Empfehlung für Ligen mit Heimvorteil (zum Beispiel 1. Bundesliga)
Bei klassischen Fußballligen wie der Bundesliga hat die Heimmannschaft statistisch einen deutlichen Vorteil. Etwa 50% aller Spiele enden mit einem Heimsieg, hingegen nur 25% mit einem Auswärtssieg und die restlichen 25% mit einem Unentschieden (vereinfachte Näherungswerte).
Der Heimvorteil sollte daher in der Punkteregel Berücksichtigung finden. Unentschieden und Auswärtssiege sollten wegen des höheren Risikos stärker belohnt werden.
Andernfalls wäre es sinnvoll, fast nur Heimsiege zu tippen, womit man zumindest 50% der Tendenzen trifft. Ein solcher Heimsiegtipper ist gerade in kleinen Tipprunden schwer zu schlagen.
Um diese Strategie zu bestrafen, gibt es zwei Möglichkeiten:
Die modifizierte 9-er Regel wird für kleinere Tipprunden bis 50 Teilnehmer empfohlen.
Modifizierte 9er-Regel Tendenz Tordifferenz Ergebnis
Heimsieg 2 3 4
Unentschieden 4 - 6
Auswärtssieg 4 5 6
In der modifizierten 9-er Regel werden die Unentschieden und Auswärtssiege höher belohnt. Hierbei gewinnt nur der Tipper, der genug Unentschieden und Auswärtssiege trifft. Bei dieser Regel kann man sich nicht mehr nur auf die Heimsiege verlassen, da es für diese zu wenig Punkte gibt.
Für Tipprunden ab 20 Tipper wird eine Quotenregel empfohlen.
Hierbei wird die Quote aus den Tipps innerhalb der Tipprunde berechnet. Da es bei kleineren Tipprunden nicht genügend Tipps gibt, kann es hier zu ungerechten Verzerrungen kommen.
Die Quotenregel wird auch nur dann empfohlen, wenn alle Tipper mit dem nötigen Ernst bei der Sache sind. Für eine Hobbyrunde, in der nur aus Spaß getippt werden soll, kann die Quotenregel den Spaß verderben. Da die Quote mit jeder Tippabgabe dynamisch neu berechnet wird, müsste man im Idealfall kurz vor Tippabagbeschluss nochmal seine Tipps überprüfen und ggf. an die neue Quote anpassen. Dazu haben viele Gelegenheitstipper keine Lust.