Sammelthread Formel 1 Talk 2016-26 (1. Beitrag beachten)

nebulein schrieb:
Ich denke man sollte bei der Safety Car Regelung noch eine Art Passus einführen, dass mindestens noch 2 oder 3 Runden gefahren werden müssen, sofern der Sprit das zulässt, was wahrscheinlich nicht so ohne weiteres möglich sein wird.

Man bräuchte eine Art Red Flag, die aber keinen Reifenwechsel gestattet. Die Red Flag bleibt wie sie ist, denn der Reifenwechsel macht da meistens Sinn (Trümmer auf der Strecke bei Unfällen die zur Red Flag üblicherweise führen).
Vielleicht auch erst möglich wenn das SC 3 oder 4 Runden draußen war, dass man dann in die Box warten fahren kann, wenn der Track bis dann nicht clear ist.
 
Finde ich gut. Orange Flag. Rennabbruch und niemand darf das Auto berühren oder verlassen
 
Salamimander schrieb:
Rennabbruch und niemand darf das Auto berühren oder verlassen
Stellt sich die Frage, ob das so auch realisierbar ist. Viele Rennen auf der arabischen Halbinsel oder auch im Sommer in Europa oder den USA finden ja weit jenseits der 30 Grad statt - sitz da mal in einem Rennanzug die ganze Zeit im stehenden Wagen, während dir die Sonne auf den Helm zwiebelt.
 
Subjekt18 schrieb:
Stellt sich die Frage, ob das so auch realisierbar ist. Viele Rennen auf der arabischen Halbinsel oder auch im Sommer in Europa oder den USA finden ja weit jenseits der 30 Grad statt - sitz da mal in einem Rennanzug die ganze Zeit im stehenden Wagen, während dir die Sonne auf den Helm zwiebelt.
Die Option Rot gibt es ja noch immer. Nur am Wochenende war es wieder geballte FIA Inkompetenz. Dort wäre es ausreichend gewesen.
 
Salamimander schrieb:
niemand darf das Auto berühren oder verlassen
Kannst du knicken. Schonmal gesehen was mit den bremsen passiert wenn die nicht gekühlt werden?
Das hast schon seinen Sinn das die Mechaniker erstmal Kühlungslüfter überall drauf setzen.
Du kannst die Autos nicht in die Box schicken und dann da 10 min mit laufendem Motor stehen lassen. Ausmachen geht auch nicht weil soweit ich weiß die Autos keinen eigenen Motorstarter haben. Deswegen doch auch die Anti-Stall-Geschichte.

Salamimander schrieb:
Dort wäre es ausreichend gewesen.

Red Flag macht in meinen Augen nur Sinn, wenn Aufräumarbeiten wirklich länger dauern. Macht ja keinen Sinn 20 oder 30 Runden SC zu fahren. Dazu muss abgewägt werden, ob die Beseitigung des Problems auch mit fahrendem Verkehr durchgeführt werden kann.
So sind halt Red Flags in Monaco oder Singapur weitaus wahrscheinlicher als auf sehr breiten Strecken wie Monza oder Frankreich.
Häufig kommt es ja zu Red Flags wenn jemand in die Bande eingeschlagen ist und diese erst getauscht/repariert werden muss. Das kann ja gut und gern mal 20 min dauern.
Aber nur wegen eines stehengebliebenen Autos auf der Strecke ne Red Flag rauszuholen halte ich für übertrieben (abseits der Stadtkurse). Im Fall Monza stand RIC ja relativ gut an einem Ausgang und auch die Stelle war jetzt nicht überkritisch. Hätten die Streckenposten nicht erst 5min versucht das Ding zu schieben wäre es auch schneller gegangen. Aber das ist halt das übliche Vorgehen. Seit Bianchi ist man eben etwas vorsichtiger mit den Kränen geworden. Und in der Regel klappt das Wegschieben ja auch zügig sodass es oft nur ein VSC braucht.
 
Die rote Flagge hätte es laut Regelwerk wohl auch nicht geben dürfen, war daher keine Option.
Wenn man definitiv unter grün zu Ende fahren will und das alle wollen (letzte Saison war das zumindest der Konsens), muss man die Regeln so anpassen, dass das eindeutig ohne Interpretationsspielraum ausformuliert ist.
Also zum Beispiel, dass man hier hätte abbrechen dürfen, um die letzten Runden im Renntempo laufen zu lassen.
 
Kühlen bzw. vllt sogar die Reifen abnehmen und Heizdecken müssten schon erlaubt sein. Genauso wie aussteigen und Zelte übers Auto etc.

Aber dann ist eben der selbe Reifen wieder zu verwenden. Dazu fixer Start hinter dem Safty Car (also quasi eine 3/4 Runde Safty Car zum Reifen aufwärmen).

Fair ist das sowieso nie, aber das Rennen wäre dann nur nicht aus, wenn ein Unfall in der letzten Runde passiert (die eine Runde fürs starten wird ja immer abgezogen.)
 
hallo7 schrieb:
Solange es die noch gibt.

Man könnte auch damit anfangen eine sehr offensichtliche Sache einzuführen: Das SC wartet am Ende der Box/Vor der nächsten Kurve auf den Führenden und sammelt den direkt ein und nicht gefühlte 2 Runden später, so wie vorgestern.
 
Aber dann bitte nicht so amateurhaft, wie beim Crash von Franz Engstler 2009 bei der WTCC in Pau.
Erstaunlich, dass das schon so lange her ist, ist mir noch sehr präsent.
 
Der-Orden-Xar schrieb:
Man könnte auch damit anfangen eine sehr offensichtliche Sache einzuführen: Das SC wartet am Ende der Box/Vor der nächsten Kurve auf den Führenden und sammelt den direkt ein und nicht gefühlte 2 Runden später, so wie vorgestern.
Schau dir dazu mal das letzte Video von MSM an. Da haben sie genau diesen Punkt auch aufgenommen.
Kurzgefasst: Das SC ist dafür das, das Feld möglichst schnell zusammenzuziehen um die nötigen Arbeiten sicher zu machen. Ganz einfaches Beispiel Spa:
Fahrer auf P1 fährt grade durch Eau Rouge als das SC raus soll. Ab jetzt sollen alle anderen wegen SC auch deutlich langsamer fahren da ja gesamte Strecke Doppelt gelb bekommt. Im normalen Rennspeed braucht ein Fahrer ja schon 1:40 bis er einmal rum ist. Unter doppelt Gelb kann das ja mal gut und gern 2:30 dauern.
Das ist dann wiederum Zeit, die alle warten müssen bis die Aufräumarbeiten beginnen dürfen.
Also wird das SC rausgeschickt sobald es nötig ist und es wird nicht abgewartet, bis der Führende gerade passend vorbei fährt.

Btw: Das Rennen in Monza wäre am Ende doch auch kaum noch spannend geworden. Ich verstehe jetzt das Drama nicht, warum man jetzt plötzlich diskutieren muss, wie man auf zwang das Rennen unter Grün fertig fahren kann. An der Reihenfolge auf dem Treppchen hätte es nichts mehr geändert wenn nicht jemand wegen DNF rausgeflogen wäre.
Es bleibt so auch ein Gamble auf Reifen wechseln oder Track position ob man während einem späten SC nochmal rein kommt oder nicht.
 
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Für die ersten 3 Positionen stimmt das wohl, weiter hinten im Feld hätte aber schon noch einiges zu holen gegeben.

Verstappen hätte so oder so gewonnen, das stimmt schon, da hätte schon nur Leclerc unter SC auf Rot wechseln dürfen, damit es spannender wird :P
 
Khaotik schrieb:
Ausmachen geht auch nicht weil soweit ich weiß die Autos keinen eigenen Motorstarter haben.

mittlerweile geht das über die Elektromotoren der MGU-K, die sind ja direkt an der Kurbelwelle.Ich weiß aber nicht ob das bei allen Teams funktioniert.
 
@fanatiXalpha 2>0 :D deswegen steht DEV vor LAT, ja
22. ist übrigens der gute alte Hülk, ebenfalls mit 0 Punkten, durch einmal 12. und einmal 17 aber hinter LAT mit einmal 12, einmal 14. und noch ein paar anderen Ergebnissen.
 
Sportlich ist das absolut nachvollziehbar und wirtschaftlich wird Dank Budget Cap und gerechterer Verteilung der Gelder die Notwendigkeit für Paydriver kleiner.
 
Nochmal zum geplatzten Deal RB-Porsche. Ich kann mir sehr gut vorstellen, dass da zwei überhebliche Parteien aufeinander trafen. Auf der einen Seite RB, aktuell sehr erfolgreich, meint nun, selber einen Motor bauen zu können und auf der anderen Seite Porsche, riesen Konzern, meint RB ihr Management überstülpen zu können und dem kleinen erfolgreichen Team diktieren zu müssen. Beides zweifelhafte Positionen. Ich glaube eine Partnerschaft wäre gut gewesen. Ich find's schade.
Was meint ihr?
 
RedBull und in Person Horner wollen sich von Porsche nicht ins Geschäft reinreden lassen. Porsche will 50% vom Team und Mitspracherecht und nicht nur der Motorenlieferant sein.
Und daran scheiterte es wohl. RedBull hat außerdem mit Honda, die den Ausstieg wohl bereuen, einen bekannten Partner in den Startlöchern.
Ob das Thema Porsche in der F1 damit ganz vom Tisch ist, scheint noch offen zu sein.
 
Jo, so ist die Lage. Ich finde es aber von beiden Seiten dumm. Porsche verpasst den Einstieg in ein Topteam und RB verpasst einen starken Motorenpartner. In meinen Augen lose-lose-situation.
 
Bei RB und Porsche sind einfach Welten aufeinandergeprallt. Auf der einen Seite RB mit schlanken Strukturen und kurzen Entscheidungswegen auf der anderen Seite ein Gigant mit knöcherneren Strukturen und langwieriger interner Entscheidungsfindung. RB wird halt beim Verhandeln gemerkt haben was das bedeutet und hat dann die Reißleine gezogen, verständlich.
Vielleicht hätte man sich bei Porsche vorerst nur auf die Rolle als reiner Lieferant Motoren konzentrieren sollen?
 
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