News Cannon Lake: Die erste 10-nm-CPU wird für Intel zum Albtraum

Volker

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#1
Das Jahr 2017 ist vorüber und Intels vollmundige Versprechungen, die ersten 10-nm-Chips zu liefern, haben sich nicht erfüllt. Die 10-nm-Fertigung läuft nicht, vom ersten geplanten Prozessor Cannon Lake könnte am Ende noch weniger übrig bleiben als bisher gedacht. Eine Zusammenfassung nach aktuellem (Gerüchte-)Stand.

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Maxminator

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#2
Ja, dann hat AMD wohl sehr gute Karten!
Die Gesetzgebung hat es nicht geschafft Intel gerecht zu bestrafen - nun macht es Intel selbst!

Beste Voraussetzung für AMD!
 

Godyjin

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#3
Was heißt das jetzt? es lohtn sich nicht auf den 8400 zu warten? Soll ich lieber jetzt doch Amd 1600 kaufen?
 
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#4
Ohnehin ist fraglich, was für ein Markt ein solches Produkt anvisieren würde. Integrierte Grafik ist seit Westmere und Sandy Bridge elementarer Bestandteil der neuen Architekturen von Intel, eine solche CPU müsste dann beispielsweise mit einer GeForce MX 150 gepaart werden, die spätestens die Energieeffizienz der Plattform wieder zunichte macht.
https://www.computerbase.de/2017-11/intel-notebook-cpu-amd-gpu/
Wäre auch eine Möglichkeit.
 

Silveran

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#6
Der 8400 ist doch schon am Markt
 
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#7
mal sehen, wie lange mein 8700K im Rechner bleibt. Dieses Jahr auf jeden Fall. :D
 

Flomek

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#9
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#10
Was bei Cannon Lake abläuft bei Intel ist wirklich ein Trauerspiel, nun wird diese "Halbgeneration" es vermutlich nicht einmal annähernd in die Fußstapfen von Broadwell schaffen, was ja eigentlich längere Zeit anvisiert war.

Irgendwie erinnert mich das ganze an das beworbene und großspurig versprochene 1-Liter Auto vom grottigen VW-Konzern, was schon von Piech zu Schröders Zeiten kursiert ist, wenn ich mich richtig erinnere, aber massengefertigt nie das Licht der Welt erblickt hat bzw. der Konzern bis heute schuldig geblieben ist (weil vermutlich zu teuer und nicht profitabel genug, evt. basierte es auch auf ähnlichem Schwindel wie Dieselgate).

Gut, man darf gespannt sein wie die Karten ab Ice Lake gemischt werden bei Intel und AMD ... nicht, dass ich schon einen Führungswechsel erwarte (und hoffentlich keine heftig steigenden Preise für Zen 2 wegen dann magerer direkter Intel Konkurrenz), denn Intel herrscht immer noch über einen gewaltigen Vorsprung in Marktanteilen, aber wenn man den Fertigungsvorsprung nicht halten kann, dann könnte man (wieder) kräftig Federn gegenüber RyZen und dann Starship lassen, so dass sich der Markt noch besser ausgleichen könnte.

Das wäre für die meisten Konsumenten sicherlich vorteilhaft, auch wenn der Intel Aktienkurs dann zwangsläufig wohl darunter leiden dürfte, egal wie man es derzeit versucht noch zu kaschieren. Zeit für Intel sich unter Koduris Führung im GPU Markt in den kommenden Jahren Schritt für Schritt einen Namen zu machen und einen neuen Markt zu erschließen und um das bestehende Produktportfolio abzusichern.

Was die Intel 10nm Fertigung angeht, so dürfte diese wohl eher zu einer 5nm Fertigung bei TSMC, GF und Samsung äquivalent sein (ist aber wohl schwer einzuschätzen und ein 3-jähriger Technologievorsprung durch Intels 10nm Prozess wird von den konkurrierenden Auftragsfertigern bestritten), aber natürlich wären die aktuellen 14nm++ Prozesse von Intel in jedem Fall den 7nm Prozessen der anderen Fertiger unterlegen, keine Frage.

Slide1-1.jpg

Slide1.png
 
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#11
Naja kommt man langsam doch an die Physikalischen Grenzen, wird Zeit das man neue Wege einschlägt oder neues Material nimmt.
 

deo

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#13
Intel ist auch Auftragsfertiger. Dazu brauchen sie konkurrenzfähige Technologie. Bei den Desktop und Notebook CPUs können sie hingegen mit ihrer Marktmacht technische Schwächen kaschieren, was sie schon immer gemacht haben, aber bei den Auftragsfertigern weht ihnen starker Wind der anderen Fertiger ins Gesicht, die Erfahrung damit haben, große Stückzahlen auf Bestellung liefern zu können.
https://www.golem.de/news/auftragsf...nm-wafer-und-verliert-kunden-1709-130145.html
Wenn Intel die 10nm Fertigung verschiebt, hat das zwar für ihr eigenes Portfolio keine großen Auswirkungen, weil sie diesen Markt beherrschen, aber die Großkunden, die auf Auftragsfertiger angewiesen sind, steigen dann nicht bei Intel ein, bzw.e springen ab, um bei den anderen, fertigen zu lassen und das tut Intel weh, weil sie diesen Wachstumsmarkt verlieren, während der PC Markt bekanntlich nicht mehr wächst.
 
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#15
Chismon übertreibt gleich wieder ein klein wenig. Intels Aktienkurs und Gewinne sind durch die Monopolrente weiterhin auf Rekordniveau. Aus dem ewigen Schlaff der Vierkern-Profitoptimierung wurde man von AMD zwar unsanft geweckt, dafür führt man mit weniger Kernen in den wichtigen Bereichen. Derweil fehlt bei AMD die APU nun schon über ein Jahr. Das Ding wurde mal für Jahresmitte 17 erwartet. Da fallen mir auch gleich wieder die Marketingfolien mit den Puzzle ein. CPU, GPU... wie schnell und einfach das jetzt wird. Da zieht sich Failga quer bis in den CPU Markt. Intel hat derweil die erste "AMD-APU"... Ironie per Vorschlaghammer.

Mal bei NV anfragen?
 

Rock Lee

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#16
Ständig liest man neue Hiobsbotschaften über Intels 10nm-Fertigung. Taktmäßig hat Intels ja schon auf eigenen Folien zugegeben, dass man neue Rekorde erst mit 10++ erreichen wird. Wahrscheinlich Ende 2020 bei dem langsamen Tempo und den ganzen Verzögerungen zur Zeit.
kaizad-mistry-2017-manufacturing%281%29_29.png

Aber zumindest im Notebookbereich bei gleichem Takt hätte ich jetzt auf Verbrauchsvorteile gewettet.
Mal sehen, ob sich da die Gerüchte in den News bestätigen. Ich will da jetzt nicht so ganz dran glauben.
Denn sonst hätte 10nm (ohne +) ja wirklich GAR KEINE Vorteile gegenüber 14++ der Coffee Lake Prozessoren.

Mal schauen, ob Glofo wenigstens ihr 7nm-Versprechen einhalten kann. Dort gibt es ja bisher nichts Negatives zu berichten.

@Chismon. Nein 7nm von Glofo sind grob mit Intels 10nm zu vergleichen. 5nm dürfte definitiv überlegen sein.
https://www.semiwiki.com/forum/content/7191-iedm-2017-intel-versus-globalfoundries-leading-edge.html TLDR: siehe Fazit. Sie sind sehr sehr ähnlich von den Eigenschaften her.
 
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4ndroid

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#19
Das wird Apple nur noch mehr Gründe geben, mittelfristig auf eigens entwickelte ARM-Desktop CPUs zu setzen, um die Abhängigkeit zur Entwicklungsgeschwindigkeit von Intel zu minimieren. Vielleicht betrifft das zunächst nur das schwächste MacBook, aber sobald MacOS dazu kompatibel ist und Anwendungen beide Architekturen unterstützen (evtl. durch Emulation für den Übergang), gibt es keinen Halt mehr.
 
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