Bericht Im Test vor 15 Jahren: Intels Luxus-Chipsatz i875P für den Pentium 4

Robert

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#1
tl;dr: Der Intel i875P-Chipsatz führte für den Pentium 4 erstmals Unterstützung für Dual-Channel-DDR400, FSB800 sowie Performance Acceleration Technology (PAT) und Communications Streaming Architecture (CSA) ein. Der Luxus-Chipsatz hatte aber auch seinen Preis; Anwender waren besser beraten auf den günstigeren i865 zu warten.

Zum Bericht: Im Test vor 15 Jahren: Intels Luxus-Chipsatz i875P für den Pentium 4
 
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#2
Mein aktuelles Projekt erfolgt auf einem Mainboard mit ähnlichen Layout (ganz am Rand die CPU, s. Bild 2). Dank dem Netzteil oben (bei mir) ist die Kühlerauswahl dadurch deutlich eingeschränkt. Gut dass es das heute nicht mehr gibt und etwas Platz gelassen wird am oberen Rand des MBs, sodass man auch große Tower-Kühler mit seitlichen (links oder rechts) Lüfter montieren kann.
Das erhöht die Auswahl des richtigen Kühlers deutlich, sonst wäre nur oben/unten (wenn überhaupt) möglich gewesen.
(Kommt natürlich auch auf das Gehäuse drauf an)
 
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#3
Vielen Dank auch für diesen wieder wunderbar nostalgischen Test :)

Es ist schön, 15 Jahre später noch einmal vor Augen geführt zu bekommen, dass damals wie heute keine Notwendigkeit darin bestand, den teuersten Chipsatz zu kaufen, wenn schlichtes Spielen oder gängige Arbeiten am PC der Normalfall sind. Selbst im Extremfall (denkbar langsamster/am Schlechtesten ausgestatteter Chipsatz vs. Flagship-Chipsatz) liegen die Performance-Einbußen stehts im einstelligen Bereich, also ebenfalls damals wie heute.

Primär sollten die Anforderungen an Anschlüsse und Kernfunktionen ausschlaggebend für die Chipsatzwahl sein. Was CB vor Kurzem ebenfalls wieder schön aufgezeigt hat, ist, dass die Performance innerhalb ein und desselben Chipsatzes in normalen Anwendungsfällen ebenfalls identisch ist (Test der derzeit günstigsten Z370-Platine). Somit muss man kein Board weit jenseits der 150 Euro kaufen, nur, weil man einen modernsten Prozessor antreiben möchte, was leider vielen nicht bewusst ist.

Auch ich hatte damals bewusst nicht zum 875P gegriffen und stattdessen lieber die günstigere Alternative in Form des 865PE gewählt, in meinem Fall war es das MSI 865PE Neo-2 FISR, das neben Dual Channel auch PAT unterstützte und eine wahre OC-Rennsau war (P4 Northwood 2,4GHz auf wahnwitzige 3,6GHz unter Wasser -> 50% Taktsteigerung bei einem P4 von der Stange).

Cya, Mäxl
 
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#4
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#5
Als Intel endlich CSA eingeführt hat war es deutlich besser. Man konnte endlich von den Platten im LAN was rüber kopieren ohne zu zuckeln. Aber nicht alle Hersteller haben das auch umgesetzt
 
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#6
Ich muss ehrlich sagen: sehr beeindruckend damals, aber er war mir einfach zu teuer :(.

Wenn man Jahre zurückschaut, realisiert man erst richtig, wie gering doch die Unterschiede zwischen sogenanntem Highend und eine Stufe darunter waren.
 

deo

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#7
Man hatte damals einen AGP- und viele, viele PCI-Steckplätze, die man auch brauchte für diverse Steckkarten. Heutzutage reicht ein mITX Brett, das alles integriert hat. Das verbraucht auch am wenigsten Strom.
Ich glaube, vor 15 Jahren waren weit über 100 Watt im Leerlauf normal.
 
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#8
Vielen Dank auch für diesen wieder wunderbar nostalgischen Test :)

Es ist schön, 15 Jahre später noch einmal vor Augen geführt zu bekommen, dass damals wie heute keine Notwendigkeit darin bestand, den teuersten Chipsatz zu kaufen, wenn schlichtes Spielen oder gängige Arbeiten am PC der Normalfall sind.

Somit muss man kein Board weit jenseits der 150 Euro kaufen, nur, weil man einen modernsten Prozessor antreiben möchte, was leider vielen nicht bewusst ist.
Intel schränkt die Chipsätze heute allerdings schon recht doll ein. Die kleinsten Intel Platinen gurken noch immer nur mit mit PCIe 2.0 rum und haben extrem wenig Lanes und Anschlüsse. Dzu die Einschränkung beim Übertakten, sowohl bei CPUs und den Chipsätzen. In meinen Augen sind die kleinen Chips heute so stark kastriert, dass diese sich nicht wirklich lohnen (abgesehen von reinen Office und Multimediasystemen). Dazu ist der Preisunterschied teils nicht hoch genug. Schlimmer finde ich es, dass man 15 Jahre später im Mainstream noch immer nur Dual Channel Speicher gibt. Trauriger ist es, dass die Leute heute immer das neuste haben möchten, obwohl es meistens keinen Sinn macht
 
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#9
Mein aktuelles Projekt erfolgt auf einem Mainboard mit ähnlichen Layout (ganz am Rand die CPU, s. Bild 2). Dank dem Netzteil oben (bei mir) ist die Kühlerauswahl dadurch deutlich eingeschränkt. Gut dass es das heute nicht mehr gibt und etwas Platz gelassen wird am oberen Rand des MBs, sodass man auch große Tower-Kühler mit seitlichen (links oder rechts) Lüfter montieren kann.
Das erhöht die Auswahl des richtigen Kühlers deutlich, sonst wäre nur oben/unten (wenn überhaupt) möglich gewesen.
(Kommt natürlich auch auf das Gehäuse drauf an)
es kommt da nur auf das Gehäuse an. Das netzteil in der oberen hinteren Ecke hat doch heute fast kein Gehäuse mehr --> je nachdem wann die Deckenwand kommt, hat man also keinerlei Probleme.
 

deo

Rear Admiral
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#10
@Shoryuken94
QuadChannel im Mainstream ist Geldverbrennen.
Du kannst auch ein Mehrsockelsystem daheim laufen lassen, wenn es dir gefällt.
Aber verschone bitte die Mehrzahl, der Leute damit, die grundsätzlich nicht die Leistung nutzen, die sie im PC haben.

Quad-channel RAM vs. dual-channel RAM: The shocking truth about their performance
https://www.pcworld.com/article/298...ing-truth-about-their-performance.html?page=2
 
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robertsonson

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#11
ach, wie schön :)
hier ein kleiner ausschnitt aus meiner "ewigen hardware-exceltabelle", ich war jung und dumm und hatte das geld :D

hw.PNG

360 euro für 2x512 GB corsair CL2-3-2-6, ich hab die teile heute noch im schrank liegen.
ich weiss noch wie mich damals ein typ von alternate anrief weil sie den ram grade nicht auf lager hatten und mir ein alternatives kit von g.e.i.l. oder so vorgeschlagen hat, was sogar günstiger gewesen wäre, aber ich wollte unbedingt den corsair. wie ich schon sagte, ich war jung (15 jahre), dumm, ... :rolleyes:
 
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#12
ein typ von alternate anrief weil sie den ram grade nicht auf lager hatten und mir ein alternatives kit von g.e.i.l. oder so vorgeschlagen hat, was sogar günstiger gewesen wäre
und die geil waren damals die besten... :p

ja, das waren noch zeiten, als ich solche systeme mit meinen athlons durch die nase gezogen habe :king: pentium 4 krücken konnten nix ausser teuer und heiss... :freak:
 
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#13
@deo

Kommt halt immer auf die Anwendungen drauf an. Gerade bei der Nutzung einer APU wäre mehr als Dual-channel ein Segen, wegen mir auch Tripple Channel.

Allerdings sind die Boardpreise aktuell teils so hoch, dass man da doch mehr erwarten könnte. Wie viel es mehr kosten würde, lässt sich wohl so aus dem Stehgreif schwer sagen. Gerade Ryzen und Raven Ridge profitieren ja enorm von schnellem Speicher.

Und wenn es danach geht, dann bietet alle aktuelle Plattformen Dinge, die nie jemand benötigt. Auch PCIe SSDs bringen dem User bei Normalanwendungen nichts....
 
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doof123

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#15
Bin damals vom Asus TUSL2-C mit P3 933MHz EB & irgend einem Bios-Mod mit meiner Geforce 3 TI auf das P4C800 & P4 2.8GHz gewechselt.
Zu der Zeit hatte ich den ersten TFT mit 17 Zoll, der ummer noch seine Arbeit bei meinem Bruder im Büro verrichtet.
 
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Intel schränkt die Chipsätze heute allerdings schon recht doll ein. Die kleinsten Intel Platinen gurken noch immer nur mit mit PCIe 2.0 rum und haben extrem wenig Lanes und Anschlüsse. Dzu die Einschränkung beim Übertakten, sowohl bei CPUs und den Chipsätzen. In meinen Augen sind die kleinen Chips heute so stark kastriert, dass diese sich nicht wirklich lohnen (abgesehen von reinen Office und Multimediasystemen). Dazu ist der Preisunterschied teils nicht hoch genug.
Darüber könnte man streiten. Wenige PCIe-Lanes, PCIe 2.0, kein Overclocking... das sind alles Dinge, die selbst der Zocker im Alltag niemals bemerken würde, selbst mit einer 1080ti bei 4k ist der PCIe 2.0 zu 3.0-Unterschied allenfalls messbar, aber nicht wirklich spürbar.

Overclocking ist auch etwas, das du beim Arbeiten und Spielen nicht wirklich merkst. Ob dein Spiel nun ohne Vsync 110 oder 120 Frames pro Sekunde rendert, ist irrelevant.

Der Preisunterschied zu den "besseren Chipsätzen" ist tatsächlich nicht so groß, das ist korrekt. Jetzt wäre es nur interessant, lieber einen "kleineren" Chipsatz, dafür mit stark ausgestattetem Mainboard zu nehmen, oder aber einen starken Chipsatz mit sehr mager ausgestattetem Mainboard.

Irgendwo in der Mitte liegt wohl die Wahrheit vergraben. Mein aktuelles ASRock Z370 Extreme4 bietet mir einen solchen Mittelweg zu ca. 130 Euro. Das Board hat eher andere "Probleme" (z.B. die permanent rot leuchtende LED des Dual-BIOS oder die unsinnig platzierten RGB-Beleuchtungen auf dem Board sowie die BIOS-Batterie).

Cya, Mäxl
 
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Man hatte damals einen AGP- und viele, viele PCI-Steckplätze, die man auch brauchte für diverse Steckkarten. Heutzutage reicht ein mITX Brett, das alles integriert hat. Das verbraucht auch am wenigsten Strom.
Ich glaube, vor 15 Jahren waren weit über 100 Watt im Leerlauf normal.
Japp!

Und es waren nicht nur die Steckkarten!
Hab erst letztes Jahr einen PC außer Betrieb genommen, der trotz damals üblicher Stromsparmechanismen (AMD X2 EE) und Onboard-Grafik (nVidia), Onboard-Sound im Leerlauf zwischen 80 und 90 Watt zog...
Jetzt werkelt da ein Mini-PC auf Brisbane-Basis mit 15-25 Watt (Idle - Vollast) Verbrauch.
 
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Das erhöht die Auswahl des richtigen Kühlers deutlich, sonst wäre nur oben/unten (wenn überhaupt) möglich gewesen.
(Kommt natürlich auch auf das Gehäuse drauf an)
liegt wohl an den massiven northbridges von damals
 
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Darüber könnte man streiten. Wenige PCIe-Lanes, PCIe 2.0, kein Overclocking... das sind alles Dinge, die selbst der Zocker im Alltag niemals bemerken würde
Da würde ich nicht ganz mitgehen, ganz besonders beim OC. Denn je nach Spiel macht das Nicht den Unterschied zwischen 110 und 120 FPS, sondern auch zwischen Ruckelig und flüssig. Es gibt viele Spiele, die auch heute noch massiv CPU limitiert sind und nicht gut mit vielen Kernen skalieren. Fällt mir aktuell bei ESO sehr stark auf, wenn viel los ist oder in Städten. Mein Mitbewohner hat einen i7 3820 @ 4,8GHz und die CPU limitiert massiv teils und lastet nicht mal seine GTX 760 voll aus. Bei mir siehts mit meinem 3930K @4,6Ghz auch nicht anders aus.

Davon ab, dass sich Leute mit 144Hz Monitor (besonders wenn ohne G-Sync oder Freesync) sehr wohl über einen Sprung von 110 auf 140+ FPS freuen. Es kommt halt immer auf die eigenen Ansprüche an. Wenn man nur in 1080P@60fps spielen möchte, dann braucht man sowas bei einer aktuellen CPU nicht unbedingt, aber es gibt ja nicht nur die Leute. Mit meinem alten x5650 hat es auch einen massiven Unterschied gemacht, ob der mit 2,6Ghz oder 4,2Ghz läüft. Besonders in spielen, aber auch beim Rendern von Videos.

Und ja, solange man nur eine Grafikkarte im System hat, kommt man mit den Lanes und PCIe 2.0 aus. Allerdings sind heute viele moderne Schnittstellen auch per pcie angebunden. Dann wird es schnell schwierig, oder man muss sich entscheiden, was man nutzen möchte, da nicht genug lanes für den Parallelbetrieb vorhanden sind.

Die tolle Ausstattung nützt dir halt recht wenig, wenn du sie eh nicht zusammen nutzen kannst. Dann kannst du dir auch gleich ein Board suchen, was nur das hat, was du auch brauchst.

Ich persönlich fahre mit meinem Asus Rampage IV Extreme sehr gut. Das ist in meinen Augen halt noch ein wirklich ordentliches Mainboard ohne zu große Einschränkungen. Keine verkrüppelte VRM Kühlung wie bei vielen modernen Platinen, wo die Funktion der Optik untergeordnet wurde (trotzdem sieht das Board in meinen Augen ziemlich gut aus), Dank Quadchannel bietet es trotz DDR3 schnellen Ramspeed, genug PCIe Lanes, um auch moderne Schnittstellen nachrüsten zu können...

Ob man das braucht, muss einfach jeder selbst wissen. Ich finde es aktuell teils einfach traurig, wie man auf der Stelle tritt. Da setze ich lieber auf eine etwas ältere Plattform, die aber weniger Kompromisse eingehen muss. Heute wollen die Leute einfach immer nur das neueste haben, aber wirklich Sinn macht es nicht.
 

Steeeep

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#20
Der größte Kostenunterschied heute zu billigen und highend Chipsätzen ist der Stromverbrauch. Der gerade im Isle Unterschiede von bis zu 100% ausmacht.
 
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