Fußballstammtisch 2016 Teil I (1. Beitrag beachten)

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Das war hier garnicht als "Ost-West" Geschichte gedacht.
Was soll man denn dazu schreiben ? Chemies, BSGs und ASGs waren mit dem Ende der DDR halt über, weil letztlich das Ganze system nicht mehr lebensfähig war.
Komischerweise sind viele Ost- Vereine die nur ein "FC" waren heute sportlich erfolgreich. Und manche BSG hinter der schon vor der Gründung der DDR und Einführung der Liga ein erfolgreicher Fussballverein stand.

https://de.wikipedia.org/wiki/Ewige_Tabelle_der_DDR-Liga

einfach mal nach "derzeitige Liga" sortieren.

Also was tun nach der Einheit ? Die Organisation und Finanzierung der Sportförderung weiterführen ?! So tun als stecke hinter jedem VEB ein wirtschaftlich rentables Unternehmen was sich weiterzuführen lohnt?
 
xStram schrieb:
@wunschiwunsch: Das stimmt so einfach nicht. Es gab doch immer wieder Ostvereine die es in die erste Liga geschafft haben, aber sich eben nicht oben halten konnten. Da muss man auch was falsch gemacht haben. Cottbus war einige Jahre lang erstklassig, oder denk an das hier im Thread allgegenwärtige Hansa Rostock ;)

Und beide Team haben mit amwenigsten Geld einige Jahre dagegengehalten. Aber das ist halt kein Model für die Ewigkeit. Irgendann liegen die auch mal beim Transfer daneben und dann ist das halt viel entscheidender als wenn ein etableirtes Team mal daneben liegt. Für solche Vereine ist das schon der utnergang und genau das ist halt der utnerschied. Sie durften keine Fehler machen, dass passiert aber früher oder später.
Bei Cottbus war es doch sogar so, dass ihnen nichtmal groß jemand die SPieler abgekauft haben, bzw. die haben sich bei anderen Teams nie durchgesetzt, weil Cottbus einfach sich nicht die Klasse leisten konnte die man brauchte um mitzuhalten. Die haben aber ein Team gehabt. Aber auch das ist nichts für die Ewigkeit.
 
KTelwood
Zu richtigen Zeit investieren, dass ist doch das Zauberwort, erst wurde quasi alles wirtschaftliche Stumpf weggerodet, um sich dann zu beschweren das keine Wirtschaftsleistung da war.(haben die Russen ja auch so gemacht, erst alles ausbeuten, dann merken "oh das kostet ja alles geld")
Es wurde nicht mal geguckt, welches Unternehmen wirtschaftlich und technologisch auf Augenhöhe war und da waren durchaus einige Betriebe dabei, welche man leicht umfunktionieren hätte können.

Dafür war die BRD-Regierung aber einfach zu dämlich.

Kritik am Ostsystem ist berechtigt, vollkommen, das System war murks und viele Betriebe marode aber es wurde nach der Wende nicht differenziert, es wurde einfach vernichtet.

Es geht ja darum, das die Region darunter litt und nach der Wiedervereinigung noch viel mehr als vorher.
Dadurch fehlt natürlich auch vielen Vereinen die Grundlage.

Dortmund und Schalke sind recht weit oben, weil dort zum einen, eine hohe Bevölkerungsdichte herrscht und weil dort die Industrie bis in die 90er boomte.

Bayern und Baden-Würtenberg sind so erfolgreich, weil man mit Steuervergünstigungen und Subventionen nach dem Krieg dort Firmen angesiedelt hat.
Deshalb kommen aus der Region viele Bundesligavereine.
Wirtschaftskraft im Umland ist für erfolgreiche Vereine essentiell.

Die Ostvereine hätten ihre Strukturen umdenken müssen, hier muss auch die Schuld bei den Vereinen gesucht werden und die BRD hätte intelligenter gucken müssen, was im Osten gut und was nicht zu gebrauchen war, anstatt nur für die Westwirtschaft zu denken.
Geschehenes kann man aber nicht rückgängig machen.

Jetzt ist es wichtig für die Ostvereine, Konzepte basierend auf die Jugendmannschaften zu entwickeln um nachhaltig Erfolg zu haben.
An diesen Konzepten muss man auch und besonders in schwierigen Zeiten festhalten und das schaffen viele Traditionsclubs ob Ost oder West nicht.
 
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HanneloreHorst schrieb:
Jetzt ist es wichtig für die Ostvereine, Konzepte basierend auf die Jugendmannschaften zu entwickeln um nachhaltig Erfolg zu haben.

Das hat früher vielleicht noch gut funktioniert, aber heutzutage verabschieden sich doch vielversprechende Taltente auch Richtung Bundesliga (bzw. Finazstarke Vereine bzw. mit zahlungskräfigen Sponsoren) bevor sie ein Spiel in der ersten Mannschaft absolviert haben. Zum Teil auch mit fragwürdigen Modellen, dass die Vereine den Eltern Jobs in der Region suchen z.B. gibts dann rein zufällig einen freien Job im VW Werk in Wolfsburg ... (machen aber auch nicht Werksclubs) um die Regeln zu umgehen, dass Jugendspieler nicht abgeworben werden dürfen.
 
Das es Verfehlungen gab, auch bei den Vereinen, das steht außer Frage.
Jeder Verein hatte die Chance sich selbst umzustrukturieren.

Man darf aber eben viele Komponenten nicht außer acht lassen, welche nichts mit den Vereinen zu tun haben und man darf die Vergangenheit nicht verklären, weder positiv noch negativ.

Wir sehen oft nur die Symptome aber selten die Ursachen, die Ursachen waren vielfältig.

wunschiwunsch
Hansa Rostock profitiert heute noch von Toni Kroos.
Ich denke, das muss der Weg sein.

Langsames aber beständiges gesundes Wachstum.
Ein Plan auf Jahrzehnte und nicht auf ein, zwei Jahre.
 
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wunschiwunsch schrieb:
Würde ich gar nicht unbedingt sagen. wenn es wirklich eine Europäische Superleague geben solle (und ich glaube früher oder später wird das kommen) in der die größten Vereine Europa spielen, dann wäre das durchaus möglich. Es gibt ja auch Europäer die sich in den Drafts jetzt bewerben obwohl sie im Vereinsleben aufgewachsen sind und teils sogar unter Vertrag stehen z.B. Ricky Rubio. Es reicht aus, dass man die mit Abstand sportlich als auch finazmäßig Stärkste Liga der Welt ist um ein Drafsystem zu etablieren. Eine Top-Liga mit den Größten Vereinen Europa wäre sowas.
Und wer bildet dann noch die Spieler aus, die in die Superliga kommen? Warum sollten die großen Clubs noch zig Millionen pro Jahr in Ausbildung und zweite Teams stecken, wenn es ihnen nichts mehr nützt? Wenn der Spieler einen Vertrag mit der Superliga hat, wie verhält es sich im Falle eines Aufstiegs oder Abstiegs? Oder sollen wir dann neben dem Draftsystem auch noch eine geschlossene Liga eingeführt werden? Oder gleich ein Franchises daraus machen und die Teams nach belieben zwischen verschiedenen Orten hin und her schieben? Und dieser "tolle" Salary-Cap verhindert übrigens auch nicht, dass man einzelnen Spielern absurd hohe Gehälter von über 30 Mio im Jahr zahlt.
Vielleicht sollten wir auch einfach die Berufsfreiheit (unter die auch die Wahl des Arbeitsplatzes fällt) aus dem GG streichen und nach jeder Saison alle Spieler komplett durch würfeln. Das würde mit Sicherheit für Spannung jede Saison sorgen.
Vor allem eine Frage an alle die pro Draftsystem argumentieren: Wie funktioniert das überhaupt mit dem Modell der Traditionsmannschaft? Schlechte TEams bekommen ohne Gegenleistung und unverdient gute Spieler. Was ist der Unterschied zu dem kritisierten Investoren Konzept?
Vor allem: dieses überkommerzialisierte Konzept der Major Leagues, will ich nicht wirklich in Europa sehen. Dann gibt es auch keine Sportart mehr, bei denen man länger als 5 min am Stück das Spiel anschauen kann, ohne eine reguläre Pause/Media-Break.
 
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Nun schreibt auch der Kicker von einer "Verrechnung" von Götze bei einem Wechsel von Hummels
Da steht auch drin, dass Aki ihn seinen Vertrag erfüllen läßt, wenn seitens Bayern die Kohle nicht stimmt. D.h. aber für Hummel, dass er dann fast 29 ist. Ob sich dann ein Topverein noch um ihn reißt, ist aber auch fraglich. Gut, er ist dann ablösefrei, aber sein Gehalt plus Prämien bezahlt auch keiner aus der Portokasse.
 
@ Seppuku:
Ich glaube die Superliga ala Rummenigge und den andern potentiellen Verantwortlichen würde tatsächlich kein Auf- und Abstieg vorsehen. Entweder man ist Elementar bezüglich Werbepräsenz und sportliche Faktoren für die Liga oder nicht.

Warum sollten die anderen Teams noch Ausbilden? Weil die ja immer noch Fußball spielen wollen und nur weil sie nun im Schatten stehen werden sie damit nicht aufhören. Die kleinen Dorfmannschaften haben auch noch Jugendmannschaften obwohl da nie jemand später fürs Dorf spielen wird falls das mal ein Talent bei ist. Solange die einen Vertrag haben, muss natürlich auch iene Ablösesumme bezahlt werden. Darum hat ja auch Ricky Rubio so lange noch für Barca gespielt anstatt in die NBA zu wechseln, weil die Mannscahft die ihn gedraftet hat die nicht bezahlen wollte. Ist dann nicht anders als wenn jetzt vereinslose den Verein wechseln bzw wenn nicht dann halt mit Ablöse.
Bezüglich den Salary Cup ist natürlich die Ausgestaltung des ganzen einfach die Frage. Aber natürlich müssten die Spitzenspieler mehr verdienen als sie in den Nationalen Ligen verdienen würden. Zur Not könnte man es auch nach oben decken. Muss halt nur für Jahr für Jahr angepasst werden um Top-Liga zu bleiben.
Wegen der Berufsfreiheit ... einfach einführen, dass die Spieler Angestellte der Liga sind und nicht der Verein der Arbeitgeber und es 14 ... 16 oder 18 Zweigstellen gibt in denen die Spieler versetzt werden können.
Und ja normalerweise bekommen im Draft die schlechtesten Mannschaften die besten Talente umd Chancengleichheit zu gewährleisten. In wie fern da irgendwas mit Investoren vergleichbar ist verstehe ich nicht. Aber kriskiert habe ich Investoren ohnehin noch nie. Wir leben im Kapitalismus. Wir können niemanden verbieten Kapitalistisch im Kapitalistischen System zu agieren. Wenn wir was gegen Red Bull oder Co. haben, dann muss man das System ändern. Ich will es nicht, wegen den Investoren, sondern weil es einfach langweilig ist wenn jedes Jahr die gleichen gewinnen. Da ist uns Football einfach meilenweit voraus.
 
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@Ostvereine: die Städte haben sich aber doch gar nicht so schlecht weiterentwickelt, da besteht durchaus Potenzial für 1. und 2. Ligamannschaften, gerade bei Union Berlin, Cottbus, Dresden und Leipzig, eigentlich auch Erfurt. Dass die es nicht leicht haben wenn das Budget immer zu den niedrigsten gehört ist klar, aber eben ein grundsätzliches Problem aller kleinen Vereine, egal ob Ost oder West.

@Draftsystem: wie Seppuku schreibt, der Bruch mit Tradition und Vereinen wäre um Welten größer als der (vermeintliche) Nutzen durch eine spannendere Meisterschaft. Da würden die Schalker große Augen machen wenn S04 und 1860 fusionieren, sich in "Königlich blau-weiße Löwen" umbenennen und aufgrund der besseren Vermarktbarkeit nach Wien ziehen :D
 
Man müsste weder Fusionen noch Umzüge zulassen. Warum auch? Für die Europäische SuperLiga würde man ja keine Vereine neu gründen sondern es wären Bayern, Juve, Real, Barca ... Vereine die jetzt eh schon existieren und International Vermarktbar sind. Sorry, aber ich glaube nicht, dass Schalke oder auch 1860 im Plan der Topmannschaften Europas bisher eine Rolle gespielt hat...
 
Also eine super Liga würde ja nur Sinn machen wenn man sich dafür auch qualifizieren kann wie jetzt für die CL denn sonst kann man den Sieg auch unter den 4 vereinen auswürfeln.
 
4 Vereine? Natürlich gibt es mehr. Und würfeln die Amerikanischen Ligen die Sieger aus oder spielen die den Sieger aus? Warum sollte man es auswürfeln?
Ich bin fest davon überzeugt, dass es früher oder Später eine SuperLiga geben wird, weil die Unterschiede in den Nationalen Ligen von Jahr zu Jahr größter werden anstatt kleiner. Es macht einfach in der Zukunft keinen Sinn mehr für Bayern in der Bundesliga zu spielen und auch nicht für den Zuschauer und damit leidet dann auch wieder die Einnahmen ...
Glaubt ihr das System ist haltbar bei dem die Reichen Vereine immer reicher werden und selbst in den höchsten Nationalen Ligen sich Vereine Finden die weder finanziell noch sportlich mithalten können? Das halte ich für eine sehr optimistische und romantische Vorstellung.
Bayern verdient in einem Jahr mehr in der CL ein vielfaches als Darmstadt im ganzen Jahr zur Verfügung hat … (und das ist gerade mal 1/5-1/10 der Bayern Gesammteinnahmen) und wie gesagt das wird von Jahr zu Jahr nur größter der Unterschied.
 
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So weg von der Superleague zum dreckigen Abstiegskampf in der 2.Liga.

Duisburg gewinnt das direkte Abstiegsduell gegen Fortuna, jetzt gibts am naechsten Spieltag das direkte Aufeinandertreffen Fortuna gg Frankfurt. Da wirds heiss hergehen, wer da gewinnt, ist gerettet. 60 ist mit dem heutigen Sieg auch schon fast gerettet, kann mir nicht vorstellen, wie die anderen da alle noch vorbeiziehen koennen. Zudem das beste Torverhaeltnis der ganzen Mannschaften da unten.

Freiburg ist auch mit dem heutigen Spiel sicher aufgestiegen, RB hingegen hat nur Unentschieden gespielt und Nuernberg bleibt in Schlagdistanz.
 
@ Linkser: Das ist ja mal richtig bitter, dass ihr in Duisburg verloren habt. Duisburg kann man leider nicht mehr abschreiben wie vor paar Spieltagen noch.

Der Glubb kann mit einem Sieg näher an Red Bull Leipzig kommen, die daheim gegen Bielefeld nur 1:1 gespielt haben. :)

Ich bin hocherfreut, dass Münster in Wehen führt. :) :) :) Hätte ich nicht gedacht. Aber Münster muss noch ~18 Minuten inkl. Pauschal-NSPZ durchhalten. Kämpfen und siegen! Dann muss noch noch Bremen 2 verk*cken und wir brauchen nur 1 Punkt aus 3 Spielen.

Edit: Da kam tatsächlich Linkser paar Sekunden vorher dazwischen. ^^

Edit: Bei der Form von FSV Frankfurt gehören die auf den letzten Platz! Also macht bitte nicht den Aufbaugegner!
 
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Naja ich hab jetzt nicht die letzten Spiele vom FSV im Kopf, aber viel beschissener als Fortuna (letzten 5 Spiele 2 Punkte...) kann die ja schon fast nich mehr sein. Das einzige was mich positiv stimmt ist, dass es ein Heimspiel gg den FSV ist.
 
Und das habt ihr zu gewinnen, verdammt nochmal! :mad: ;) Muss Funkel halt nochmal die Truppe zusammensche**en und einschwören, damit die alles geben. Und es hätte nicht den Nebeneffekt mit dem Versagen wie bei Aachen. Vor paar Wochen waren die ersten 30 Minuten von euch gegen Red Bull Leipzig ja auch nicht so schlecht, meine ich.

Münster hat vorhin in Wehen kurz vor Schluss noch das 2. Tor gemacht. Sehr geile Sache! :daumen: Wenn Bremen 2 morgen noch voll versagt, reicht uns der eine Punkt gegen Erfurt. Erfurt ist halt momentan sehr gut und ich rechne nicht damit, dass die das Spiel herschenken. Mein Tipp: 0:0 oder 1:1.
 
@wunschiwunsch: bei den Fusionen ging es mir nur um das Thema Draftsystem, Franchises und Salary Cap, nicht um eine Superliga. Da bin ich deiner Meinung, das wird über kurz oder lang in irgendeiner Form kommen.

Ich könnte mir da prinzipiell schon ein System vorstellen, dessen Modus an den amerikanischen angelehnt ist: Oben 16 Topteams, die im Ligamodus 8 Playoffteilnehmer und dort den Sieger ausspielen. Dann noch 4 potentielle Absteiger und 4 potentielle Aufsteiger, die wieder zusammen die Ligazugehörigkeit für nächste Saison ausspielen (ähnlich wie bei der Eishockey WM). Darunter dann weitere Ligen, die nicht an Ländergrenzen gebunden sind (Iberien, Westzentraleuropa mit Frankreich, BeNeLux und Teilen Deutschlands, ...). Für kleinere Vereine ab 3./4. Liga könnte alles mehr oder weniger beim alten bleiben.

Aber eben ohne Umwandlung in Franchises, Draftsystem etc, einfach eine höhere Spielklasse mit den Topteams.

@2. Liga: schön, dass 60 gewonnen hat und Nürnberg es nochmal richtig spannend machen kann. Hoffen wir das beste.
 
War einer von euch mal kürzlich, oder irgendwann in Gelsenkirchen ? Mit welcher berechtigung spricht ma da von Wirtschaftsboom ? :D

Und die Bevölkerungsdichte haben Duisburg, Rot-Weiß-Essen, Bochum auch...trotzdem alles Kleinvieh.

Es bleibt dabei. Ost Clubs die nicht nur künstliche Strahlkraft hatten gibts noch, die Betriebssportgruppen wurde finanz und hirn-Stecker gezogen als der Staat sich nicht mehr kümmerte.
Von der Wirtschaftlichenentwicklung war die DDR eben hinten, knapp 40 Jahre lang ein System ohne Konkurrenz, ist doch beinahe aufgeholt.
 
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