Herdware
Fleet Admiral
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- Okt. 2011
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Ich habe in letzter Zeit auch den Eindruck, dass Siege überhaupt nur noch dann möglich sind, wenn ich mein Team komplett trage. Nur wenn ich selbst allein 3-4 Gegner, die z.B. in unserer Base cappen, im Alleingang versenke, kann es auch mal zum Sieg reichen (aber auch das ist nicht sicher).
Einmal habe ich das Gestern hinbekommen. 2 DDs, eine Kongo und eine Fubuki in unserer Base und ich konnte sie mit meiner Scharnhorst erledigen.
Aber meist klappt es halt nicht. In einem anderen Spiel hätte ich es gleichzeitig mit 4 BBs aufnehmen müssen und das mit nur noch 1/4 HP. Eine Arizona habe ich noch mitgenommen und eine Colorado fast, aber mehr ging einfach nicht. Am Ende hatte nur der beste des Gegnerteams mehr XP als ich, aber es war halt trotzdem eine Niederlage.
oT eine ausführlichere "Kritik" zu dem Buch "Japanese Destroyer Captain", das ich grade lese:
Einmal habe ich das Gestern hinbekommen. 2 DDs, eine Kongo und eine Fubuki in unserer Base und ich konnte sie mit meiner Scharnhorst erledigen.
Aber meist klappt es halt nicht. In einem anderen Spiel hätte ich es gleichzeitig mit 4 BBs aufnehmen müssen und das mit nur noch 1/4 HP. Eine Arizona habe ich noch mitgenommen und eine Colorado fast, aber mehr ging einfach nicht. Am Ende hatte nur der beste des Gegnerteams mehr XP als ich, aber es war halt trotzdem eine Niederlage.
oT eine ausführlichere "Kritik" zu dem Buch "Japanese Destroyer Captain", das ich grade lese:
Ich habe es noch nicht ganz durch, da ich nicht sehr viel Zeit zu lesen hatte, aber trotzdem schon mal eine Empfehlung. Es ist wirklich gut, besonders wenn man sich für die Schiffe in WoWs und die historischen Hintergründe interessiert.
Das negative zuerst:
Bei der Übersetzung japanisch>englisch haben sich offensichtlich ein paar Fehler eingeschlichen.
So werden die Schiffe der Kongo-Klasse z.B. als "Cruiser-Battleships" bezeichnet. Das könnte eine wörtliche Übersetzung des japanischen Begriffes sein, aber jemand der sich etwas mit dem Thema auskennt, hätte es halt richtig mit Schlachtkreuzer/Battlecruiser übersetzt.
Oder auch schlichte Fehler wie die Bezeichnung der USS Enterprise als "Escort Carrier" in einer Fußnote. Das fällt sogar einem Laien wie mir auf. Angeblich hat der Übersetzer nochmal Fakten gecheckt, ergänzt usw., aber er selbst scheint nicht wirklich ein Experte auf dem Gebiet der Kriegsschiffe gewesen zu sein.
Etwas mehr hat mich aber gestört, dass Tameichi Hara in seinem eigenen Buch als ausgesprochener Besserwisser rüber kommt. Nicht nur rückblickend, wo es ja einfach ist es besser zu wissen. Hara stellt sich selbst immer wieder so da, als hätte er schon damals alle Fehler von oberster Führung (z.B. Admiral Yamamoto) bis zu Kommandanten einzelner Flotten und Schiffe erkannt und ständig offen kritisiert.
Ein Beispiel: Hara fährt mit seinem Zerstörer Amatsukaze (Kagero-Klasse) Geleitschutz für den leichten Träger Ryujo während einer Ablenkungsaktion in der Schlacht von Midway. Er findet es aus seiner Sicht falsch, dass der Träger nicht alle (seiner uninformierten Meinung nach) noch verfügbaren Jäger als Patrouillen zum Schutz der kleinen Flotte gestartet hat und signalisiert seine Unzufriedenheit darüber an den Kommandanten des Trägers.
Das muss man sich mal vorstellen, ein einfacher Zerstörerkapitän (nicht mal der Kommandant des Geleitschutzes und seinen späteren legendären Ruf hatte Hara damals auch noch nicht) will dem Kapitän und dem Kommandanten der Airgroup eines Flugzeugträgers erklären, wie sie ihren Job machen sollen, und angeblich hätten sie sich dann bei ihm entschuldigt und versprochen es zukünftig besser zu machen (aber leider zu spät)... Alte Akademiekameraden hin oder her, aber ich glaube so was würde es in keiner Marine oder Armee geben.
Hätte Hara das Sagen gehabt, hätte Japan offenbar alle Schlachten und den Krieg gewonnen.
Aber das positive überwiegt bei dem Buch doch deutlich:
Zunächst mal ist es genial, über all die Schiffe, die wir z.B. aus WoWs kennen, in ihrem "natürlichen Lebensraum" zu lesen. Es wimmelt im Buch von alten Bekannten. Die angesprochene Ryujo z.B., Fubuki, Atago, Kongo und ihre Schwestern, Nagato usw. Sogar über die während des Umbaus in einen Flugzeugträger durch ein Erdbeben zerstöre Amagi wird berichtet.
Hara erklärt auch, wie die Namen für bestimmte Schiffsklassen gewählt wurden (z.B. Zerstörer 1. Klasse nach Wetterphänomenen), was es mit dem Anhängsel "Maru" auf sich hat usw.
Sehr gut hat mir auch gefallen, dass das Buch anders geschrieben ist, als die meisten Bücher dieser Art. Es werden nicht nur Fakten runter geleiert, sondern Hara versucht auch Leser anzusprechen, die in erster Linie unterhalten werden wollen. Er baut die Handlung beinahe wie in einem Roman oder Kinofilm auf. So fängt die Geschichte damit an, wie er nach Versenkung seines Kreuzers im Wasser treibend beobachtet, wie die Yamato kämpfend untergeht und damit die letzten Reste der japanischen Flotte. In der Überzeugung, dass er nicht überleben wird, zieht sein Leben nochmal an ihm vorbei und als Rückblende kommt dann seine Kindheit, die Zeit an der Akademie usw.
Ich nehme an, am Ende wird sich der Kreis schließen und wir erfahren wie die tragische letzte Feindfahrt der IJN ablief und wie Hara doch noch gerettet wurde.
Wie gesagt, unterm Strich eine klare Empfehlung nicht nur für WoWs-Spieler, sondern für alle Fans historischer Kriegsschiffe und allgemein Kriegsgeschichten.
Vorausgesetzt man kann gut genug englisch lesen.
Das negative zuerst:
Bei der Übersetzung japanisch>englisch haben sich offensichtlich ein paar Fehler eingeschlichen.
So werden die Schiffe der Kongo-Klasse z.B. als "Cruiser-Battleships" bezeichnet. Das könnte eine wörtliche Übersetzung des japanischen Begriffes sein, aber jemand der sich etwas mit dem Thema auskennt, hätte es halt richtig mit Schlachtkreuzer/Battlecruiser übersetzt.
Oder auch schlichte Fehler wie die Bezeichnung der USS Enterprise als "Escort Carrier" in einer Fußnote. Das fällt sogar einem Laien wie mir auf. Angeblich hat der Übersetzer nochmal Fakten gecheckt, ergänzt usw., aber er selbst scheint nicht wirklich ein Experte auf dem Gebiet der Kriegsschiffe gewesen zu sein.
Etwas mehr hat mich aber gestört, dass Tameichi Hara in seinem eigenen Buch als ausgesprochener Besserwisser rüber kommt. Nicht nur rückblickend, wo es ja einfach ist es besser zu wissen. Hara stellt sich selbst immer wieder so da, als hätte er schon damals alle Fehler von oberster Führung (z.B. Admiral Yamamoto) bis zu Kommandanten einzelner Flotten und Schiffe erkannt und ständig offen kritisiert.
Ein Beispiel: Hara fährt mit seinem Zerstörer Amatsukaze (Kagero-Klasse) Geleitschutz für den leichten Träger Ryujo während einer Ablenkungsaktion in der Schlacht von Midway. Er findet es aus seiner Sicht falsch, dass der Träger nicht alle (seiner uninformierten Meinung nach) noch verfügbaren Jäger als Patrouillen zum Schutz der kleinen Flotte gestartet hat und signalisiert seine Unzufriedenheit darüber an den Kommandanten des Trägers.
Das muss man sich mal vorstellen, ein einfacher Zerstörerkapitän (nicht mal der Kommandant des Geleitschutzes und seinen späteren legendären Ruf hatte Hara damals auch noch nicht) will dem Kapitän und dem Kommandanten der Airgroup eines Flugzeugträgers erklären, wie sie ihren Job machen sollen, und angeblich hätten sie sich dann bei ihm entschuldigt und versprochen es zukünftig besser zu machen (aber leider zu spät)... Alte Akademiekameraden hin oder her, aber ich glaube so was würde es in keiner Marine oder Armee geben.
Hätte Hara das Sagen gehabt, hätte Japan offenbar alle Schlachten und den Krieg gewonnen.
Aber das positive überwiegt bei dem Buch doch deutlich:
Zunächst mal ist es genial, über all die Schiffe, die wir z.B. aus WoWs kennen, in ihrem "natürlichen Lebensraum" zu lesen. Es wimmelt im Buch von alten Bekannten. Die angesprochene Ryujo z.B., Fubuki, Atago, Kongo und ihre Schwestern, Nagato usw. Sogar über die während des Umbaus in einen Flugzeugträger durch ein Erdbeben zerstöre Amagi wird berichtet.
Hara erklärt auch, wie die Namen für bestimmte Schiffsklassen gewählt wurden (z.B. Zerstörer 1. Klasse nach Wetterphänomenen), was es mit dem Anhängsel "Maru" auf sich hat usw.
Sehr gut hat mir auch gefallen, dass das Buch anders geschrieben ist, als die meisten Bücher dieser Art. Es werden nicht nur Fakten runter geleiert, sondern Hara versucht auch Leser anzusprechen, die in erster Linie unterhalten werden wollen. Er baut die Handlung beinahe wie in einem Roman oder Kinofilm auf. So fängt die Geschichte damit an, wie er nach Versenkung seines Kreuzers im Wasser treibend beobachtet, wie die Yamato kämpfend untergeht und damit die letzten Reste der japanischen Flotte. In der Überzeugung, dass er nicht überleben wird, zieht sein Leben nochmal an ihm vorbei und als Rückblende kommt dann seine Kindheit, die Zeit an der Akademie usw.
Ich nehme an, am Ende wird sich der Kreis schließen und wir erfahren wie die tragische letzte Feindfahrt der IJN ablief und wie Hara doch noch gerettet wurde.
Wie gesagt, unterm Strich eine klare Empfehlung nicht nur für WoWs-Spieler, sondern für alle Fans historischer Kriegsschiffe und allgemein Kriegsgeschichten.
Vorausgesetzt man kann gut genug englisch lesen.
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