G.Skill Trident Z: DDR4-4000 mit rekordverdächtiger Latenz

Sven Bauduin 79 Kommentare
G.Skill Trident Z: DDR4-4000 mit rekordverdächtiger Latenz
Bild: G.Skill

G.Skill legt unter der Bezeichnung F4-4000C15-8GTRG ein besonders „scharfes“ Speicherkit aus seiner bekannten „Trident Z“-Serie auf. Die vier DIMMs verfügen über insgesamt 32 GB (4 × 8GB) und sind mit für DDR4-4000-RAM besonders niedrigen Latenzen spezifiziert. Die Timings von CL15-16-16-36 bei 4.000 MT/s sind rekordverdächtig.

Nachdem G.Skill erst vor kurzem neue HEDT-Speicherkits mit 64 GB und bis zu DDR4-4300 für die kommenden HEDT-Plattformen Cascade Lake-X und die dritte Generation Ryzen Threadripper veröffentlicht hat, folgt nun ein ganz besonderes RAM-Kit, welches sich anschickt auf den Consumer-Plattformen von AMD und Intel für neue Rekorde in Sachen Speicherlatenz zu sorgen.

DDR4-4000 CL15-16-16-36 bei 1,5 Volt

Bei einer Betriebsspannung von 1,5 Volt erreicht das „Trident Z“-Kit mit 32 GB (4 × 8 GB) DDR4-4000 mit einer CAS-Latenz von 15 Zyklen. G.Skill gibt die Timings offiziell mit CL15-16-16-36-700 bei einer Command Rate (CR) von 2T an. Anders als bei den „Trident Z RGB“-Kits mit der Produktendung „GTZR“, handelt es sich bei dem „Low Latency“-Kit mit der Endung „GTRG“ um eine ganz in Schwarz gehaltene Ausführung ohne RGB-Beleuchtung. Auch MSI hatte zuletzt mit dem Mainboard MEG X570 Unify ein Produkt abseits des bunten RGB-Trends vorgestellt.

Ohne RGB-Beleuchtung und ...
Ohne RGB-Beleuchtung und ... (Bild: G.Skill)
... ganz in Schwarz gehalten.
... ganz in Schwarz gehalten. (Bild: G.Skill)

Mit einer wahren Speicherlatenz von rund 7,5 ns bewegt sich das Speicherkit tatsächlich am absoluten Limit für händisch nicht übertaktete RAM-Kits. Einzig DDR4-3800 CL14, welches aber nur mit Übertaktung zu erreichen ist, kann diesen Wert mit rund 7,4 ns unterbieten. Die beiden schnellsten aktuellen Speicherkits kommen bei DDR4-4800 CL18 ebenfalls auf eine Latenz von 7,5 ns.

Wahre Latenzzeit (ns) = Taktzykluszeit (ns) x Anzahl der Taktzyklen (CL)

Formel zur Berechnung der Latenzzeit
Auswirkungen von Takt und Timings auf die Latenz
Typ Geschwindigkeit (MT/s) Taktzykluszeit (ns) CAS-Latency (CL) Latenz (ns)
DDR4-3000 3.000 0,67 16 10,69
DDR4-3200 3.200 0,63 16 10,02
DDR4-3200 3.200 0,63 14 8,77
DDR4-3600 3.600 0,56 16 8,91
DDR4-3600 3.600 0,56 14 7,79
DDR4-3800 3.800 0,53 14 7,39
DDR4-4000 4.000 0,50 16 8,02
DDR4-4000 4.000 0,50 15 7,51
DDR4-4800 4.800 0,42 18 7,52

Für AMD- und Intel-Plattformen optimiert

Wie G.Skill bekanntgab, ist das Speicherkit sowohl für AMD- als auch für Intel-Plattformen geeignet und erreicht die versprochenen Frequenzen und Timings wie üblich über das Aktivieren des hinterlegten XMP-Profils. Der Hersteller veröffentlichte zudem auch einige Ergebnisse mit noch einmal verschärften Timings und nutzte dafür erneut das bewährte MSI MEG X570 Unify, mit dem G.Skill und MSI zuletzt einen neuen Weltrekord im Overclocking mit dem AMD Ryzen 9 3900X aufstellen konnten. G.Skill und MSI setzten zudem bereits auf AMD AGESA Combo-AM4 1.0.0.4. Für die Validierung der Intel-Plattform diente ein MSI MEG Z390 ACE mit einem Intel Core i7-9700K.

DDR4-4000 CL15-16-16-36 auf der Intel ...
DDR4-4000 CL15-16-16-36 auf der Intel ... (Bild: G.Skill)
... und CL15-16-15-36 auf der AMD-Plattform
... und CL15-16-15-36 auf der AMD-Plattform (Bild: G.Skill)

Preis und Verfügbarkeit

G.Skill kündigte an, dass das neue Speicherkit mit den besonders tiefen Latenzen noch im Laufe des 4. Quartals 2019 verfügbar sein soll. Preise oder ein exaktes Datum nannte der Hersteller bislang jedoch nicht.