News Ryzen: AMD bestätigt FMA3-Fehler und Lösung per BIOS-Update

Jan

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#1
AMD hat einen vor zwei Wochen aufgedeckten Fehler in Ryzen respektive Zen bestätigt. Der Fehler führt bei der Berechnung bestimmter 128 Bit breiter FMA3-Instruktionen zum Einfrieren des gesamten Systems. Beheben lassen soll sich das Problem allerdings per BIOS-Update.

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Makso

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#2
Solange es gefixt wird sehe ich keine Probleme dahinter.

Habt ihr was bezüglich AMD Ryzen 7 1950X 16k/32T und Sockel X399 irgendwelche Infos?
 
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#4
Scheint in der Praxis bislang nicht aufgetreten zu sein?
Habe davon noch in einem Review gelesen.
Dass Benchmarkprogramme entsprechende "Probleme" zu Tage fördern ist ja keine Seltenheit.

So lang wir hier kein Phenom I Debakel haben, was war es damals TLB Bug? ;)
Alles halb so wild, nur noch mehr Arbeit für die Mainboardhersteller. :evillol:
 

Brandkanne

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#5
Hilfreich wäre noch eine Infotmation welche Alltagsrelevanz der Fehler hat. Wenn es bisher nur beim Benchen aufgetreten ist und ansonsten nur sehr spezielle Programme auf diesen Befehlssatz zugreifen, dann ist es ja für den unbedarften Nutzer ja auch ohne BIOS-Update kein ernstes Problem.
 

Hauro

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#7
Wieso, denn wie im Artikel steht, sind Fehler in CPUs insbesondere bei neuen Architekturen keine Seltenheit. Es wird aus Skylake genannt. Gut das ComputerBase den Artikel neutral schreib, im Gegensatz zu Heise, die den Hinweis erst im zweiten Artikel für essentiell halten. Es wird halt extra ein Fass aufgemacht.

Beim Lesen mancher Artikel / Beiträge bekomme ich das Gefühl, dass so mancher will, das Zen fehlschlägt. Habe einen i7 Extreme Edition für Video-Bearbeitung, aber bei den Kommentaren kommt der Eindruck auf, dass die Leistung von AMD nicht anerkannt wird. Es ist eher so, als komme die Erleichterung auf, dass die teurere Intel CPU doch besser ist.

@Brandkanne
Nach meiner Kenntnis ist der Fehler bisher nur bei einem Test mit einem selbstentwickelten Benchmark-Programm aufgetreten. Die Anwendung mit dem schlichten Namen Flops misst die Gleitkomma-Rechenleistung und verwendet dafür hochoptimierten Code mit modernen Befehlssatzerweiterungen wie SSE und FMA3 (Fused Multiply-Add 3). Weitere Informationen siehe forum.hwbot.org Ryzen 1800X - Instant system crash when running sequence of FMA3 instructions. Request for verification ist im Artikel auch verlinkt.
 
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#8
Vielen Dank für diese Info und vor allem, dass ihr am Ende nochmal in einem Absatz dargestellt habt, dass solche Fehler (leider) bei einer neuen Architektur dazugehören und auch bei Intel passieren.
Das nimmt den ganzen AMD-Hatern vielleicht den Wind aus den Segeln, die sich durch solche Meldungen bestätigt fühlen, dass Ryzen ja so schlecht sei.

Ich bin gespannt, wie sich die nächsten Wochen in Bezug auf Optimierungen entwickeln und hoffe auf eine positive Resonanz, damit Intel endlich ordentliche Konkurrenz bekommt und wir als Kunden mal wieder was in Sachen Innovation und Preiskampf erleben dürfen.
Monopole sind einfach nicht gut und Intel war zu lange Monopolist.
 

Pitt_G.

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#9
na hoffentlich kostet das nicht wieder Leistung wie beim TLB Bug des ersten Phenom...
Wegen sowas hat Intel in den Anfangszeiten ganze Prozessoren zurückgerufen...
statt den User mit schlechterer Leistung oder eben veraltetem BIOS dastehen zu lassen.
Zumindest hatten manche Mainboardhersteller erkannt, dass es auch etwas geben sollte, denn "FIX" wieder rückgängig zu machen, um die Performance zu erhalten...
 
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#13
Passiert mal. Intel ist auch schon öfters mal der ein oder andere Bug in den Prozessor gekommen; gefühlt sogar öfters als bei AMD.

Dann kann ich mir ja nächstes Jahr den gaming-Tauglichen Nachfolger und eine gaming-Taugliche Graka holen ^^
 

Volkimann

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#14
Und diesen Rückruf hat Intel auch erst initiiert als sie dazu gezwungen wurden.
Der AMD TLB Bug wurde auch durch die Presse gepeitscht, obwohl dieser meines Wissens nach nur unter Laborbedingungen erzeugt werden konnte. Aber alle schrien rum, ohne wirklich überhaupt betroffen zu sein.
 
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#15
Ach ja, Intel und der FDIV-Rückruf...

Nachdem Intel den Fehler entdeckt hatte, beseitigte man ihn stillschweigend und begann vermutlich irgendwann im Spätsommer oder Anfang Herbst damit, die Produktion der verschiedenen Pentium-Varianten nach und nach auf die fehlerbereinigten Versionen umzustellen. Trotzdem lieferte man betroffene CPUs noch bis spät ins Jahr 1994 aus, lange Zeit davon ohne Wissen der Anwender.
Intel kündigte zunächst an, nur CPUs von Anwendern tauschen zu wollen, die darlegen konnten, dass sie von dem Fehler betroffen seien. Viele Anwender forderten Intel daraufhin auf, alle betroffenen CPUs zu tauschen. Die Fachpresse ließ kein gutes Haar an dieser Ankündigung. Nachdem der Druck immer stärker wurde und dem Konzern ein ernst zunehmender Imageschaden drohte, lenkte Intel am 20. Dezember schließlich ein und kündigte ein umfassendes Austauschprogramm für alle betroffenen CPUs an.
Wikipedia

Prozessoren sind mittlerweile einfach so komplex, dass sich Fehler einfach auch schwer vermeiden lassen. Erst einmal abwarten was das Update bringt und ob es wirklich zu Einbußen (angeblich 10% beim TLB damals) kommt.
 
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#16
Und wieder ein theoretisches Problem, welches in der Praxis keinerlei Relevanz besitzt.
Interessant zu erfahren aber völlig belanglos.
Egal. Vorbildlich wie hier AMD offen und ehrlich reagiert und kommuniziert sowie in binnen kurzer Zeit eine Lösung präsentiert.
Da gibt es andere Hersteller, die bei weit gravierenderen Problemen erst auf Druck reagieren.
So ist es für mich als Kunde jedenfalls deutlich angenehmer und gar angemessen.
 
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#17
Vielen Dank für diese Info und vor allem, dass ihr am Ende nochmal in einem Absatz dargestellt habt, dass solche Fehler (leider) bei einer neuen Architektur dazugehören und auch bei Intel passieren.
Das nimmt den ganzen AMD-Hatern vielleicht den Wind aus den Segeln, die sich durch solche Meldungen bestätigt fühlen, dass Ryzen ja so schlecht sei.

Ich bin gespannt, wie sich die nächsten Wochen in Bezug auf Optimierungen entwickeln und hoffe auf eine positive Resonanz, damit Intel endlich ordentliche Konkurrenz bekommt und wir als Kunden mal wieder was in Sachen Innovation und Preiskampf erleben dürfen.
Monopole sind einfach nicht gut und Intel war zu lange Monopolist.
Wieso hater? Das ist ganz einfach eine Meinung von Leuten im endeffekt wollen es dann halt einige nicht warhaben das Konkurrenz nicht nur das Geschäft belebt sondern auch Preislich in dem Segement änderungen nach unten Auftreten werden. Betrachtet man mal wie es die letzten Jahre abgelaufen ist kann es nur besser werden :)

Finde den Bug wie gesagt nicht sonderlich schlimm, vor allem wenn man das ohne Leistungseinbusen relativ einfach beheben kann. Persönlich würde ich jetzt sagen AMD hätte es sicherlich gut getan den Release von Ryzen noch um 1-2 Monate zu verschieben dann wäre der Start wohl nicht so holprig gewesen.
 
D

Don Kamillentee

Gast
#19
Schlechte Presse ist es leider trotzdem...
Aber schön dass sich der Fehler beheben lässt!
Schlechte Presse wäre es nur, wenn sich der Fehler nicht beheben liesse. So wie einst eine Instruktionsset bei Intel, dessen Namen ich vergessen habe :/ Das konnte selbst mit Mircrocode nicht mehr gefixt werden (irgendwas mit Txx)...

EDIT:

TLB Bug: http://www.anandtech.com/show/2477/2

dann gab es noch FDIV Bug: https://de.wikipedia.org/wiki/Pentium-FDIV-Bug (Klassiker :D)

Skylake auch buggy am Anfang: http://winfuture.de/news,90525.html
 
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zeedy

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#20
Beim Lesen mancher Artikel / Beiträge bekomme ich das Gefühl, dass so mancher will, das Zen fehlschlägt. Habe einen i7 Extreme Edition für Video-Bearbeitung, aber bei den Kommentaren kommt der Eindruck auf, dass die Leistung von AMD nicht anerkannt wird. Es ist eher so, als komme die Erleichterung auf, dass die teurere Intel CPU doch besser ist.
Das Gefühl habe ich auch. Manche suchen einfach das Haar in der Suppe und wenn sie was finden tun sie so als wäre es ein Nicht-Kaufen-Argument. Wirklich armselig.
 
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