News Autonomes Fahren: VW will Level 4 bis 2025 kommerzialisieren

e-Funktion schrieb:
Ob das dann konkret Nötigung ist wenn man die linke Spur blockiert oder nicht vermag ich nicht zu entscheiden da ich nicht diese Authorität besitze. Es ist zumindest dünnes Eis.
Nötigung wäre es nur wenn ich dadurch andere zu etwas zwinge, dass sie in der Situation maximal 120 fahren, dazu "zwingt" sie aber bereits die StVO.
Zumal zur Nötigung eben auch eine Drohung gehört, als eine solche wird auf der anderen Seite das dicht Auffahren gesehen.
 
Man steckt ersten unter Beachtung der STVO zurück und zweitens vor dem eigenem Ego. Hast du überhaupt einen Führerschein? Wenn es keine Beendigung des Limits gibt, wie soll der Überholvorgang dann beendet werden wenn alle die gleiche Geschwindigkeit fahren?
 
Orcon schrieb:
Wenn es keine Beendigung des Limits gibt, wie soll der Überholvorgang dann beendet werden wenn alle die gleiche Geschwindigkeit fahren?
Gar nicht, und das muss er auch nicht, denn wenn das Limit kommt, ist es auch ab dann kein Überholvorgang mehr, sondern ganz normales Fahren mit der vorgegebenen Geschwindigkeit und rechts neben einem ist eben ein Auto, also darf man auf seiner aktuellen Spur bleiben.

Wenn ich einen LKW überholen will und dafür auf die mittlere Spur fahre, beim Überholvorgang jedoch plötzlich Tempo 80 ist, dann fahre ich solange neben dem LKW, bis ich wieder schneller fahren darf.
 
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Ich denke, um das autonome und normale Fahren wirklich sicher zu machen, sollte die generelle Höchstgeschwindigkeit einfach auf 30 km/h reduziert werden. Tödliche Unfälle werden äußerst selten werden. Außerdem lässt es sich wirklich gut verkaufen und die Leute wie Traxxor wären endlich zufrieden. Keiner überholt mehr mit 130 km/h in einer 120 km/h Zone. Bei einem Überholversuch kann er endlich mit gutem Gewissen auf die Linke Spur ziehen und sich freuen. "Hah, dir habe ich es gezeigt! Du Raser!"
 
Orcon schrieb:
Wenn es keine Beendigung des Limits gibt, wie soll der Überholvorgang dann beendet werden wenn alle die gleiche Geschwindigkeit fahren?
Es gibt immer eine Beendigung des Limits.
Orcon schrieb:
Man steckt ersten unter Beachtung der STVO zurück und zweitens vor dem eigenem Ego.
In dem Link steht nichts dazu drin. Das Rechtsfahrgebot zieht nicht, wenn rechts von mir besetzt ist.

Und was hat das mit Ego zu tun?
Wenn man links von einem Auto, das gleich schnell fährt, bremst. Müssen alle hinter einem auch bremsen.
Und wenn man dann nach rechts zieht, führe man wahrscheinlich in den Sicherheitsabstand anderer rein. Folge: Erneutes bremsen der rechten Spur.
Und was gats gebracht? Nix außer potentiell eine Stauquelle.
Ganz toll.
 
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Man redet von autonomem Fahren, hat es aber noch nicht hinbekommen bspw. mal ein System zur Benachrichtigung über nahende Rettungsfahrzeuge zu entwickeln. Aber für viele Muttis und Papis wäre so ein vollautonomes Fahrzeug ein Segen. Da müsste man die 16 Jährigen Knirpse nicht mehr selbst zur Schule fahren sondern könnte sie in 2t Blech eingehüllt wohlbehütet mit "Sendebestätigung" abladen lassen.

Naja, über Autofahren darf man in Deutschland eigentlich garnicht reden. Da ist eh jeder ein vom Himmel gefallener Meister.
 
DaZpoon schrieb:
Man redet von autonomem Fahren, hat es aber noch nicht hinbekommen bspw. mal ein System zur Benachrichtigung über nahende Rettungsfahrzeuge zu entwickeln.
Das Problem ist nicht, dass man es nicht machen könnte, sondern, dass man es durchsetzt bzw. überhaupt durchsetzen möchte.
 
Taxxor schrieb:
Nötigung wäre es nur wenn ich dadurch andere zu etwas zwinge, dass sie in der Situation maximal 120 fahren, dazu "zwingt" sie aber bereits die StVO.
Zumal zur Nötigung eben auch eine Drohung gehört, als eine solche wird auf der anderen Seite das dicht Auffahren gesehen.

Hier mal eine Perspektive z.B.: https://www.bussgeldkatalog.org/autobahnen-kraftfahrstrassen/

"Die Benutzung der linken Spur ist selbst dann tabu, wenn ein Tempolimit besteht und man mit der erlaubten Höchstgeschwindigkeit fährt. Andere Kraftfahrzeuge dürfen nicht am schneller Fahren gehindert werden, auch wenn diese dabei die zugelassene Höchstgeschwindigkeit überschreiten. Das Blockieren der linken Fahrspur zum Zwecke der „Verkehrserziehung“ des Hintermannes ist verboten. Wer auf Autobahnen oder auf Kraftfahrstraßen außerhalb von Ortschaften mit mehreren Spuren in einer Richtung grundlos die linke Spur benutzt und dadurch andere Verkehrsteilnehmer behindert, begeht ein Verstoß gegen die StVO."

Ob es sich am Ende in so einem Fall um Nötigung handelt kommt sicherlich auf den Einzelfall an.
 
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Ich bezweifle dass das jemals funktionieren wird.
Es sind einfach zu viele Faktoren, zu viele Aspekte die nicht alle berücksichtigt werden können, dazu der Faktor Mensch, der immer wieder mit unerwartbarem Fehlverhalten glänzt.

Mein Auto ist mit einem guten Paket an Assistenzsystemen ausgestattet. Die funktionieren auch, aber nicht perfekt.
Was z.B. die Fahrt auf der Autobahn angeht, ist man mit dem Abstandsregeltempomaten und Spurhalteassistenten schon jetzt relativ autonom unterwegs, das funktioniert ganz anständig.
Auch auf der Landstraße läuft es ganz ok.
Aber im Stadtverkehr ist dann Ende. Fahrspuren sind nicht eindeutig, überall sind Hindernisse, Baustellen die teils sehr abnormale Verkehrsführung mit sich bringen.
Ein autonomes Fahrzeug so zu programmieren dass es für all diese Situationen das richtige Verhalten aufweist halte ich für nahezu unmöglich.
 
BoardBricker schrieb:
Ich bin mir sicher, dass man auf manchen Strecken wie z.B. schnurgeraden, breiten Landstraßen das Tempolimit auf 130 anheben könnte, wenn durch vollautonomes Fahren sichergestellt ist, dass das dann auch nicht überschritten und Sicherheitsabstände eingehalten werden.

Wie hoch ist noch gleich auf einer schnurgeraden Landstraße der Sicherheitsabstand zu einem am Straßenrand fahrenden Radfahrer/einem Fußgänger/einem Lebewesen dass gerade die Straße überquerend aus dem Gebüsch hervor kommt?
 
Nicht schlecht, das sind ambitionierte Ziele.

Ich persönlich hab ja keinen Führerschein. Brauch ich nicht, will ich auch nicht.
 
Marcel55 schrieb:
Aber im Stadtverkehr ist dann Ende. Fahrspuren sind nicht eindeutig, überall sind Hindernisse, Baustellen die teils sehr abnormale Verkehrsführung mit sich bringen.
Ich halte es für vorstellbar, dass sich in Zukunft solche Hindernisse wie Baustellen nach den autonomen Autos richten. Dass also z.B vorübergehend geltende Fahrspuren nach Richtlinien erstellt werden, die für das Erfassen von autonomen Autos dienlich sind.
 
Hayda Ministral schrieb:
gerade die Straße überquerend aus dem Gebüsch hervor kommt?

Wogegen richtet sich das Argument jetzt? Unfälle mit lebensmüden Fußgängern kann auch der beste Autofahrer nicht verhindern (wie übrigens auch Wildunfälle). Auf Landstraßen haben die auch nichts verloren. Da hilft höchstens das vielzitierte situationsangepasste Fahren, wobei die stete Bremsbereitschaft und Herabsetzen der Geschwindigkeit immer möglich ist, auch im autonomen Betrieb.

Gerade auch deshalb, was bei uns in der Region (Münsterland) ein Thema ist, braucht es flächendeckende Verbindungen zwischen Orten, die von Fußgängern und Radfahrern genutzt werden können, damit solche Situationen gar nicht erst entstehen.
Einem autonomen Auto mit allerlei Technik, was es so noch nicht aber hoffentlich bald gibt, traue ich jedoch am ehesten zu, am schnellsten zum Stehen zu kommen.
 
icetom schrieb:
Ich musste so lachen als bei der Golf Präsentation diese VW Manager Opas auf der Bühne englisch mit buzzwords um sich geworfen haben. Und dann holt man Jogi Löw als celebrity Marketing Botschafter . Marketing für ü50 oder wie? VW wirkt bei Digitalisierung und Zukunft nicht dynamisch sondern verzweifelt. Man sucht nur den langweiligen Kompromiss. Alleine optisch ist man Schnee von gestern.

Jup. Bisher ist man Milchbubis gewohnt die gerade ihr Studium geschmissen haben, um ihre Mrd. Firma zu leiten.

Welch ein Kontrastprogramm bei Deutschen Startups. Die erhöhte Lebenserwartung produziert unruhige Rentner (oh, ein Palindrom :o) die mal ihr Hobby nunmehr als Vollzeit Hobby betreiben. DAS sind die hoffnungsfrohe junge Gründer hierzulande. Durchschnittsalter bei Startup Messen? Gefühlt 72.
Ergänzung ()

MichaW schrieb:
Naja, bei dem Durchschnittsalter der Neuwagenkäufer passt es doch:
Durchschnittsalter von Neuwagenkäufern
Audi 42,5
Seat 43,9
Skoda 44,4
Ford 46
Peugeot 46,4
Opel 47,2
BMW 47,3
VW 47,6
Durchschnitt 48

Wie kommt eigentlich so eine Statistik zustande?

Leasingvertrag? Dienstwagen? Erst als Rentner kauft man sich sein eigenes Auto, vorher gibt es steuervergünstigte Dienstwagen vom Arbeitgeber?
 
Zuletzt bearbeitet:
Hayda Ministral schrieb:
Du bist unter 40 Jahre alt und hältst "Alter" für etwas das vorwiegend anderen zustößt?

Das ging uns allen mal so :-)



Korrekt. Aber sei ehrlich... auf die vielen Helferlein wie elektronische Einspritzung, Kennwertkurven, ABS und ESP willst Du trotzdem nicht verzichten. Weil sie zwar einen Preis haben, aber auch einen Mehrwert bieten.

Naja.
Es gibt einge Sachen die schon sein sollen aber eben nicht zuviel von dem Spielkrams.
Es gibt 4-5 Sachen die sein müssen aber ABS oder ESP würde nicht dazu gehören...wenn es nicht Pflicht wäre.
Wer VW schon man länger benutzt hat weiß auch das Steuergeräte viel Ärger machen können grade beim VAG KOnzern.
Hinzu kommt das andere nicht Deutsche Hersteller 5-7 Jahre Garantie geben und nicht nur Gewährleistung für 2 Jahre.....

Im übrigen hab ich die 40zier Schwelle schon ne Weile hintermir...
 
Nano-kun schrieb:
Autonomes Fahren wird sich bei uns eh nie durchsetzen, dafür müsste zuerst das tempolimit kommen.
Ich sehe da keinen direkten Zusammenhang.
Autonomes Fahren kann auch bei Geschwindigkeiten über 130 funktionieren. Für den Computer macht das keinen großen Unterschied. Eher noch kann er in Zweifel schneller reagieren als der Mensch.
Probleme verursachen meistens die, die zu langsam sind, nicht die, die zu schnell sind.
Wenn z.B. alle Fahrzeuge autonom fahren, würde das wunderbar funktionieren, wenn sich so eine Fahrzeugschlange mit Abständen von 100m mit konstanten 200km/h fortbewegt. Dann würden auch alle schnell an ihr Ziel kommen.
 
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