen Marken haben einen enormen Wert, ja wenn man die Spieler, die Stadion und teile des Vereins veräußern würde, würde man sehr viel Geld haben, auch werden die Verbindlichkeiten durch die Einnahmen oft zu einem Großteil gedeckt.

Trotzdem gibt es nie eine Garantie für Einnahmen und genau so sind Unternehmen und Staaten eben oft auf die Fresse gefallen, mit dem Rechnen von garantierten Einnahmen.

Sollten also wichtige Einnahmen sprunghaft wegfallen, wie die UEFA begeht doch mal mutig einen Königsmord und sperrt alle finanziell angeschlagenen Clubs aus der CL aus, so wie es das Financial Fair Play vorsieht, dann würden nicht nur die Antrittsgelder, sondern auch Ticketeinnahmen und TV-Gelder wegfallen, sowieso zusätzliche Sponsoringprämien.

Dann kommen die Banken und Kreditgeber auf den Verein zu und wollen ihr Geld haben, dem Verein fehlen in diesem Moment mögliche Mittel, was wieder dazu führt, das zur Tilgung selbst wieder Kredite aufgenommen werden (ja, solche Refinanzierungen sind weit verbreitet in der Unternehmenswelt), zudem muss ja der sportliche Betrieb und die sportlichen Interessen weiter verfolgt werden, was wiederrum dazu führt die Kreditlast zu erhöhen und auch die reinen Bankschulden ins Unermessliche zu treiben.

Zudem sind viele Marken der jeweiligen Fußballclubs schon nicht mehr in eigenen Händen sondern an Investoren veräußert worden, das heißt, der geschönte Besitz der Clubs ist faktisch nur in sehr seltenen Fällen vorhanden.

An einem Transfer z.B. sind in der Regel 4-6 Parteien beteiligt die Geld abgreifen, Spieler (Handgeld), Berater, Agentur, Vorherige Vereine, Ausbildungsvereine usw.
Alleine beim Neymar Wechsel soll der Club weniger als 15 Mio. von den 40+(?) gesehen haben.

Dazu kommen Einkommenssteuern die zusätzlich auch bei einem Transfer anfallen, auch in Spanien.

Du siehst also, so Schuldenfrei sind die Vereine trotzdem nicht und das man die Verbindlichkeiten nicht pauschal trennen darf.

Der spanische Staat unterstützt alle spanischen Vereine, das ist das Problem, in Sachen Steuerlast usw.
Sowas gibt es in Deutschland nicht, das ist Fakt, da können die deutschen Clubs noch so schlecht dastehen.
Dortmund hat sich aufgrund der Gläubiger aus dem Sumpf gezogen und Schalke wird das auch ohne staatliche Subvention schaffen.
Das ist der Unterschied das diese vermeintlich kleinen Clubs besser wirtschaften und das vor allem auch moralisch vertretbarer.

Aber ja, es gibt auch Bundesliga kritische Stimmen und das ist gut so, denn hier ist auch nicht alles Gold was glänzt.
http://www.manager-magazin.de/magaz...die-dunkle-seite-der-bundesliga-a-919212.html
 
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SothaSil schrieb:
[...]Das was man hier im normalfall mit schulden meint, sprich geliehenes Geld, dann hatte 2012 Real sowie barca schulden von 150 mio Euro - im Vergleich zu umsätzen >400 mio doch vernachlässigbar - da siehts auf schalke ganz anders aus.[...]

Gut. Wie es denn bei uns aus?

Soweit ich weiß hat S04 keine Umsätze >400 Mio € erwirtschaftet, das stimmt (obwohl hier auch zu erwähnen ist, dass man trotz hohem Umsatz immer noch genug Verluste machen kann). Auf der anderen Seite haben wir einen Personaletat von ca. 60 - 70 Mio €. Mal abgesehen davon, dass der eigentlich zu hoch ist, könnten Barca und Real damit evtl. mal ein paar ihre Stars bezahlen. Außerdem stemmen wir keine Transfers in Höhe von 50 - 100 Mio. €. Und einen gewissen Gegenwert besitzen wir auch noch (eigenes Trainingsgelände, Rehazentrum, Stadion, Kader, etc.).

Ich will nichts verharmlosen. Schalke hat eine schlechte Finanzlage, die sich aber in den letzten 4-5 Jahren aber deutlich verbessert hat.
 
Ich denke der Wechsel war das beste, was Özil tun konnte. Er wird neu gefordert, muss sich dem Tempo und der Härte der PL anpassen und wenn das funktioniert (was alleine an ihm liegt, von der Veranlagung her sollte der überall zurechtkommen), ist das gut für ihn und somit für unsere N11, die solche Impulse brauchen kann.

@Verbindlichkeiten: Die Frage ist, und ich weiß nicht im geringsten, wie sich die Verbindlichkeiten der großen Spanier zusammensetzen, was für Verbindlichkeiten das sind. Davon zu sprechen, dass das unseriös ist etc., ist vollkommener Unfug, es wird in Deutschland keine einzige gut geführte Firma ohne langfristige und auch kurzfristige Verbindlichkeiten geben. So funktioniert doch das ganze Geldsystem...
 
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Shizzle

Es wird sehr interessant was Robben zu erzählen hat. Aber, wir kennen auch so schon fast alles, so wie Du es bereits beschrieben hast.

So, nun mal kurz zu Özil: Welcher Spieler steht dort bei Arsenal hinter ihm und gibt ihm Deckung, ne Rückversicherung braucht es bei Özil ja zweifelsohne! Daraus lässt sich doch ableiten, dass Wenger komplett umbauen muss? Es kommt dem BVB gelegen, wenn Wenger deswegen noch experimentieren muss, man kann ja nicht von ausgehen, dass Özil auf anhieb das englische Spiel versteht.

Bin jedenfalls arg gespannt wie sich Özil unter Wenger entfaltet...
 
AeS schrieb:
SothaSil

Ich finde die Trennung von Verbindlichkeiten und Schulden allgemein nicht ganz so sinnig im Kontext einer funktionierenden Firma, genau diese Bilanzschönung ist der Grund warum Staaten wie Spanien und Co. am vor sich hin siechen sind, das jetzt Vereine wie Barca und Madrid mitmachen wundert mich nicht.
In Deutschland würde man sowas als Korruption und Anlegertäuschung bezeichnen.
Aha - und bei vereinen in deutschland die sich als schuldenfrei bezeichnen ist das nicht der fall? Und solange man eintrittsgelder nicht erst nach dem spiel zahlt, ist nach total liability kein Verein schuldenfrei. In Spanien verwenden wir also schön immer total liability - in deutschland nur finanzielle schulden. und wenn man versucht das mal zu vergleichen sind die spanier betrüger? Was hier Korruption und Anlegertäuschung angeht: die Deutschen Vereine sind hier die, die europaweit die ungenauesten bilanzen ausweisen müssen. Für aktiengesellschaften wie die borussia sieht das natürlich etwas anders aus.
Trotzdem gibt es nie eine Garantie für Einnahmen und genau so sind Unternehmen und Staaten eben oft auf die Fresse gefallen, mit dem Rechnen von garantierten Einnahmen.


Sollten also wichtige Einnahmen sprunghaft wegfallen, wie die UEFA begeht doch mal mutig einen Königsmord und sperrt alle finanziell angeschlagenen Clubs aus der CL aus, so wie es das Financial Fair Play vorsieht, dann würden nicht nur die Antrittsgelder, sondern auch Ticketeinnahmen und TV-Gelder wegfallen, sowieso zusätzliche Sponsoringprämien.
VW kalkuliert auch nicht damit, dass plötzlich ein europaweites verkaufsverbot auftritt. Und solange real und barca nicht grandios scheiße bauen, dann interessiert sie FFP überhaupt nicht. FFP richtlinien definieren nach obigen link reals schulden übrigens bei 124 Millionen. Ein Verein der jahr für jahr umsatzrenditen von 5-10 % hinlegt, wirst du mit FFP nicht drohen können.


Dann kommen die Banken und Kreditgeber auf den Verein zu und wollen ihr Geld haben, dem Verein fehlen in diesem Moment mögliche Mittel, was wieder dazu führt, das zur Tilgung selbst wieder Kredite aufgenommen werden (ja, solche Refinanzierungen sind weit verbreitet in der Unternehmenswelt), zudem muss ja der sportliche Betrieb und die sportlichen Interessen weiter verfolgt werden, was wiederrum dazu führt die Kreditlast zu erhöhen und auch die reinen Bankschulden ins Unermessliche zu treiben.
Ein normaler kredit hat festgelegte zahlungsmodalitäten. Solange die bedient werden, kann keine Bank frühere auszahlung verlagen - ausser du kennst geheime extraklauseln.


Der spanische Staat unterstützt alle spanischen Vereine, das ist das Problem, in Sachen Steuerlast usw.
Sowas gibt es in Deutschland nicht, das ist Fakt, da können die deutschen Clubs noch so schlecht dastehen.
Dortmund hat sich aufgrund der Gläubiger aus dem Sumpf gezogen und Schalke wird das auch ohne staatliche Subvention schaffen.
Das ist der Unterschied das diese vermeintlich kleinen Clubs besser wirtschaften und das vor allem auch moralisch vertretbarer.
Natürlich profitiert man von einer Beckham klausel - aber ansonsten sind das die gesetze die vor Ort gelten. Spanien hat so per gesetz sich für eine spezielle branche attraktiv gemacht. Das deutsche Vereine nicht vom Staat profitieren ist auch schwachsinn. DIverse stadienbauten oder komunale kredite im Notfall helfen hier doch auch stark. Und das dortmund das ohne öffentliche hand geschafft hat, mag für diese fastinsolvenz gelten - für die in den 70gern aber sicherlich nicht.

dein ganzer post basiert auf der Annahme Real/Barca würden die FFP regeln verletzten. zu deiner entäuschung tun sies nicht. Man kann das Verhalten kritisieren, man kann sagen das in Deutschland noch seriöser gewirtschaftet wird als bei Real/Barca - aber beide sind trotzdem gesunde Unternehmen, die FFP nicht stören wird. Sieht natürlich dahinter deutlich anders aus - und das ist was die spanische und die deutsche liga unterscheidet bei der wirtschaftlichen stabilität.

@schalke
Gut. Wie es denn bei uns aus?
Nach http://www.handelsblatt.com/sport/f...ns-league-schalke-macht-verluste/8069450.html habt ihr Finanzverbindlichkeiten zwischen 150 und 200 Mio - was wiederum nicht weiter definiert wird - der unterschied ist v.a. das z.b. Real jahr für jahr gewinn ausweisen kann, was bei S04 nunmal nicht klappt.
 
Zuletzt bearbeitet:
Ihr vernachlässigt bei eurem Blick auf die spanische Liga, dass die Vereine dort sehr verwoben sind mit Immobilien über die dann die Abschreibungen laufen. Dieses Gesamtkonstrukt ist sehr wackelig, bedingt durch die wegbleibenden Touristen, dadurch entstandenen Arbeits- und Ausbildungsmarktprobleme und generell schlechte wirtschaftliche Lage. Das ist ein ziemliches Kartenhaus dort.
Sowas wird es hier in dem Ausmaß nicht geben.
 
SothaSil
In Deutschland wird eben offen bei Vereinen wie Dortmund und Schalke von Verbindlichkeiten gesprochen, dafür setzt sich die DFL ein, damit die Bilanzfälschung aufhört.
Was in dem von mir geposteten Artikel vom Manager-Magazin auch noch beschrieben wurde.

Zu mal die deutschen Vereine wie die Bayern AG als auch die Borussia Dortmund GmbH & Co. KGaA , sowie Bayer Leverkusen als Dax-Unternehmen müssen z.B. sehr genaue Zahlen darüber vorliegen, alleine um keine Täuschung der Aktieninhaber zu generieren und somit unter Manipulationsverdacht zu geraten.

Es ist also nicht ganz richtig das die Bundesliga nur schwammige Bilanzen vorlegen darf, zudem hat die DFL wesentlich strengere Auflagen als sie in der spanischen Liga vorhanden sind, wo jeder munter Schulden machen darf oder vom Staat aufgefangen wird wenn das zu Liquiditätsengpässen führt.

Jedes große Unternehmen auch VW kalkuliert mit sogenannten Wort-Case Szenarien und Deckungssummen des laufenden Betriebes ohne Schuldennahme, wo du das her hast, das Unternehmen das nicht tun ist mir Schleierhaft.
Auch Madrid und Barca werden das tun, daher versuchen sie doch die Verbindlichkeitenlast zu senken, auch erfolgreich aber eben noch groß genug und der Bale Transfer ist zu 100% ein Kredit, ebenfalls auf der letzten Seite des Manager Magazin ist so ein Verfahren schön beschrieben, es gibt gezielt Kreditunternehmen, welche dafür Kredite erteilen.

Weil trotz Einnahmen, welche zum Größtenteil der Ausgabentilgung vorausgehen, hat Madrid durch eben die Verbindlichkeiten keine hohe Liquidität aber eben eine große Kreditwürdigkeit durch eben den Unternehmenswerten die man besitzt.

Wenn dein Post übrigens aus Fakten aus 1. Hand sind, weil du Wirtschaftsprüfer der spanischen Liga bist, dann nehm ich natürlich alles zurück, bis dahin muss ich den Annahmen von allen Online-Quellen (auch deiner) kompiliert in eine für mich schlüssige These packen.
 
AeS schrieb:
Ich finde die Trennung von Verbindlichkeiten und Schulden allgemein nicht ganz so sinnig im Kontext einer funktionierenden Firma,

Für den einen eine buchhalterische Spitzfindigkeit, für den anderen der Übergang von richtig zu falsch.


Real hat meines Wissens nach nur recht lange Verbindlichkeiten, ähnlich wie Dortmund mit dem Stadion.
 
So, nun mal kurz zu Özil: Welcher Spieler steht dort bei Arsenal hinter ihm und gibt ihm Deckung, ne Rückversicherung braucht es bei Özil ja zweifelsohne!
Absichern (im Sinne von "ist eher defensiv) tut normalerweise Diaby - aber der ist andauernd verletzt.

Sie spielen ja mit zwei 6ern.

Wilshere und Ramsey haben es bspw. gg. Tottenham (1:0 gegen sie gewonnen) hinter Rosicky gemacht.
Klar sind das alles gute Kicker, aber ne richtig defensive Wucht haben sie nicht wirklich (Arteta spielt ja auch da manchmal aber auch verletzt).

Wenn man gut eingespielt ist und Einsatz zeigt, dürfte das aber nicht soooo ins Gewicht fallen.
Arsenal hat ne gute Schlagfertige Truppe beisammen, die hier und da mal für Überaschungen sorgen kann.

Wenn Santi Cazorla wie gg die Spurs auf die Außen geht, dann ist Özil auf der 10 gesetzt imo.

Gervinho wurde ja abgegeben, ergo muss dort jemand spielen :D
(Poldi & the Ox sind ja verletzt, Walcott spielt rechtsaußen)

Edit: Flamini ist ja zurückgekommen vom AC Milan. Der könnte hinten für die defensive Stabilität sorgen.
 
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AeS schrieb:
SothaSil
Zu mal die deutschen Vereine wie die Bayern AG als auch die Borussia Dortmund GmbH & Co. KGaA , sowie Bayer Leverkusen als Dax-Unternehmen müssen z.B. sehr genaue Zahlen darüber vorliegen, alleine um keine Täuschung der Aktieninhaber zu generieren und somit unter Manipulationsverdacht zu geraten.
Was aber einzig an der geschäftsform liegt. Ein reiner Verein wie der VfB stuttgart müsste in spanien wesentlich detailliertere Berichte vorlegen. Von seiten der Bundesliga ist Deutschland mit sehr wenigen richtlinien in die Richtung ausgestattet. VOn seiten des staates sind die Auflagen geschäftsformbezogen - und bei einem reinen Verein eben bei weitem nicht in dem Bereich wie in einer AG.
http://www.handelsblatt.com/fussbal...orm-des-lizenzierungs-verfahrens/8556100.html
<-- quelle die die meinung ausdrückt dass deutsche regularien bei der Lizenzierung die Uefa auflagen nicht komplett erfüllen.

Jedes große Unternehmen auch VW kalkuliert mit sogenannten Wort-Case Szenarien und Deckungssummen des laufenden Betriebes ohne Schuldennahme, wo du das her hast, das Unternehmen das nicht tun ist mir Schleierhaft.
Mein Vergleich mit einem kompletten Vertriebsverbot in Europa mag zwar in irgendeiner Schublade in Wolfsburg schlummern, einen SuperGAU wie das eben wäre liegt aber nunmal ausserhalb der normalen Planungen - genauso beantragt der FC Bayern keine Zweitligalizenz, wenn er sicher meister ist und kein laufendes Verfahren hat - und genausowenig Muss es ein Verein wegstecken können, wenn ohne Grundlage dauerhaft aus dem Europäischem Wettbewerb ausgeschlossen wird.
und zur definition: SuperGau ist größer als alles wofür man plant, da größer als größter anzunehmender unfall. Und da ein Ausschluss von Real oder Barca außerhalb jedweder bestehenden Richtlinien liegt, ist dies nunmal ein SuperGAU
Weil trotz Einnahmen, welche zum Größtenteil der Ausgabentilgung vorausgehen, hat Madrid durch eben die Verbindlichkeiten keine hohe Liquidität aber eben eine große Kreditwürdigkeit durch eben den Unternehmenswerten die man besitzt.
Liquidität in der Größe des Umsatzes eines deutschen Mittelfeldvereins find ich nicht unbedingt eine kleine Liquidität - auch wenn es da größere gibt
siehe http://swissramble.blogspot.de/2012/04/truth-about-debt-at-barcelona-and-real.html
~100 mio liquidität bei 500 mio umsatz

bsp VfB Stuttgart
http://www.stuttgarter-zeitung.de/i...nus.2e7569a7-bbd1-466d-93c2-3b737a45ee99.html
http://www.vfb.de/de/verein/verein-meldungen/2013/mitgliederversammlung-2013/page/6387-1-8-.html?f8
~ 12 mio bei 109,2 mio umsatz
scheint mir hier das die liquidität deutlich besser ist als beim VfB Stuttgart, der sich selbst als liquide bezeichnet.
Unterschied mag sein, dass der VfB in letzter zeit transfers maximal in höhe der hälfte der liquidität und Real bei kompletter liquidität durchführt - real hat aber auch im Gegenstz zum VfB ein konstantes plus
Wenn dein Post übrigens aus Fakten aus 1. Hand sind, weil du Wirtschaftsprüfer der spanischen Liga bist, dann nehm ich natürlich alles zurück, bis dahin muss ich den Annahmen von allen Online-Quellen (auch deiner) kompiliert in eine für mich schlüssige These packen.
zeig du mir mal eine vernünftige quelle die sich mit real/barca beschäftigt. bis auf Real ist böse mit 600 mio schulden steht da z.b. nicht viel drin. Und: du machst denen Vorwürfe - schau doch einfach in deren Bilanzen rein. Googeln kannst selber.
 
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HongKong Fui schrieb:
es wird in Deutschland keine einzige gut geführte Firma ohne langfristige und auch kurzfristige Verbindlichkeiten geben. So funktioniert doch das ganze Geldsystem...

Ohne kurzfristige und auch langfristige natürlich, nur so herum macht es Sinn- ohne kurzfristige geht es nämlich in keinem Fall, sonst müsste alles sofort und in bar gezahlt werden...
 
SothaSil schrieb:
Man kann das Verhalten kritisieren, man kann sagen das in Deutschland noch seriöser gewirtschaftet wird als bei Real/Barca - aber beide sind trotzdem gesunde Unternehmen, die FFP nicht stören wird. Sieht natürlich dahinter deutlich anders aus - und das ist was die spanische und die deutsche liga unterscheidet bei der wirtschaftlichen stabilität.
Vor 3 Jahren hat z.B. Barcelona noch einen kurzfristigen Kredit von 150 Mio benötigt, um Spielergehälter zu bezahlen und den laufenden Betrieb zu garantieren. Und das, obwohl man 3 Monate davor noch teure Transfers für insgesamt 80 Mio getätigt hat (und mir kann keiner erzählen, dass diese Transferausgaben sich nicht auch auf die Liquidität der folgenden Monate auswirken würde...).
Gesundes wirtschaften sieht definitiv anders aus.

Es geht nicht darum, ob man Schulden hat/macht, sondern darum ob man auch einen vernünftigen Refinanzierungsplan hat, der trotzdem den laufenden Betrieb nicht verhindert. Und wenn ich einen Kredit brauche um (unter anderem) Kreditrate zu bezahlen, dann ist es durchaus fraglich. Und da kann man noch so sehr mit Zahlen und Bilanzen jonglieren und sich Schulden schön reden. Das macht es auch nicht besser.
 
Im Endeffekt hat Bale jetzt 40 Mio nach dem Özil Verkauf gekostet, also etwas mehr als Götze.
Real hätte sich die 90 Mio auch niemals auf einmal leisten können, nichtsdestotrotz haben sie die übrigen 40 Mio in den nächsten 2-3 Jahren allein durch die Bale Merchandising Vermarktung wieder eingespielt, das sollte man berücksichtigen.

Es ist ja nicht so, wie bei einem Frank Fahrenhorst Trikot.



Insofern passt das schon.


Bei Real und Konsorten sind es auch nicht diese Wahnwitz-Transfers die Probleme machen, sondern solche Transfers wie z.B. bei Coentrao, der glaub ich auch 30 Mio gekostet hat, ein irrsinniges Monatsgehalt kassiert und bei dem halt nix auf der Habenseite für Madrid steht. Gehälter sind bei Real so ein gewisses Thema. Ein Ronaldo kann nur den Königlichen auf der Nase herumtanzen. Klar macht er mal den Unterschied, aber ich erinnere mich nur immer zu gern daran, wenn er wie ein bockendes Kindergartenkind herumschreit und quasi aufhört zu spielen, weil er von den Verteidigern hart bearbeitet wird.


Bayern und nun auch Dortmund haben wirtschaftlich gesehen ein absolut gutes Händchen. Topstars und in Relation gesehen günstige Ergänzungsspieler, die in die Mannschaft passen. Beispiel Rafinha, Beispiel bei Dortmund letzte Saison Santana.
Auf bestem Wege dorthin ist Wolfsburg (auch wenn es viele nicht hören wollen). Allofs weiß wie man wirtschaftet und hat nun auch mehr Polster auf der Seite, dass er Spieler wie Diego halten und andere Stars (Gustavo) für sich gewinnen kann.
 
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was RM von den 40 mio wirklich sieht ist eine andere Frage, in den 40-50 mio sind, Steuer, Handgeld, Beratergeld enthalten.
Wenn RM am ende 20 Mio hat können sie Glücklich sein.
 
@ gh0

Real hat für Özil bereits 27 Mio gezahlt.
Sofern es sich nur um eine Umverteilung des Verkaufs von Merchandise-Artikel handelt, ist nichts gewonnen. Und dieses Szenario ist relativ wahrscheinlich. Bale ist noch nicht der absolute Weltstar (weder sportlich noch vom Marketing her) und wird sicherlich nicht ewig viele neue Fans anlocken. Bei einem Beckham hätte man in diese Richtung argumentieren können und selbst da wäre eine so hohe Ablösesumme (in Bezug auf Refinanzierung per Marketing) mehr als fraglich gewesen.

Das ist eine ganz schöne Milchmädchenrechnung, die du da aufgestellt hast.
 
Bale ist noch nicht der absolute Weltstar (weder sportlich noch vom Marketing her) und wird sicherlich nicht ewig viele neue Fans anlocken.

Und woher weist du das jetzt?
Woher willst du wissen, dass Bale nicht zu einem solchen Weltstar reift?!
Deine Aussage kommt einer Milchmädchenrechnung gleich.
 
Bezüglich des Merchandising-Argument kommt ja noch dazu, dass wenn sich jetzt jemand ein Bale Trikot kauft, dies ja nicht bedeutet, dass er sich das zuästzlich kauft, sondern womöglich stattdessen ein CR7 Trikot gekauft hätte, wenn Bale nicht gekommen wär. In dem Fall hätte man praktisch auch keinen zusätzlichen Gewinn gemacht. Die ganzen Rechtfertigungsversuche, den Transfer schön zu rechnen, klingen schon genauso lächerlich, wie damals - sorry für OT, aber mir fällt grad kein besserer Vergleich ein - als Stuttgart21 mit dem Verkauf der Grundstücke komplett finanziert werden sollte.

gh0 schrieb:
Klar macht er mal den Unterschied, aber ich erinnere mich nur immer zu gern daran, wenn er wie ein bockendes Kindergartenkind herumschreit und quasi aufhört zu spielen, weil er von den Verteidigern hart bearbeitet wird.
Naja, ich guck quasi keine Primera Division, aber ich erinnere mich noch an das Hinspiel gg. Dortmund, wo Ronaldo noch der einzige war, der offensiv was auf die Reihe gekriegt hat. An einem gewissen Punkt fängt bei jedem Spieler der Frust an, wenn nichts klappt; das ist wohl kaum etwas, was gerade Ronaldo ausmacht.

Auf bestem Wege dorthin ist Wolfsburg (auch wenn es viele nicht hören wollen). Allofs weiß wie man wirtschaftet und hat nun auch mehr Polster auf der Seite, dass er Spieler wie Diego halten und andere Stars (Gustavo) für sich gewinnen kann.
Ja, das seh ich auch so. Es ist schonmal ne Leistung, den Magath-Kader wieder auf ne normale Anzahl zu reduzieren, auch wenn man teilweise Spieler unter Wert abgegeben hat.
 
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