Fußball-Stammtisch 2021/22 (1. Beitrag beachten)

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firebird89 schrieb:
Wir Frankfurter verstehen das auch nicht. Gefühlt wünschen uns normalerweise viele immer nur schlechtes. Vor paar Jahren waren wir nur "Die Treter Truppe" wegen Abraham.

Wir sind jetzt gerade in aller Munde und Deutschlands Liebling. Mal schauen wie lange (obwohl mir eigentlich auch egal was andere denken)?
Ein Ultra meinte die Tage vor dem Finale....
„Ich glaube, wir alle finden gerade nichts schlimmer, als dass ganz Deutschland uns mag“, und nach West Ham sangen sie „Wir sind Adler, wir sind Adler. Keiner mag uns, scheißegal.“

Für die Ultras problematisch und erfreulich zugleich, dass das Management sie als Teil der Imagekampagne rund um den Verein und seine Fans vereinnahmt und relativ viel (Narren-) Freiheit gewährt und alles mögliche unter den Teppich kehrt um es sich mit ihnen nicht zu verderben. Die sagen, „Wir machen diese Choreographien, diese Auswärtsreisen und alles andere nicht für das Bild in der Zeitung und auch nicht für Werbekampagnen des Vereins. Sondern für uns selbst und unsere Mannschaft, für alle Frankfurt-Fans.“
Die Ultra Szene wird auf 15.000 bis 20.000 Fans geschätzt. Und im Kern sind eben auch die gewaltbereiten Hools nach wie vor vertreten. Eine deutliche Distanzierung der anderen oder des Vereins findet aber nicht statt.

Andere Clubs haben ähnliche Probleme mit der winzig kleinen Minderheit, die Eintracht lebt aber stärker vom Fan-Image, das über Jahre aufgebaut wurde und sich natürlich auch in der Kasse niederschlägt.

Meiner Meinung nach, muss man schauen, dass man die Balance nicht verliert. Kommen wieder schlechtere Zeiten, werden sich die Jungs garantiert wieder verstärkt von ihrer noch schlechteren Seite zeigen und dann soll man nicht so tun, als hätte man damit nichts zu tun.
Klar ist aber auch, die Bilder von der Eintracht und ihren Fans, die um die Welt gehen sind durch nichts zu ersetzen als Synonym für Verein(t) im besten Sinn. Gerade das Sevilla Finale mit gleich 2 ähnlichen Traditions Clubs ohne Stars aus dieser Kategorie als Kontrapunkt zu den gelackten und gepamperten Topclubs mit ihren Außerirdischen hat gezeigt, wie toll es ist, wenn eine ganze Stadt und Region hinter dem Club steht und die Spieler das aufsaugen. Nicht zwangsläufig zum Anfassen, aber eben da, wo ich auch herkomme oder hin gehöre. Real, Liverpool, PSG, ist letztlich wie Disneyland. Schöner Schein, den man mal genießen kann, aber den Eintopf gibt's zu Hause in der Familie und der schmeckt bekanntlich ja auch ganz gut (auch wenn er mal versalzen ist). Und die Eintrachtler lassen zudem ihre Lieblinge halt nicht gerne alleine in die Fremde reisen.

Hools waren und sind immer Teil des Fussballs. In England mussten sie die Stadien schließen, um das Problem in den Griff zu bekommen. So weit kommt es hier hoffentlich nicht mal, ist aber nicht auszuschließen. In Frankfurt ist das Ganze ziemlich gut organisiert, bedeutet im Zweifelsfall aber auch mehr soziale Kontrolle. Nur ganz befrieden wirst du die Leute nie können. Insofern ist ein Club aber auch nur ein Abbild unserer Gesellschaft.
 
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Banger schrieb:
Von welchem Verein bist du überhaupt Fan? ^^
Wirklich Fan von keinem. Kann mir auch nicht vorstellen, zu irgendeinem Spiel wirklich ins Stadion zu gehen. Ich schau mir das Geschehen gerne im Ticker oder im Nachhinein als Textmeldung an und gucke regelmäßig Bohndesliga auf Youtube.
 
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Terzic soll wohl noch am Wochenende bekanntgegeben werden. Co Trainer soll evtl Peter Hermann werden. Wäre ne tolle Kombination wie ich finde. Bleibt spannend.
in mir und vielen anderen löst Terzic ne Art Hype aus. Hoffen wir mal, dass die mann das nicht zu schnell zu nichte macht ^^
 
Als Übergangstrainer war er ja auch nicht schlecht, bin auch gespannt. Heute Abend drücke ich Freiburg die Daumen!
Denke das macht fast jeder außer die handvoll RB Fans.
 
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Die FAZ hat in ihrem Artikel zum Rose Rauswurf u.a. geschrieben,
"Ganz unabhängig vom sportlichen Abschneiden ist es dem Trainer nämlich nicht gelungen, eine homogene Einheit aus der Gruppe zu formen. Mehrfach waren Konflikte erkennbar; so hielt beispielsweise niemand den inzwischen zu Manchester City gewechselten Erling Haaland davon ab, seine Privatnummern jenseits der Gruppe aufzuführen."

Alles schön und gut, nur ist das m.E. nicht der Job des Coachs. Dafür sollte es andere Zuständigkeiten in einem Großverein geben. Glaube aber, dass viele Dortmunder das tatsächlich so sehen.

An anderer Stelle schreibt der Autor,
So langsam entwickelt sich die Geschichte vom Unglück der Dortmunder Bundesligatrainer, die als Drama über streitende Männer mit Thomas Tuchel begonnen hatte, mehr und mehr zu einer epischen Serie der großen Missverständnisse. Seit Jürgen Klopp den BVB vor sieben Jahren verlassen hat und die Verantwortlichen glaubten, Tuchel könnte eine neue Ära begründen, ist nie wieder ein inniges Verhältnis zwischen diesem aufregenden Verein und einem Chefcoach entstanden.

Ich mag mich täuschen,aber ich hab das Gefühl, dass ein Trainer in Dortmund auch vereinsintern nicht so frei arbeiten kann wie anderswo und am Ende dann doch alles auf ihm abgeladen wird als fast allein Schuldigen, obwohl klar ist, dass das nicht möglich ist. Die Transferpolitik wurde hier ja oft genug erörtert und kritisiert, was u.U. den Trainer dann zur ärmsten Sau macht. Trotzdem ist dann alles auf ihn fokussiert, insbesondere Fan seitig.
Auffällig die Parallelen zu Gladbach. Man wollte einen Konkurrenten durch Abwerbung schädigen, konnte in beiden Fällen aber keinen Kader bereit stellen, der die jeweiligen Ansprüche des Coachs befriedigt. Und hat dem dann nicht genug Zeit gegeben daraus trotzdem was zu machen. Und nun greifen beide auf Lösungen aus dem eigenen Archiv zurück, die beide kurioser Weise Auslöser des Ösi-wechsel-dich-Spiels waren. Wobei die Perspektiven bei Dortmund natürlich klar die besseren sind. Bei Favre weiß man aber immerhin was man bekommt, bei Terzic letzten Endes nicht. Und hier besteht eben das große Risiko in Dortmund, die obige Reihe nahtlos fortzusetzen. Viel Stallgeruch kann sich positiv auswirken, aber nicht zwangsläufig. Neue Besen kehren meist besser. Und grundsätzlich die Frage, ob der Rauswurf überhaupt vollzogen worden wäre ohne Terzic als Stand-by.
Warten wir es ab, über wen wir in einem Jahr hier wie diskutieren. Ob Terzic dann auch noch Coach ist, wieder nur Übergangslösung oder erfolgreich im Sinne von mehr erreicht als der Vorgänger, werden wir sehen. Die Mannschaft selbst ist noch unvollendet und es muss imho noch einiger Ballast weg. Auch prominente Namen! Mit den bisherigen Neuverpflichtungen scheint man aber auf einem guten Weg zu sein.
 
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Watzke ist halt leider mittlerweile auch total verblendet und übt unnötig Druck aus.
Solange die sich halbwegs souverän für die CL qualifizieren, sollte man schon am Trainer festhalten.
Wenn Watzke dann doch mal abdankt, könnte ich mir wieder einen längeren Trainerrun vorstellen.
 
Overall bin ich aber ehrlich gesagt nicht überzeugt, dass Terzic die Lösung ist. Das liegt aber nicht an Terzic sondern eher am Team. Glaube der BVB hat ein ähnliches Problem wie Man United - zu viele satte Spieler die sich nicht motivieren lassen und so reinhauen wie es die Fans wollen. Ich sehe das bei Wolf, bei Meunier bei Bellingham. Aber ich sehe es halt nicht bei Brandt, bei Reus, bei Hummels(der kann einfach nicht mehr) oder einem Malen.
Die Fans gucken derweil neidisch auf die EL Spiele der Eintracht und wünschen sich die gezeigte Mentalität.
Meanwhile rastet Reus jedes Mal aus, wenn man nach einer Lustlos-Leistung dieses Wort erwähnt.

Hoffe, dass die neuen Transfers aber auch junge Spieler, neuen Schwung reinbringen und die alten Knochen mitreißen können.
 
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Ich finde, das wird öffentlich immer viel zu wenig anhand des spezifischen Falls betrachtet.
Kontinuität ist voll mein Ding, aber nicht nur Rose :D
Ich bin kein Fan von Trainern, die das ganze Spiel mit 65 Puls auf der Bank sitzen, selbst wenn die Mannschaft einen lustlosen Scheißdreck zusammenspielt.
 
@mo schrieb:
Man wollte einen Konkurrenten durch Abwerbung schädigen, konnte in beiden Fällen aber keinen Kader bereit stellen, der die jeweiligen Ansprüche des Coachs befriedigt

Hoffe und glaube nicht das die Entscheidung Rose mit dem Interesse verknüpft war Gladbach zu schaden, er war oder ist halt einen toller Trainer der gute Leistung in Gladbach gezeigt hat bis zur Verkündung des Abschieds, anscheinend war er auch bei den Dortmund Spielern beliebt wenn man da die Abschiedsnachrichten auf Instagram und Twitter sieht.

Ohne Terzic bin ich mir auch sicher würde Rose noch im Amt sein, da schwellt halt im Hintergrund nen kleiner Brandt im trockenen Laubwald der Aki Watzke heißt, laut diversen Podcasts war Rose von Anfang an nicht Watzkes Kandidat gewesen.

Wenn man den Schwarz-Gelben-Talk mit Watzke gesehen hat dann ist da einfach leider oft der Name Jürgen Klopp gefallen, während sich Klopp emanzipiert hat rennt Watzke seinen Freund/Supertrainer in Gedanken immer noch hinterher und vergleicht alle Nachfolger an seinem viel zu großen Schatten.

Irgendwann ist auch mal gut.
 
Shizzle schrieb:
Die Fans gucken derweil neidisch auf die EL Spiele der Eintracht und wünschen sich die gezeigte Mentalität.

Schön und gut für SGE Fans, aber da nehme ich dann doch lieber die sichere CL Quali jedes Jahr, als so einen Tanz auf der Rasierklinge zum EL Titel, wenn man gleichzeitig in der Liga abkackt.
 
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Nu kann Mbappe wohl demnächst den eigenen Trainer feuern, PSG setzt neue Maßstäbe in Sachen Fußball durch Geld zerstören.

Drecksverein.
 
PES_God schrieb:
Schön und gut für SGE Fans, aber da nehme ich dann doch lieber die sichere CL Quali jedes Jahr
Das ist dann halt genauso spannend und emotionsgeladen wie der 10. Meistertitel in Serie.
 
Fleshed schrieb:
Hoffe und glaube nicht das die Entscheidung Rose mit dem Interesse verknüpft war Gladbach zu schaden
Sagen wir mal so, man hat das nützliche mit dem angenehmen (oder umgekehrt) verbunden.
Wenn man einem direkten Konkurrenten den Coach abluchst, hat man neben dem eigenen Vorteil auch im Hinterkopf, dass der dann etwas weniger Konkurrent ist. Und es hat nun mal bestens funktioniert. Eberl hat dann das gleiche Spiel gespielt, nur mit deutlich weniger Fortune. Zumindest langfristig, denn gelackmeiert waren wir auch erst mal.
Dass sich das dann als eine Art Glücksfall mit Verzögerung erwies, konnte ja keiner auch nur im entferntesten ahnen. Hätten wir letztes Jahr schon CL gespielt, ohne oder wenig Publikum, wäre es eh nicht das gleiche gewesen. O.K., die Kohle wär schon nicht schlecht gewesen und vielleicht wäre ja sogar Silva geblieben.
Egal, hinterher bist immer klüger!
 
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Wo war es denn nötig, Gladbach zu schwächen? Weil die uns regelmäßig irgendwas streitig machen?
Die restliche Konkurrenz profitiert doch auch davon, was den Effekt in dieser Konstellation doch völlig egalisiert.

Eine Schwächung im Kontext der "Notwendigkeit" waren damals zB Lewa und Götze. Und auch relevant, weil ein ernsthafter Konkurrent um den Platz an der Sonne geschwächt wurde.
Aber auch da waren die Transfers spielerisch sinnvoll, nicht allein aggressiver Natur.
 
Banger schrieb:
@mo kann sich vielleicht um *ffenbach kümmern. Wir um Engers, Straelen oder Wuppertal.
Du verlangst jetzt aber hoffentlich nicht von mir, das anzuschauen...!? :freak:

Ist eh vorbei! Halt Dorf gegen Dorf und das größere Dorf hat gewonnen. :evillol:
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Marcel^ schrieb:
Wo war es denn nötig, Gladbach zu schwächen? Weil die uns regelmäßig irgendwas streitig machen?
Geht ja nicht um regelmäßig! Zu dem Zeitpunkt waren sie erfolgreich und haben eine gute CL gespielt etc.

Marcel^ schrieb:
Die restliche Konkurrenz profitiert doch auch davon, was den Effekt in dieser Konstellation doch völlig egalisiert.
Welche Konkurrenz? Die Bayern sind keine Konkurrenz. ;)

Wie gesagt, den Mitnahmeeffekt kann es immer geben und hier war es so. Zorc und Watzke sind zu lang im Geschäft, um das nicht im Hinterkopf zu haben.
 
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Warum nicht? Sind doch unkritische Vereine.
Ergänzung ()

Landespokal zieht bei den Benz-Baracklern auch nur so semi. Sieht so nach ~5000 Zuschauer aus. Die Mannheimer Türken haben so als kleiner Verein sogar einige Leute im Gästeblock sitzen. Wie kommt es, dass die die keine Fans von den großen Istanbuler Vereine sind? ^^

Cottbus muss aber auch mal treffen. Wäre richtig ,,Fail", man züchtet sich im Vorort Konkurrenz heran und vergeigt es auch gegen die. Also ranhalten, Haasenfranz.
 
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Fleshed schrieb:
da schwellt halt im Hintergrund nen kleiner Brandt im trockenen Laubwald der Aki Watzke heißt,
Und vergiß mir den guten Herrn Sammer nicht. Ein ausgewiesener Fan von Terzic und Rose bestenfalls neutral gegenüber. Schätze das Ei haben die beiden Schluffis zusammen ausgebrütet.
 
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