@Mustis
WoWs ist sicher nicht das schwierigste Spiel, das es gibt. Aber du kannst doch wohl nicht ernsthaft behaupten, dass Spieler wie iChase, Flamu und Co. nicht wesentlich mehr aus den meisten Schiffen herausholen können, als Casuals wie du und ich.
Dass sie insgesamt mehr Ahnung haben, als min. 90% der Spieler, sieht man letztlich auch an ihren Stats, allem RNG zum Trotz.
Wobei das auch stark vom jeweiligen Schiff abhängt. Bei manchen Schiffen gehört wesentlich mehr dazu, sie gut zu spielen, als bei anderen.
Ich kann mir wie gesagt absolut vorstellen, dass die Belfast ein Schiff ist, mit dem einige wenige Spieler extrem gut zurecht kommen werden und deshlab den Eindruck von "OP" erwecken, aber die breite Masse damit auf die Nase fällt.
Ist ja schön, dass die Belfast durch die Verbrauchsgüter für alle möglichen Situationen gerüstet ist, aber gerade dadurch ist bei diesem Schiff wesentlich mehr zu beachten, als bei den meisten anderen. Also hängt es von den Spielern ab, ob sie dieses Potential abrufen können oder nicht.
Und überschätze bloß die durchschnittlichen WoWs-Spieler nicht! Ich bin sicher, man wird wesentlich seltener auf eine optimal gespielte Belfast treffen, als T6/7-BBs, die nur HE schießen und immer volle Breitseite zeigen.
Der größte Teil der Spielerschaft (und da schließe ich mich in vielen Bereichen durchaus mit ein), ist mit der jetzigen Komplexität von WoWs an ihren Grenzen oder schon überfordert.
Und deshalb bleibe ich auch bei meiner Meinung, dass die Belfast so wie sie jetzt ist, höchstwahrscheinlich sehr viel weniger als OP-Schiff die Balance versauen wird, als ein noobfreundliches, viele Fehler verzeihendes und auf verschiedene Arten erfolgreich spielbares Schiff wie z.B. die Tirpitz.
Viele werden sich jetzt die Belfast anschaffen, weil sie "OP" sein wollen. Aber sie werden damit nichts gebacken kriegen, bzw. nicht mehr als mit den anderen Kreuzern auch, und sie früher oder später enttäuscht im Hafen verstauben lassen.
Und was die Belfast als Ausblick auf einen möglichen Buff aller Kreuzer angeht:
Es wäre nicht das erste mal, dass Wargaming eine einzelne Änderung einfließen lässt, die erst später im Zusammenhang mit zukünftigen Anpassungen in anderen Bereichen Sinn ergiebt. Oder auch anders herum Anpassungen in bestimmten Bereichen mit dem Argument ablehnt, dass irgendwann in der Zukunft sowieso noch etwas anderes grundlegend geändert werden soll, so dass sie die Anpassung erübrigt. Siehe z.B. Carrier-Gameplay.