@mo schrieb:
Bei Adeyemi ist es immer eine Frage von Antizipation und Empathie!
Obwohl er sonst etwas langsam unter dem Haarschopf rüber kommt, antizipiert er solche Gelegenheiten pfeilschnell, unterschätzt aber gnadenlos die
kognitive Empathie der Schiris in seinem speziellen Fall.
Ich weiß nicht ob du da Menschen maßlos überschätzt.
Die kognitive Empathie ist kein reflexhaftes Verhalten, ein Schiedsrichter muss Schnellurteile fällen, darunter fällt kognitive Empathie nicht.
Was bei Adeyemi passiert, da finde ich es schon fast eklatant, das wir uns bei solchen Urteilen nicht selbst hinterfragen.
Selbst wenn Adeyemi ein Foul ziehen wollte, so haben alle vorherigen Taten nichts mit der Einzelbewertung zu tun.
Wer das nicht in den meisten Fällen leisten kann, der hat im Profisport als Kontrollinstanz nichts zu suchen.
Bzw., weil kein Mensch sich komplett frei machen kann, vor allem wenn in sekundenbruchteilen eine Antwort geliefert wird, muss der VAR korrigierend eingreifen.
Dafür ist er da.
Eine Sache noch die auch relevant ist.
Es darf natürlich ein Meinungsbild von Menschen geben.
Aber, egal wie ich zu einem Spieler stehe, wir reden hier von einem Sport mit Spielregeln.
Letztere sind auf dem Platz anzuwenden.
Nicht ob ich einen Spieler als arrogant, schlau, dumm, lieb oder sonst etwas empfinde.
Leider vermischen das auch viele Expert*Innen die sich dann mit falschen Aussagen immer wieder reproduzieren bis die Aussgen als Wahrheit wahrgenommen werden.
Wenn zu viele Menschen einer Meinung sind ist das genau so gefährlich, wie wenn zu wenige Menschen etwas behaupten.
Weil in beiden Fällen keine Selbstkontrolle und Korrektur entsteht und Selbstkontrolle und Korrektur immer mit der Gefahr aus dem sozialen Umfeld ausgeschlossen zu werden, als auch bei einzelnen Personen, das die eigene Identität (Wissen wird so existenziell wie Nahrung für den Menschen wahrgenommen, zumindest wenn es Identitätsstiftendes Wissen ist).
Es gibt als gute Gründe, warum es am besten ist, belastbares Material zu suchen und in Selbstkontrollen der eigenen Meinung zu gehen, wenn man etwas objektiv klären will.
Dafür ist in Medien und auf dem Platz oft keine Zeit.