Ubuntu auf USB-Stick installieren

MaxPower23

Cadet 1st Year
Dabei seit
Jan. 2018
Beiträge
15
Hi Leute, ich bin gerade dabei Ubuntu von einem Live-USB System, auf einem anderen USB-Stick zu installieren.
Jetzt listet er mir unter der Rubrik "Installationsart" sämtliche Festplatten auf und ich bin mir nicht sicher, auch wenn ich dort Partitionen (boot/home/swap) auf meinem USB-Stick erstellt habe, dass er mir das System nicht doch auf eine andere Platte packt.
So lange kein Haken bei Formatieren gesetzt ist, habe ich nichts zu befürchten, richtig?

PS: habe versucht mich an diese Anleitung zu halten: ubuntuusers.de

PPS: Sorry, bin absoluter Leihe, was das angeht.

Freundliche Grüße
 

T3Kila

Lt. Commander
Dabei seit
Jan. 2017
Beiträge
1.070
Wenn Du sowieso von einem USB Stick auf einen USB Stick installieren willst, dann Klemm doch vorher alle Festplatten ab?
 

Piktogramm

Vice Admiral
Dabei seit
Okt. 2008
Beiträge
6.160
Statt Abklemmen einfach im UEFI die Sata-Controller ausschalten :)

Andererseits zeigt der Installer von Ubuntu die Laufwerke teils mit Namen und auf jeden Fall mit Größe an. Da lässt sich der USB-Stick doch schnell finden. Es ist dabei zu empfehlen den Bootloader auf den USB Stick schreiben zu lassen.

Wenn du auf einen USB-Stick installierst kannst du die SWAP Partition weglassen. Wenn das System auf den USB Speicher auslagern muss wird es unbenutzbar langsam. Dann soll der Kernel aus Ermangelung des Swaps lieber gleich Prozesse killen wenn der Speicher ausgeht.
 

emeraldmine

Fleet Admiral
Dabei seit
März 2009
Beiträge
24.734
Nicht vergessen -> wenns mal laufen sollte , unbedingt einen Backup vom Stick erstellen. Und am besten die leeren Stellen (freier Speicher) mit dem Befehl "sfill" ausnullen, das spart beim Backup Plattenspeicher wenn die Komprimierung aktiv ist.
 

K-BV

Rear Admiral
Dabei seit
Aug. 2017
Beiträge
5.190

Wolfi Scheuble

Lieutenant
Dabei seit
Aug. 2017
Beiträge
676
Das war das Erste was ich gemacht habe, als ich Linux dieses Jahre testete.
Allerdings habe ich Linux Mint Cinnamon auf meinen USB Stick installiert.

Meine Erfahrung dazu, falls es dich interessieren sollte:
Es fängt gut an. Es ist zwar alles langsam, aber ausreichend für das normale Arbeiten.
Erst wenn der USB Stick "überhitzt" bzw. sehr heiß wird, bricht die Performance sehr stark ein und dann macht es gar keinen Spaß mehr damit zu arbeiten. Die Lösung dafür ist, dass man den Stick abkühlt. Das funktioniert natürlich nur, wenn man den Stick/PC ausschaltet und wartet.

Je mehr der Stick arbeiten muss, desto schneller wird er zu heiß.
Ich habe es auf die Spitze getrieben und Steam inkl. eines Spieles installiert, wodurch der Stick innerhalb 5 Minuten vollständig ausgelastet war und das System unbenutzbar wurde.
Im reinen Office Betrieb kann man gute 30-60 Minuten arbeiten.

Tipp:
Wenn du den USB Stick kühlst, hast du länger was davon.
Zuerst habe ich einen normalen Ventilator verwendet, was wenig gebracht hat.
Ein Eisbeutel konnte den Office Betrieb auf knapp 2 Stunden verlängern, wenn man nach 30 Minuten diesen zum Kühlen verwendet. :D

In Summe würde ich sagen, dass es eine nette Spielerei war und als "Notfall-System" durchaus geeignet ist.
Ich habe einen USB 3.1 64 GB SanDisk Extreme blabla verwendet.
Installiert habe ich es indem ich alle Festplatten ausgeschaltet habe und nur die zwei USB Sticks aktiv waren.
 

lanse

Lt. Junior Grade
Dabei seit
Aug. 2018
Beiträge
338
@MaxPower23
Mein Tipp: Eine Distro verwenden, die für die Installation auf einem USB-Stick optimiert wurde (z. B. Knoppix) - und das FAT-Dateisystem. Sonst ist die "User Experience" evtl. nicht so pralle.
 

K-BV

Rear Admiral
Dabei seit
Aug. 2017
Beiträge
5.190
Knoppix ist aber ne reine Live-/Rettungsdistro und nicht unbedingt für den Dauereinsatz geeignet.

Nativ installieren, sollte man auf einem Linux-Dateisystem.

Für einen Produktiveinsatz würde ich von einer externen Installation abraten. Für gelegentliches Banking....so what!

L.G.
 

Uridium

Lt. Commander
Dabei seit
Juni 2005
Beiträge
1.192
@MaxPower23
Mein Tipp: Eine Distro verwenden, die für die Installation auf einem USB-Stick optimiert wurde (z. B. Knoppix) - und das FAT-Dateisystem. Sonst ist die "User Experience" evtl. nicht so pralle.
FAT ist nicht als root Filesystem geeignet. Einige Distributionen werden damit gar nicht erst laufen, wenn z.B. OpenSSH den Betrieb verweigert, weil die Rechte des Schlüsselbunds nicht richtig gesetzt werden können. EXT steht FAT in nichts nach. Man kann das Journaling komplett abschalten oder (besser) einfach stark reduzieren (writeback, relatime, usw). Das Meiste wird eh durch Schreibcaches abgefedert und konsolidiert geschrieben.
Die billigen Sticks haben unterirdische Zugriffszeiten (Random I/O), da kann man nichts machen (und ist von den Herstellern wahrscheinlich auch gewollt), außer vielleicht gewisse Kapitalfehler bei der Partitionierung vermeiden.
 

lanse

Lt. Junior Grade
Dabei seit
Aug. 2018
Beiträge
338
FAT ist nicht als root Filesystem geeignet.
Geht schon ... siehe Raspbian. Aber ansonsten gebe ich Dir Recht: Das Journaling für den Datenträger zu optimieren ist sicher der bessere Weg. Der TE sagte, er sei Laie ....
Schon mal länger mit Knoppix gearbeitet...!?
Aber klar doch! Weil's auf'm USB-Stick installiert ist, dauert's automatisch "länger". :p
Ich würde für den Produktiveinsatz eine "richtige" Distro nehmen.
Ich auch ... ich würde die dann aber auch nicht auf einem USB-Stick installieren. ;)
 

K-BV

Rear Admiral
Dabei seit
Aug. 2017
Beiträge
5.190
Me too!

Warten wir's ab! Vielleicht haben wir den TS ja "erfolgreich" abgeschreckt...!?

L.G.
 

MaxPower23

Cadet 1st Year
Ersteller dieses Themas
Dabei seit
Jan. 2018
Beiträge
15
Das Fachchinesisch habe ich mal gekonnt überlesen ( ;) ) und jetzt erfolgfreich Ubuntu auf einem USB-Stick. Habe tatsächlich die Festplatten abgeklemmt.
Danke für die schnelle Hilfe!

Für die Interessierten:
Ich wollte Linux generell mal ausprobieren und mich ein bisschen damit vertraut machen. Also, mehr als eine kleine Spielerei ist es (noch) nicht. Wenn ich später mal mehr will, hört man sicherlich von mir.
Dass ein USB-Stick nicht die Optimallösung ist, ist mir wohl bekannt.
 

Uridium

Lt. Commander
Dabei seit
Juni 2005
Beiträge
1.192
Habe tatsächlich die Festplatten abgeklemmt.
Und hast dadurch hoffentlich gelernt, wie es in Zukunft auch mit angeklemmten Festplatten bewerkstelligt werden kann.

Raspbian ist kein FAT. Nur der Bootloader.
Code:
$ fdisk -l 2018-11-13-raspbian-stretch-lite.img
Festplatte 2018-11-13-raspbian-stretch-lite.img: 1,8 GiB, 1866465280 Bytes, 3645440 Sektoren
Einheiten: Sektoren von 1 * 512 = 512 Bytes
Sektorgröße (logisch/physikalisch): 512 Bytes / 512 Bytes
E/A-Größe (minimal/optimal): 512 Bytes / 512 Bytes
Festplattenbezeichnungstyp: dos
Festplattenbezeichner: 0x7ee80803

Gerät                                 Boot Anfang    Ende Sektoren Größe Kn Typ
2018-11-13-raspbian-stretch-lite.img1        8192   98045    89854 43,9M  c W95 FAT32 (LBA)
2018-11-13-raspbian-stretch-lite.img2       98304 3645439  3547136  1,7G 83 Linux
 
Top