das problem des fcb ist das man trainern keine "schlechte saison" zugesteht im zuge eines umbruchs durch einen neuen trainer und jeder dem trainer reinquatscht. und die ansage war, das man vollstes vertrauen in die fähigkeiten des holländers hat und ihn machen lassen will, weil man lange zeit mit ihm plant. wenn ulli und der rest des vorstandes da nun so dermaßen kalte füße bekommt, das schon jetzt die ersten stimmen laut werden, bloß weil ein jahr mal die CL teilnahme auf dem spiel steht, grenzt das schon ein bisschen an größenwahn ala real madrid, wo auch jedesmal der trainerposten frei wird, sobald real mal nicht mit barca um die krone streitet.
sowohl das 3/4 jahr unter klinsmann, als auch jetzt die situation unter van gaal, zeigt deutlich, das fast die gesamte struktur (spieler, vorstand, fans) psychologisch überhaupt nicht in der lage ist so eine phase mitzumachen ohne in gefühlte tränen und wut auszubrechen, denn sonst würden alle beteiligten mal die füße still halten.
ja, ein FC Bayern hat natürlich immer den anspruch ganz oben mitzuspielen - vollkommen verständlich und kann jeder nachvollziehen der sich mit der tradition des vereins auseinandersetzt. aber man muss auch soviel realismus mitbringen, das man in der lage ist zu sehen, das das system der vorherigen 20 jahre einfach nicht mehr aufgeht, wo es für die meisterschaft noch reichte einfach dem rest der liga die leistungsträger abzukaufen. demzufolge muss vereinsweites umdenken stattfinden - und ich bin wirklich gespannt ob man dazu doch noch in der lage ist oder obs einfach nicht hinhaut.
und dieses statement bringe ich als jemand, der zur zeit sehr angefressen ist von dem drohenden abstiegskampf seines eigenen traditionsvereins der sowohl unter rehhagel als auch unter schaaf über lange perioden recht erfolgreich war.
PS: und wo ich grad noch werder ins spiel bringe - angeblich (laut tm.de die sich auf den corriere dello sport berufen) hat werder ein angebot an clerence seedorf abgegeben, der nächste saison ablösefrei zu haben wäre.