News Xbox Game Pass: Entwickler sehen Chancen und Risiken

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Abo modelle haben sich schon in vielen Bereichen durchgesetzt als alternative zur hardkopie, es wird sich ja auch manchmal von den künstlern über die monetarisierung beschwert bei musik zum beispiel. Aber für den kunden bleibt es Durchaus interessant. Und die plattformen verdienen damit gut. Halt die frage ob man das als einziges publishing tool nutzt. Denke die hardkopies bringen auch weiterhin viel geld ein. Und sind ja auch werbefläche.
 

pukem0n

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aus Kundensicht ist Game Pass natürlich überragend und hat keinerlei Nachteile, und wer eine Xbox hat und kein Game Pass abo, dem kann man nicht mehr helfen. Selbst am PC könnte es sich lohnen, wenn die Bibliothek weiter aufgebaut wird.
Aus Entwicklersicht ist klar, wer durch den reinen Verkauf mehr Geld verdient, als das Geld, dass Microsoft rausrückt damit man das Spiel auf Game Pass rausbringt. Direkt auf Game Pass erscheinen werden damit auch in Zukunft nur Indietitel.
Großartig ist natürlich wenn AAA-Spiele wie Shadow of the Tomb Raider, Just Cause 4 oder Metro Exodus nach 3-4 Monaten bereits auf Game Pass erscheinen.
 

Miuwa

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die darauf Hinweisen, dass Entwickler keinen Zugriff auf Statistiken erhalten.
Das finde ich ziemlich unverschämt.

aus Kundensicht ist Game Pass natürlich überragend und hat keinerlei Nachteile,
Was? Wieso habe ich keinerlei Nachteile, wenn ich Spiele nur so lange spielen kann, wie ich bereit bin die Monatliche Gebühr zu zahlen und der Anbieter das spiel im Angebot hält? Soll nicht heißen, dass es sich nicht rentieren kann, aber es ist ein Tradeoff und kommt sehr wohl mit nachteilen im Vergleich zum klassischen Model.

Oder meinst du der Game-Pass als Ergänzung zum (und nicht statt dem) regulären Verkauf?
 

frank00000

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Termy

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Es kommt wohl stark darauf an, was für ein Spielertyp man ist - wenn man eher ständig wechselnde, leichte Kost bevorzugt, dann ist so n Abo sicher super. Wer länger an einzelnen Titeln hängt fährt wohl klassisch besser.
Und an diesen Zielgruppen würde ich mich als Entwickler dann auch ausrichten.
Wer kleine "zwischendurch-Spiele" (ist jetzt nicht negativ gemeint!) macht, der hat im Abo wohl die größere Aufmerksamkeit.
Sperrige Spiele wie z.b. grade von Paradox haben aber eh ihre Fangemeinde und finde nauch im Steam-Dschungel genug Absatz...
 

Kangasplat

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Das fairste Modell wäre meiner Meinung nach, das Konsumverhalten der einzelnen Kunden zu berücksichtigen: Jeder Kunde zahlt ja einen bestimmten Beitrag (durch Rabatt-Aktionen durchaus variabel) pro Monat um den Dienst zu nutzen. Von diesem Beitrag gehen fix Prozente an den Abo-Betreiber. Von diesem Geld kann der Abo-Betreiber die Plattform bereitstellen. Der Rest des Geldes sollte an die Entwickler/Publisher/Rechteinhaber der Titel gehen, die der Kunde konsumiert.

Beispiel: Ich zahle 10€ pro Monat an einen fiktiven Spiele-Abo-Service. Davon gehen 3€ an den Plattform-Betreiber. Ich spiele in diesem Monat über das Abo Fifa, Assassins Creed und Fallout. Meine 7€ werden also zwischen EA, Ubisoft und Bethesda aufgeteilt.

Man könnte jetzt noch nach Spielzeit oder anderen Kriterien weiter ins Detail gehen, aber das wäre das Grundprinzip meiner Idee. Vor allem Musikstreaming könnte von diesem Modell profitieren, um Nischenbands mehr Chancen gegen die großen Labels zu bringen. Was haltet ihr davon?
 

Fyrex

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@Kangasplat

Das wäre der Tot für kurze, tolle Spieleerfahrungen. Wenn die Entwickler Geld bekommen, je länger ich ihr Spiel nutze, wird das Spiel entsprechend auf einen ewigen Grind ausgelegt. Solche Perlen wie Journey oder Inside hätten bei so einem Modell keine Chance.
 

Arones

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aus Kundensicht ist Game Pass natürlich überragend und hat keinerlei Nachteile, und wer eine Xbox hat und kein Game Pass abo, dem kann man nicht mehr helfen. Selbst am PC könnte es sich lohnen, wenn die Bibliothek weiter aufgebaut wird.
...
Und wenn man die Spiele jederzeit auch nach Jahren noch spielen will, muss man seine Seele an Microsoft verkaufen und ist ans Abo gebunden.

Ich finde das Angebot auch sonst nicht so überragend, vor allem da nicht einmal die DLCs enthalten sind und die Haupttitel doch auch nach ca. 1 Jahr schon für die Hälfte im Sale zu haben sind.
 

M@rsupil@mi

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wenn man die Spiele jederzeit auch nach Jahren noch spielen will, muss man seine Seele an Microsoft verkaufen und ist ans Abo gebunden.
Auch das hilft nicht, weil Spiel nicht dauerhaft enthalten sind. I.d.R. wird ein Spiel nach 3-6 Monaten wieder entfernt. Lediglich für MS Games gilt das in der Form nicht (zumundest aktuell, aber kann sich jederzeit ändern).

Je nach Use-Case kann es halt eine feine Sache bzw. eine gute Ergänzung sein zum regulären Kauf sein. Habe jetzt ~40€ für 3 Jahre gezahlt. Das geht in Ordnung. :D
 
Zuletzt bearbeitet:

M@rsupil@mi

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Da spielen durchaus eine ganze Reihe an Faktoren rein. Steam ist eine ganze Nummer größer (mehr Spiele, mehr Entwickler, mehr unterschiedliche Interessen, etc.), der PC ist eine offene Plattform und dann ist es ja auch so eine Frage, ob das wirtschaftlich so erfolgreich ist. Wie bezahlt man die Entwickler? Pauschal, wie es jetzt MS macht, oder nach gespielten Stunden (Spotify und CO)? Gerade in Anbetracht wie MS aktuell den GP für 1€ verschenkt geht es da erst einmal um Wachstum und Gewinn wird man eher kaum einfahren / im Blick haben. Steam ist dagegen eine Marktmacht und konzentriert sich möglicherweise erst einmal mehr um die Gewinnmaximierung.
 

Trimipramin

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Spiele sind (überspitzt formuliert) auch dank der Steam Sales schon zu einer blanken Nummer in der Spielebibliothek verkommen. Wie soll das dann erst mit einem Abo werden? Nein danke, nichts für mich. Entwickler bekommen den vollen Preis, wenn das Spiel mir das wert ist (was durchaus oft der Fall ist). Und wenn nicht, dann eben in einem Sale. Aber keinesfalls weniger. Und ich glaube nicht, dass man als Entwickler mit einem Abo wirklich besser fährt.

Als Alternative gerne, aber bitte nicht als alleinige Form.
 

FranzvonAssisi

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Weil unbezahlbar?


Ich habe mir den Gamepass auch gekauft und bin zufrieden. Ich spiele gerne ein Spiel für ein paar Wochen, dann reichts mir meistens aber auch.

Ark und Surviving Mars sind kostenlos beim Gamepass, bei einem Euro, den ich für einen Monat gezahlt habe, kann ich mich da nicht beschweren ;)

Lg
 

Payne19

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Total dumm aus Entwickler Sicht.

Ich mach als AAA Titel Entwickler weit mehr Umsatz/Gewinn wenn ich meine Titel zum Vollpreis verkaufe anstatt pro Person in irgendeiner Flatrate pro Monat 1-2 € zu von Microsoft oder sonst wem zu bekommen.

Vorallem EA und die anderen Großen Publischer schießen sich damit ins eigene Bein.

Ist aus meiner Sicht nur für die kleinen Entwickler von Vorteil.. oder Spiele von den großen nach etwa 6 Monaten zum veröffentlichungstag.


Allein z.b. Fifa.. 10.000.000 mal für 60 € verkaufen bringt 600.000.000 €

Jetzt lass es mal 100.000.000 Nutzer einer solchen Flat sein... die 15 € im Monat bezahlen... diese werden dann auf alle Entwickler die es gibt aufgeteilt... ja GG... bleibt also nur ein Kleiner Cent Betrag übrig was ich als Entwickler pro abgeschlossenem Abo erhalte...

Lass es 1 € sein für die großen.. macht 100.000.000 x 12 = 1.200.000.000 € im Jahr. Das mach ich als EA mit nur 2 Spielen im Jahr.. und EA bringt weit mehr als 2 Spiele in einem Jahr raus...

Und mit den 100.000.000 Abos bin ich schon sehr sehr großzügig... es werden niemals so viele sein.
 
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In meinem Bekanntenkreis hat wirklich niemand Interesse daran seine monatlichen Fixkosten durch unnötige bzw. vermeindbare "Ratenzahlungen/Abos" zu steigern.
Allerdings besteht deelr auch aus 25-45 Jährigen.
Mag natürlich sein das die jüngeren Jahrgänge sich an derartige Bezahlmodelle mittlerweile gewöhnt haben, bzw. einfach ein (zumindest für mich) "kurzsichtigeres",leichtfertigeres Kaufverhalten imprägniert haben.
Der Umsatz von Mikrotansaktionen heutzutage lässt mich zumindest dies befürchten.
 

M@rsupil@mi

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@Traumwandler 75 Und in deinem Bekanntenkreis hat keiner ein Smartphone, keiner Netflix / Amazon Prime, keiner Spotify / etc.? Gerade im Vergleich zu Microtransaktionen bekommt man bei den Abos zumindest durchaus einen brauchbaren Gegenwert. Es muss einem ja nicht gefallen, aber für 10€ im Monat bekommt man doch durchaus einiges an Inhalten.

Du hast aber mitbekommen, dass EA (oder auch UbiSoft) da auch schon eingestiegen sind und selber Abos anbieten? Man scheint sich als großer Publisher also durchaus was davon zu versprechen. Insbesondere da ja inzwischen mehr Geld mit den anschließenden Mikrotransaktionen gemacht wird, als mit den eigentlichen Spielen.
 

AvenDexx

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aus Kundensicht ist Game Pass natürlich überragend und hat keinerlei Nachteile, und wer eine Xbox hat und kein Game Pass abo, dem kann man nicht mehr helfen[...]
Das ist mal wieder so undifferenziert und einseitig betrachtet...

Ich habe den Pass für 1,- Euro mitgenommen um mal zu schauen, ob es sich für mich lohnen könnte. Es sind zwar einige Spiele in der Bibliothek, die mich latent ansprechen, aber seitdem es das 1,- Euro-Angebot gibt, habe ich höchstens mal ein Spiel angetestet. Die großen Spiele, die mich interessieren, lege ich mir meiste direkt als Disk-Version zu und da kommt es dann gar nicht erst dazu, dass ich sie über den Game Pass spiele. Für mich lohnt sich der Game Pass letztlich also nicht so wirklich. Da sind so Sprüche wie "wer eine Xbox, aber kein Game Pass hat, dem ist nicht mehr zu helfen" zu kurz gedacht.

Der Pass soll also keine Nachteile habe? Ich sehe da ad hoc direkt mindestens zwei Nachteile. Erstens bleiben die Titel nicht ewig im Pass, sondern verschwinden mit der Zeit immer wieder und zweitens besitzt man die Spiele nicht einmal. Sie sind so noch weniger Wert, als digital erworbene Spiele. Das mag vielleicht nicht jeden stören, aber diejenigen, die das nervt, haben eben doch gewisse Nachteile durch den Service. Da von "keinerlei Nachteile" zu sprechen, ist hier also ebenfalls schlicht zu kurz, einseitig und undifferenziert gedacht.

Ich sage nicht, dass die Idee, bzw. der Pass selbst prinzipiell schlecht sind. Sicherlich gibt es Spieler, die Vorteile daraus ziehen, ich finde eben nur diese undifferenzierte Sichtweise absolut daneben.
 

DoS007

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@M@rsupil@mi
Klar hat jeder Telefon usw. aber keiner hat ne flat für games,und das ist halt auch der genau der Punkt,es dürfen halt nicht zuviele bzw. hohe monatl. Fixkosten aufkommen.
Abo hier Abo da,und Ende fehlt dann was,bzw.man gibt regelmäßig Geld für Dinge aus die man vorher auch nicht gebraucht hat
 
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