3/11 Epox M762A und Gigabyte A-7DPXDW im Test : Dual-AMD Mainboards im Vergleich

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Das GA-7DPXDW von Gigabyte

Geliefert wird das GA-7DPXDW in einer sehr großen Schachtel. Als wir es auspacken fällt auf, dass das Board etwas größer zu sein scheint. Und tatsächlich, das Board von Gigabyte ist um ganze 2 cm breiter als die der Konkurrenz. Das in Blau gehaltene Layout ist so typisch für Gigabyte, wie das Weinrot für MSI. Gleich beim Rausziehen aus dem antistatischen Beutel springt uns der Aufkleber "ECC REGISTERED ONLY" ins Auge, der quer über die Speicher-Slots aufgeklebt ist. Auch die drei roten IDE-Slots fallen einem sofort auf. Dabei sind zwei für den integrierten Raid-Controller von Promise, den Fasttrak100, der die Raid-Level 0, 1 und 0+1 unterstützt. Etwas eigenartig die Beschriftung der Slots. So sind die Standard IDE-Slots nicht etwa IDE1 und IDE2 sondern IDE3 und IDE4. So passierte es uns prompt, dass wir die Haupt-Festplatte an den Raid-Controller anschließen, anstatt an den Primary IDE-Slot ( hier IDE3 ). Ein Blick ins Handbuch belehrte uns dann aber eines Besseren.

Gigabyte - Stromversorgung
Gigabyte - Stromversorgung
Gigabyte - Externe Anschlüsse
Gigabyte - Externe Anschlüsse

Ansonsten gibt sich das Gigabyte keine Blöße. Sauber verarbeitet und mit aktiven Northbridge-Kühler macht es einen guten Eindruck, der im Verlauf des Tests auch bestätigt wurde. An Anschlüssen für Lüfter gibt es die übliche Anzahl. Vier Lüfter können direkt am Mainboard angeschlossen werden: Zwei CPU-Lüfter, ein Gehäuse-Lüfter und ein Anschluss für den Netzteil-Lüfter, um dessen Drehzahl zu überwachen, ist mit dabei. Als Anschlüsse für die Außenwelt gibt es neben den üblichen Anschlüsse für die Maus/Tastatur sowie die serielle und parallele Schnittstelle weitere Buchsen für den AC'97 Sound-Chip und zwei USB-Buchsen sowie einen 10/100 MBit LAN-Anschluss, der auf einem Intel 82550 Chip basiert.

Gigabyte - Mainboard
Gigabyte - Mainboard
Gigabyte - Southbridge
Gigabyte - Southbridge

Bei der Southbridge ist nun ebenfalls die Revision "B2" zu finden, die ein problemloses Arbeiten mit USB-Geräten ermöglicht. Etwas ungewöhnlich, aber nicht der Funktionalität abträglich, ist die Anordnung der PCI-Slots. So wird hier bei der Verteilung von 64Bit/66MHz und 32Bit/33MHz Slots abwechselnd ein Slot positioniert. Bei den CPU-Sockeln fallen uns sofort die externen Temperatur-Dioden auf, denn alle anderen Boards verzichten auf diese und lesen die Temperatur der AMD Athlon MP CPUs aus der internen Diode der Prozessoren aus.

Gigabyte - Prozessor Umgebung
Gigabyte - Prozessor Umgebung

Für diejenigen, die lieber geschraubte CPU-Lüfter verwenden, hat Gigabyte ein Einsehen, und läßt einigermaßen ausreichend Platz um die Sockel, um auch diese Kühler problemlos anzubringen. Für die Stromversorgung genügt auch hier, wie bei den anderen Boards auch, der Standard ATC-Stromstecker und der +12V Power-Stecker, beide gut nebeneinander angeordnet, so dass nicht unnötig Kabel im Raum herumhängen, wie bei anderen Boards, die den +12V Power-Stecker weiter entfernt auf dem Mainboard angebracht haben.

Interessante Features sind unter anderem das Aktivieren/Deaktivieren des Raid-Controllers per Jumper, der sich getrennt von der Raid-Funktion oder ganz abschalten lässt. Auch die integrierte LAN-Schnittstelle lässt sich so deaktivieren, um etwa eine 1GBit-Netzwerkkarte zu verwenden.

Ausstattung & Lieferumfang

Außer dem Mainboard selbst findet sich noch das in Englisch verfasste Handbuch sowie ein Handbuch für den Promise Raid-Controller und die obligatorischen Anschlusskabel für die Laufwerke (ein 80-poliges IDE-Kabel und das Kabel für das Floppy-Laufwerk) in der Packung wieder. Ferner eine ATX-Blende für die externe Schnittstelle und eine Treiber-CD.

Gigabyte - Lieferumfang
Gigabyte - Lieferumfang

Die Features des Epox GA-7DPXDW im Detail

  • Formfaktor
    • Sockel 462 ATX (30.cm x 26.9cm)
  • Prozessor
    • Unterstützt Dual (Sockel462) AMD Athlon MP
  • Chipsatz
    • AMD 760 MPX Chipset
    • AMD 762 Northbridge (aktiv gekühlt)
    • AMD 768 Southbridge (Revision B2)
  • RAM
    • 4x 184 Pin DIMMS (DDR RAM)
    • Unterstützt PC1600/PC2100 DDR RAM mit 2,5V
    • Max. Speichergröße: 4 GB Registered DDR SDRAM
  • Erweiterung-Slots
    • 1x AGP Pro 4x Slot
    • 2x 64 Bit/66 MHz PCI Slots
    • 3x 32 Bit/33 MHz PCI Slots
    • 4x Lüfteranschlüsse (3 monitorfähig)
    • 2 IDE Ports (UDMA 33/66/100)
    • 2 IDE RAID-Ports (UDMA 33/66/100) Promise Fasttrak100 RAID 0,1,0+1
    • 4 USB Ports (2 hinten/2 extern vorne)
    • 1 Netzwerk Anschluss (Intel 82550 10/100 MBit)
  • Externe Anschlüsse
    • 1x Parallel Port
    • 2x Serielle Ports
    • 2x USB Ports
  • Interne Anschlüsse
    • 2 USB Front Panel Anschlüsse
  • Bios
    • 2 MBit Award Bios
    • Front Side Bus in 8 Schritten einstellbar (133-149 MHz)
    • PC Health Monitoring
  • Sonstige Funktionen
    • Wake-On-LAN

Das Bios

Ähnlich wie beim Epox-Bios lassen sich hier die üblichen Optionen einstellen und der Status des Mainboards überwachen. Auch die Einstellungen zur Fehlerkorrektur des Reg. ECC Ram lässt sich hier einstellen. Den Front Side Bus (FSB) kann man in acht Schritten von 133 MHz bis 149 MHz verstellen.

Epox - Bios 01
Epox - Bios 01
Epox - Bios 02
Epox - Bios 02
Epox - Bios 03
Epox - Bios 03
Epox - Bios 04
Epox - Bios 04
Epox - Bios 05
Epox - Bios 05
Epox - Bios 06
Epox - Bios 06
Epox - Bios 07
Epox - Bios 07
Epox - Bios 08
Epox - Bios 08
Epox - Bios 09
Epox - Bios 09
Epox - Bios 10
Epox - Bios 10
Epox - Bios 11
Epox - Bios 11
Epox - Bios 12
Epox - Bios 12
Epox - Bios 13
Epox - Bios 13

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  • Helmut Eder E-Mail
    … hat von Februar 2002 bis Februar 2003 Artikel für ComputerBase verfasst.