Core i7-8700 und i5-8600K im Test: Alle Coffee-Lake-CPUs, „Auto OC“ und DDR4-4000 analysiert 2/6

Volker Rißka 239 Kommentare

Spiele-Benchmarks in 720p, 1.080p und 2.160p

Die Spiele-Benchmarks setzen auf den zuletzt bereits für den ersten Test der Coffee-Lake-Prozessoren, aber auch den Test des Intel Core i9-7980XE & 7960X, Intel Core i9-7900X und i7-7800X (Test) sowie AMD Ryzen 3 (Test) und Threadripper 1950X und 1920X gesetzten Parcours. Als Mainboard für Threadripper kam das Asus ROG X399 Zenith Extreme (BIOS: 0503) zum Einsatz, Skylake-X wurde auf dem X299-E Gaming von Asus platziert, die neuen Coffee Lake auf dem Gigabyte Aorus Z370 Ultra Gaming respektive Asus Maximus X Hero. Als Grafikkarte war die Asus GeForce GTX 1080 Ti Strix OC (Test) verbaut. Sämtliche Komponenten liefen mit den offiziell vorgesehenen Frequenzen und Einstellungen. Die Erläuterung zu den Einstellungen UMA und NUMA ist ebenfalls dem letzten Test zu Threadripper zu entnehmen.

Acht Spiele, drei Auflösungen und jeweils zwei Messwerte pro Prozessor

Als Spiele wurden Battlefield 1 im Multiplayer-Modus, Dawn of War III, F1 2016, Ghost Recon: Wildlands, Prey, Project Cars, Rise of the Tomb Raider sowie Total War: Warhammer genutzt. Alle wurden auf einem mit allen Updates versehenen Windows 10 ausgeführt.

Sämtliche Prozessoren und Speicher wurden in den Auflösungen 1.280 × 720, 1.920 × 1.080 sowie 3.840 × 2.160 bei maximaler Detailstufe unter DirectX 11 getestet. Damit wurden drei verschiedene Lastszenarien (CPU-lastig, ausgeglichen, GPU-lastig) sowie realitätsferne und realitätsnahe Einstellungen getestet. Die Ergebnisse werden als Durchschnitts-FPS sowie als in FPS umgerechnete 99,0th Percentile Frametimes angegeben.

FPS in der Analyse

Spiele waren ohnehin immer das Steckenpferd der Intel-Prozessoren der Mittelklasse, Kaby Lake behielt in Form des Core i7-7700K auch nach dessen Start im März die Oberhand – Ausnahmen wie Forza 7 bestätigen die Regel. Coffee Lake spielt mit mehr Kernen und mehr Takt jetzt wenig überraschend wieder ganz vorne mit und übernimmt im Falle des Flaggschiffs Core i7-8700K sogar die Spitze. Insgesamt gesehen bieten alle Sechskern-CPUs von Intel, egal, ob mit Hyper-Threading oder nicht, eine durchweg gute Leistung.

Die Core i5 profitieren hier und da sogar noch ein wenig mehr, da immer noch nicht alle Spiele mit Hyper-Threading wirklich etwas anfangen können. Am Ende holt der Core i5-8600K so fast den Gleichstand mit dem Core i7-8700K. Der normale Core i7-8700 folgt im Fahrwasser, denn nur 100 MHz Unterschied bei Taktraten jenseits der 4 GHz haben quasi keine Auswirkungen auf die Leistung.

Die neuen Core i3 sind die alten Core i5 – was in Anwendungen stimmt, zeigt sich auch in Spielen. Der Core i3-8350K macht das Gleiche wie der bisherige Core i5-7600K, der neue Core i3-8100 liegt auf dem Leistungsniveau des Core i5-7500.

Frametimes in der Analyse

Die Abstände bei den Frametimes fallen fast identisch zu den durchschnittlichen Bildern pro Sekunde aus. Der Core i7-8700K ist der neue Chef, der 180 Euro teure Core i5-8400 schlägt selbst AMDs 420 Euro teuren Ryzen 7 1800X in dieser als auch der vorangegangenen Disziplin. Dem alten Core i5 mit nur vier Kernen war das in aktuellen Spielen hingegen nicht mehr vergönnt. Zwei Kerne mehr zahlen sich hier aus.

Die Spiele im Detail

Der Blick in die einzelnen Spiele offenbarte zuletzt eigentlich immer irgendwo eine Schwäche einer CPU, doch beim Core i7-8700K ist sie kaum zu finden. Lediglich im GPU-Limit der Grafikkarte verwischt das Bild etwas, und die CPU ist auch mal weiter hinten zu finden. Ansonsten steht der Prozessor an der Spitze.

Diesem Umstand geschuldet wird der Intel Core i7-8700K auch die neue CPU des aktualisierten Testsystems für Grafikkarten. Gepaart mit noch schnellerem Speicher führt an diesem Prozessor aktuell kein Weg für den Gamer vorbei.

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