Ich wollte damit keineswegs die Anteilnahme vieler Menschen in den Dreck ziehen.
Mir geht nur die übertriebene Ausführung auf den Nerv:
Der Kommentator ringt um Worte, sodass man zu dem Schluss kommt, er wird sich vermutlich die nächsten zwei Wochen, gar Monate, in den Schlaf weinen.
Ich hätte genauso geschwiegen und sicherlich auch das "You'll never walk alone" mitgesungen, aber mehr durch mein Empfinden als schöne, respektvolle und tröstende Geste den Angehörigen gegenüber, als dass ich selbst tiefe Trauer empfunden hätte.
Es gehört zum Leben dazu, so scheiße es auch ist. Ich weiß nicht ob ich zwanzig mal stärker empathieren muss, nur weil es dreißig Meter neben mir passiert; mir ist auch im Vorfeld solcher Vorfälle bewusst, wie schnell es gehen kann. Dazu muss ich nicht, wie viele andere, erst wachgerüttelt werden, indem knapp neben mir jemand seinen Frieden findet.
Da ich aber derjenige bin, der das Thema zumindest hier auf CB gerade am Leben hält, über das ich meine Genervtheit kundgetan habe, ist nun Ruhe im Karton.
@getexact:
Ich sehe die Dortmunder Situation sehr ähnlich.
Tuchel hat es fertiggebracht, eine funktionierende, verletzungs- und angefressenheitsfreie Rotation auf die Beine zu stellen. Meinen allerhöchsten Respekt dafür. Bis jetzt ist Tuchel ein großes Geschenk für den BVB.
Ich bin sehr dankbar, dass wir zwei solch großer Trainer nacheinander für uns gewinnen konnten.
Gündogan geht mir persönlich allmählich schon wieder auf die Nerven. Er kann meinetwegen gehen, was auch immer er sich in Manchester erhofft. Pep wird dort - wenn er seinen Clubverschleiß konstant hält - nicht mehr als ein paar Jahre bleiben. Und die mannschaftlichen Voraussetzungen sind nicht so exzellent wie in Bayern, ich zweifle noch stark daran, dass er ManCity in drei Jahren CL-Gewinn-tauglich bekommt.
Er kann zwar Geld verschleudern wie er lustig ist, aber es liegt definitiv mehr Arbeit vor ihm, als es bei seinen letzten beiden Stationen der Fall war.