getexact schrieb:
Ein Mario Götze, der diese Saison alle 636 Minuten an einem Tor beteiligt war ist demnach auf Platz 6. Was hat dieses Goalimpact noch mal für eine Aussagekraft? kurz und knapp erklärt.^^
Wer ein Tor macht ist bei Goalimpact komplett irrelevant. Das System geht letztlich davon aus dass jeder der auf dem Platz ist mitverantwortlich dafür ist wenn man Tore macht oder kassiert.
Die Relevanten Größen sind also:
- wie sah die Tordifferenz vom BVB in der Zeit aus in der Götze auf dem Platz Stand (und wie ohne ihn)
- wie stark war der jeweilige Gegner
Ich vermute also dass die Tordifferenz für den BVB mit Götze bedeutend besser war als ohne ihn
kampion schrieb:
Vestergaard und Badstuber auch recht skurril - aber da der Macher aus D kommt könnte die BL etwas spezieller bewertet sein.
Das ist ein rein mathematisches Konzept das auch auf einer recht klaren Datenbasis rechnet - der einzige Unterschied für BL Spieler ist dass der Macher da die größte Datenbasis hat, das verbessert nicht den Wert aber die Genaugkeit.
Im Fall Badstuber wird aber genau das Gegenteil das Problem sein, der hat durch seine Verletzungen extrem große Lücken in der Datenbasis - da kanns also größere Schwankungen geben.
Allerdings wissen wir ja auch welches Potential Badstuber eigentlich hat - evtl findet er auch einfach nur zu alter stärke zurück und das fällt nur nicht so sehr auf da er "nur" bei Stuttgart spielt.
Außerdem ist er ein IV Typ wie Hummels und Boateng - die sind nicht nur hinten stabil sondern bringen auch sehr viel für den Spielaufbau oder für Kontersituationen, das wirkt sich natürlich gut auf den Goalimpact aus.
Unterm Strich darf man halt wie immer nicht den Fehler machen mehr aus einem statistischen Wert zu machen als er ist.
Der Goalimpact ist nicht falsch oder richtig, er ist einfach so wie er definiert ist. Müller ist auch nicht besser als Messi nur weil er grad den höheren Goalimpact hat.
Was aber schön an diesem Modell ist dass z.B. die Stärke eines Busquets oder Kroos mal in einem Wert sichtbar wird - abgesehen von ner guten Passquote gibts da sonst ja kaum passende Zahlen.
Genau da liegt die Stärke vom Goalimpact, man sieht Stärken die sonst kaum durch Statistiken belegbar sind und das auch schon sehr früh und in unterklassigen Ligen.
Kiel wurde von dem System z.B. schon vor Saisonstart als Aufstiegskandidat gehandelt obwohl die eben erst aus der 3. kamen.
Als Scouting Grundlage stelle ich mir das recht hilfreich vor - wenn ein junger zweitligastürmer 20 Tore macht sieht das jeder, aber wenn ein unbekannter 17 jähriger Mittelfeldspieler nen herausragenden Goalimpact hat lohnt es sich evtl mal näher hinzusehen.