Verhältnisse sind ja immer eine Frage der Perspektive.
Warum gibt es Milliardäre, welche gefühlt allen Welthunger und jede "Krankheitsforschung" mit einer Spende des "halben" Vermögens schon um Welten verbessern könnten?
Der Fußball folgt da nur derselben Logik wie wir alle irgendwie.
Immer größer, besser, höher, weiter.
DIe Diskussionen über hohe Ablösungen und Gehälter sind gefühlte Scheindiskussionen, das Problem fängt auch schon beim "kleinen" Bürger an und zieht sich dann nach oben durch.
Ein Abramovic findet 200 Mio. als Paket sehr verhältnismässig für seine Pläne.
Da kommt wieder die Perspektive ins Spiel.
Wenn wir wirklich versuchen wollten, dass diese Welt nicht ins absurde abdriftet, dann müssten wir nicht alle Kommunisten werden aber wir müssten halt uns Verhältnis zu Kapital und Leistung überdenken.
Das würde auch in einem Kapitalismus gehen, aber wir kaufen ja auch weiter für unsere Verhältnisse und aus unseren Perspektiven oft das Optimum, warum sollten Fußballclubs die auch nur von alten Männern regiert werden anders sein?
Am Ende gehts auch im Fußball nur um den Schwanzvergleich.
Und beim Schwanzvergleich hat die Logik leider seit anbeginn des heutigen Menschens (und weit vor irgendwelcher Jesus Zeitrechnung) ausgesetzt.
Wenn man versucht, sich der Perversion der falschen Logik da hinzugeben, dann ist es am ehesten immer am "Vergleich" zu erklären, andere Topspieler haben Klauseln von 400 Mio. , mittelmäßige Spieler kriegen in Spanien schon klauseln von 60-200 Mio. , dann muss man eben nem Messi die 700 geben.
Genau so bei Havertz, es ist die Vergleich zum Markt, wo andere Talente, für 60-80 Millionen gehandelt werden, ist doch ein Spieler mit so vielen Bundesliga-Spielen und auch internationalen Spielen doch mehr wert.
Aber auch wir Fans spielen das ja mit, alleine die Empörung, wenn einer unserer Spieler für wenig Geld den verein verlassen würde, alleine, weil wir eben andere Spieler auch nicht so günstig kriegen.
Es ist etwas total perverses und wir alle spielen mit.