Meine Erfahrungen mit den diversen Distributionen

Ich nutze auf dem Hauptrechner auch seit einer Woche Cachy allerdings eher aus versehen habe mir mit der versuchten Test-Installation den kompletten Grub Bootloader zerstört und Grub rescue ist nicht meines das habe ich dann nach 2 Stunden rumgefummel aufgegeben alles platt gemacht und neu installiert. Mal schauen wie es so läuft das System ist schlank und schnell ist aber auch viel in Bewegung was Updates angeht. Auf meinen Notebooks ist Manjaro installiert das bleibt auch erst einmal so da kommen mir die verzögerten Updates genau recht ich habe keine Lust die Notebooks jede Woche nur fürs updaten zu booten. Der dritte Kandidat auf etwas älterer Hardware ist MX-Linux das macht sich recht gut die haben wie ich finde sehr gute kleine Tools mit an Bord und ist kein RR kann auch mal ein paar Monate im LAN ohne Internetzugang verbleiben. :cool_alt:
 
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Ich möchte hier eine Lanze für Pop_OS brechen:
1.: Mich holt der cosmic desktop 100% ab. Tiling ist super, Ich habe noch keine nicht spezifizierten Bugs erlebt. Bester Desktop den ich bislang hatte. Kam von gnome, nutze beruflich xfce, kde war nur ein Testintermezzo, habe i3 bzw. sway getestet. Cosmic Bestes aus zwei Welten
2.: Der Fokus bei Pop_OS liegt IMHO auch eher bei Notebookusern. Viel Powermanagement und so sind da rein geflossen.
 
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Schön, dass ich mit dem Thread hier doch eine angenehme Diskussion starten konnte.
Konnte die letzten Tage nur mal kurz reinlesen aber noch nicht drauf antworten und fasse mal zu ein paar Punkten, die genannt worden auch mal meine Meinung dazu zusammen.

TP555 schrieb:
Hi könntest du für Linux Mint ,mal etwas mehr erläutern, warum diese Distro nichts für Gamer ist?
Du wirst ja wohl Negative erfahrungen unter Mint mit Games gehabt haben!
Man kann auf JEDER Linux Distribution spielen. Allerdings fehlt manchen Distributionen vielleicht das eine oder andere, was man manuell erst nach installieren muß, diverse Einstellungen abändern und wichtige Pakete sind dann nicht aktuell.
Mint ist so eine Distribution die mit einem "veralteten" Kernel und einer alten Mesa Version kommt. Das kann man zwar ändern (so wie bei allen anderen Distributionen auch) ist aber ggfls für einen Laien nicht so einfach und einfach Arbeit, die man mit einer anderen Distribution gar nicht erst hat.
Wenn es kein Problem für dich ist, Hand anzulegen wirst du wahrscheinlich ähnlich gut Mint als Plattform für Spiele nutzen können, wie ein CachyOS, Nobara, Garuda oder Bazzite.
Nur ist für mich die Erwartungshaltung, dass ich eine Distribution finde, die mir diese Arbeit dahingehend abnimmt, in dem ich diese Handgriffe erst gar nicht machen muß.
Ebenso finde ich es wenig hilfreich auf "up to date" Hardware eine Distribution mit veraltetem Kernel (Treiber) zu nutzen.

Siehe dazu auch diese Aussage:
e-hahn schrieb:
Anpassen kannst du ja jede Distribution, in jeder Hinsicht. Je nach Distribution ist da nur schon was vorkonfiguriert und entweder passt das oder man macht es passend.

Oder auch diese Aussage:
areiland schrieb:
So war das auch nicht gemeint! Es entsteht nur gelegentlich der Eindruck, dass man nur eine beliebige Distri installieren muss und schon läuft auf jedem Rechner alles um 200% flotter. Das trifft aber eigentlich selten zu und beschränkt sich eher auf Rechner, die von ihrer Ausstattung her am unteren Rand der Mindestanforderungen von Windows rangieren. Hier kann Linux tatsächlich über alle Kategorien einen deutlichen Boost erbringen.

Wenn ich bei einem Mint auch einen aktuellen Kernel darunter setze und Mesa aktualisiere und noch die eine oder andere Optimierung von zb CachyOS übernehme, sowie das neueste Proton nutze, wird Mint nicht wirklich schlechter laufen, als etwas anderes. Ich kann bei einer Distribution, die jetzt nicht gerade ein GUI Tool anbietet, den Kernel zu tauschen, dass sicherlich (auch mit Hilfe von KI) irgendwie hinbiegen, dass der aktuellste Kernel darunter tickt, aber meine Wunschvorstellung ist, dass ich genau das nicht machen möchte.
Irgendwo möchte ich auch in 2026 ein gewisses Komfort Level haben.

ByteBlur schrieb:
Ja, die neueste Hardware zu haben, ist bei Linux nicht immer einfach. Genauso, wie Linuxe mit Secure Boot.
Daher halte ich es für sinnvoll bei einem PC, der oft die neuste Hardware hat und an dem oft für Gaming aufgerüstet wird ein Rolling Release zu nutzen.

e-hahn schrieb:
Hauptsächlich unterscheiden sie sich ja im Release Modell, wer immer möglichst schnell den neuesten Kram will, der nimmt ein Rolling Release, die anderen nehmen eine Distribution mit klassischen Release Modell.
Ich habe vergessen auch nochmal was zu den Release Modellen zu schreiben.
Ich hatte ja mit Ubuntu und Pop!_OS angefangen und dann kam das Steam Deck. Gerade bei SteamOS ist mir dann immer mehr aufgefallen, dass die Entwicklung zu mehr Performance für Gaming in den letzten 3-4(?) Jahren extrem Fahrt aufgenommen hat und mich regelmäßig geärgert, dass es ewig gedauert hat, bis ein neuer Release von SteamOS das dann "endlich" mitgebracht hat.
Daher wanderte dann mein Blick rüber zu den Arch Derivaten mit Rolling Release.

Kuristina schrieb:
Ja, aber vieles im Nachhinein ändern müssen, kann man sich ja sparen, wenn man gleich eine Distro nimmt, die eigene Wünsche schon beim Installieren berücksichtigt. Und da haben halt Fortgeschrittene oder gar crazy Bastler ^^ andere Anforderungen, als jemand, der sein vorgefertigt installiertes OS einfach nutzen möchte, so wie es ist.
Ich denke bei der Betrachtung, was für einen selbst die beste Distro ist, ist eine Mammutaufgabe, sich selbst erstmal klar machen, was man denn überhaupt will.
Ich weiß nicht, ob das aus dem ersten Post bei mir klar wurde. Ich bin kein ITler und habe eher den Wunsch, dass es laufen soll und freue mich darüber, dass es eben Distributionen gibt, die mir genau das bieten, was ich will. Blöd ist halt nur, dass ich eben erstmal diverse Distributionen durchtesten muß um die zu finden, die mir ein Wohlgefallen bieten. Daher ja der Thread, wie es mir ging. Das ist nicht zwingend auf andere übertragbar.

e-hahn schrieb:
Egal welche Distribution, schneller und effizienter als Windows sind sie alle.
Bei dem letzten Test hier auf CB waren die Unterschiede nur marginal. Was man definitiv beobachten kann, ist, dass Linux nicht so aufgebläht ist und daher mit deutlich weniger Leistung besser zurecht kommt. Das merkt man auf der anderen Seite bei den Gaming Handhelds, die mit ihren "schwachen" APUs unter Linux deutlich besser performen.

areiland schrieb:
Windows ist halt das Universalsystem, das jeden erdenklichen Anwendungsbereich abdecken, einen riesigen Fundus an Software unterstützen muss und dafür mit jeder Menge an Runtimes und Subsystemen ausgestattet ist. Das frisst eben massiv Ressourcen und macht Windows fett und behäbig.
Ich denke der größte Unterschied von Windows zu Linux (Distributionen) besteht daran, dass Windows wirklich fett ist. Windows schleppt Dinge seit Jahrzehnten mit und bringt damit eben auch die Vorteile mit, dass wirklich sehr viel immer noch abwärtskompatibel out of the box läuft.
Linux Distributionen sind im Vergleich dazu extrem schlank und wenn bei der Hardware oder gewünschten Software etwas aus der Reihe tanzt muß man Hand anlegen und nachinstallieren und einstellen.

Enzo Fernández schrieb:
Fedora?
Opensuse?
Debian?

jeder Vergleich ohne diese 3 Distributionen ist sinnlos
Du hast den Thread nicht verstanden.
Ich wollte nur meine ganz persönlichen Erfahrungen teilen. Das ist kein Test oder ein Artikel mit journalistischem Hintergrund. Ich habe nur über die Distributionen geschrieben, die ich in den letzten Jahren ausprobiert habe. Debian zum Beispiel ist eine Distribution, die mich überhaupt nicht abholt und die ich in diesem Kontext auch nie ausprobieren möchte. Fedora steht auf der Liste, was ich in Zukunft nochmal testen möchte.
Ich stelle mal die Gegenfrage: Warum sollten gerade diese drei Distributionen bei einem Vergleich dabei sein? "Nur" weil Basis für viele anderen Distributionen in 2ter oder 3ter Reihe sind? Warum ist da kein Arch bei deiner Aufzählung dabei?
 
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Thomrock schrieb:
Grub Bootloader zerstört und Grub rescue ist nicht meines das habe ich dann nach 2 Stunden rumgefummel aufgegeben
Mit SuperGrubDisk kannst direkt einen Linux-Kernel booten.



Wenn das System defekt wäre, würde ein chroot'en in das System in Frage kommen.
Chroot'en ist quasi das bessere Äquvalent zur Reparatur-Installation unter Windows.

Quellen:
https://wiki.ubuntuusers.de/chroot
https://wiki.archlinux.de/title/Chroot

Thomrock schrieb:
... MX-Linux das macht sich recht gut die haben wie ich finde sehr gute kleine Tools mit an Bord und ist kein RR kann auch mal ein paar Monate im LAN ohne Internetzugang verbleiben. :cool_alt:
Auch ein RollingRelease kann ein paar Monate bis wenige Jahre ohne Updates wieder aktualisiert und benutzt werden. Bei meinem Notebook waren es bereits mehrere Monate - da sind aber nur Standard-Programme enthalten.

Das längste, was ich gesehen hab, war eine 2 1/2 Jahre alte EndeavourOS-ISO.
Ließ sich einwandfrei auf den neuesten Stand bringen.

Hast du aber sehr viel Verschiedenes drauf, dann ist das Risiko höher.
Oftmals hilft bei RR auch das vorübergehende Entfernen eines oder mehrerer Pakete.


@SavageSkull
In Linux Mint gibt's ein Menü für das Auswählen der Kernel. Dias ist dann schon ziemlich einfach zu wechseln.
Mesa wird dadurch aber nicht unbedingt neuer werden - k.A.

Ich habe viele Spieler mit LM gesehen, die ordentliche Leistung nutzen konnten, auch wenn nicht immer alles neu war.


SavageSkull schrieb:
Blöd ist halt nur, dass ich eben erstmal diverse Distributionen durchtesten muß um die zu finden, die mir ein Wohlgefallen bieten.
Warum blöd?

Ein Weltenbummler schaut sich auch eine Menge an & lernt gerade durch das "Andere" eine Menge dazu.
Ggf. bleibt er später an einem Ort sitzen ... oder kehrt in die Haimat zurück.
Ohne den Weg, wäre doch gar nicht klar, dass es noch etwas "Anderes" da draußen gibt.
Und vielleicht (sehr wahrscheinlich) gibt es Erfahrungen, die man von der "Reise" mitnimmt.

Also warum bezeichnest du das als "blöd"?
War das alles verschwendete Zeit?

Also nicht falsch verstehen:
Wenn du das alles blöd findest, ist das natürlich deine Meinung/Erfahrung.

Für mich ist der Weg bereits ein Teil vom Ziel. Hätte ich früher so nicht sagen können. 😉
 
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Tanzmusikus schrieb:
In Linux Mint gibt's ein Menü für das Auswählen der Kernel. Dias ist dann schon ziemlich einfach zu wechseln.
Die Aussage war ja hypothetisch. Von CachyOS weiß ich, dass dazu ein Tool gibt, bei Mint hatte ich nicht nachgesehen

Tanzmusikus schrieb:
Also warum bezeichnest du das als "blöd"?
War das alles verschwendete Zeit?

Also nicht falsch verstehen:
Wenn du das alles blöd findest, ist das natürlich deine Meinung/Erfahrung.
Natürlich ist das meine Erfahrung und ja, Freizeit die man aufbringt ist verdammt wertvoll.
 
Tanzmusikus schrieb:
Wenn das System defekt wäre, würde ein chroot'en in das System in Frage kommen.
Ja das stimmt schon ist aber auch ein übles Komandozeilen-Gefrickel da habe ich keine Geduld und/oder Lust mich einzuarbeiten. SuperGrubDisk könnte eine Lösung sein ich habe aber immer das Home Verzeichnis gesichert da ist eine Neuinstallation relativ schnell erledigt. Jetzt ist das halt cachy mal schauen wie stabil das ist oder ob mich das zu viel nervt dann fliegt es halt wieder runter.
 
Tanzmusikus schrieb:
Chroot'en ist quasi das bessere Äquvalent zur Reparatur-Installation unter Windows.
Oh ja, und das ist auch relativ eindeutig aus den Linux Designprinzipien ableitbar:

Kernel
Der ist nach dem Booten immer "omnipräsent". Egal auf welche Methode man sich wohin auch immer auf dem System bewegt, es gibt nur den einen Kernel und nur er kontrolliert die Hardware und ist unverzichtbar für das Starten, Stoppen und Managen von Prozessen. Er stellt Schnittstellen für diese Hardware bereit. Das können API/ABI calls sein oder eben Dateien.

Everything is a File
Damit ist gemeint, dass nahezu Alles in Linux eine Repräsentation als Datei hat. Diverse Kerneleinstellungen und Konfigurationsparameter liegen als vom Kernel "simuliertes" procfs unter /proc. Viele Schnittstellen zu Treiben liegen unter /sys. Und dann gibt es noch /dev in dem der Kernel als "Dateiemulation" die Möglichkeit anbietet, direkt in Geräte (z.B. eine Festplatte, aber auch eine Graka) zu schreiben oder von Geräten zu lesen. Oft sind einzelne Geräte dort mehrfach enthalten. Ein USB-Stick ist als USB-Gerät drinne, wird vom entsprechenden Treiber erkannt und stellt dann ein Blockdevice (z.B. /dev/sdc) zur Verfügung, über das man unter vollständiger Ignoranz von GPT/MBR, Partitionen usw. vom ersten bis zum letzten Byte des Datenträgers lesen/schreiben kann.
Dann gibt es noch /etc. Das ist, ganz vereinfacht und viele Randfälle auslassend, dort Ort, wo die ganzen Einstellungen für /proc, /sys und installierten Services (Webserver, ntp, dhcp, Paketmanager,...) dauerhaft gemacht werden und oft auch geändert werden. Die Änderung wird oft erst wirksam nachdem man betreffenden Service, Dienst oder Anwendung neu gestartet hat oder angewiesen hat, seine Konfiguration neu zu laden.

Es gibt neben den Dateien in /proc und /sys auch noch andere Schnittstellen zum Kernel (die wiederum oft eine Dateirepräsentation haben), aber das ändert nichts an dem grundsätzlichen Prinzip.


Systemmanagement
Systemmanagement läuft in Linux, egal ob über GUI oder bash, über distributionsspezifische Systemtools. Nahezu immer sind die GNU core-utils mit dabei. Die erlauben das lesen, schreiben, ändern, suchen, kopieren, verlinken und löschen von Dateien und textbasierten Dateiinhalten. Binärdaten können damit "gemanaged" werden, aber dann muss man das Binärformat schon als Anwender sehr gut kennen. Auch der Umfang der wirklich nützlichen Tools ist dann etwas geringer.
Daneben kennt man vielleicht die Tools des iproute2 Paketes. Es dient dazu, dem Netzwerkstack (der sich im Kernel befindet) zu sagen, was an der bestehenden Konfig geändert werden soll und die aktuelle Konfig dem User mitzuteilen. Dazu verwendet man dann gerne den ip Befehl.

Ich hatte ja grade gesagt, dass nahezu alle Einstellungen in Linux über Veränderungen an Dateien in /proc, /sys und /etc vorgenommen werden. Dies erfolgt mit Tools die aus diesen Verzeichnissen die aktuelle Konfiguration lesen oder dahin schreiben. Und die dafür erforderlichen Pfade sind normalerweise hart in den Tools konfiguriert.
Am Ende machen diese Tools nicht so viel mehr als einen Riesenhaufen Fehler- und Edgecase-Behandlung und am Ende schreiben sie die gewünschten Änderungen nach /etc, /proc und/oder /sys. Oft ist es nicht mehr als ein echo 1 > /proc/Kategorie_der_Einstellung/Name_der_Einstellung. Dann ggf. noch ein Konfigreload (bei bereits laufenden Diensten), fertig, Änderung wirksam. Mehr machen diese Tools nicht.

Jetzt kann man die gewünschte Netzwerkkonfiguration an vielen Ort persistieren. Das ist ein wenig davon abhängig, ob man das per systemd, networkmanager-Paket oder was auch immer verwalten lässt. Am Ende lesen auch diese Tools nur "ihre" Konfig von /etc und verwenden dann ip um die geforderte Netzwerkkonfiguration dem Kernel "bekannt" zu machen.


Was hat das mit chroot zu tun?
chroot macht "nicht viel mehr" als für die aktuelle Sitzung dafür zu sorgen, dass ein Verzeichnis (z.B. /mnt/zu_reparierende_disk) als / behandelt wird. Für alle und jeden. Auch für Systemmanagement-Programme. Deswegen spricht man vom "Wechsel in chroot". Anschließend werden alle Programme ausgeführt, als wäre es das "echt" System. Selbst Benutzer die nur dort definiert sind, können verwendet werden. Es ist ein bisschen (also eigentlich ganz viel) so, als hätte man irgendein Linux gebootet und ist dann "einfach" in sein bisheriges Linux gewechselt. Es gibt ein paar Ausnahmen bei systemd und init Triggern (die haben natürlich nicht statt gefunden) und es läuft auch weiterhin der Kernel des "Host" Systems. Der Kernel selbst ist aber seltenst bis nie das eigentliche Problem.

So, meine 5 Cent zum Thema chroot.

P.S.: Liebt es noch irgendwer so sehr, von einem Live-System Arch in chroot zu installieren...?! :D
 
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SavageSkull schrieb:
Ich weiß nicht, ob das aus dem ersten Post bei mir klar wurde. Ich bin kein ITler
Das ist auch keine Voraussetzung, die man haben muss. Weder bei Windows, noch bei Linux.

SavageSkull schrieb:
bei der Betrachtung, was für einen selbst die beste Distro ist, ist eine Mammutaufgabe, sich selbst erstmal klar machen, was man denn überhaupt will.
Ich glaube nicht, dass das eine Mammutaufgabe ist. Die Vorlieben, was man mit einem PC macht, ändern sich ja nicht plötzlich, nur weil man von Windows auf Linux wechselt. Also das, was du vorher bei Windows gemacht hast, wird du sehr wahrscheinlich auch bei Linux machen wollen.

Und wenn du das andere, erfahrende Linuxer wissen lässt, kann man auch Empfehlungen für dich ableiten. Da sparst du dir schon mal etliche hunderte ^^ Distros, die du sonst vielleicht unnötig getestet hättest. Du brauchst kein Bazzite, wenn du nicht spielst. Du brauchst kein Gnome, wenn du eine ähnliche Optik und Bedienung wie Windows haben möchtest. Als einfache Beispiele.

scooter010 schrieb:
P.S.: Liebt es noch irgendwer so sehr, von einem Live-System Arch in chroot zu installieren...?!
Nur bei meiner ersten händischen Arch Installation damals. Danach hab ich mir dafür ein Script gemacht. ^^
 
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SavageSkull schrieb:
Würde ich Linux Mint heute weiterempfehlen? Ja
Wem? Leute die ihre alte Hardware nicht auf Windows 11 updaten können und eigentlich nur surfen und mal ein bißchen Office machen wollen. Für Gamer oder Hobbyisten ist das imho die falsche Distro.
Nutze es tatächlich auf halbwegs aktueller Hardware (Thinkpad T14 Gen3 AMD, Ryzen 6850U), primär für Softwareentwicklung. Lange beruflich, zur Zeit nur noch hobbymäßig.
Gar nicht so falsch dafür.

SavageSkull schrieb:
Ich denke bei der Betrachtung, was für einen selbst die beste Distro ist, ist eine Mammutaufgabe, sich selbst erstmal klar machen, was man denn überhaupt will.
Hab einfach eine genommen, die populär war (Ubuntu 9.04 mit Gnome 2 damals). Gewechselt nur, weil ich Gnome 3 nicht mochte. Ansonsten immer mit meinem Zeug weitergearbeitet, ohne mir da zu viele Gedanken zu machen.
 
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Kuristina schrieb:
Ich glaube nicht, dass das eine Mammutaufgabe ist. Die Vorlieben, was man mit einem PC macht, ändern sich ja nicht plötzlich, nur weil man von Windows auf Linux wechselt. Also das, was du vorher bei Windows gemacht hast, wird du sehr wahrscheinlich auch bei Linux machen wollen.
Windows ist halt ein "one size fits all" und man hat sich deswegen mit Windows nie Gedanken darüber gemacht. Jetzt muß man aber irgendwie zu einer Distro kommen und die Unterscheiden sich primär dadurch, dass sie für verschiedene Wünsche vorkonfiguriert und optimiert sind.
 
Vielen Dank für deinen langen Beitrag. Ich sehe, nach fast 20 Jahren Linux ein ähnliches, aber noch einfacheres Bild:

Mint (oder manches .buntu)
sehe ich als Einsteigersystem, Omageeignet, wer einfach ein funktionierendes System braucht ohne
sich mit der Materie zu beschäftigen, stabil, läuft fast überall, installieren und wohlfühlen. Fertig.
Ich nutze es sogar für Gaming.

CachyOS
Wer seine Hardare ausreizen möchte, Optimiertes System haben will, dafür bereit ist etwas zu lernen und sich mit dem System zu befassen. Wegen rolling Release kann mal was schiefgehen, also Backups wichtig oder die Möglichkeit, fix neu drüberzuinstallieren (Quasi Trennung von System und /home). Dafür Top System.

Ich habe früh mit Suse angefangen und im Laufe der Jahre viele Distros getestet. Nur ganz wenige empfinde ich als wirklich schlecht, Es ist gut, dass es auch für Nischen etwas gibt oder für Bastler.
Aber wenn ich jemand neues an Linux heranführen möchte, überlege ich in welche Nutzerkategorie er fällt und empfehle dann meist Mint (Ruhe und Stabilität) oder Cachy (optimierte Leistung und Aktualität).
 
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SavageSkull schrieb:
Unterscheiden sich primär dadurch, dass sie für verschiedene Wünsche vorkonfiguriert und optimiert sind.
Ja, aber du musst ja keine optimierte Distro nehmen. Windows ist ja von Haus aus auch nicht optimiert. Also die Gedanken kann man sich machen, aber dann ist man schon im optionalen Detail. Mit Mint und Fedora (als Beispiel) kannst du auch Steam installieren und spielen. "one size fits all" :)
 
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Vielen Dank für diesen ausführlichen Bericht.

Mit der Nvidia RivaTnt angefangen mit Linux.

Suse Linux, Redhat Linux und Debian ( hab von Suse und Debian sogar noch die CDs) angefangen, slackware und Gentoo gehört, aber da mir schon Redhat Schwierigkeiten gemacht hat ( ich kann Anaconda immer noch nicht ab^^) davon abgelassen.

Und ich mag Linux immer noch lieber als Windows ^^

Und die Liste ist sogar länger geworden was Distros betrifft.

(Nutze aktuell Manjaro. Will aber umschwenken)

Deswegen danke nochmal für die Zeit und Mühe!!

Bei SuSe hat man sogar mit Treiber extra für Elsa Modems geworben!
 
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LMDE7
Warum?
Ich möchte mich nicht an einen anderen Unterbau gewöhnen als Debian, da alle von mir administrierten Server inkl. zahlreicher Proxmox Hosts und Cluster unter Debian laufen. Kleine Unterschiede können manchmal Stunden an Zeit fressen, weil diese Kleinigkeiten nicht sofort auffallen.
Dazu kommt, dass mir die Cinnamon Oberfläche sehr gut gefällt.
LMDE als Kombination aus beidem in meinem Fall also absoluter No-Brainer.
On top kommt, dass Debian quasi der Inbegriff von rock-stable ist.

Ubuntu ist generell raus, ich mag deren Extra-Würste nicht.
Auch Mint bewegt sich ja mit jedem Release weiter darauf zu, dass LMDE das Hauptprodukt wird.

Arch? Wüsste nicht warum. Ich sehe keinen essentiellen Vorteil gegenüber Debian, der es rechtfertigen würde mich damit auseinanderzusetzen.
 
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Hi

SavageSkull schrieb:
Das kann man zwar ändern

ok, Mesa habe ich auf 26.x Runtergeladen und Installiert, aber kann man den so einfach bei Mint den Kernel auf 6.19 Updaten?

Kann ja vlt. eienen grund haben, weil unter Mint und auch Ubuntu Server 25.10 noch der alte 6.17er verwendet wird!

mfg.
 
TP555 schrieb:
Mesa habe ich auf 26.x Runtergeladen und Installiert
Aktuelle Wine/GE-Proton Version kann ich empfehlen. Zum Kernelupdate kann ich dir nix sagen.
 
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SavageSkull schrieb:
Mir hilft hier tatsächlich die KI weiter, allerdings mit einem Pferdefuß, die diktiert mir oft Befehle für das Terminal und erklärt wenig zu den Befehlen. Ich bin mir zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht sicher, ob das wirklich der für mich ideale Weg ist, auch mehr von der Linux Basis zu lernen. Auf der anderen Seite möchte ich aber auch kein "Selbststudium" darüber anfangen und das System einfach nur nutzen.
Geht mir genauso.
Allerdings hab ich CheatGPT dazu überredet mir nicht nur stumpf die Befehle zu geben sondern sie mir auch zu erklären. Ist zwar oft etwas zu viel "bla bla", erfüllt aber seinen zweck nicht nur Befehle zu erhalten.

Nach etlichen Distro Hopping der letzten Jahre bin ich inzwischen mit Manjaro sehr sehr glücklich. Sowohl auf unseren 3 PC´s wie auch meinem Laptop.

Habe aber auch nach wie vor nichts gegen Windows und nutze 11 tatsächlich gerne. Beide Systeme haben je nach Aufgabe ihre Vor und Nachteile, das 0815 geht sowieso schmerzfrei auf beiden. Nur die Firmenpolitik von MS nervt mich zunehmend weswegen ich gerne ein voll eingerichtete alternative Griffbereit habe womit ich mich auskenne.
 
TP555 schrieb:
ok, Mesa habe ich auf 26.x Runtergeladen und Installiert, aber kann man den so einfach bei Mint den Kernel auf 6.19 Updaten?
I.d.R. reicht ein aktuelles Proton vollkommen aus. Mesa ist da nur zweitrangig wichtig, wenn nicht gerade die allerneueste Hard- bzw. Software unterstützt werden muss. Schau doch mal auf ProtonDB dazu nach.
 
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Linux Mint nutzt die Ubuntu-Kernels; einfach ist nur, was dort Standard ist.
Für LM 22.x wäre das aktuell Kernel 6.17
 
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MX Linux sollte nicht vergessen werden. Steht meist zu unrecht im Schatten von Ubuntu und Linux Mint.
 
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