Die FAZ hat sich die Tage mal mit dem Ronaldo Deal beschäftigt. Hier ein paar Kernaussagen:
Den Aufstieg zum bestbezahlten Fußballer der Welt bezahlt der Superstar mit einem sportlichen Abstieg. .... Für den fünfmaligen Weltfußballer ist aber eine besondere Rolle vorgesehen, soll er doch nach dem Ende der aktiven Karriere mit 40 Jahren gut dotierter Botschafter für den Golfstaat werden. ....
Die Erwartungen des Vereins sind hoch. Sein Präsident Musalli Al Muammar befeuert sie, wenn er sagt, sein neuer Star werde in Saudi-Arabien tun, was er an früheren Stationen seiner Karriere getan habe: Titel sammeln. Bislang wurde Al Nassr neunmal saudischer Meister, gewann aber noch nie die Champions League Asiens. Das soll sich ändern. Ronaldo werde den Verein, die Liga und künftige Generationen inspirieren, Jungen wie Mädchen, jubelt Al Muammar.
Saudi-Arabien hat auch Lionel Messi als Werbeträger und Tourismus-Botschafter auf Instagram gewonnen. Das Königreich schickt sich an, in den illustren Kreis der Sport-Großmächte aufzusteigen. Das will es nicht mehr allein dem kleinen Nachbarn Qatar überlassen. Der Auftrag dazu steht in der „Vision 2030“ des ehrgeizigen Kronprinzen Muhammad bin Salman. Dieser Plan soll die Weichen für die Zeit nach dem Erdöl stellen. Mit der „Vision 2030“ will der Kronprinz das Land grundlegend verändern, mit einer wettbewerbsfähigen modernen Wirtschaft bis hin zu einem Mentalitätswandel.
Damit soll, nicht zuletzt, auch das schlechte Image Saudi-Arabiens in der Welt verbessert werden.
Bei Begriffen wie Mentalitätswandel werde ich ja erstmal ziemlich skeptisch. Klingt zu gut um wahr zu werden. Wie dem auch sei, Ronaldo ist natürlich eine ideale Gallionsfigur für solche Pläne, wenn er wenigstens noch halbwegs akzeptabel kickt bis zur Rente. Dass es bei den Scheichs nur noch mit Gigantomanie geht solange die Ölquellen sprudeln ist halt so und wird sich auf absehbare Zeit nicht ändern, zumal einer wie Infantino ungehindert den Sonnenkönig an deren Seite geben darf.
Ronaldo selbst schafft es vielleicht noch als erster Sportler zum Dollarmilliardär in ewiger Konkurrenz zu Messi. Eins wird er aber nicht mehr. Weltmeister!