News Microsoft 365 UX: Neue Office-Oberfläche legt den Fokus auf Inhalte

Dieser Minimalismus-Wahnsinn hat schon seit langem krankhafte Züge angenommen. Wie soll eine intuitive, übersichtliche Bedienung möglich sein, wenn man nur ein paar Buttons oben hat? Wo sind dann die restlichen Features? Alles in einzelnen Untermenüs irgendwo verschachtelt? Gerade bei einer Software, die für den professionellen Einsatz gedacht ist, sollte eine einfache, praktische Bedienung im Vordergrund stehen und nicht optischer Schnickschnack. Aber wenn Microsoft es tatsächlich schaffen sollte, mich eines Besseren zu belehren (was ich mir nicht vorstellen kann), dann bekommen sie von mir einen Orden.
 
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Fritzler schrieb:
... aber JS Gebastel ist der falsche Weg.
Warum so herablassend? Nur weil die Sprache in ihren Anfängen für mehr oder weniger sinnfreie Animationsspielereien bekannt wurde? Damit sich lässt sich qualitativ hochwertiger Code produzieren. Letzteres ist eine Frage des Ziels, des Entwicklungsmodells und auf Ebene des einzelnen Entwicklers die der individuellen Disziplin.

Was ist der richtige Weg? Für jeden Kanal ein dedizierter Softwarestack? Das bezahlt heute in der Breite niemand mehr. Das zumindest ist meine Erfahrung. Z. B. wollen die Kunden - wie auch hier im Forum oft bezeugt wird - kostenlose Zugänge zum Zahlungsverkehr (aka Konto), da bleibt kein Spielraum für Vielfalt oder gar größere Experimente.

Natürlich gibt es immer (noch) Anforderungsszenarien, bei welchen die Empfehlung eines web-basierten Ansatzes so sinnvoll wie die Wahl von Sommerreifen als Ganzjahreslösung für die Alpenregion ist.

VSCode kenne ich nicht, daher greife ich nochmals zurück auf mein Beispiel Atom: Bei meinem Nutzungsszenario (Code-Files bis 1.500 Zeilen) ist die Performance, auch beim Syntax-Highlighting, absolut ausreichend. Das ist neben der einfacheren Erweiterbarkeit auch der Grund, warum ich SublimeText schlussendlich nicht gekauft habe. Atom ist für meinen Heimgebrauch einfach performant genug.
Würde ich Atom im professionellen Umfeld (z.B. Java) nutzen? Nein. Allerdings nicht wegen der verwendeten Technologie, sondern weil es keine für diesen Anwendungsfall out-of-the-box IDE mit entsprechendem Support bietet.

Früher nutzte ich Eclipse, das war als V1.0 R2 performancemäßig (und funktional) ziemlich mau, ab dem Rewrite für 3.0 jedoch vollkommen in Ordnung (manche meinten damals state-of-the-art für Java). Heute nutzen meine Mitarbeiter für Java-Entwicklung IntelliJ - einfach, weil es, trotz des gleichen Software-Stacks, das bessere Produkt ist (zur Performance kann ich allerdings hier keine qualifizierten Aussagen treffen).
Daraus schließe ich, dass der Erfolg eines Produkts (Benutzerakzeptanz) eben nicht primär von der konkreten Technologie abhängt, sondern von der Art und Weise, wie diese genutzt wird. Und hierfür sind neben hervorragenden/genialen UXlern eben Zeit erforderlich, um die genutzten Technologien weiterzuentwickeln und besser nutzen zu können. Dieses Muster gilt aber für alle Entwicklungssprachen.

Hast Du konkrete Beispiele, wo der von Dir erwähnte zu hohe Ressourcenverbrauch tatsächlich relevante negative Konsequenzen hat(te)?
 
Zuletzt bearbeitet: (Tippfehler und Formatierung)
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new Account() schrieb:
Dafür kann der JS Developer nichts. Die Technologie ist einfach nicht so effizient.

Genau das ist der Punk, JS ist nicht für große anwendungen konzipiert, es ist für kleine nette funktionen zu verbesserung der usability konzipiert. Allgemein ist das webbased Gedöns nicht so das gelbe vom Ei.( letzte schlechte erfahrung webOS auf nem LG TV und diverse Management consolen im Server Segment)
Für Anwenndungen die viel können sollen, bei einer angemessenen Geschwindichkeit, die Efizient die Hardware auf denen sie laufen nutzen sollen, für die gibt es bessere Progammier sprachen.
JS ist eben kein C/C++, java oder Python und das sollte es auch nie sein, viele setzen es dennoch so ein.
 
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Reaktionen: netzgestaltung
Durchaus wahr, manchmal ist es aber auch nicht zu gebrauchen. kleines Beispiel das Vsphere Center für die ESX gab es mal als Programm wurde zugunsten einer web GUI abgelößt, absolute katasrophe oder die web Gui für die CISCO Geräte. Dinge die vorher besser funktioniert haben wurden weil es "moderner" ist durch Web Anwendungen ersetzt.

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Wurde keinem IT-Knecht ein Gefallen mit getan
 
Fritzler schrieb:
Bei zB VS Code konnte man sehen wie der etwas Zeit braucht fürs Syntax Highlighting.

Gerade VS Code ist ein top Beispiel für JS / Electron Apps. Und nein, dass es bei einem riesigen Project oder File etwas dauerd, bis das Syntaxhighlighting oder alle andere IntelliSense Sachen geladen sind, liegt nicht an JS oder VS Code. Das dauert in Visual Studio auch gerne mal, genauso in PyCharm oder sonstigens IDEs. Insgesamt erlebt man Gedenksekunden egal in welcher IDE. Es sind halt einerseits komplexe Programme, und andererseits u.U. noch große Projekte.

Aber: Es läuft direkt auf allen möglichen Plattformen. Es gibt auch schon Ansätze, das Ding komplett in einen Browser zu verlagern und so eine volle IDE im Browser zu haben - z.B. zur Nutzung auf dem iPad, an häufig wechselnden Arbeitsplätzen usw. Genial auch für Anwendungen wie Programmierkurse (im Studium o.ä.), wo die Leute erstmal mit Programmieren anfangen sollen und nicht die ersten Stunden dafür verloren gehen, auf jedem Privatgerät irgendwie das Tooling zum Laufen zu bekommen. Ein bischen wie Jupyter Notebooks, nur halt für alle Sprachen. Da kommen noch interessante Sachen auf uns zu.

Und auch wenn es nicht speziell durch JS möglich wird (oder vielleicht doch, weil es einfach viele Leute gibt, die es können): Die Versatilität, die VS Code mitbringt, beeindruckt mich immer wieder. Für quasi alles gibt's ein gutes Plugin, wenn man will hat man quasi ein schweizer Taschenmesser für's Coden. Egal welche Sprache, egal welches Buildsystem, nahezu alles ist unterstüzt. Spezialisierte IDEs wie IntelliJ bieten sicher noch Vorteile, wenn man tief reingeht. Aber bei Projekten mit gemischten Codestack ist es halt nervig, dauernd die IDE zu wechseln. In VS Code ist alles unter eine Haube. JS für die Website, mit Go und Python für's Backend und noch ein paar C++ libs für numerische Sachen, die schnell gehen müssen, alles durch Bazel zusammengebaut? Ein Editor für alles.

Ich benutze VS Code jetzt nicht für alles. Reine C# Projekte nutze ich auch weiterhin einfach in Visual Studio, weil Gewohnheit + VS Code bietet da bisher keinen großen Vorteil - bisher also kein Grund zum Umgewöhnen. Aber gemischte Projekte, vor allem mit neueren Sprachen wie Go oder Rust? VS Code all the way.

@STEC:DOT
Naja, das liegt aber nicht zwingend an JS oder Web, sondern einfach daran, dass es halt neu ist und das Alte schon länger da und optimierter. Aber irgendwann muss man den Schritt auf was Neues machen, sonst geht es einem irgendwann wie vielen Banken heute, die dringend Cobol Entwickler suchen, weil ihnen die alten schlicht wegsterben, aber wichtige Teile des Backends noch auf irgendwelchem 50+ Jahre alten Cobol Code basieren. Und ja, das mag optimiert sein und funktionieren. Aber die Sprache hat ihre Zeit einfach hinter sich und ist unter modernen Gesichtspunkten total umständlich. Dementsprechend lang dauern dann Erweiterungen, Anbindung an neue Systeme (Web Clients, Apps und co) ist komplizierter als nötig usw.

Daher ist der Cut manchmal einfach nötig. Auch, wenn es im ersten Moment dann schmerzhaft ist.
 
Bodennebel schrieb:
Muss an mir vorübergegangen sein. Kann mich nicht an Popups dazu erinnern. Meinst Du sowas?:
Ja genau. In Word klappst du aber das gesamte Ribbon ein und es ist nur noch das Tab Label sichtbar (Datei, Start, ...). Ausklappen geht dann per Doppelklick auf das Tab Label. Zudem klappt der Pfeil das komplett zu.
In Outlook hingegen kannst du per Doppelklick auf das Label das Ribbon komplett einklappen oder aber mit dem Pfeil dieses einzeilige kompaktere Ribbon anzeigen lassen. Und das hat aktuell ausschließlich Outlook.

Bodennebel schrieb:
Sobald man hier aber auf den Begriff klickt (Start, Einfügen, etc.) öffnet sich wieder die normale Ribbon Menüleiste und schließt sich wieder, wenn man eine Funktion ausgewählt hat. Finde ich eher nervig und habe sie daher dauerhaft eingeblendet
Edit: Da fiel mir neulich nach dem aufgezeigten Unterschied Menüleiste - Ribbon noch was ein.
Eine Menüleiste klappt sich nach dem Anklicken des Befehls wieder ein und ist nicht mehr sichtbar.
Ein Ribbon klappt sich nach dem Anklicken des Befehls nicht wieder ein und ist weiterhin sichtbar. Ein Befehl daneben lässt sich direkt anklicken ohne das Menü wieder zu öffnen.
Man könnte sich jetzt durchaus hinstellen und argumentieren, dass das Einklappen der Menüleiste nach dem Befehlsaufruf gerade das Defizit ist, welches Symbolleisten/Werkzeugleisten erzwingt. Denn ohne diese müsste ich für jeden Befehlsaufruf jedes Mal den Menüeintrag aufrufen und mit das raussuchen. Das vertikale Menü kann nämlich nicht wie das Ribbon dauerhaft aufgeklappt bleiben, dann ist mein Programminhalt verdeckt.
Deshalb klappen sich auch Galerien oder SplitButtons im Ribbon ebenfalls wieder ein.

Das heißt, die Kombination Symbolleisten/Menüleiste erzeugen mir immer dann eine flotte Arbeitsweise, wenn das Icon direkt erreichbar ist und ich kein Menü aufklappen und durchsuchen muss. Allerdings kann man nicht alle Befehle direkt abgelegt haben. Das kann auch das Ribbon nicht. Praktisch hatte MS seinerseits versucht das wichtigste Geklicke im Start Tab zu sammeln. Ob das für jeden klappt ist genauso fraglich wie die individuelle "richtige" Arbeitsweise eines jeden Anwenders.
 
Zuletzt bearbeitet:
morcego schrieb:
In Outlook hingegen kannst du per Doppelklick auf das Label das Ribbon komplett einklappen oder aber mit dem Pfeil dieses einzeilige kompaktere Ribbon anzeigen lassen.

Per Doppelklick funktioniert da nichts bei mir, bei mir reicht ein einfacher Klick. Aber mit dem kompakteren Ribbon meinst Du wahrscheinlich das hier:

1595609053549.png


Auch wenn ich das eher als klassisches Pull-Down-Menü bezeichnen würde. Das gibt es in den anderen Office-Programmen tatsächlich nicht (jedenfalls in Word und PowerPoint nicht).
 
Zu JS möchte ich anmerken das diese Schnitstelle von Microsoft für Addins da natürlich aktuell ungenügend ist.
Dennoch sehe ich eine mögliche gute Zukunft für dieses API, weil ich zum einem verstehe das MS dafür Sorge tragen möchte das Addins in allen Varianten ausgerollt werden können, also im Browser, wie auf dem Phone und dem Desktop. Und zum anderen weil ich mit WebAssembly da einen Standard sehe mit dem das gelingen kann, und dann kann man auch wieder Hochsprachen nutzen. (Mit Blazor hat das Mono Team bei MS ja bereits vorgemacht wie es geht.) Im Moment arbeitet das WASM Konsortium das sich Byte Alliance nennt ja da wohl noch an dem Standard wie man interoperabel Addins für Anwendungen ausserhalb des Browsers realisieren kann.

Ich gehe jedenfalls davon aus das es da irgendwann einen Push gibt, und wir hier gerade einer Zwischenhölle erleben. (Solange da nichts passiert, setze ich auf die COM Schnittstelle.)
 
Bodennebel schrieb:
Per Doppelklick funktioniert da nichts bei mir, bei mir reicht ein einfacher Klick.
Doch doch, manchmal weiß ich schon was ich sage. Mach doch mal einen Doppelklick auf "Start". Tada, komplett eingeklappt. Und nochmal Doppelklick auf "Start" - tada wieder voll eingeblendet.
Hingegen der ^ Pfeil rechts wechselt zwischen einzeilig und dreizeilig.
Und nein, das ist kein klassisches DropDown Menü. Das sind immernoch die SplitButtons oder Galleries aus dem Ribbon - siehe zB QuickSteps.

Ich programmiere gegen den Kram, mein Ribbon würde gar nicht mehr funktionieren wenn das keins wäre. ;)
Bis auf die von 32 auf 16px gestauchten Icons sowie der geänderten Anordnung "Icon zu Label" passiert da aber nix beim eigenen Ribbon. MS hingegen blendet dort auch Elemente aus.

Edit:
Ich würde sogar fast behaupten das einzeilige ist eine separate XML.
Im Start Tab werden alle Elemente mit itemSize="small" ausgeblendet und rechts bei ... einsortiert.
Im Senden/Empfangen hingegen ändert sich auch die Reihenfolge der Elemente und itemSize ist gemischt.
 
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