Kehl hatte dazu vor kurzem ein ich finde sehr gutes Interview gegeben. Thema Geld und Ziele und Wettbewerb. Aktuell in der CL z.B. gegen 3 Clubs anzutreten, die von Investoren geführt und unterstützt werden.
"Paris St. Germain gehört der Qatar Sports Investments, der AC Mailand zu 99,93 Prozent dem US-amerikanischen Investor RedBird Capital Partners und Newcastle United neuerdings einem vom saudischen Staatsfonds Public Investment Fund angeführten Konsortium."
"Schwerer werde es aber schon: "Ja, wir haben Wettbewerbs-Nachteile im Vergleich zu Klubs, hinter denen milliardenschwere Besitzer oder ganze Staaten stehen, wir müssen unser eigenes Geld verdienen und wir werden immer wieder schauen müssen, dass wir auch Spieler verkaufen.
Natürlich hätte ich auch gerne einen Jude Bellingham behalten, wenn man sieht, welchen Stempel er Real Madrid jetzt schon aufdrücken kann. Trotzdem: Wir möchten eine wichtige Rolle in Europa spielen."
Zum Thema Erwartungshaltung und Ziele sagte er:
"Es ist keine leichte Aufgabe für den gesamten Klub und seine Mitarbeiter, sich jedes Jahr gefühlt rechtfertigen zu müssen, dass man Zweiter geworden ist", sagt Kehl: "Wir haben alle den Anspruch, etwas nach oben zu strecken und auch wieder Deutscher Meister zu werden, die Dominanz der Bayern punktuell zu brechen." Dortmund sei "in den Augen der Menschen immer der Herausforderer Nummer eins", könne die Erwartungen aber nicht immer erfüllen: "Am Ende muss man es aber trotzdem hinbekommen, dass die Motivation und die Zufriedenheit der Menschen nicht ausschließlich von Platz 1 oder von einem Titel abhängen, denn dieses Rennen, das wir gewinnen möchten, ist wirtschaftlich betrachtet eben ein ungleiches.
Unabhängig davon, dass wir das letzte hätten gewinnen müssen."
"Es wird wichtig sein, das Stadionerlebnis zu etwas Besonderem zu machen, immer wieder berauschenden Fußball zu bieten. Außerdem können wir ja auch einfach mal stolz darauf sein, Topstars wie
Erling Haaland und Jude Bellingham in den eigenen Reihen gehabt und sie entwickelt zu haben." Der BVB benötige "über Titel hinaus weitere Facetten, die diesen Klub einfach besonders machen. Und die haben wir noch und nöcher.
Nur besonders zu sein, weil man Erster ist, kann nicht unser Ansatz sein. Denn das wird nicht immer gelingen."
Also alles in allem sehr reflektiert und realistisch, aber eben auch mit Ambitionen. Klar ist aber auch, dass der BVB nicht immer alle Erwartungen erfüllen kann.
Das ganze Interview kann man hier lesen:
https://www.kicker.de/kehl-und-die-...fach-sportlich-hintenanstellen-974224/artikel