Gigabyte GTX 1080 G1 Gaming im Test : Kompakt viel Leistung mit Silent-Potential

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Gigabyte GTX 1080 G1 Gaming im Test: Kompakt viel Leistung mit Silent-Potential

Die Gigabyte GeForce GTX 1080 G1 Gaming ist die dritte Partnerkarte der Nvidia GeForce GTX 1080 mit GP104 „Pascal“ in der Redaktion. Sie bietet auf dem Papier einen leicht niedrigeren Takt als die Asus GeForce GTX 1080 Strix OC Edition oder die Inno3D iChill GeForce GTX 1080 X3, dafür kommt sie in allen Dimensionen kompakter daher. Die von Gigabyte gewählte Kombination aus Taktraten, Stromverbrauch und Kühlsystem geht auf.

Gigabyte GeForce GTX 1080 G1 Gaming

Gigabytes Variante der GeForce GTX 1080 kostet mit 759 Euro weniger als die Founders Edition zur UVP von 789 Euro oder die Asus GeForce GTX 1080 Strix OC Edition (799 Euro), aber mehr als die Inno3D iChill GeForce GTX 1080 X3 (749 Euro). Der Marktpreis der Founders Edition ist zuletzt allerdings erstmals gefallen. Händler rechnen zum Ende dieser Woche mit erster Lagerware.

Neben der G1 Gaming hat Gigabyte zur Computex 2016 die GeForce GTX 1080 Xtreme Gaming angekündigt. Sie setzt auf ein neuartiges Kühlsystem und verspricht höhere Taktraten, im Handel gelistet ist sie noch nicht.

Taktraten, PCB und Kühlung

Auch Gigabyte hat bei der G1 Gaming die Taktraten gegenüber der Founders Edition erhöht. Mit 1.721 MHz Basis- und 1.860 MHz typischem Boost-Takt liegen die Taktraten leicht hinter den bisher getesteten Konkurrenzmodellen zurück, aber noch immer 130 MHz über den Taktraten der Founders Edition – die im Test von ComputerBase temperaturbedingt aber in keinem Spiel erreicht wurden. Den Speicher belässt Gigabyte bei 5.000 MHz.

Die Software entscheidet über den Takt

Die 1.712/1.860 MHz liegen nur dann an, wenn in Gigabytes Tool Xtreme Gaming der Modus OC aktiviert wird. Ohne die Installation der Software liegen im Modus Gaming 1.696/1.835 MHz an. Das Power-Target der Grafikkarte beträgt in beiden Fällen 200 Watt und liegt damit zehn Prozent höher als bei der Founders Edition und auf dem Niveau der Asus Strix OC Edition. Mit maximal 216 Watt lässt Gigabyte beim manuellen Eingriff aber weniger zu.

Die Taktraten im Vergleich
Founders Edition Gigabyte G1 Gaming Inno3D iChill X3 Asus Strix OC Edition
Basistakt 1.607 MHz 1.721 MHz 1.759 MHz 1.784 MHz
Typischer Boost-Takt 1.733 MHz 1.860 MHz 1.898 MHz 1.936 MHz
Theoretischer Maximaltakt 1.785 MHz 2.025 MHz 2.038 MHz 2.076 MHz
Takt GDDR5X 5.000 MHz 5.000 MHz 5.200 MHz 5.000 MHz

Ein Mal 8-Pin für 200 Watt Power-Target

Das von Gigabyte gefertigte PCB der G1 Gaming sieht einen 8-Pin-PCIe-Anschluss vor. Das ist für die maximal 216 Watt Power-Target auch unter Berücksichtigung der Spezifikationen noch ausreichend. Die Stromversorgung für GPU und VRAM setzt sich aus zehn Phasen (8+2) zusammen.

Power Target ab Werk Power-Target Maximum
Asus GeForce GTX 1080 Strix OC Edition 198 Watt 120 Prozent (238 Watt)
Gigabyte GeForce GTX 1080 G1 Gaming 200 Watt 108 Prozent (216 Watt)
Inno3D iChill GeForce GTX 1080 X3 230 Watt 113 Prozent (260 Watt)

Vergleichsweise kompakt

Wie das PCB der Inno3D iChill X3 ragt auch das PCB der G1 Gaming nur typische 0,5 Zentimeter über die Slotblende hinaus, die Asus Strix OC Edition ist höher. Weil das Kühlsystem kaum größer ausfällt, beträgt der Überhang über den Knick der Slotblende bei dieser Grafikkarte nur einen Zentimeter. Bei Inno3D sind es 1,5, bei Asus sogar 2,5. Auch in der Länge fällt die G1 Gaming mit 28,1 Zentimeter fast zwei Zentimeter kompakter aus, der Kühler ist exakt zwei Slot hoch. Die Founders Edition ist mit einer Gesamtlänge von 27,0 Zentimetern und einem Überhang von nur 0,5 Zentimetern aber noch kompakter.

Direct-Touch mit drei Heatpipes

Wie Asus setzt Gigabyte beim Kühler WindForce 3X auf direkt mit der GPU in Kontakt stehende Heatpipes aus Kupfer. Fünf Heatpipes bei Asus stehen drei bei Gigabyte gegenüber. Sie stehen alle mit der GPU in Kontakt und durchziehen beide Alu-Kühlkörper. Die drei montierten Lüfter messen einen Durchmesser von 80 Millimetern und stehen im Leerlauf still. Die maximale Drehzahl beträgt 4.200 U/min, die Hälfte davon wird unter Last erreicht.

Mit 516 Gramm ist der Kühler von Gigabyte nicht nur optisch der leichteste im Testumfeld (Inno3D: 703 Gramm, Asus: 659 Gramm). Sieben Schrauben halten ihn auf dem PCB fest. Vier pressen die Heatpipes an die GPU, drei stellen den Kontakt zur Spannungsversorgung her. Durch Wärmeleitpads sind auch die Speicherbausteine mit dem Kühler verbunden.

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