Im Test vor 15 Jahren: Asus' A8N32-SLI Deluxe mit 32 PCIe-Lanes

Robert McHardy
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Im Test vor 15 Jahren: Asus' A8N32-SLI Deluxe mit 32 PCIe-Lanes

tl;dr: Das Asus A8N32-SLI Deluxe (Test) verbaute im November 2005 Nvidias neuen nForce-4-SLI-x16-Chipsatz, der zwei Grafikkarten mit jeweils 16 PCIe-Lanes anbinden konnte. Die Vorteile des aus einer neuen Northbridge und einem alten Chipsatz bestehenden nForce 4 SLI x16 hielten sich in der Praxis in Grenzen.

North- und Southbridge kehrten zurück

Seit dem nForce 2 war der nForce 4 SLI x16 der erste Chipsatz auf dem Desktop-Markt, der wieder über eine separate North- und Southbridge verfügte. Um die notwendigen 32 PCIe-Lanes bereitstellen zu können, kombinierte der Hersteller die neue C51D-Northbridge (auch „System Platform Processor“ oder SPP genannt) mit dem alten nForce-4-SLI-Chipsatz (auch „Media and Communication Processor“ oder MCP genannt).

Beide Chips stellten jeweils 16 PCIe-Lanes bereit, wobei der MCP seinerseits mittels eines 16 Bit breiten Busses an den SPP angebunden war. Der Bus wurde abhängig von der Plattform mit 800 (Intel) respektive 1.000 MHz (AMD) betrieben. Das unten stehende Blockdiagramm zeigt den generellen Aufbau des nForce 4 SLI x16 für AMD-Prozessoren.

Das vor 15 Jahren getestete Asus A8N32-SLI Deluxe gehörte zu den damaligen High-End-Modellen. Neben der generell üppigen Ausstattung konnte es mit einer besonders starken passiven Kühlung der Spannungswandler sowie der North- und Southbridge glänzen.

Für Nutzer von Wasserkühlungen legte der Hersteller optional aufsteckbare Lüfter bei. Der große Abstand zwischen den beiden PCIe-x16-Steckplätzen gewährleistete ausreichend Frischluft für beide Grafikkarten, wenn ein SLI-Verbund betrieben wurde.

Aufstecklüfter montiert
Aufstecklüfter montiert

Spiele profitierten nicht

Der hohe Aufwand und die Mehrkosten zahlten sich zumindest in den damaligen Spielen nicht aus. Zwar konnte das A8N32-SLI Deluxe im Test mit einem Athlon 64 4000+ und zwei GeForce 6800 GT die höchste Leistung erzielen, der Vorsprung lag aber im besten Fall bei rund einem Prozent gegenüber dem langsamsten Mainboard.

In den anderen Test-Rankings befand sich das Asus A8N32-SLI Deluxe im Mittelfeld. Bei den Schnittstellenbewertungen hatte es einen systematischen Nachteil, da der zweite SATA-Controller des Mainboards einen externen eSATA-Anschluss ansteuerte und die Redaktion daher keine RAID-Messungen vornehmen konnte.

Für solche, die 180 Euro in ein Mainboard investieren wollten, um die maximal mögliche SLI-Leistung zu erhalten, war das A8N32-SLI Deluxe genau richtig. Für alle anderen Nutzer hielt sich der Nutzen der zwei PCIe-x16-Steckplätze in Grenzen. Viele günstigere Mainboards boten eine ähnliche Leistung und teilweise mehr Anschlüsse.

In der Kategorie „Im Test vor 15 Jahren“ wirft die Redaktion seit Juli 2017 jeden Samstag einen Blick in das Test-Archiv. Die letzten 20 Artikel, die in dieser Reihe erschienen sind, führen wir nachfolgend auf:

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