@FrankenDoM
Warum unterscheiden?
Sowohl der DFB als auch die Vereine wollen ja, das man mit der Marke „Deutschland“ und mit der Marke „DFB“ werben kann und erlöse erzielen um dann wieder den Nachwuchs zu fördern.
Bei Vereinen ist es ähnlich, hier geht es auch um die “Marke“ und über die Marke kommen dann Gewinne, durch erfolge in Wettbewerben aber vor allem über die Vermarktung.
Jeder im Verein und jeder beim DFB hat also ein Interesse daran, das die einzelnen Segmente (im Verein, wie z.B. Volleyball und Handballteams), der Nachwuchs aber eben auch die Frauenteams sehr viel Erfolg haben.
Wenn du diesen Erfolg also steigern kannst, in dem du am oberen Ende etwas Geld ins untere Ende steckst, dann gewinnst du.
Es verliert weder der Verein, noch irgendein Spieler, wenn vom Gesamtetat 10% in andere Segmente gesteckt werden um diese erfolgreicher zu machen.
Nur damit muss man eben einmal anfangen, weil der erste Schlag ist hart, danach ist es eine normale Ausgabe.
Diese „Subventionierung“ ist also viel mehr eine Umverteilung und Unterstützung.
Und am Ende wollen die Leute Profis sehen und wenn die Vereine es schlau anstellen, dann zählt natürlich auch wie viel Sichtbarkeit man damit in die Gesellschaft bringt, Eishockey, Football, Basketball, Handball, Volleyball und Co. das sind Sportarten die halt auch einfach sehr, sehr wenig in der Primetime im öffentlich rechtlichen Raum gezeigt werden.
Der Mensch ist ein Gewohnheitstier und Fußball hat ja den Fuß schon in der Tür, am Ende ist es eben egal ob da 22 Männer oder 22 Frauen dem Ball hinterher jagen, wenn du es richtig anstellst, dann kannst du beides gut vermarkten, nur dafür musst du das Niveau heben, weil das ist klar, ohne Unterstützung hebt sich das nicht und ohne Unterstützung machst du daraus auch keine Normalität.
Fußball muss ja nicht mehr gepushed werden, eher noch die anderen Sportarten, daher kann man sich hier voll auf die Jugend, die Gleichstellung und somit die Zukunft konzentrieren.
Gleichstellung beim Gehalt ist ja nur das Ende, das fängt ja bei Förderung, Forderung und bereitstellen von Infrastruktur an, erst später endet sie im Gehalt.
Was ist denn der reale Nachteil, wenn Frauen im N11 Team mehr verdienen?
Was ist der reale Nachteil wenn die Spitzensportler beim Frauenteam des FCB mindestens 10% von dem verdienen was der Topverdiener bei den Bayern verdient?
Sprich was ist der Nachteil wenn das Gehaltsbudget auch nur 10% des Topteams beträgt?
Ich sehe keinen.
Das nennt sich halt auch Solidarität, wir sind hier Vereine, wir sind Nationen, nicht umsonst sammelt der DFB und die Liga auch Geld für andere Sportarten, wenn du privilegiert bist, dann ist es nur menschlich und herzlich wenn du etwas davon abgibst um anderen die Chancen zu ermöglichen.
Welches ist denn die bestbezahlte Fußballerin?
Carli Lloyd von NY Gotham FC mit 518k. Laut capital.de.
Alex Popp verdient 40k im Jahr(ohne Prämien), wenn das Brutto ist, dann halte ich das für sehr, sehr wenig für eine Person die im Profisport auch Deutschland repräsentiert bei einem Sport der eben keine Niche ist.
Wie gesagt, es geht ja hier darum, Verhältnisse gerade zu rücken und es tut keinem weh wenn der DFB da noch mehr für die Frauen tut und die jeweiligen Vereine auch.
Selbst eine Verzehnfachung jedes Gehalts der Frauenmannschaft bei Wolfsburg würde wohl nur knapp das Gehalt des Topverdieners bei den Männern erreichen aber der Impact wäre riesig für die Sportlerinnen.
Die anderen Sportarten haben oft keinen Verband und keine „Bruderliga“ die eben im Milliardenbereich hantiert im Umsatz, das ist eben der auch Unterschied.