8/26 Windows 8 im Test : Alle Neuerungen im Überblick

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Internet Explorer 10

Der Internet Explorer 10 findet sich in Windows 8 gleich in zweifacher Ausführung wieder. Einmal als Windows-8-App für Modern UI und zusätzlich als normale Desktop-Anwendung. Der Internet Explorer 10 wird lediglich Windows 8, Windows 7 sowie die beiden Server-Betriebssysteme Windows Server 2012 und Windows Server 2008 R2 unterstützen. Ältere Betriebssysteme werden offiziell nicht unterstützt. Beide Versionen greifen auf denselben technischen Unterbau zurück und teilen sich so auch die Benutzerdaten wie beispielsweise die gespeicherten Favoriten.

Während sich die Desktop-Version des Internet Explorers 10 grafisch kaum vom Vorgänger unterscheidet, setzt der Internet Explorer 10 in der Windows-8-App in Modern UI auf ein komplett eigenes, neues Bedienkonzept. Besonders erwähnenswert ist dabei, dass die aufgerufene Internetseite immer im Vollbildmodus – wie bei allen Anwendungen unter Modern UI – dargestellt wird und komplett auf die Anzeige von Bedienelementen verzichtet wird. Um diese einzublenden und beispielsweise einen neuen Tab zu öffnen oder eine Internetadresse einzugeben, kann man wahlweise den Rechtsklick oder Win+Z nutzen oder auf einem Touchscreen vom oberen oder unteren Rand in die Mitte des Bildschirms wischen. Am oberen Bildschirmrand werden dann die geöffneten Tabs eingeblendet und der Benutzer kann weitere Tabs öffnen oder vorhandene schließen. Die Tabs lassen sich dabei nicht wie von aktuellen Browsern gewohnt beliebig anordnen, sondern verharren immer in der Reihenfolge, in der sie geöffnet wurden. Am unteren Rand wird hingegen das Adressfeld mit weiteren Optionen eingeblendet. Über den Werkzeugschlüssel lassen sich in Modern UI geöffnete Webseiten bei Bedarf auch in der Desktop-Version des Internet Explorers 10 öffnen.

Windows 8: Internet Explorer 10

Auch beim Internet Explorer 10 fällt schnell auf, dass er für die Touch-Bedienung optimiert wurde. So werden Favoriten und häufig genutzte Seiten als große Kacheln eingeblendet, wenn man auf die Adresszeile klickt. Vor und zurück kann man wahlweise über die Pfeile in der unteren Bedienleiste springen oder über Schaltflächen am rechten und linken Rand des Bildschirms, die nur bei der Berührung eingeblendet werden.

Mit Version 10 des Internet Explorers wurde vor allem die Unterstützung für HTML5, JavaScript und CSS erheblich verbessert. Parallel dazu wurde auch die Sicherheit des Browsers erhöht. So unterstützt der Internet Explorer 10 die HTML5-Sandbox, mit der iFrames isoliert werden können. Darin enthaltener Schadcode soll so nicht auf andere Komponenten übergreifen können. Zu den neuen Features gehören darüber hinaus unter anderem die Unterstützung von CSS3 Positioned Floats, CSS3-Farbverläufen bei Hintergrundbildern, CSS3 Flexible Box Layout, „Drag and Drop“ via HTML5, Media Query Listeners und HTML5-Formularen. Generell sollen HTML5-Anwendungen nun deutlich schneller und flüssiger laufen. Außerdem kann der Internet Explorer besser mit 3D-Inhalten umgehen und bietet eine neue Rechtschreibprüfung.

Auch an der Geschwindigkeit und den Ladezeiten von Webseiten sollen Verbesserungen vorgenommen worden sein. Anders als etwa Apple, die das Plugin für Adobe Flash nicht mehr selbst in den Browser integrieren, hat Microsoft eng mit Adobe zusammengearbeitet, um Flash direkt in den Browser einzubinden. Dabei wird jedoch zwischen den beiden Browser-Anwendungen innerhalb von Windows 8 unterschieden. Während die Desktop-Variante Flash-Inhalte auf allen Webseiten anzeigt, werden in der Windows-8-App unter Modern UI lediglich Inhalte mit Compatibility View (CV) angezeigt. Diese müssen beispielsweise auf eine Touch-Bedienung ausgelegt sein und dürfen keine Roll-over-Effekte nutzen.

Außerdem sendet der Internet Explorer 10 nun immer das „Do Not Track“-Signal an die Server der aufgerufenen Internetseiten. Sofern die Internetseite dies unterstützt, werden weniger Informationen des Benutzers gespeichert. In gewisser Hinsicht ist allerdings problematisch, dass Microsoft dies standardmäßig aktiviert, da die meisten Internetseiten diese Funktion deshalb nicht anbieten werden, da sonst weit mehr Benutzer als üblich keine Informationen mehr preisgeben, die beispielsweise für zielgruppengerechte Inhalte relevant sind.

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