THQ Nordic: Metro Exodus kommt später, Umsatzrekord mit Deep Silver

Michael Günsch 37 Kommentare
THQ Nordic: Metro Exodus kommt später, Umsatzrekord mit Deep Silver
Bild: Koch Media

Das nächste Kapitel der Metro-Serie kommt nicht mehr in diesem Jahr. Eher beiläufig hat THQ Nordic die Verschiebung des postapokalyptischen Ego-Shooters Metro Exodus in das erste Quartal 2019 im Zuge des Geschäftsberichts erwähnt. Durch die Übernahme von Koch Media und Deep Silver wurde ein Rekordumsatz erzielt.

Metro Exodus soll erst 2019 erscheinen

Im Juni 2017 war Metro Exodus als „bisher umfangreichstes Metro-Abenteuer“ für das Jahr 2018 angekündigt worden. In der Pressemitteilung zum Geschäftsbericht von THQ Nordic heißt es nun, dass der Release jetzt für das erste Quartal 2019 erwartet wird. Nähere Details oder Gründe für die Verspätung werden nicht genannt.

54 Spiele hat THQ Nordic in der Pipeline
54 Spiele hat THQ Nordic in der Pipeline (Bild: THQ Nordic (PDF))

Neben Metro Exodus hat THQ Nordic zahlreiche weitere Spiele in Planung. Darunter sind unter anderem das Action-RPG Biomutant und mit Darksiders 3 eine weitere Fortsetzung einer alten Serie. Beide wurden für 2018 angekündigt. Wann das Zombie-Spiel Dead Island 2 erscheinen wird, ist weiterhin unklar. Für die Rollenspiele Bard's Tale 4 und Wasteland 3, die von Deep Silver vertrieben werden, fehlt ebenfalls noch ein Termin. An welchen AAA-Titeln die Studios Volition und Dambuster arbeiten, wurde ebenso noch nicht verraten. Insgesamt werde an 54 Projekten gearbeitet, von denen aber erst 19 angekündigt wurden.

Rekordumsatz dank Koch Media und Deep Silver

Bei den Geschäftszahlen für das erste Quartal 2018 feiert THQ Nordic Rekorde. Der Umsatz sei gegenüber dem gleichen Vorjahreszeitraum um 68 Prozent gestiegen und habe 633 Millionen Schwedische Kronen (~62 Millionen Euro) erreicht. Gegenüber dem vierten Quartal 2017 habe sich der Umsatz sogar mehr als versiebenfacht. Allerdings lag dies hauptsächlich an der Übernahme der Koch Media GmbH, deren Umsatz nun mitzählt. Koch Media außen vor gelassen, sei der Umsatz aber trotzdem um 64 Prozent auf 135 Millionen Schwedische Kronen (~13 Millionen Euro) gestiegen.

Mit Koch Media hatte THQ Nordic auch die Spieleschmiede Deep Silver erworben, die diverse etablierte Marken mitbrachte und als Publisher für Kingdom Come: Deliverance fungiert. Der jüngste Erfolg mit dem mittelalterlichen Action-Rollenspiel hat laut CEO und Mitgründer Lars Wingefors „zum guten Start“ beigetragen. Koch Media vertreibt auch Spiele der Studios Square Enix, Sega, Bethesda, Capcom, NC-Soft, Tecmo-Koei und Focus in Europa und ist als Distributor von Filmen und Elektronikprodukten wie den THEC64 Mini zuständig. Zusammen mit Koch Media kommt THQ Nordic auf über 1.600 Mitarbeiter, 36 Studios und zwölf Geschäftsstellen für Marketing und Vertrieb.

Alte Größen aufkaufen zahlt sich aus

2013 hatte das Unternehmen (damals noch Nordic Games) bereits die Rechte an Titeln wie Darksiders und MTV vs. ATX aus der THQ-Insolvenzmasse erworben. Kurz darauf erwarb Nordic zudem die Rechte an der Marke THQ. Rund zwei Jahre später erfolgte schließlich die Umbenennung von Nordic Games in THQ Nordic. Zwischenzeitlich hatte sich das Unternehmen mit Hauptsitz in Österreich weitere Klassiker wie Codename Panzers oder Imperium Galactica einverleibt.

Die „Sammelleidenschaft“ für altbewährte Serien hat sich schon öfter ausgezahlt. Dass sich mit zum vergleichsweise kleinen Preis erworbenen Marken wie Darksiders und Titan Quest auch heute noch Geld verdienen lässt, veranschaulicht folgende Folie:

Mit alten bekannten Serien lässt sich Geld verdienen
Mit alten bekannten Serien lässt sich Geld verdienen (Bild: THQ Nordic (PDF))