Fußball-Stammtisch 2019/20 (1. Beitrag beachten)

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Das Problem einiger 3. Liga Vereine ist, wenn Geisterspiele stattfinden sollten, dann machen sie noch mehr Miese wie bei Spielruhe, denn jetzt fallen Dank Kurzarbeitergeld nur Fixkosten an und bei Wiederaufnahme der Spiele fast 100% der variablen Kosten (Spielerlöhne usw., aber keine Ordner), aber die TV-Einnahmen in der 3. Liga decken bei weitem nicht diese variablen Kosten.
Diese Vereine der 3. Liga sind zwingend auf die Zuschauereinnahmen (inkl. Catering) angewiesen, um Überleben zu können! Die aktuelle Kurzarbeitphase kommt denen deswegen noch am gelegensten, deckt sie doch auch die Sommerpause gleich mit ab.
 
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Das stimmt wohl. Aber selbst wenn es jetzt auch noch die Sommerpause mit abdeckt, vermute ich stark, dass auch die Hinrunde im Herbst 2020 noch ohne Zuschauer wird auskommen muessen. Also das Problem der fehlenden Zuschauereinnahmen wird sich ja noch lange zeigen.
 
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strempe schrieb:
Irgendwo anders war gestern noch zu lesen, dass die kompletten Spielerkader der Proficlubs alle drei Tage anlasslos auf Corona getestet und im Falle positiver Resultate einzeln isoliert werden sollen. Da sehe ich ein schweres Problem. Es fehlen zum einen jetzt schon Testkapazitäten und dann sollen Fußballspieler plötzlich besonders intensiv getestet werden, damit die Geldmaschine wieder anlaufen kann. Wie soll das der Öffentlichkeit vermittelt werden, dass da auf einmal grob überschlagen eine mittlere fünfstellige Zahl an Tests (1., 2. und 3. Liga) als Extrawürste für Fußballgroßverdiener dazu kommen?

Das ist im Moment nicht mehr als Wunschdenken und am Ende entscheiden das sowieso nicht Clubs/DFL, sondern die Politik.
 
Ich bin mal gespannt ob die Entscheidung der Belgier ihre Saison mit stand jetzt zu beenden Wellen schlägt.

Gut, die hatten nur noch einen Spieltag, aber der erste Verband hat jetzt zumindest mal Tatsachen geschaffen.
 
Affenzahn schrieb:
Gut, die hatten nur noch einen Spieltag,
Nee, nee, jetzt wären noch die Playoffs gekommen. Aber in B und NL sind die auch bei weitem nicht so abhängig vom TV-Geld. Die leben auch eher von den Zuschauereinnahmen.
 
Exar_Kun schrieb:
Das ist im Moment nicht mehr als Wunschdenken und am Ende entscheiden das sowieso nicht Clubs/DFL, sondern die Politik
Wieso denn Wunschdenken? Jeder Club ist ein Wirtschaftsbetrieb, der auf Einnahmen angewiesen ist. Die Spieler sind halt die Arbeitsmittel. Sie unterscheiden sich dann insofern von anderen Arbeitnehmern, dass sie besser geschützt sind, da sie nicht durch andere Arbeitnehmer mal eben ausgetauscht werden können. Sie und nur sie sind aber in der Lage Einnahmen zu generieren, an denen tausende weitere Arbeitsplätze hängen. Ohne Ärzte kein Krankenhaus, ohne Fließband keine Massenproduktion und ohne Profis kein Profifußball.
Der Profifußball ist ein ganz normaler Teil der Wirtschaft, und muss als solcher gesehen werden auch wenn er stärker emotional belastet wird als andere.
Also bitte endlich damit aufhören, die Profis als verhätschelte Millionäre hinzustellen. Sie sind Betriebsmittel und werden als solche gebraucht um die Einkommen vieler anderer zu sichern. Und ja, die Geldmaschine muss aus genau dem Grund auch wieder anlaufen. Wie jede andere Geldmaschine hierzulande auch, damit Normalität einkehrt und die Leute selbst verdienen können, ohne dass der Staat die Gelddruckmaschine überstrapaziert.
 
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K-BV schrieb:
Also bitte endlich damit aufhören, die Profis als verhätschelte Millionäre hinzustellen. Sie sind Betriebsmittel und werden als solche gebraucht um die Einkommen vieler anderer zu sichern. Und ja, die Geldmaschine muss aus genau dem Grund auch wieder anlaufen. Wie jede andere Geldmaschine hierzulande auch, damit Normalität einkehrt und die Leute selbst verdienen können, ohne dass der Staat die Gelddruckmaschine überstrapaziert.
Die Millionengehälter der Spieler sind aber nunmal eines der Hauptprobleme in dieser Krise. Du wirst kaum Arbeitnehmer finden, die ein paar Wochen Gehaltseinbußen besser wegstecken können als Fußballprofis bis in die dritte Liga. Dasselbe gilt für Berater und Topclubs, die am meisten von diesem Geldfluß profitieren. Alle anderen haben doch nicht wirklich was von den unglaublichen Summen, die inzwischen fließen.
Andere Bereiche der Wirtschaft wurden auch teilweise oder ganz runtergefahren, wie z.B. Einzelhandel oder auch Teile der Industrie z.B. VW. Da hängen sogar noch wesentlich mehr Beschäftigte dran als bei den Clubs und die können mit Kurzarbeitergeld und anderen Leistungen irgendwie über Wasser gehalten werden. Das wird bei den normalen Arbeitnehmern der Clubs auch funktionieren.
Von daher sollte sich der Profifußball einfach mal nicht ganz so wichtig nehmen und abwarten, was Politik und Fachwelt für die richtige Vorgehensweise erachten. Da müssen sich die Geldinteressen einiger weniger Millionäre und Gutverdiener einfach mal hinten anstellen.
 
Exar_Kun schrieb:
Die Millionengehälter der Spieler sind aber nunmal eines der Hauptprobleme in dieser Krise. Du wirst kaum Arbeitnehmer finden, die ein paar Wochen Gehaltseinbußen besser wegstecken können als Fußballprofis bis in die dritte Liga. Dasselbe gilt für Berater und Topclubs, die am meisten von diesem Geldfluß profitieren.
Dann mach doch mal einen Vorschlag wie Werder Bremen als Proficlub anders existieren will? Diese Geldmittel sichern die Existenz des Unternehmens Werder Bremen. Du kannst natürlich die Krise zu Anlass nehmen, die ganze Branche in Schutt und Asche zu versenken. Dann erkläre aber bitte den Abertausenden von Lohnabhängigen in der Nahrungskette, wo und wie sie ihre Brötchen alternativ verdienen.
Was dann die Anmerkung ....
Exar_Kun schrieb:
Alle anderen haben doch nicht wirklich was von den unglaublichen Summen, die inzwischen fließen.
....hierzu wäre. Glaubst du ernsthaft es würde irgendeinem Unternehmen der Branche was nützen, den Sozialneid auszurufen?
Ob VW, Einzelhandel oder Profifußball. Alle sind Teil unserer Wirtschaftsleistung und in allen gibt es teure und weniger teure Betriebsmittel. Aber so wenig, wie man bei VW auf die Idee kommt, ein Fliessband dauerhaft stillzulegen, kommt man im Profifußball auf die Idee das wichtigste Betriebsmittel nicht mehr zu ölen, da es nun mal gebraucht wird.

Der Profi-Fußball selbst soll sich ruhig wichtig machen. Die Angestellten, Dienstleister und Zulieferer und deren Mitarbeiter werden es ihnen danken. Und die summieren sich auf eine fünf- sechsstellige Zahl von Menschen. Nicht viel im Vergleich zum EH oder der KfZ-Branche. Aber warum sollten für die andere Regeln gelten, nur weil die einige sehr teure Angestellte haben müssen, ohne die es halt nun mal nicht geht.

Ob das 10 Millionen im Jahr sein müssen steht auf einem anderen Blatt. Aber der Souverän, der Konsument, hat es halt so gewollt! Von mir aus darfs gerne was weniger sein. Aber für 100.000 im Jahr kriegst halt keinen dazu auch nur in der Nase zu bohren für Werder oder die SGE.
 
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Selbst ein mittelmäßiger Drittligist wie Hansa hat rund 200 Angestellte. Und alle Mitarbeiter wurden auf Kurzarbeit gestellt, außer die geringfügig Beschäftigten, die pausiert wurden. Beim Spielerkader spart man 150.000€ dadurch, habe ich irgendwo aufgeschnappt.

Die ganzen Fans, die durch das ganze Land fahren, bringen dem Kiosken an Bahnhöfen Einnahmen, die DB bekommt Geld für Fahrkarten, die Autofahrer tanken unterwegs und gehen an den Rastplätzen Getränke kaufen. Manche buchen dann auch Hotelzimmer.

Auf Dauer geht doch die ganze Wirtschaft mehr oder weniger kaputt.

Örtliche Restaurants hatten teilweise schon 1-2 Wochen zu, nun haben sie dann doch wieder offen, wenn auch nur mit telefonischer Bestellung oder an der Eingangstür. Mäckes in der Nachbarstadt verkauft nur noch am Autoschalter, bei uns ein kürzlich eröffnetes Kebap-Restaurant verkauft auch nur am Autoschalter (in dem Gebäude war mal Burgerking). Tedi und Kodi haben zu, genauso wie alle Klamottenläden. Die wollen aber auch nicht gleich kaputtgehen.

Bei den Ansteckungen scheint Italien es langsam mal in den Griff zu bekommen, sodass exponentielle Steigerung beendet wird. Spanien hat sie überholt. Deutschland ist mittlerweile auch vor China. :rolleyes: Aber die Zahlen sind sicherlich nicht akkurat. Als ob Afrika verschont bleibt. :rolleyes: Eher kriegen die keine Infos ran, bzw. testen nicht.


Edit:

Den Link habe ich noch vergessen: https://www.liga3-online.de/kein-pu...xgY66HXDavWwQ0H-6jOsHTYwlckb259yPsBFXGO4JjcDo

Man hätte somit also noch mehr Zeit, wenn bis Ende Juni nicht reicht. Und die FCKer können dann ihre Insolvenz machen.
 
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13 der 36 Profiklubs droht Insolvenz - noch in dieser Saison

Die wirtschaftliche Lage vieler Vereine in der Bundesliga und in der 2. Liga ist dramatischer als bisher bekannt. 13 der 36 Profivereine droht wegen der Corona-Pandemie die Insolvenz noch in dieser Saison - zwölf haben bereits die nächste Fernsehrate abgetreten, um aktuell ihren Zahlungsverpflichtungen nachkommen zu können. Dramatisch gestaltet sich die Situation in der 2. Bundesliga. Sieben Vereine müssen schon Ende Mai Insolvenz anmelden, wenn bis dahin der Spielbetrieb nicht aufgenommen werden kann und die vierte Rate der Medienpartner nicht an die DFL zur Weitergabe an die Klubs gezahlt wird.
 
Für die Bundesliga bedeuetet das:

In der Bundesliga ist ein Verein akut bedroht, kann seinen Verpflichtungen nur noch bis Mai nachkommen. Drei weitere Vereine müssten im Juni den Konkursverwalter bestellen.

Die Blase der Gier platzt endlich. Nur es trifft wahrscheinlich die Falschen...
 
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Banger schrieb:
Welche Vereine, außer Karlsruhe?
Wurde nicht mal Mainz als Pleitekandidat gehandelt? Ansonsten sehe ich jeden in der unteren Hälfte potenziell gefährdet und außerdem noch Schalke und Freiburg.
 
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Mainz glaube ich nicht! Die haben doch reichlich Speck angefressen können.
Schätze eher Düsseldorf, Union, Paderborn

In der 2. ist die halbe Liga bedroht und in der 3. sind nur die Bayern fein raus.
 
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