News Fiberweek20: Es mangelt nicht am Geld für den Glasfaserausbau

Andy

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Der Glasfaserausbau schreitet voran, bis 2023 sollen 22 Millionen Haushalte per FTTB/H angebunden sein, prognostiziert der Breko in der Marktanalyse 2020. Bis dahin sind aber noch politische Weichenstellungen erforderlich. Eine interessante Erkenntnis: Es mangelt nicht an Geld.

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Tenferenzu

Lieutenant
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Gab es da nicht das Problem, dass ab einer vorhandenen Anschlussgeschwindigkeit von 30 MBit/s keine Förderungen mehr in Anspruch genommen werden können?

(Reines interesse, ich Frag' hier als euer südlicher Nachbar.)
 

LikeMikeSter

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Gab es da nicht das Problem, dass ab einer vorhandenen Anschlussgeschwindigkeit von 30 MBit/s keine Förderungen mehr in Anspruch genommen werden können?

(Reines interesse, ich Frag' hier als euer südlicher Nachbar.)
Es gab/gibt einen neuen Beschluss, dass ab Herbst 2020 (wenn ich mich nicht irre) auch Fördergelder für sogenannte "graue Flecken" bewilligt werden. D.h. Anschlüsse, die nicht mindestens 100Mbit bieten. So grob wiedergegeben ;)
 

Heelix

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Einfach alle nicht FTTH Anschlüsse Fördern. Bei und liegen auch 250mbit an, würde trotzdem den Anschluss erstmal mitnehmen ;) .
Das Glasfaserkabel wurde 5 Meter vor meiner Haustür vorbei gelegt aber es wurde kein Kabel mal eben rüber gelegt weil nicht Förderfähig aktuell.
 

DerKonfigurator

Captain
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Die Bürokratiehürden sind lächerlich und müssen weg.
Man muss einfach sofort überall ausbauen wo noch kein Glasfaser liegt, um nicht noch weiter abgehängt zu werden.

Gerade jetzt wo Homeoffice und Digitalisierung an Schulen immer weiter an Bedeutung gewinnt.
 

czmaddin

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@LikeMikeSter : dies - wenn ich es richtig in Erinnerung habe - bezieht sich auf Fördermittel des Bund/der EU. Haushaltsgelder der Kommunen konnten auch schon vorher zum Ausbau auf FTTB/H genutzt werden - auch wenn schon mehr als 30 MBit verfügbar waren.
 

Krautmaster

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das is ein bisschen wie bei der Digitalisierung der Schulen. Geld ist da, aber der Prozess an dieses ranzukommen für die meisten Schulen nicht meisterbar. Man muss schon fast studierter Informatiker sein um erstmal den Katalog der Bestandsaufnahme auszufüllen und ein Konzept für die eigene Schule auszuarbeiten. Und dann heißt es das genehmigen lassen.

Ich kenne Schulen die nun für ganze Klassen neue Samsung S6 Tablets bekommen haben - aber hey, es gibt kein Wlan :D

Und dann stellen sich das ja unsere Minister auch immer so vor als ob ein Lehrer dass "nebenher" machen kann, genau wie die unzähligen Konferenzen. Keine Spur von Ausgleich und Entlastung. Eig kommt sowas wie User / Device Management an einer größeren Schule ja schnell nem halben Lehrauftrag gleich.


Edit: ich habe Stellen für die IT im öffentlichen Dienst gesehen die bei ~40k im Jahr mega schlecht bezahlt werden. Da finden die keinen qualifizierten ITler. Bei 2-3x so viel kann man drüber reden, wie in der freien Wirtschaft auch.
 

T1984

Ensign
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Gab es da nicht das Problem, dass ab einer vorhandenen Anschlussgeschwindigkeit von 30 MBit/s keine Förderungen mehr in Anspruch genommen werden können?

(Reines interesse, ich Frag' hier als euer südlicher Nachbar.)
Richtig. Förderprogramme in der EU müssen den EU-Vorgaben für diese Fälle folgen. Und die EU hatte bis dieses Jahr nur Förderprogramme genehmigt, die "weiße Flecken" fördern, also Gebiete mit weniger als 30 Mbit/s im Download.

Es gab/gibt einen neuen Beschluss, dass ab Herbst 2020 (wenn ich mich nicht irre) auch Fördergelder für sogenannte "graue Flecken" bewilligt werden. D.h. Anschlüsse, die nicht mindestens 100Mbit bieten. So grob wiedergegeben ;)
Der Bund kann demnächst auch graue Flecken fördern, also Gebiete mit bisher zwischen 30 und 100 Mbit/s im Download.

Bayern hat die Genehmigung dafür seit Anfang des Jahres. Ich glaube, das läuft seit März. Laut Bayern als erste Region in der EU (es gab in Bayern letztes Jahr sechs einzeln von der EU genehmigte Pilotprojekte).

https://www.schnelles-internet-in-bayern.de/breitbandzentrum/presse/12.html
 

Anker2310

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Gab es da nicht das Problem, dass ab einer vorhandenen Anschlussgeschwindigkeit von 30 MBit/s keine Förderungen mehr in Anspruch genommen werden können?

(Reines interesse, ich Frag' hier als euer südlicher Nachbar.)
Ja, das stimmt. Sobald 30MBit/s ankommen geht es nicht mehr, der Nachbar bei dem nur 28MBit/s ankommen wird aber Glasfaser bekommen.
 

LikeMikeSter

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Fliz

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Wenn nicht die Tiefbaukapazität das Problem ist, dann sind es vergreiste technikfeindliche Grundbesitzer, die einfach nicht zustimmen wollen, das da mal ein Kabel verbuddelt wird.
 

Nikon71

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Alles blödes Geschwätz!
Machen einen auf dicke Hose und ... In 2 Jahren haben viele in D ein Glasfaseranschluß.
Schwachfuq.

Hier bietet man von der Telekom 175 an und davon kommen letztendlich 115 Mbit/s an.
Verkaufen ihren Klingeldraht-Dreck und kümmern sich dann ein Shit um die Probleme.

In meinen Fall musste ich die BNA einschalten.
BNA-Mitarbeiter zu mir: Das ist doch nicht Ihre Aufgabe, das uns zu melden.


Davon abgesehen nützt mir der FTTB-Anschluß am APL nix, wenn ich für die Kosten zum
Verlegen eines CAT8AWG-Kabel in die Wohnung selbst bezahlen muss.
Weil mit dem Klingeldraht wird das dann nix mit 1 GBit.

Aus einem Interview mit Herrn Albers:

Müsste dann nicht jeder Haushalt einen direkten Glasfaseranschluss bin in die Wohnung bekommen?

Stephan Albers: Das ist das langfristige Ziel. Weil der Ausbau mit Glasfaseranschlüssen direkt bis ins Haus oder in die Wohnung aber – wie angesprochen – hohe Kosten verursacht, setzt der BREKO auf eine sogenannte Multi-Access-Strategie. Dabei wird die schnelle Glasfaser entweder in Zwischenschritten zunächst bis zum Kabelverzweiger, dem „grauen Kasten“ an der Straße, oder aber gleich bis zum Grundstück, ins Haus oder die Wohnung gelegt. So werden die Glasfasernetze schrittweise mit immer höheren Bandbreiten und auf Basis wirtschaftlich tragfähiger Geschäftsmodelle immer näher zum Kunden gebaut.

Soso

Multi-Access-Strategie (toller Begriff)
So werden die Glasfasernetze schrittweise mit immer höheren Bandbreiten und auf Basis wirtschaftlich tragfähiger Geschäftsmodelle :daumen:immer näher zum Kunden gebaut.


Dem Vermieter braucht man das gar nicht mitzuteilen.
Der wartet nur darauf, einen Grund für eine Mieterhöhung zu bekommen.

M.E. sollten die Anbieter von FTTB sowieso verpflichtet werden, die Kosten zum Verlegen
der benötigten Kabel im Haus vom APL zur Wohnung zu übernehmen.

So wird das nämlich nix.
Setzen ihre FTTB-Kästen vors Haus und dann heisst es nur ... Ja, mach mal.
Leg dein Kabel selbst bis in deine Bude und wenn du keine Kohle hast, Pech gehabt.

Hauptsache man kann dann rausposanen ... wir haben XX Millionen Haushalte mit FTTB versorgt.
Pfffffffffff

So sieht die Realität aus.

Es scheint in Mode zu sein, sich in diesem Lande alles schön zu reden!
 
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Schwabe66

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Wir haben von VF 16mbit mit Regio Aufschlag, die Telekom kann 50mbit liefern, im Hybrid bis zu 150mbit.

Der ganze Landkreis bekommt Glasfaser, war sogar hier Thema...nur wir nicht wegen dieser lächerlichen 30mbit Beschränkung...wahrscheinlich werden wir deswegen erst 2030 Glasfaser bekommen, zum verzweifeln. Ich würde sofort 1gig buchen aber die wollen mein Geld anscheinend nicht.
 

Kronos_

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Sieht man mal wieder, dass Infrastrukturprivatisierung ne super Idee ist. Bahn, Telekommunikation (, Autobahnen).
Das, wofür der Staat primär stehen sollte wird verschleudert.
Falls ein Unternehmen deren Aktien zu 100% dem Staat gehören für dich privatisiert ist, solltest du vielleicht für das gute Gefühl nach Venezuela auswandern
 

Tuetensuppe

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Bei uns sieht es auch düster aus.
Glasfaser werden durchaus verlegt, aber nur entlang der Straßen. Will man tatsächlich einen Glasfaseranschluss, muss man die letzten Meter bis zum Haus selbst bezahlen. Ansonsten hat man Kupfer mit max. 50 Mbit/s.
Kosten: ca. 1000 Euro.
 

Schwabe66

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michi_z1981

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Ich muss sagen, das es bei uns ziemlich schnell ging.
Im Frühjahr 2019 hab ich ungefähr zum ersten Mal gehört, das bei uns GF verlegt werden. Anschließend wurde eine Umfrage gemacht, 40% erreicht. Das war im Oktober 2019.
Der Baubeginn war im Frühjahr 2020, jetzt bin ich, neben vielen anderen im Ort mit 200+ Mbit/s unterwegs.

Ging relativ schnell.
Was da an Bürokratie dahinter war, entzieht sich meiner Kenntnis.
 
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