Leserartikel ASUS RTX 3070 DUAL OC vs. Nvidia RTX 3070 Founders Edition - Kurztest

Andyt1909

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Einleitung
Da ich aktuell einen neuen Gaming PC für einen Kollegen zusammenstelle, hatte ich mich zum Release der RTX 3070 bemüht eine Karte zu ergattern. Während ich am ersten Tag den Versuch eine Founders Edition Karte zu kaufen aufgrund einer hoffnungslos überforderten NBB Seite aufgeben musste, hatte ich Glück und konnte im ASUS Webshop eine RTX 3070 DUAL OC für 519€ ergattern. Als es am folgenden Tag eine neue Verkaufsrunde der Founders Edition Karten bei NBB gab, hatte ich dank verbessertem Shopsystem inklusive Warteraum mehr Erfolg und konnte auch eine FE Karte bestellen. Letztere war von vornherein die favorisierte Karte, nachdem die Founders Edition Karten in der neuen Ampere Generation bisher durchweg überzeugend gute Ergebnisse geliefert hatten. Insbesondere, wenn man die niedrige UVP beachtet. Die mangelhafte Verfügbarkeit ist hier natürlich nicht nur ein Wermutstropfen, sondern auch ein Knackpunkt, keine Frage.

Da es zu der ASUS DUAL Karte zum Zeitpunkt der Bestellung keine Testberichte gab, bestand natürlich das Risiko, dass die Karte unangenehm laut und nervig sein könnte. Wenn ich jemandem einen PC zusammenbaue, entspricht das natürlich nicht meinem Anspruch. Daher wurde die Founders Edition Karte zusätzlich bestellt, da diese in den Tests bekanntermaßen gut abgeschnitten hat.

Die ASUS DUAL Karte stellt aktuell den Einstieg in die ASUS RTX 30er Serie dar. Während die RTX 3080er (und 3090er Karten sowieso) aufgrund der höheren Leistungsaufnahme immer von einem Triple Fan Kühler beatmet werden, lässt sich die genügsamere RTX 3070 auch von einem Dual Fan Kühler auf Betriebstemperatur halten. Die Ausnahme bildet hier natürlich nVidia mit ihrem Dual Fan-Vapor-Chamber-Push-Through-angeknabbertem-PCB-schieß-mich-tot Design, das von der RTX 3070 bis zur RTX 3090 hoch zum Einsatz kommt. Während also bei der RTX 3080 und 3090 die in sämtlichen Tests sehr gut bewerteten ASUS TUF Modelle den Einstieg bilden, steht bei der RTX 3070 mit der ASUS DUAL nochmal eine Abstufung darunter zur Verfügung.

Die ASUS RTX 3070 DUAL kostet nach UVP 499€, die OC Variante mit minimalem werkseitigem OC kostet nach UVP 519€.

Testmethodik / Testziele
Im Vergleichstest habe ich auf Performance Tests weitestgehend verzichtet. Der Grund dafür ist, dass es davon einfach schon mehr als genug gibt. In meinem System ist ein Ryzen 5 3600, 32 GB DDR4 3600 MHz CL16 Arbeitsspeicher auf einem Gigabyte X570 Aorus Master verbaut. Große Unterschiede zu den Tests gängiger Publikationen habe ich auf die Schnelle nicht festgestellt, insbesondere weil alle meine Tests in WQHD erfolgen und das CPU Bottleneck da überschaubar ist. Wir erinnern uns, die RTX 3070 liegt in etwa auf dem Niveau einer RTX 2080 Ti, die man problemlos mit einem Ryzen 5 3600 kombinieren konnte.

Ziel des Tests war es viel mehr herauszufinden, welche der beiden Karten im allgemeinen Gaming Betrieb lauter ist, wie das Taktverhalten aussieht und welchen Einfluss Undervolting auf das Verhalten der Karten in Bezug auf Lautstärke und Temperaturen hat. Auf Overclocking Tests habe ich ebenfalls komplett verzichtet. Bei den Founders Edition Karten hat sich in diversen Tests bereits herauskristallisiert, dass die Karten nicht auf besonders starkes OC ausgelegt sind, zumal die Erträge aus Overclocking in keinem Verhältnis zur deutlich verschlechterten Effizienz in Folge erhöhter Leistungsaufnahme stehen. Auch die ASUS Karte als Einsteigermodell ist trotz werkseitigem OC nicht als bester Freund für Overclocking Enthusiasten ausgelegt.

Viel interessanter war für mich daher ein Blick in die andere Richtung. Bereits im Betrieb nach Werkseinstellungen können sich die Daten der RTX 3070 sehen lassen. Bei einer TBP von 220 Watt liegt die Performance auf dem Niveau einer RTX 2080 Ti, deren TBP bei Nvidia mit 260 Watt angegeben ist, von vielen Boardpartnern mit 280 Watt oder mehr noch deutlich übertroffen wurde. Die Effizienz ist mit Ampere also bekanntermaßen deutlich verbessert worden. Wie weit man das noch treiben kann, sollte der Undervolting Test zeigen.

Beide Karten wurden in fünf aktuellen, Hardware-hungrigen Spielen getestet. Die getesteten Spiele sind:
  • Battlefield V
  • Borderlands 3
  • Shadow of the Tomb Raider
  • Star Wars - Jedi Fallen Order
  • The Witcher 3
Getestet wurde jeweils in Werkseinstellungen sowie mit den gleichen Undervolting Settings (1900 MHz @ 875 mV).

Bezüglich der Lautstärke kann ich nur subjektive Angaben machen, da ich kein Dezibel Messgerät habe. Ein Vergleich auf die Nachkommastelle genau war allerdings auch nicht das Ziel. Ausschlaggebend war die Frage, ob die Karten im Gaming Betrieb eine Lautstärke erreichen, die trotz Kopfhörer oder Lautsprecher wahrnehmbar und/oder störend sein könnte.

Äußerer Eindruck / Design / Verarbeitung & Haptik
Weil Bilder mehr sagen als tausend Worte, hier vorab eine kleine Bildergalerie der beiden Probanden:

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Im Vergleich fällt auf, dass die ASUS DUAL Karte deutlich massiver wirkt, als die nVidia Founders Edition Karte. Das liegt aber hauptsächlich daran, dass die Founders Edition Karte sehr schlank gehalten ist, der Kühler überragt das Slotblech in der Breite nur minimal und ist genau zwei Slots hoch. Der Kühler der ASUS Dual Karte hingegen überragt das Slotblech sowohl in der Höhe, als auch der Breite deutlich. Im Vergleich zu gängigen Custom Designs der Turing Generation ist der Kühler der ASUS DUAL allerdings noch immer als "normal" groß einzuordnen.

Für den Einsatz in ITX System sind beide Karten nur bedingt geeignet. Die ASUS DUAL, weil sie, anders als ihr Name erhoffen lässt, keine richtige Dual Slot Karte ist. Soll die ASUS Karte in einem ITX System zum Einsatz kommen, kommt es darauf an, wie eng die Größenvorgaben sind. Ist eine Dual Slot Karte gefordert und das Gehäuse bietet ein bisschen mehr Platz, kann die ASUS Karte noch passen. Ein Dan Case A4 wäre raus, in einem nCase M1 oder CoolerMaster NR200 könnte sie hingegen passen.

Die nVidia Founders Edition Karte bietet hingegen theoretisch perfekte Maße für selbst kompakte ITX Behausungen, ist aber aufgrund ihres Kühleraufbaus grundsätzlich eher weniger für ITX Gehäuse mit sogenanntem Sandwich Aufbau geeignet. Bei Gehäusen mit Sandwich Aufbau wird die Grafikkarte mittels Riser Kabel in einer zweiten Kammer gegenüber dem Mainboard vertikal verbaut. Aufgrund des blow-through Kühlers würde der vordere Lüfter in so einem Fall auf die Trennwand beider Kammern pusten, was dem Airflow schadet und durch Hitzestau schlechtere Temperaturen zufolge hat. Schade eigentlich.

Was die Haptik angeht, bietet die ASUS DUAL Karte solide Kost. Die Kühlerverkleidung (Fan Shroud) ist anders als bei der Founders Edition zwar aus Plastik, das ist jedoch robust genug ausgeführt um nicht billig zu wirken. Die Verkleidung macht insgesamt einen stabilen Eindruck. Der Kühler selbst ist großzügig ausgelegt und einigermaßen schwer. Die beiden Axial Lüfter sind jeweils 100 mm groß. Rein vom optischen Eindruck wirkt der Kühler einfach wie eine verkleinerte Version des Triple-Fan ASUS TUF Kühlers. Ein gutes Omen?

Die nVidia Founders Edition hingegen besteht, soweit ich das erkennen und fühlen konnte, vollständig aus Metall. Der Kühler selbst ist bis auf die seitlichen Teilbereich nicht nochmal extra verkleidet. Man hat direkt die massiv wirkenden Kühlfinnen in der Hand. Insgesamt wirkt die Karte sehr hochwertig und das Design kann man sowohl als schlicht als auch als edel bezeichnen. Optisch definitiv ein Hingucker, der sich auch sehr wertig anfühlt. Die beiden Axiallüfter sind jeweils 90 mm groß.

Lautstärke, Temperatur und Undervolting
Beide Testkandidaten haben überzeugende Leistungen gezeigt. Während ich das von der Founders Edition Karte erwartet hatte, war ich von der ASUS DUAL OC Karte doch deutlich überrascht. Um bei der ASUS DUAL Karte ein gutes Lautstärke Niveau zu erreichen, ist es allerdings erforderlich, dass man das BIOS umschaltet. Die Karte kommt mit einem kleinen BIOS Schalter, der zwischen den Modi "Performance" und "Quiet" umschaltet. Standardmäßig ist bei der ASUS Karte das "Performance" BIOS aktiviert. In diesem BIOS Modus drehen die Lüfter bis zu 300 RPM höher als im "Quiet" BIOS Modus, ohne, dass das signifikante Auswirkungen auf die erzielten Temperaturen oder Taktraten hätte.

Das ist sehr schade und ein Fehler, den ASUS durch die Bank bei allen bisherigen Ampere Karten wiederholt hat. Wer das nicht weiß, sieht sich mit einer unnötig lauten Karte konfrontiert. Die Lautstärke erreicht dabei nicht das Ausmaß von Blower-Style Düsenjet Karten, ist aber deutlich wahrnehmbar, was ein großer Minuspunkt für ASUS ist, einfach weil es verschenktes Potential ist. Jeder, der diese oder eine andere ASUS Karte kauft, sollte direkt das BIOS auf den "Quiet" Modus umschalten. Behaltet das im Hinterkopf, falls ihr die Karte mal weiterempfehlen solltet.

Sobald man das BIOS umgeschaltet hat, ist die Karte angenehm leise, ohne, dass die Temperaturen dadurch leiden würden. Warum nicht gleich so, ASUS?

Messwerte im Stock Betrieb
Vergleichen wir also mal die Performance der beiden Karten im Stock* Betrieb. Die linke Zahl entspricht dem Wert der ASUS DUAL OC, der rechte Wert der nVidia Founders Edition. Die Lüfterkurve war stets im Automatik Modus in allen Tests.

(*ASUS DUAL im Quiet Bios)
Shadow of the Tomb RaiderBorderlands 3Battlefield VWitcher 3Star Wars Jedi Fallen Order
Game Clock (MHz)1965 / 19351940 / 18601950 / 18901950 / 18601965 / 1860
Max. Boost (MHz)1995 / 19801985 / 18901980 / 19201985 / 19001995 / 1905
Max. Temp. (°C)72 / 7174 / 7372 / 7173 / 7273 / 73
Max. RPM1475 / 15401520 / 16501580 / 16751500 / 16001475 / 1650

Als "Game Clock" habe ich den Takt angenommen, den mir der MSI Afterburner im Overlay mehrheitlich angezeigt hat. Da ich häufiger mal auf den Desktop getabbt bin oder im Menü idle war, habe ich nicht den Mittelwert aus der im Hintergrund laufenden Messung verwendet. Beim maximalen Boost verhält es sich ähnlich, wenngleich ich den auch mit den Messdaten abgleichen konnte. Ebenso die maximalen Temperaturen und Lüfterdrehzahlen.

Wie gesagt, soll das hier kein wissenschaftlich präziser Test sein, sondern lediglich ein grober Vergleich. Und in diesem Vergleich fällt auf, dass die beiden Karten sich nicht viel nehmen. Die ASUS DUAL OC boostet etwas höher und hält allgemein einen etwas höheren Game Clock. In Bezug auf die Performance hat das nur einen geringen Einfluss, der im sehr niedrigen, einstelligen Prozentbereich liegt und damit tendenziell zu vernachlässigen ist.

Sowohl bei der erzielten Temperatur als auch den Lüfterdrehzahlen liegen beide Karten sehr nah beieinander. Die Founders Edition erzielt tendenziell minimal niedrigere Temperaturen, dafür drehen die Lüfter allerdings auch etwas höher.

Was die Lautstärke angeht, so empfand ich die Lautstärke der Lüfter zu keinem Zeitpunkt als störend. Drehzahlen um 1500 - 1600 RPM sind wahrnehmbar, allerdings auch nur, wenn man sich darauf konzentriert und keinerlei Stör- oder Umgebungsgeräusche um sich hat. Mein PC steht aktuell auf dem Boden und da waren beide Karten kaum bis nicht wahrnehmbar. Aber selbst wenn der PC direkt neben einem auf dem Schreibtisch steht, würde man die Lüfter nur wahrnehmen können, wenn man beim Zocken auf jeglichen Sound verzichtet. Sobald Lautsprecher oder Kopfhörer Spiele Sound wiedergeben, hört man nichts mehr. Aber auch eine andere Person im selben Raum würde die Lüfter kaum wahrnehmen können.

Ebenfalls sehr positiv: Beide Karten fallen durch sehr geringes, kaum vorhandenes Spulenfiepen positiv auf. In der Hinsicht bin ich relativ empfindlich und kann mich bei beiden Karten nicht beklagen.

Messwerte mit Undervolting
Nachdem beide Karten bereits im Stock Betrieb zu überzeugen wussten, wollte ich wissen, inwieweit die Performance der Karten durch Undervolting noch begünstigt werden könnte. Dazu wurden beide Karten auf 875 mV undervolted. Das würde ich als mittelstarkes Undervolting einordnen, weil die Zieltaktfrequenz hierzu nur minimal reduziert werden musste und der Einfluss auf die Gamingperformance damit vernachlässigbar ist.

Allgemein lässt sich festhalten, dass beide Karten sehr gut auf das Undervolting angesprochen haben. Mit etwas Muße ließe sich da sicher der perfekte Sweet Spot finden. Wobei die Ergebnisse auch mit noch milderem Undervolting (900 - 925 mV) bereits sehr gut waren. 875 mV wurde ausgewählt, weil beide Karten sich an diesem Punkt relativ gleich verhalten haben in Bezug auf Takt und Stabilität, was die Vergleichbarkeit erleichtert.

Die Messwerte im Überblick (links ASUS DUAL OC, rechts nVidia Founders Edition)
Shadow of the Tomb RaiderBorderlands 3Battlefield VWitcher 3Star Wars Jedi Fallen Order
Game Clock (MHz)1915 / 19201900 / 19201900 / 19201900 / 19201900
Max. Temp. (°C)64 / 6465 / 6664 / 6565 / 6368 / 67
Max. RPM1150 / 11001375 / 12801300 / 12801330 / 11501400 / 1380

Das sind Ergebnisse, die sich durchaus sehen lassen können. Shadow of the Tomb Raider hat besonders gut auf das Undervolting angesprochen, aber auch in den anderen Spielen hat das Undervolting die Ergebnisse nochmals massiv verbessert. Bis zu knapp 500 RPM weniger Lüfterdrehzahl bei bis zu knapp 10°C niedrigeren Temperaturen kann sich schon sehen lassen.

Während die Founders Edition vorher noch stets etwas höhere Drehzahlen brauchte um ähnliche Temperaturen zu erreichen, hat die Founders Edition nach Undervolting sowohl bei der Drehzahl als auch bei den Temperaturen tendenziell die Nase vorn. Was das Ergebnis für die ASUS DUAL natürlich nicht schmälern soll.

Natürlich war keine der beiden Karten mit derartig niedrigen Drehzahlen noch wahrnehmbar. Auswirkungen auf die Performance konnte ich nicht feststellen. Ebenso wie beim minimalen Werkseitigen Overclocking, hält sich der FPS Unterschied hier in Grenzen. Die Unterschiede sind messbar, aber nicht spürbar.

Auch auf den Stromverbrauch hat sich das Undervolting positiv ausgewirkt. Die Daten zum Verbrauch wurden zwar nicht über ein Strommessgerät an der Steckdose gemessen, aber vor dem Undervolting hat das Auslesen per GPU-Z relativ präzise die mit 220 Watt angegebene TBP angezeigt. Nach Undervolting liegt der Stromverbrauch ausgelesen bei ca. 150 - 180 Watt, je nachdem, wie stark die Karte undervolted wird und wie hoch der Takt effektiv ist. Natürlich sollte man trotzdem auf ein ausreichend starkes und hochwertiges Netzteil setzen, die erreichte Steigerung der Effizienz ist allerdings durchaus beeindruckend in Bezug auf die Performance.

Fazit
Beide Karten sind klar empfehlenswert. Die Preis/Leistung stimmt, sofern die Karten zu ihrer UVP verfügbar sind. Auch im Hinblick auf die kommenden AMD Karten ist stark davon abzuraten eine RTX 3070 zu überteuerten Preisen zu kaufen. Wenn sich die Verfügbarkeit irgendwann mal wieder bessert und man dann wieder eine normale Auswahl hat, kann man bei beiden Karten getrost zuschlagen.

Bei der ASUS Karte ist das Performance Bios als großer Minuspunkt anzuführen, das stört eine ansonsten nahezu makellose Performance leider. Davon abgesehen ist es bei der Wahl zwischen diesen beiden Karten am Ende nur noch Geschmackssache, welche von beiden einem optisch besser zusagt. Die ASUS Karte hat an der Seite einen kleinen RGB Leuchtstreifen, während die nVidia Karte auf jegliche Beleuchtungs Highlights verzichtet. Was schade ist. Zumindest ein weiß beleuchteter RTX Schriftzug wäre chic gewesen und hätte dem edlen Design keinen Abbruch getan.

Anmerkung: Als ich den Artikel verfasst habe, waren die Radeon RX 6000 Grafikkarten noch nicht verfügbar. Wenn das Budget vorhanden ist, ist eine RX 6800 sicher auch keine schlechte Wahl. Wenn einem Features wie DLSS oder RTX Broadcast oder andere Nvidia Spielereien wichtiger sind oder man für die Grafikkarte gerade eben knapp 500€ aufbringen kann, ist die RTX 3070 sicher keine schlechte Wahl. Gemessen an den aktuellen Preisen und der schlechten Verfügbarkeit sind das freilich sehr theoretische Überlegungen.
 
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foo_1337

Captain
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hatte ich Glück und konnte im ASUS Webshop eine RTX 3070 DUAL OC für 519€ ergattern. Als es am folgenden Tag eine neue Verkaufsrunde der Founders Edition Karten bei NBB gab, hatte ich dank verbessertem Shopsystem inklusive Warteraum mehr Erfolg und konnte auch eine FE Karte bestellen.
(Fast) Genau so war es bei mir auch, nur dass es von Asus die nicht-OC für 499€ war. Habe die Asus dann direkt wieder zu nem fairen Preis verkauft und gar nicht getestet. Daher danke für deinen sehr ausführlichen Vergleich! :)
 
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Andyt1909

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Ja die non-OC Version der Asus Dual hatte ich auch erst versucht zu kaufen, wurde mir auf der Artikelseite als verfügbar angezeigt, im Warenkorb aber dann doch nicht mehr. Bei der OC Variante hat es dann funktioniert. In der Regel finde ich es unnötig für diverse OC Varianten Aufpreis zu zahlen, aber die 20€ waren noch im Rahmen. Und bei der Verfügbarkeit muss man dann ja auch nehmen, was man kriegen kann.

Die 3070 FE werkelt jetzt in meinem Rechner, bis sich die Verfügbarkeit von 3080 / RX 6800 XT mal gebessert hat.
 

Bierliebhaber

Lieutenant
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Danke für den Vergleich.

In dem Bereich will ich vor Cyberpunk auch noch zuschlagen, und da die Preise immer weiter ansteigen je früher desto besser... die Dual ist ja doch ab und zu erhältlich, und es ist die einzige 3070 zu nicht perversen Preisen, für die es schon einen Wakü-Block gibt, wenn ich das richtig sehe. Und anscheinend muss man ja keine Bauchschmerzen haben, wenn man noch ein bisschen auf den Block warten muss.
Mal schauen, was sich die Tage noch ergibt.
 

Andyt1909

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Und anscheinend muss man ja keine Bauchschmerzen haben, wenn man noch ein bisschen auf den Block warten muss.
Absolut nicht! Ich empfand es als sehr angenehm, dass man beide Karten auch Stock problemlos betreiben kann. Vor allem, weil ich den PC für jemanden zusammengestellt habe, der von Undervolting und solchen Spielereien wenig Ahnung hat. Da sollte der PC einfach so gut laufen und das ist mit beiden Karten der Fall. Er hat die Asus Karte bekommen, weil die optisch besser in sein System passte.

den du im Laufe des Tages verdientermaßen auf der Startseite finden wirst.
Danke, freut mich sehr, dass der Artikel gut ankommt. :)
 

Oneplusfan

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Sehr guter Test, vor allem interessant wegen der Asus Dual, von der man sonst nicht viel hört.

Bzgl. des RGB Streifens, sicher dass der RGB ist? Ich habe an Infos bisher immer gesehen, dass sich die Farbe nicht ändern lässt, was sehr schade ist, da dadurch viele Systeme nicht mehr farblich abgestimmt werden können.
 

Andyt1909

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Bzgl. des RGB Streifens, sicher dass der RGB ist?
Hm, also er ist definitiv nicht einfarbig. Ich meine, dass die Farbe von sich aus im RGB Spektrum wechselte, ich habe aber auch nicht ausprobiert, ob sich das explizit einstellen lässt. Ich hab ein Gigabyte Board und hatte keine Lust dafür extra Aura Sync zu installieren. Kann ich also nichts genaueres zu sagen.
 

Mr. Rift

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Schöner Community- User Test. 👍
 

ComputerJunge

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@Andyt1909

Danke sehr für Deinen vergleichenden Test, sehr hilfreich. 👍 👍

Das Undervolting hast Du (auch) mit dem Afterburner konfiguriert, vermutlich mit dem CurveEditor und einem globalen Shift?
 

Andyt1909

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fp69

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Du drückst und hältst die Shift-Taste, dann klickst du mit der Maus einen x-beliebigen Punkt im Curve an und kannst nun die gesammte Kurve mit der Maus bewegen, anstatt jeden einzelnen Punkt.
 

Andyt1909

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Das kannte ich tatsächlich noch nicht. Ich hab die Punkte bisher immer mit STRG + Pfeiltasten verschoben und bin mit TAB bzw. Shift + TAB zwischen den Punkten hin und her gewechselt.

Hab das mit dem Global Shift grad mal ausprobiert, ist etwas ungewohnt. Wie genau macht ihr das dann? Die Kurve mit Global Shift so verschieben, dass der Punkt ganz rechts auf Höhe der Zieltaktung liegt und dann den Punkt im Bereich der Zielspannung auf den gleichen Zieltakt ziehen, sodass Afterburner die Punkte, die dazwischen liegen, automatisch hochzieht?
 

fp69

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Video 1 erklärt das sehr anschaulich: undervolten mit dem AB
Video 2 beinhaltet auch eine interessante Variante: nVidia - Kurve im Afterburner ....
Dazu gehört dieser Text:
1. Schritt (nicht im Video): Curveeditor mit Strg+F öffnen
2. Schritt: den Spannungswert wählen, der maximal angelegt werden soll
3. Schritt: diesen Spannungspunkt bis zum gewünschten Takt hochziehen
4. Schritt: Offset ablesen und links bei "Core Clock" eingeben
5. Schritt: Mit Klick auf den Haken übernehmen. Dadurch werden alle Punkte ordentlich nach oben verschoben
6. Schritt: Shift-Taste gedrück halten und mit Maus über den Bereich nach links ziehen, der rechts vom gewünschten Spannungspunkt liegt
7. Schritt: Nun können durch Greifen eines Punktes alle Punkte auf einmal unter den gewünschten maximalen Takt gezogen werden.
8. Schritt: Erneut mit Klick auf den Haken bestätigen. Dadurch werden dann alle rechts liegenden Punkte auf einer Linie angeordnet

Möchte man die Kurve anpassen (z.b. ein höherer Takt oder eine höhere Spannung), so setze ich diese immer erst zurück (Offset = 0 bei Core Clock) und wiederhole dann die Schritte 1-8
 

II n II d II

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BmwM3Michi

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hab auch eine Asus 3070 Dual oc! Ganz gutes upgrade von einer GTX1080! -)
hier ist der LED-Streifen:
 

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ph0b0z

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Hab mir die Asus 3070 Dual mal vorbestellt, u.a. aufgrund deines Vergleichs mit der FE. :-)

Eigentlich hätte ich mir die FE geholt, aber leichter gesagt als getan. 599.- bei Computeruniverse fand ich vertretbar, hätte zwar noch lieber MSI oder ASUS mit 3 Lüftern gehabt, aber keine Lust auf den Aufpreis und meine 970 muss nun wirklich mal ersetzt werden. Bin gespannt, wann sie verfügbar und geliefert wird.
 
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