Thorle schrieb:
@K-BV Tradition kann es aber nicht sein, sonst würden viel mehr Leute zu den Spielen von z.B. Lok Leipzig gehen. Mit Unterbrechung gibt es die seit 1966. Und mit allen Höhen und Tiefen, epische Europapokalabende etc.. Letztlich sind es im Schnitt bei denen um die 3000.
Somit wären alle zusätzlichen Zuschauer, wenn es mal wieder nach oben geht, Erfolgsfans.
Du sagst es ja! Die Traditionsvereine sind ja da, nur weit und breit keiner der erfolgreich ist. Das ist im Ruhrpott anders!
Ich hab ja oben die Umstände im Osten angesprochen, die zur jetzigen Situation geführt haben. Pauschal gesagt, ist die Wirtschaft größtenteils Westbestimmt und es wird auch dort versteuert, sodass der Osten mal wieder in die berühmte Röhre guckt. Im Fussball gibt es all die "Ostbetriebe" aber alle noch, nur dass sie wirtschaftlich in etwa so gesund sind, wie die alten Ostbetriebe im Schnitt.
RB wiederum verkörpert formal weder das eine noch das andere als ausländischer Investor, ist aber dann doch eher ein Westprodukt.
Die Fankultur sehnt sich aber nach garantierten Erfolg und gutem Fussball, was kein Ostclubs bieten kann. Also RB! Und nein, das ist kein Vorwurf!
In Leipzig ist der Zug durch RB abgefahren und die Hierarchie auf lange Zeit geklärt. Anderswo muss das aber nicht so sein. Dynamo ist z.B. ein schlafender Riese. Wenn die endlich mal vernünftig gemanagt werden und die Fans es nicht übertreiben, hat der Club gerade auf Grund seiner langen Tradition beste Chancen. Wie viele Fans davon Erfolgsfans sind, ist dann auch wurscht.
Man kann den Pott halt nicht einfach mit dem Osten vergleichen. Aber traditionelle Bindungen gibt's hier wie da. Ob der Essener nun blau oder gelb ist, oder der Riesaer es mehr mit RB oder Dynamo hält, kann schon innerfamiliär anders sein.
Hinzu kommt dann noch, dass eine Region eben nur eine bestimmte Menge an Großvereinen wirtschaftlich tragen kann. Im Pott geht mehr als jetzt auch nicht.