@HanneloreHorst: im Optimalfall sollte sich eine Beziehung oder Gruppe immer wieder neue Impulse geben, damits eben auch frisch bleibt. das stimmt.
Ich glaube im Fußball ist es manchmal schwer. Da folgt ein Spiel das nächste. Ergebnisse zählen, und wenn der Wurm ein mal drin ist, dann lässt sich das zwischen den Spielen nicht mehr so leicht korrigieren. neue Methoden können Spaß machen und frisch sein, aber es bleibt eben wenig Zeit für Experimente. Eigtl. nur in der Sommerpause. Im Winter gehts kaum bis wenig.
@K-BV: Ich denke das hat auch nichts mit der aktuellen Führungsstruktur zu tun. Reus war nie ein richtiger Leader oder jemand, der auf dem Platz andere motivieren wollte. Der spielt halt seinen Stil und wenn er gut drauf ist und das Team auch, dann kann er super aufspielen. Schwächelt die Mannschaft, kann Reus es niemals mehr rausreißen. Eher macht er dann dumme Frustfouls um ein "Zeichen" zu setzen. Aber das reicht halt nicht.
Die Mannschaft freut sich doch über jeden guten Spieler in den eigenen Reihen. das gibt Sicherheit und Selbstbewusstsein. Ist ja nicht wie im Büro, wo 2-3 Kollegen auf eine bestimmte Stelle schielen, um mehr Verantwortung zu bekommen.
die kassieren halt alle Millionen. Wer da nun den Kopf bei Misserfolg hinhalten muss, ist den meisten egal würde ich mal sagen. Aber es gibt eben Spieler wie Hummels, die gerne diese Führungsrolle ausüben wollen und so lange damit niemand unterdrückt wird, ist alles im Butter. Reus kann also dank Hummels noch viel befreiter aufspielen, weil nicht mehr alles auf seinen Schultern lastet...er ist Kapitän und Hummels und andere können sich auch vors Mikro stellen und reden.
Was am Ende viel entscheidender ist: Wird eine Leistungskultur im Verein durch alle Bereiche geführt und gelebt?
Wenn es da im Verein selbst schon dran mangelt, dann zieht sich das bis in die Mannschaft hinein. Kommste nicht heute, kommste halt morgen.
In München wird das ganz anders gelebt. Was den Anspruch auch ganz klar macht und den Spielern Orientierung gibt. Es gibt keine Ausreden für Misserfolg.
Wohingegen in Dortmund viel lamentiert und gehadert wird. Ja mei, es sind halt einige nicht gut drauf und so unerfahren und manche sind halt grad in einem Loch und verletzt...alles nicht so wild und erklärbar...
Aber genau so eine Einstellung wird niemals dazu führen, dass man es wirklich nach oben schafft. und das fängt bei der Geschäftsführung an und muss der Mannschaft komplett vermittelt und einverleibt werden. Und das passiert aktuell nicht und in den letzten Jahren nach Klopp auch nicht mehr.
Man dachte, wenn man nur sagt, dass man Meister werden will, dann würde das ausreichen. Nein eben nicht. Man muss diesen Leistungswillen in sich tragen und was erreichen wollen.
Diesen Leistungswillen konnte Klopp sehr gut vermitteln. Im ganzen Club. das reißt alle mit. Aber das fehlt komplett. In der Führung, beim Trainer, und weite Teile der Mannschaft können das nicht verkörpern.