Fleshed schrieb:
Eigentlich müsste man erwarten mit dem gegebenen Spielmaterial bei 15 von 17 Vereinen der Bundesliga Spielbestimmende zu sein
Wer ist das denn noch außer der Eintracht?
Du beschreibts das ziemlich gut, und das Spiel in Frankfurt war quasi ne Blaupause dafür. Dass man Union gerne mal unterschätzt vor dem geistigen Auge ist ja fast noch nachvollziehbar, aber nach Frankfurt kannst mit der "Menthalität" eben nicht fahren. Selbst wenn du den Gegner "nach Belieben" beherrschst, musst du immer damit rechnen, dass er dir das Fell über die Ohren zieht, wenn du nachlässt. Und das dümmste was du machen kannst, ist der SGE die Schlussoffensive zu überlassen. Jedenfalls wenn du konditionell noch dazu in der Lage bist. Wenn nicht, dann macht Favre ziemlich was verkehrt.
Die Unterschiede der individuellen Fähigkeiten hat man ja überdeutlich gesehen, und Hütter hat nicht von ungefähr das spielerisch limitierte Kampfschwein Fernandez in die Startformation gestellt und Kamada lieber draußen gelassen, Rode war ja leider verletzt. Worunter dann massiv der Sturm gelitten hat, da die so gut wie keinen vernünftigen Ball bekommen haben. Nur als der BVB gedanklich schon beim Pausensnack war, kam dann doch eben ein vernünftiger Ball an. Gegen Spielende waren sie zwar wacher, aber auch platter (siehe oben) und haben den erzwungenen Ausgleich kassiert.
Dann landet man eben doch irgendwann bei der Menthalität, denn wenn der BVB etwas nicht spielerisch schafft, fehlen die personellen Alternativen. Da kann Reus so viel fluchen wie er will.
Das sieht in München dann tatsächlich etwas anders aus. Die sind "mental-personell" deutlich variabler und bekommen mit dem täglichen Weißbier das "Mia san mia" eingetrichtert und setzen das auch um. Bei RB muss man einfach abwarten. Die haben aktuell einen guten Lauf und präsentieren sich sehr stabil. Das taktische Katz und Maus Spiel mit dem Gegner praktizieren sie derzeit aber deutlich besser als der BVB. Wenn das System Nagelsmann aber mal einen Hänger hat, kann das ganz schnell vorbei sein, siehe Hoffenheim.
Rasenball schrieb:
Hab mir jetzt mal ein paar PKs mit Favre angeschaut. Er wirkt bei Misserfolg, teils rat und hilflos.
Kannst vergessen! PKs sind eine Showveranstaltung und Favre ist kein Muttersprachler. Allein deswegen wirkt er oft etwas seltsam. PKs sind was für PR Profis wie Klopp z.B., ansonsten kannste das vergessen. Die anwesende Journaille giert im Prinzip nur nach Faux Pas'.
Für Favre zählt alleine auf'm Platz.