AW: Fußballstammtisch 2015 (1. Beitrag beachten)
Exar_Kun schrieb:
Zur Löws Nominierungen:
Es ist doch offensichtlich, dass man diesen Mann nach der WM2014 am besten entlassen hätte. Leider wird er uns die EM2016 (und mit Pech auch die WM2018) verderben dürfen, weil man nicht sehen will, dass der Titel durch das gute Spielermaterial verursacht wurde und nicht etwa durch starke Arbeit des Trainers, sondern ganz im Gegenteil trotz seinem Wirken. Hätte sich bswp. Mustafi nicht verletzt, wären wir wohl früh aus dem Turnier ausgeschieden. Ohne Löws grobe Taktik- und Aufstellungs-Schnitzer hätten wir wahrscheinlich auch schon 2010 und/oder 2012 einen Titel mitgenommen.
Der Zeitpunkt für einen Wechsel wäre ideal, denn mit Klopp dürfte ein interessanter Nachfolger verfügbar sein.
Wenn Löw jetzt noch zwei Titel holt, sagst du das wahrscheinlich immer noch. Das beste Spielermaterial der Welt hatte Deutschland seit Ewigkeiten nicht, da stehen mindestens Brasilien und Spanien ein ganzes Stück vor uns. Irgendwas muss der Mann 2014 richtig gemacht haben oder zumindest richtiger als die Trainer der beiden genannten Nationen. Klar hat Löw 2010 und 2012 auch Fehler gemacht, aber das perfekte Turnier spielt auch der letztendliche Sieger niemals. Von dem Bild kannst du dich verabschieden. Auch Spanien hat nicht 6 Jahre die Welt dominiert, weil del Bosque der Trainer ist, der alles richtig macht. 1 Titel aus 4 Turnieren ist eine ziemlich gute Quote dafür, dass es in jedem der Turniere mehrere Favoriten gab und man Deutschland beispielsweise 2008 und 2010 noch nicht einmal zu den Top-Favoriten zählen konnte.
Aber diese Diskussion hatten wir ja bereits noch und nöcher und irgendwo ist bei dir einfach ein Starrsinnsknopf, den du nicht mehr umlegen kannst.
Seppuku schrieb:
Zwei Stürmer sind noch lange nicht vergleichbar, nur weil sie auf der gleichen Position spielen. Abseits der sportlichen Leistung spielen andere Faktoren (Marketing) auch eine Rolle. Ergo: Spieler sind Unikate.
Natürlich definiert ein Transfer nicht den zukünftigen Marktwert des Spielers. Er definiert den Marktwert zum Zeitpunkt des Transfers...
Die Definition habe dich dir doch schon geschrieben: Marktwert: augenblicklicher Wert, den eine Ware auf dem Markt hat.
Und der Marktwert von James/Bale war eben zum Zeitpunkt des Transfers der entsprechende Transferwert. Davon sieht man aber nichts. Den heutigen realen Wert wird man erst wieder bei einem erneuten Transfer erfahren.
Dann erkläre mir doch einmal, auf Grund welcher Fakten James/Bale ihre angeblich richtigen "Marktwerte" bei TM haben, wenn die einzige relevante Zahl nicht zählen darf...
Auf Grund welcher Faktenlage hat Real für Bale und James übermäßig Geld rausgeworfen? Und jetzt sag bitte nicht, weil irgendwelche pubertierenden Möchtegernexperten in einem Internetforum durch Kaffeesatzleserei "ermittelt" haben...
Warum hat Real nicht die TM Marktwerte bezahlt, wenn er doch für diesen Wert zu haben gewesen wäre?
Ein kleines Zahlenbeispiel:
Vereine A und B bieten um Spieler von Verein C, sind neben anderen Interessenten die Höchstbietenden. Verein B bietet maximal 60 Mio.€, Verein A bietet maximal 90 Mio. €, Verein C wird ab 80 Mio. € weich. Dann wechselt Spieler für 80 Mio. € den Verein, ist dem Markt in dem Moment so viel wert.
Im nächsten Moment ist er dem Markt aber nur noch 60 Mio. € wert, da Verein B als meistbietender Interessent immer noch so viel für ihn zahlen würde und Verein C als Interessent rausfällt (ist praktisch eben so, Gründe dafür muss man jetzt nicht erörtern, aber ein Spieler wie auch sein abgebender Verein werden ihre Gründe haben, wieso er nicht direkt zurückwechseln würde). Andere Interessenten, die mehr als 60 Mio. € bieten würden, gibt es auch nicht, da der Spieler durch seinen Wechsel ja keinen subjektiven Mehwert für potenzielle andere Arbeitgeber erzielt.
Folglich liegt der Marktwert direkt nach dem Wechsel bei 60 Mio. €. Zu bedenken ist dabei, dass über das zum Startzeitpunkt zweithöchste Angebot durchaus Unklarheit herrschen kann und die Höhe somit auch Spekulationen unterliegen mag.
Alles was dann folgt, ist der Versuch, Tendenzen (Steigerungen von Leistung, Werbewert, etc.) in Zahlen umzumünzen. Das ist reine Spielerei anhand von Erfahrungswerten, also quasi Statistik. Mal kommen die Schätzungen hin, mal nicht, aber immerhin bieten sie den Usern die Möglichkeit, sich auch noch aus einem anderen Blickwinkel mit ihrem oder anderen Vereinen auseinanderzusetzen.