Leserartikel Alt gegen neu: Enermax Modu 82+ vs. be quiet! Pure Power 10

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#1
High End von gestern gegen Premium Mainstream von heute – Enermax Modu 82+ gegen be quiet! Pure Power 10: lohnt ein Tausch?

Ein Testexemplar des be quiet! Pure Power 10, 600W wurde für diesen Test freundlicherweise von Mindfactory.de bereitgestellt.

Viele User hier und anderswo rüsten gern ihren PC aber so gut wie niemals ihr Netzteil auf.
Bestenfalls wurde irgendwann mal ein Premium Netzteil mit ausreichender Leistung gekauft und diesem für lange Zeit keine Aufmerksamkeit geschenkt.

Im Bereich der Netzteile hat sich im Verlauf dieses Jahrzehnts allerdings viel getan und der Markt bietet mittlerweile deutlich hochwertigere Netzteile mit deutlich höherer Effizienz zum kleinen Preis.

Daher stellt sich die Frage:
Lohnt ein Umstieg zu einem moderneren Netzteil auch, wenn man sich dabei um eine oder gar zwei Preisklassen nach unten orientiert?

Dieses kleine Review vergleicht das Enermax Modu 82+ 625W mit einem brandneuen be quiet! Pure Power 10 600W.

Alle Messungen wurden mit einem Conrad EKM265 Messgerät durchgeführt und sind daher natürlich nicht mit den professionellen Messungen an einer Chroma-Teststation vergleichbar, wie sie Computerbase durchführt.

Als Testsystem kam ein aus der „Epoche“ des Modu82+ stammendes und hungriges X58 System, das jüngst auf einen Westmere Xeon@6x3,2Ghz und 12GB RAM aufgerüstet wurde, zwei SSDs, eine 3,5“ HDD, insgesamt 8 Lüfter und eine Nvidia GeForce GTX580 setzt, zum Einsatz.

Weitere Messungen mit einem deutlich moderneren X99 System, das mit einem noch viel älteren No-Name Netzteil ausgestattet ist sind für nächstes Wochenende geplant.

Wie sich Alterung bei Netzteilen auswirkt, kann in diesem Computerbase Test nachgelesen werden.

Zum Test des Enermax Modu 82+ auf https://technic3d.com

Ausführlicher Test zum be quiet! Pure Power 10 auf Computerbase

Das Pure Power 10 (600W) in Bildern:

IMG_7011.jpg
Verpackung

IMG_7015.JPG
Box nach dem Öffnen (Achtung! Ü-Ei Effekt :D)

IMG_7017.jpg
Netzteil und Handbuch in ihrem natürlichen Freiland-Biotop

IMG_7024.JPG
Ein flüchtiger Blick auf die -den Metallgittern nach zu urteilen- kriminelle und zum Glück sicher weg gesperrte Elektronik

IMG_7031.jpg
Gesamter Packungsinhalt und Schneeglöckchen

IMG_7034.JPG
verbesserungswürdige Sleeve Qualität und schlechte Rasenqualität

(Weiß jemand, warum das Computerbase Forum die Ausrichtung von Fotos scheinbar willkürlich auswürfelt? :lol:)

Verpackung und Lieferumfang:
Das be quiet! Pure Power 10 kommt (von Mindfactory gut gepolstert und gewissenhaft verschlossen) in einer einfachen aber ordentlich verarbeiteten und zweckmäßigen in Folie gehüllten bedruckten Pappschachtel daher, die sich leicht öffnen lässt aber ggf. etwas dazu neigt, beim Öffnen an den Kanten zu reißen.

Im Karton finden sich alle nötigen Kabel, das in Luftpolsterfolie gehüllte Netzteil sowie einige Kabelbinder und Schrauben zur Montage in Gehäusen. Auf aufwändige Kabeltaschen und sonstiges Zubehör der Oberklasse wird dabei verzichtet, ohne dass der User irgendetwas davon ernstlich zu vermissen braucht.

Erste Eindrücke:
Das Netzteil und die beigelegten Kabel machen einen soliden und vertrauenswürdigen Eindruck und selbst im Vergleich zum in die Jahre gekommenen Enermax Netzteil mit seinen aufgrund der niedrigeren Effizienz nötigen großen Kühlkörper fällt auf, dass das be quiet! Netzteil sogar noch einen Hauch schwerer ist. An Material wurde also offensichtlich nicht gespart.

Die Stecker der Kabel und des Netzteils sind sauber verarbeitet und lassen sich ohne Mühe und Sichtkontakt einstecken, ohne zu verkanten.

Die Kabel selbst sind unauffällig, flexibel und fügen sich gut in jedes Gehäuse ein.

Die Kabellängen sind dabei interessanterweise bis auf den Millimeter identisch zu denen des Enermax. Das ist ein Fortschritt! In früheren Zeiten wurden preiswertere Netzteile oft mit bedenklich kurzen Kabel verkrüppelt.
Leider bedeutet exakte Länge für mich das gleiche Problem wie beim Enermax: der CPU 8-Pin Stecker ist wenige Zentimeter zu kurz, um in meinem Big-Tower hinter dem Mainboard-Tray verlegt zu werden.

Abzüge in der B-Note bekommt hierbei allerdings das Sleeve-Material am ATX Strang! Dieses hätte durchaus etwas dichter und fester ausfallen können. Das ist kein technisches Problem aber es ist zu hoffen, dass zukünftige Revisionen des Netzteils hier etwas nachlegen.

Lautstärke:

Da mein Antec 1200 Gehäuse mit seinem 200mm Frontlüfter beileibe kein Silent System bildet, lässt sich die Veränderung nur schwer objektiv feststellen.

Eine Verbesserung zum Enermax ist allerdings problemlos erkennbar! Dieses wurde über einen separaten Lüfter-Header vom Mainboard (Asus p6t-Deluxe) geregelt, das dazu neigt, alle möglichen Lüfter zu schnell anzusteuern.
Das be quiet! regelt seinen Lüfter bekanntlich selbst und tut dies auch sehr effizient.
Was fiel auf?
a: der Lüfter des Enermax lief nicht mehr "ganz rund" - es war ein permanentes unangenehmes Schwingen im ~1hz (Amplitude, nicht Tonfrequenz!) Bereich wahrzunehmen. Einer der Gründe, warum der Austausch eines alten Netzteils lohnen kann.

b: absolut erstaunt war ich von den Lüfterdrehzahlen, die das be quiet! offensichtlich anlegt! Sowohl im Idle als auch unter Spielelast war der Luftzug aus dem Lüftergitter am Heck kaum spürbar (und deutlich kühler als beim Enermax). Auf dem Desktop ist das Pure Power 10 nicht weit von einem semipassiven Netzteil entfernt, da ein Luftzug nur mit feuchter Fingerkuppe überhaupt deutlich wahrnehmbar ist. Gut gemacht!

c: das System war subjektiv nach dem Netzteiltausch ein wenig leiser (die Basis wird durch die Gehäuselüfter limitiert) aber deutlich angenehmer. Es scheint, dass der Lüfter des Enermax Netzteils dem stärksten Verschleiß im System ausgesetzt war.

Interessante Anmerkung - Geruch

Jeder "Nerd" kennt es - neue Hardware "stinkt". Für manche mag der Geruch so erregend sein, wie Neuwagenduft für Autoliebhaber aber er bedeutet dennoch immer eins: bedenkliche Kohlenwasserstoffe.

Auch das be quiet! Pure Power 10 ist von diesem Neuwagenduft der Computerwelt nicht verschont aber der geringe Umfang dieses Geruchs ist positiv hervorzuheben! Dieser war einerseits unaufdringlich und bereits nach wenigen Stunden Betrieb war auch bei geschlossenen Fenstern kein derartiger Geruch mehr zu vernehmen. Beruhigend!

Nach all dem Vorgeplänkel zu harten, kalten Zahlen - das, was die Leser sicher am meisten interessiert! ;)

Messmethodik: zur Feststellung der "Verbrauchswerte" wurden festgelegte und für beide Netzteile identische Szenarien ausgewählt und in diesen jeweils mindestens 10 Einzelwerte über einen Verlauf von mehreren Minuten genommen. Im Folgenden werden minimale, maximale sowie Durchschnittswerte genannt sowie auffällige Muster und Ausreißer erwähnt.
Es ist zu beachten, dass die Werte aufgrund der einfachen Messausrüstung nicht wattgenau sind aber dennoch sehr gut die Tendenz angeben.
Beide Netzteile wurden in identischen Konfigurationen gemessen.

Messwerte folgen im nächsten Post

(der Übersichtlichkeit halber)
Ergänzung ()

Szenario 1

Idle Desktop:

Modu 82+
min - 142W
max - 156W
avg - 148W

Pure Power 10
min - 129W
max - 141W
avg - 132W

durchschnittliche Ersparnis 16W

Szenario 2


Browsing - Facebook + 6 weitere Tabs, Firefox

Modu 82+
min - 155W
max - 210W
avg - 160W
Anmerkung: Maximalwert einzelner Ausreißer bei Autostart eines HTML5 Videos

Pure Power 10
min - 141W
max - 164W
avg - 151W

durchschnittliche Ersparnis 9W

Szenario 3

Youtube Video "kleines Bild"

Modu 82+
min - 150W
max - 157W
avg - 152W


Pure Power 10
min - 142W
max - 145W
avg - 143W

durchschnittliche Ersparnis 9W

Szenario 4

Youtube Vollbild

Modu 82+
min - 170W
max - 222W
avg - 176W
(Anmerkung: einzelner Ausreißer nach oben)


Pure Power 10
min - 146W
max - 198W
avg - 158W

durchschnittliche Ersparnis 18W


Szenario 5

CPU Volllast "Prime 95"

Modu 82+
min - 278W
max - 285W
avg - 280W


Pure Power 10
min - 257W
max - 258W
avg - 257W
(Anmerkung: Schwankung fällt unter Messtoleranz von 1W!)

durchschnittliche Ersparnis 23W


Szenario 6

GPU Volllast "Furmark" (auf der GTX580 noch nicht gedrosselt ;) )

Modu 82+
min - 321W
max - 341W
avg - 336W


Pure Power 10
min - 265W
max - 270W
avg - 267W

durchschnittliche Ersparnis 69W


Szenario 7

Maximalllast P95+Furmarkt

Modu 82+
min - 378W
max - 432W
avg - 409W


Pure Power 10
min - 335W
max - 391W
avg - 383W

durchschnittliche Ersparnis 26W

Szenario 8

Spielelast Hearts of Iron 4, Maxed out, 1080p, unlimited Frames, Millennium Dawn - Lategame
(was ein Titel)

Modu 82+
min - 302W
max - 398W
avg - 361W


Pure Power 10
min - 261W
max - 333W
avg - 289W

durchschnittliche Ersparnis 72W



Was bedeuten diese Werte?

Nun - wie man sieht ist die absolute Ersparnis nicht atemberaubend aber konstant vorhanden und mit sage und Schreibe 72W die komplett nutzlos im Modu82+ zusätzlich "verbrannt" werden, dadurch im realistischsten Szenario (die Clausewitz Engine von HoI4 ist dabei ein Beispiel, wie man nicht programmieren sollte) durchaus nennenswert und für Spieler übers Jahr gerechnet (genauso wie in heißen Sommermonaten) durchaus relevant.
Der Unterschied ist dabei größer als der heiß diskutierte und herbeigeredet gigantische Unterschied zwischen moderner und effizienter bläulich-grüner und böser, verschwenderischer und heißer rötlicher Hardware :evillol:

Was sich allerdings nicht in den nackten Zahlen widerspiegelt:

Die Messwerte des neuen be quiet! Pure Power 10 sind deutlich (!) gleichmäßiger als die des Modu 82+, das insbesondere unter realer Last abseits der einschlägigen Testprogramme augenscheinlich Schwierigkeiten hat, konstant zu arbeiten.
Instabilitäten sind mir dabei noch nicht aufgefallen allerdings haben mich die Messwerte selbst ein wenig beunruhigt und ich würde persönlich keine neue und wertvolle Hardware mehr mit diesem Netzteil paaren wollen.

Ich bin mir sicher, dass die Werte an professionellem Equipment bezüglich der Spannungsstabilität die gleiche Tendenz aufweisen.
Ergänzung ()

Einige Worte zum Netzteil, persönliche Einschätzung und Fazit

Bei den Inneren Werten bediene ich mich mal bei den hervorragenden Testwerten und der Expertise von Computerbase selbst. Das ist ohnehin der Goldstandard unter den Netzteiltests - und ich wollte das arme kleine be quiet! nicht unbedingt aufschrauben, da es wahrscheinlich zurück gehen muss (ich bin furchtbar spät mit dem Review dran - das tut mir auch ernsthaft Leid und das schlechte Gewissen plagt mich. Kam leider ein heftiger Hardware-Ausfall dazwischen :o).

bestückung.png
hochwertige Komponentenbestückung

inneres.jpg
Das Innere des Netzteils (in der 500W Version - 600W können abweichen)

bewertung.png
Computerbase.de Bewertung des Netzteils

Das Netzteil macht absolut alles deutlich besser als sein Vorgänger und auch ein mittlerweile 8 Jahre altes Modu 82+, das seinerzeit eines der besten Netzteile am Markt war und mich persönlich über 120€ (auf Mindfactory) kostete, was bei unserer Inflation und Eurokurs wohl 150€ in heutigem Wert entspräche, hat keine winzige Chance in irgendeiner Kategorie gegen ein Netzteil, das momentan etwa 40€ niedriger gehandelt wird!


Auch mal was Negatives:
Wo viel Licht ist, ist auch etwas Schatten.

Allem Anschein nach ist das be quiet! Pure Power 10 sehr stark auf die Montage nach ATX Standard oberhalb der CPU ausgelegt. Eine Montage wie heute üblich am Gehäuseboden funktioniert zwar problemlos aber die SATA und Molex Stecker passen dann nur nach abenteuerlichen 180° Wenden der Kabel, was die effektive Länge deutlich verringert - das Modu82+ war hier eindeutig auf Bodenmontage ausgelegt. Entwarnung kann aber gegeben werden - so sind die Kabel auch in diesem Fall noch lang genug um auch die oberen Lüfter in meinem Big Tower zu versorgen. Allerdings kann man hier be quiet! nicht vorwerfen, dass sie sich an Standards halten.
Ich weiß nicht, wie man dieses Problem eleganter lösen könnte aber momentan sieht die Kabel Situation im PC nicht gerade rosig aus :lol:
Ohne die Sache mit den Kabeln wäre es von meiner Warte aus eine zu 100% vollumfängliche Empfehlung. Es ist kein Problem aber erfordert bei Bodenmontage ein wenig Planung und Herumprobieren, um alles elegant zu lösen. Eine optionale Variante mit geänderten Kabeln wäre hier sehr gut!
Interessant ist aber, dass das ganze jetzt weniger auffällt als zuvor! Die Kabel des Modu82+ erinnern an Korallenschlangen mit bunten Adern drin, während die schwarzen Kabel des Pure Power unauffällig bleiben.

Allerdings ist für mich die Frage geklärt, ob sich ein Aufrüsten eines alten Premium/High End Netzteils auf ein topmodernes Fabrikat aus dem Hause be quiet (vermutlich auch aus anderen Häusern aber das Pure Power 10 ist außergewöhnlich gut geraten!) lohnt!

In Anbetracht der bedenklich schwankenden Leistungsaufnahme bei realen Lasten unter dem Enermax ist es für mich keine Frage der Optionalität mehr! Die Ersparnis bei der Leistungsaufnahme ist aufs Jahr gerechnet auch absolut ordentlich!
Den Punkten aus dem Computerbase Test kann ich vollständig zustimmen. Mit dem Unterschied, dass mir unter Volllast kein "hörbarer" Lüfter aufgefallen wäre. Der Netzteillüfter ist dann immer noch der leiseste in meinem Anti-Silent system :freak:
Es lohnt!

Gibt es Anregungen und Verbesserungsvorschläge zu diesem kleinen Review?
Hoffe, das Lesen macht Euch so viel Spaß, wie mir das Testen :)
Außerdem scheint es nicht zu viele dieser Art Vergleiche zu geben.

Ich kann gern noch weitere Tests durchführen. Eine Messung mit einem OC X99 System mit grausigem No-Name Netzteil wird noch folgen.

Hat Euch das kleine User-Review gefallen?

Vielen Dank nochmal an Mindfactory für das Bereitstellen des Netzteils.

Bestellen könnt Ihr bei Interesse hier
 
Zuletzt bearbeitet: (Ouch - im letzten Absatz war ich wirklich müde, grausige Tippfehler korrigiert)

chris12

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#2
schöner und vor allem informativer test.
war auch schön zum lesen, nicht so trocken. solche tets machen spass.:)
 

[F]L4SH

Commodore
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#3
Vielen Dank!

Fand, dass dieser Art Test mal interessant ist! All zu viel Bin selbst interessant vom Ergebnis. Wollte das Modu82+ eigentlich sogar noch für das nächste System verwenden. Davon sehe ich jetzt ab :D
Hätte nicht gedacht, dass die Alterung so deutlich zuschlägt. Da möchte ich mir gar nicht ausmalen, wie das so mit einem gerade-so-Bronze no Name, Tagan oder LC Power (aus der Chinaböller Ära) von vor 2010 aussieht.
 

Klimax

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#4
Man merkt, dass du dir bei dem Test Mühe gegeben hast. Viel Text, ausführliche Beschreibungen, sowas liest man gerne. :)
Auch weil das Thema an sich interessant ist. Dein Test bestätigt außerdem, welche Auswirkungen ein (weniger) effizientes Netzteil hat. Natürlich steht dir ohne eine Chroma kein wissenschaftlich-präzises Messgerät zur Verfügung, doch die Richtung lässt sich erkennen.

Was deinen Bericht noch aufwerten würde wäre neben dem zusätzlichen Test mit dem X99-System ein entsprechendes Balkendiagramm für deine Messwerte. Bildlich dargestellt lassen sich diese besser vergleichen und bringen etwas Abwechslung in den Text. Verpackung & Co würde ich dagegen nicht so ausfürhlich ablichten. Klar, die Optik ist irgendwo auch wichtig, allerdings braucht es dazu keine sechs Bilder. ;) Stattdessen doch eher die angesprochenden Diagramme, oder ein Bild des Testaufbaus.

cheers
 

[F]L4SH

Commodore
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#5
Haha - der Leitfaden zum Erstellen eines Reviews (der übrigens keine Silbe dazu enthält, dass man ein Produkt auch gut bewerten muss und sogar Objektivität fordert :D) enthält unter anderem auch einen Punkt, der die Verpackung und Packungsinhalt erwähnt. Und Spannungsstabilität (was ja einer der Hauptpunkte ist, die hier zum Vorgänger verbessert wurde). Ersteres kann ich problemlos testen. Letzteres... naja eher nicht so :lol:

Danke für das Feedback.
Das ist mein erstes ernsthaftes Review in vielen vielen Jahren und ein wenig habe ich mir schon Gedanken gemacht. Ein Netzteil ist bekanntlich denkbar schwierig zu reviewen.

Ich gebe dir mit den Diagrammen absolut recht.
Das ist sogar geplant. Beim ersten Blick in entsprechende Programme war ich jedoch ein wenig überwältigt von der eher unübersichtlichen Darstellung der Menüpunkt bei einschlägigen Websites. Wenn man das ein Mal gemacht hat, ist das sicher selbsterklärend. Da ich aber ohnehin schon Haue von Mindfactory verdiene, weil ich späääät dran bin, hab ich darauf verzichtet und arbeite das dann mit der X99 Sache ein.
Wenn jemand da einen Tipp hat, wie man diese Diagramme am sinnvollsten erstellt, bin ich ganz Ohr :)
 
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#8
Bei mir ist noch ein Modu 82+ 625w CM im Einsatz dazu ist das PP 500W CM nahezu "lächerlich" günstig.
Ich schreib mir das mal mit auf die Liste.
 
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#9
(Weiß jemand, warum das Computerbase Forum die Ausrichtung von Fotos scheinbar willkürlich auswürfelt?)
https://de.wikipedia.org/wiki/Exchangeable_Image_File_Format#Exif-Eintr.C3.A4ge

Wirst es vermutlich auf dem Kopf fotografiert haben, bzw. der Sensor es so gespeichert haben.
Bei CB wird dann vermutlich die exif nicht gelesen und schon isses aufm Kopf.
Lösung mit Gimp editieren so das es "hardcoded" um 180° gedreht wird....wenn es dann die exif nochmal drehen würde wäre es auf deinem PC aufm Kopf und bei CB richtig rum...
Ergänzung ()

Meiner Meinung nach hat der ganze Test aber einen mehr oder weniger großen Fehler, schwer zu sagen.
Also es ist schon mal gut, das die Leistung der Netzteile annährend gleich ist.

Der Fehler liegt da, dass 600W meiner Meinung nach, und der Test bestätigt es mal wieder, einfach zuviel ist.
Dadurch zeigt der Test sehr gut, ja die Effizienz ist gestiegen, aber vorallem ist die Effiziens jetzt "Flächendeckender" also über die Lastzenarien.

Wenn ich mich noch richtig erinnere hatten die meisten Netzteile früher einen großen Effiziens Abfall bei einer Auslastung unter 80%, was heute wohl um einiges besser zu sein scheint.
Sieht man am Test "Volllast".

Ich denke mit Netzteilen mit 500W bis 450W (Ich hab ja ein 480W ;) würde das Ergebnis eventuell nicht ganz so gut aussehen.
 
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#10
Wenn ich mich noch richtig erinnere hatten die meisten Netzteile früher einen großen Effiziens Abfall bei einer Auslastung unter 80%
du meinst unter 20% last, über 80% Last sind die Netzteile eigentlich schon immer eingebrochen, so hat schon 2008 das CM SIlent Pro 80 Bronze verfehlt, weil die komischen Anforderungen des 80+ Zertifikats bei 100% nicht erfüllt.

Das ganze ist heute noch absurder geworden.

Bei heutigen guten Netzteilen auch beinahe vollkommen egal, meist ist zwischen 20 bis 80% Last der Wirkungsgrad beinahe Konstant oder bei niedrigen Lasten sehr hoch und dann abfallen d

paar extreme Beispiele

eff115v.png eff230v.png eff115v.png
 
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#11
Guter Test besonders hat mir gefallen, dass du auf die Alterung des Netzteils eingehst. Viele Test beziehen sich immer auf frische Netzteile oder Hardware im Allgemeinen. Ich selbst benutze ein Enermax Modul 82+ 525W es war eines der Besten am Markt wie du auch schon selbst geschrieben hast worauf ich damals auch geachtet hatte kein schlechtes Netzteil zu kaufen. Wobei ich bei mir merke das es so langsam auf der 12 Volt Schiene kritisch wird und 12,6 Volt schon fast überschritten werden.
Ich persönliche denke die Elkos gehen wohl kaputt.

Ein anderer Punkt ist denke ich auch noch zu beachten wer noch einen AMD 955BE aus der Zeit oder ein vergleichbares Intel System besitzt wird sollte aber noch bedenken das nicht nur das Netzteil altert eine AMD 5750 Grafikkarte ist schon kaputt gegangen nach etwa 4 bis 5 Jahren. Die CPU`s von heute etwa die dreifache Rechenleistung einem 955.

Habe mir eben mal ausgerechnet bei einem Mehrverbrauch von 10 Watt 24/7 gerechnet kostet 24,52€ im Jahr bei 0,28 Euro pro Kwh (etwa durchschnitt hier in Deutschland).
 
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#12
schöner test von dir. große mühen stecken darin.

heist das, das ich mein enermax platimax mit 750w (wegen sli mal angeschaft) gegen ein aktuelles tauschen kann/soll?
 
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