33/33 15 Prozessoren im Test : Neuer Parcours, aktuelle Ergebnisse

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Fazit und Empfehlung

Für die aufmerksamen Leser unsere Prozessorartikel im ausklingenden Jahr 2010 ergeben sich heute keinerlei Überraschungen: Im Prinzip haben wir durch die deutlich schnellere Grafikkarte nur die Ergebnisse, die vorher bei niedriger Auflösung gegolten haben, auf das Niveau der aktuell gängigsten Auflösung von 1.680 × 1.050 Pixel gehoben.

Und so bleibt dabei festzustellen, dass der Intel Core i7-980X Extreme Edition für einen Preis von 999 US-Dollar weiterhin klar die schnellste CPU des Jahres ist, gefolgt von weiteren Core i7 aus gleichem Hause. AMDs schnellster Ableger, der Phenom II X6 1100T Black Edition, erreicht in unserem Rating knapp 74 Prozent der Gesamtleistung des schnellsten Intel-Probanden – im alten Testsystem hatte er 73 Prozent der Gesamtleistung bei Anwendungen und Spielen in niedriger Auflösung für sich verbuchen können.

15 Prozessoren
15 Prozessoren

Doch reine Performance ist auch am Ende des Jahres 2010 nur eine Seite der Medaille. Denn zieht man den Preis hinzu, sieht es insbesondere für AMD deutlich besser aus. So stehen beispielsweise die 74 Prozent des besagten Phenom II X6 1100T bei einem Viertel des Preises des Core i7-980X in einem ganz anderen Licht. Gleiches gilt in den Ligen darunter: dort begegnen sich bei 160 Euro etwa der Core i5-760 und der Phenom II X6 1075T. Während der erste in Spielen punkten kann, kann der zweite dank sechs Kernen in Anwendungen kräftig zulegen. Und da sich dieses Bild im Jahr 2011 nicht ändern wird, ist die Investition in die Zukunft mit dem 1075T auch für Spieler keine schlechtere Wahl.

Bewegen wir uns in die Klasse unter 100 Euro, ist fast nur noch AMD zu sehen. Das Unternehmen stellt dort CPUs mit vier Kernen gegen Intels Dual-Core-Lösungen mit Hyper-Threading, wobei echte Kerne den virtuellen immer vorzuziehen sind. So ist beispielsweise der Athlon II X4 einem Core i3 leicht überlegen, denn auch wenn ihm hier und da der Cache als schneller Zwischenspeicher fehlt, machen vier reale Kerne den Umstand mehr als wett. Der Core i3 stellt dem AMD-Paket dank 32-nm-Fertigung aber ein exzellentes Verhältnis von Performance zu Leistungsaufnahme entgegen, was in Zeiten steigender Strompreise und zunehmendem Umweltbewusstsein ebenfalls nicht zu verachten ist.

Mit diesem aktualisierten Rückblick schließt sich das Prozessorjahr 2010 – weitere Artikel wird es in den kommenden Tagen nicht mehr geben. Aber in nicht einmal zwei Wochen geht es rasant ins Jahr 2011, wofür wir heute ebenfalls den Grundstein gelegt haben. Sowohl Intels „Sandy Bridge“ als auch „Bulldozer“ und „Llano“ aus dem Hause AMD werden sich gegen die heute erneut getesteten Prozessoren in allen Bereichen beweisen müssen.

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