Sammelthread Fußball-Stammtisch 2020/21 (1. Beitrag beachten)

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Mieses Spiel. In xGoals ausgedrückt wäre das über die 120 Minuten bestimmt immer noch ein 2 zu 0,5 gewesen, darüber hat Kiels Kampfgeist ja ein wenig hinweg getäuscht. Letztlich haben die über 120 Minuten auch nur 4 Schüsse aufs Bayerntor abgegeben. In der Verlängerung waren die auch absolut tot. Dennoch muss man Kiels Leistung der 90 Minuten natürlich respektieren, in der unteren Erstligahälfte spielt man so problemlos mit.

Liegt auch nicht am Pokal und so, das ist einfach die Streuung nach unten in der individuellen Klasse. Da hat ja keiner ein gutes Spiel gemacht. Normal würde ein Neuer, Kimmich, Gnabry, Lewa, Müller sowas einfach mal mit Willen herumreißen, aber die waren ja alle auf einmal nicht besonders gut. Ich kann nicht mal sagen, wer besonders gut gespielt, denn mehr als eine oder zwei gute Aktionen hatte keiner. Anders herum hatte aber eben auch jeder bis auf Neuer, Süle und Sarr seine ein oder zwei guten Momente. Dass die Tore ein Abseitstor (das habe ich bei meinen 2 subjektiv geschätzten xGoals nicht reingezählt) und ein Freistoß waren sind bezeichnend.
Auch wenn das erste Gegentor mal wieder ein riesiger Bock von Sarr war, stand die Defensive ansonsten ja sicher. Der Ausgleich kann so mal passieren.

Jetzt muss Flick halt die CL nochmal gewinnen.
 
Gratulation an Kiel und merci, Pokal wird damit um einiges interessanter 👍👍👍
 
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Jetzt kann sich Bayern auch mal fragen ob sie das Spiel auch verloren hätten wenn sie es nicht verlegt hätten und normal vor weihnachten gespielt worden wäre.
 
strempe schrieb:

Paywall, aber kenne ich von L3O, dass Krefeld einen neuen Investor braucht. Naja, kriegt Magdeburg oder der Insolvenzverein den Klassenerhalt geschenkt, dann beide, falls die Türken auch zurückziehen.
 
Vielleicht tut uns ein Wettbewerb weniger ganz gut in dieser Verfassung, viel mehr Positives lässt sich zu dem Spiel dann auch nicht finden. Letztlich war der einzige Unterschied zu den letzten Spielen dass sich die schwache Phase halt über das ganze Spiel zog.

Ich hätte ja wie gesagt kein Porblem damit wenn man dieses Jahr keinen Titel holt aber wenn man jetzt 4 Monate so weiter spielt dann will ich mir die Mediale Unruhe gar nicht vorstellen, irgendwo sollte man dann schon die Kurve bekommen.
 
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Das ist nun so der typische Tag an dem ich mich auch mal wieder melde.
Ich freue mich sehr weil das tut dem DFB Pokal mal ganz gut. Es wird nun sicher mehr Spannung geben für uns alle, zumal Bayern auch mal auf das Ding verzichten kann.

Ich hoffe das der BVB gewinnt aber passend zu dieser Saison (2020, Corona usw...) wäre wenn Schalke absteigt und den DFB Pokal gewinnt.
 
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Aktuell müsste die Devise lauten scheiß auf komplizierte Spielsysteme, scheiß auf Weiterentwicklung, scheiß auf Dominanz, scheiß auf alles was mittelfristig gedacht ist. In der Phase jetzt zählt nur reiner Pragmatismus und das gilt für alle Vereine mit hoher Belastung bzw. müden Beinen. Die Situation ist nicht normal, daher braucht man jetzt eine besondere Antwort, einen Modus mit dem man die restliche Zeit so erfolgreich wie möglich gestaltet und zwar mit Ergebnissen, nicht Sambafußball. Dazu gehört auch, dass der zweite Anzug in der Lage ist das System umzusetzen damit ich die erste Elf entlasten kann ohne das mir der Laden um die Ohren fliegt.
 
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hohe Belastung und müde Beine hat's nicht zu geben, die können für ihre Millionen mal über die Grenzen gehen.
 
Momentan ist es bei den Bayern auch weder müde Beine noch hohe Belastung. Die hatten jetzt Pause, haben die Möglichkeit zu rotieren und tun das auch und außerdem hat man ja gestern gesehen, dass in der Verlängerung Kiel völlig platt war und Bayern die Geschwindigkeit mindestens konstant gehalten hat.
Vielleicht haben sie aber auch nur keine müden Beine, weil sie das Training völlig eingestellt haben, wer weiß...
 
nur weil seit Jahren Trainer und Verantwortliche über zu hohe Belastungen meckern, muss das alles nicht stimmen. Menschen tendieren dazu - egal wie hart sie arbeiten müssen, zu meckern, dass sie zu sehr belastet sind.
Das ist in jedem Büro so. Und selbst bei Millionären, die alle paar Tage 90 Minuten nem Ball hinterherlaufen müssen.
Am Ende verdienen Spieler immer mehr Geld. Es gibt aber nicht mehr Invalide Spieler. Zumindest sind mir keine Zahlen dazu bekannt. Es wird rotiert, wo es geht, manche Spieler gönnen sich eh von Zeit zu Zeit paar Wochen Auszeit, in dem sie leichte Blessuren haben.

Andere wiederum wollen einfach jedes Spiel durchspielen und jammern nicht, sondern haben Bock.
Die Bayern und kein Club geht am Stock. Die sind jung und durchtrainiert und müssen sonst nix machen. Kein Haushalt, nix. Wird entweder von den hübschen Frauen daheim erledigt oder von Haushaltshilfen.

Im Gegenteil: trotz geschlossener Friseuresalons schaffen es viele Spieler durchgestyled zu sein und frisch Haare geschnitten zu bekommen. Woher das wohl kommt?
Wenn ich die Spieler dann in ihrem Urlaub auf Instagram in die Kamera grinsen sehe und auf ihrer Yacht chillen sehe, dann wird das Märchen der Überbelastung nicht gerade realistischer.

Wenn ich dann lese, dass alle Bayernspieler vor einigen Wochen mal eben nen Audi E-Tron gespendet bekommen - der Umwelt zu liebe...ja dann...

Hört endlich auf diese Spieler derart zu schützen. Die benötigen am allerwenigsten Schutz von uns allen.^^
 
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Dieses Argument mit den Millioneneinkommen ist doch so sinnlos und überbewertet. Das ist so realitätsfern. Natürlich verdienen die alle viel zu viel und wir stecken denen noch mehr in den Hintern, indem wir Merchandise kaufen und das xte Abo abschließen. Ich hatte aber bisher keinen Arbeitskollegen der auf Grund einer Gehaltserhöhung zum Leistungsträger mutierte und warum sollte das in der Sportwelt anders sein?
Das würde ja rein logisch bedeuten, dass Sportler mit einen Verdienst bis X nicht an ihre Leistungsgrenze gehen und sich bewusst nicht aufopfern. Sorry aber wie sinnfrei ist dass denn bitte?

Es wäre doch moralisch viel fragwürdiger, wenn ein Mensch nur auf Grund dessen, weil er jetzt das doppelte verdient, das doppelte leistet. Man mutiert nicht zu nen Spieler v2.0, kriegt ne zweite Dollarluft, wenn man das erste mal ein Millioneneinkommen den Fiskus meldet. Manche Aussagen komprimieren alles auf den Faktor Geld, als wäre es der einzige Faktor der unser Leben bestimmt und nichts anderes eine Bedeutung hätte.

Wenn ich hier also lese, dass die Spieler durchgestyled sind, Sponsorengeschenke erhalten, Millionäre sind und den Müll nicht raustragen müssen, ist das für mich mehr persönlicher Frust, als ne sinnvolle Erklärung dafür, weshalb sie dann doch nochmal den Kilometer mehr laufen müssten.

Es geht auch nicht darum, dass die Spieler jetzt auf einmal von ihren Leistungvermögen X nur noch 30% abrufen. In der Bundesliga und auch in einem Spiel wie gegen Kiel, wenn Vieles in einer ohnehin krieselnden Zeit nicht für einen läuft, reicht es schon aus, wenn man nur paar Prozente unter der Top Leistung und man geht als Verlierer vom Platz.

Es sind oft überbezahlte Kinder, die in einer Paralellwelt leben, oft keinen Bezug zum Geld haben und keine Empathie besitzen für die Welt eines Normalos. Gehe ich mit und darüber kann man sich aufregen. Ich glaube aber zeitgleich dass viele Bayernspieler aktuell an ihr Leistungslimit gehen bzw. so weit wie es aktuell möglich ist.

Diesen Spagat der realistischen Einschätzung sollte man schon hinbekommen, sonst hat man meiner Ansicht nach eine beschränkte Sicht auf die Dinge und die Menschheit m Allgemeinen.
 
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Tengre schrieb:
wäre mal schön einen Verein aus Schleswig-Holstein in der 1 Bundesliga zusehen.
Und dürfen dann ausschließlich die 17 Heimspiele bestreiten, da Glücksspiel nur in SH erlaubt ist? ;)

Falls die aufsteigen, sind die vermutlich Absteiger Nummer 1, mit Tendenz dann durchgereicht zu werden.
 
mir ist klar, dass Gehälter allein nicht verpflichten oder automatisch bedeuten, dass die auch 100000 mal so viel leisten müssen. Wir reden immer noch über Fußballer, keine Wunderheiler.

Dennoch geht mir das geheule auf den Keks. Deshalb auch der Vergleich mit einer normalen Tätigkeit im Büro. Du wirst keine Branche finden, die nicht von sich behauptet, dass sie überlastet ist. Jeder ist von sich selbst überzeugt, dass er über dem Maße belastet sei.

Ich finde es nur grenzwertig, dass sich gerade Fußballer dazu aufschwingen überlastet zu sein. Das sind sie nicht. das werden sie nie sein und Punkt. Das ist an der Lebenswirklichkeit nicht nur vorbei. Wir reden Von Galaxien entfernt von einer wahren Überanstrengung. Überanstrengt kann ich sein, wenn ich in Afrika als Frau kilometerweit mit nem Baby auf dem Rücken zu einem Brunnen stapfen muss um Wasser zu holen. Das ist körperlich wahrscheinlich deutlich anstrengender als jeder Profifußaller so leisten muss.

Es ist aber bewiesen, dass das Jammertum in reichen Indrustrienationen viel größer als in ärmeren Gegenden der Welt. Fängt schon bei den schreienden Babys an. Wirst du in ärmenden Länder kaum hören und sehen.

Ist übrigens von mir bewusst provokant formuliert ;)
Ich will darauf hinaus, dass für die meisten Menschen da draußen die Lebenswirklichkeit ganz anders aussieht und ich denke Fußballer und Verantwortliche etwas stiller sein sollten, was das Thema "Überlastung" angeht.

Dann betreibt größere Kader. Problem gelöst.
 
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getexact schrieb:
Das sind sie nicht. das werden sie nie sein und Punkt.

Ich wette mit dir genau das sind sie. Nach nachdem wie viele Spiele in ein paar Wochen gespielt werden müssen etc. Das ist jetzt nicht auf das Spie lgestern bezogen, sondern generell. JEDER der mal halbwegs Leistunggsport betrieben hat kann davon ein Lied singen.
 
@Pisaro

Kann ja auch gerne dein Eindruck sein. Spitzensport ja. Auch da muss man von Sportart zu Sportart unterscheiden. Wie belastet da nun die Spieler wirklich sind, wissen sie nur selbst. Sagen kann man viel und glauben kann man auch alles. Nur bezweifle ich einiges gesagtes.
 
Wenn ich sehe dass quasi alle Top Teams diese Saison große Probleme haben ihr gewohntes Niveau abzurufen, wie wäre das sonst zu erklären wenn nicht mit außergewöhnlicher Belastung (und Folge davon entsprechend weniger Trainingseinheiten mangels Zeit)?
Mal 10 freie Tage in der "Winterpause" ändern nicht viel daran dass die fast nur englische Wochen spielen und keine Sommerpause hatten. Auch die Corona Unterbrechungen waren sicher kein Erholungsurlaub mit Lockdown und für den potentiellen Restart fit halten...


Ich glaube nicht dass die jetzt einfach zufällig alle nur kein Bock haben. Imho ist das die Kombi aus körperlicher und mentaler Belastung sowie fehlenden Trainingseinheiten.
Und gerade das anspruchsvolle Spiel vieler Topteams ist entsprechend anfällig wenn einige Prozente fehlen, die haben aber auch selten den Kader um dann zu sagen "ok spielen wir einfach mal defensiver".
 
Ich denke auch, dass es eine Mischung aus allem ist. Vor allem die körperliche und mentale Fitness oder Frische fehlt dann, um immer seine 100% abzurufen.
Dann bist du eben häufiger mal den berühmten halben Schritt zu spät. Bei den Bayern kommt dazu, dass ein paar Spieler auch noch üblichen Formschwankungen unterliegen. Davies zum Beispiel. Letzte Saison alles auseinander genommen, läuft er jetzt oft hinterher oder wirkt unglücklich.
 
getexact schrieb:
Ich finde es nur grenzwertig, dass sich gerade Fußballer dazu aufschwingen überlastet zu sein. Das sind sie nicht. das werden sie nie sein und Punkt. Das ist an der Lebenswirklichkeit nicht nur vorbei. Wir reden Von Galaxien entfernt von einer wahren Überanstrengung. Überanstrengt kann ich sein, wenn ich in Afrika als Frau kilometerweit mit nem Baby auf dem Rücken zu einem Brunnen stapfen muss um Wasser zu holen. Das ist körperlich wahrscheinlich deutlich anstrengender als jeder Profifußaller so leisten muss.
Die Überspitzung ist das eine aber deine Vergleiche passen einfach nicht. Wir sprechen immer noch von Leistungssport und zweier Parteien die sich auf höchsten Niveau messen und auf dem Kleinigkeiten entscheiden sein können. Wir sprechen nicht von dem Kampf ums Überleben. Für mich ist es eine völlig andere Geschichte, wenn ein Bayernspieler X nach der Partie sagt, es hat heute unter anderem nicht gereicht, weil man am Limit ist. Ich find diese Aussagen haben in den letzten Jahren erfreulicherweise sowieso nachgelassen aber nach so einem Jahr und einem Programm welches sie hatten, finde ich so eine Aussage legitim. Er bezieht das auf die sportliche Leistung und nicht auf die persönlichen Umstände und das muss man differenzieren.

Es ist eine völlig andere Klamotte, wenn ein Sandro Wagner im Sportstudio die hohen Gehälter der Profifußballer verteidigt. Da springe ich direkt auf deinen Zug mit auf. Das ist nicht sportlich, sondern sozial, gesellschaftlich.

Ich denke diese Diskussion hat ganz viel damit zu tun, ob man selber die Erfahrung im Leistungssport gemacht unter schwierigen Umständen Leistungen abzurufen und zu jedem Zeitpunkt versuchen alles aus sich rauszuholen. Manchmal hat man Erfolg, ohne das man wusste wie er zu stande gekommen ist, manchmal versucht man alles und es reicht einfach nicht ganz. Wenn man in so einer Phase körperlich ohnehin nicht auf TopNiveau ist, kommt schnell das eine zum anderen und man fällt in ein Loch. Geld spielt da keine Rolle mehr.
 
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