Leserartikel Be Quiet Pure Power 9 - 600W CM im Test

MrMorgan

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#1



Inhaltsverzeichnis:




1) Vorstellung

2) Vorwort

3) Verpackung und Lieferumfang

4) Das Netzteil im Überblick

5) Die technischen Details im Überblick

6) Testsystem

7) Testsystem und Messergebnisse

8) Lautstärke

9) Fazit

10) Schlußwort



1) Vorstellung




Für diejenigen, die noch kein Review von mir gelesen haben, erstmal kurz ein paar Worte zu mir.

Mein Name ist Michael, ich bin 35 Jahre JUNG :D und ich habe eine Ausbildung in der IT hinter mir, arbeite momentan allerdings hauptberuflich nicht im IT-Sektor. Da mich alles rund um PC, Modding und was dazu gehört nicht los lässt, bin ich seit kurzem nebenberuflich in diesem Segment tätig. Für mich war es schon immer normal, das ich für Freunde & Bekannte der Ansprechpartner für alle möglichen technischen Fragen war, sei es PC´s & Zubehör oder z.B. auch alles rund ums Thema Smartphone und Home-Entertainment. Für mich ist es schon immer eine Genugtuung, wenn ich mal wieder jemand glücklich machen konnte :)

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2) Vorwort




Ich wurde seitens Mindfactory für eine "Testers-Keepers"-Aktion für das Be Quiet Pure Power 9 - 600 Watt CM Netzteil auserwählt. Da ich in meiner Vergangenheit schon oft zu Be Quiet Netzteilen gegriffen habe (und diese auch im Bekanntenkreis oft empfohlen habe), war ich sehr gespannt darauf, welchen Eindruck das Netzteil hinterlassen würde. Nachdem der Vorgänger Pure Power L8 etwas Kritik dank der Gruppenregulierung der Stromschienen einstecken musste, bin ich gespannt, wie sich der Nachfolger nun aufstellen kann. Natürlich kann ich als Laie (vor allem ohne Messtation und darüber hinaus ohne große elektrotechnische Ausbildung/Erfahrung) nicht im Detail auf die technischen Aspekte des Netzteils eingehen, aber ich versuche, so gut mir möglich, euch einen Eindruck über das Netzteil zu vermitteln.

Als ich mich beworben habe, hätte ich zum vergleich noch das oben erwähnte Pure Power L8 genommen. Leider ist mir das Netzteil kurz nach Abgabe der Bewertung kaputt gegangen. Da ich natürlich nicht warten konnte, ob ich für den Test ausgewählt werden würde, habe ich mir in der Zwischenzeit das Corsair AX860i 860W 80+ Platinum angeschafft und werden das mit in den Test einfliessen lassen. Zu erwähnen sei hier natürlich, das dieses Corsair Netzteil in einer völlig anderen Klasse angesiedelt ist. Mit einem ca. 2,5-fach teurerem Preis und Platin-Zertifizierung sprechen wir hier von einer gänzlich anderen Liga im Bereich der Stromversorgung ;) Trotzdem bin ich gespannt, wie sich das Be Quiet Einsteiger-Netzteil bei den später folgenden Strommessungen gegen das viel teurere Corsair Netzteil behaupten kann.

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3) Verpackung und Lieferumfang




Verpackung:

Die Verpackung ist wie bei Be Quiet typisch fast ausschließlich in schwarz gehalten.

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Die Vorderseite zeigt neben einer großen Darstellung des Netzteils und einem großen Schriftzug mit der Bezeichung des Netzteils noch die Watt-Angabe sowie oben an der linken Kante den Hinweis über die 80+ Silber Zertifizierung sowie den Hinweis, das es sich hier um die Ausführung mit Kabelmanagement handelt. Unter der Watt-Angabe ist noch eine kleine Auflistung mit Key-Features des Netzteils wie Effizienzgrad, Lautstärke, Garantiezeit usw.

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Auf der Rückseite findet sich ein kleiner Text über die Firma Be Quiet. Daneben nochmals eine Auflistung
(englischsprachig) mit Features des Netzteils. Darunter eine Tabelle mit Angaben zur Spannungsversorgung sowie Abmessungen des Netzteils. Links daneben ist eine Abbildung welche die beigefügten Kabel in einem Schaubild erläutern (Art, Pin-Anzahl sowie Länge der Anschlusskabel).

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Auf den Seiten der Verpackung ist nochmals eine Auflistung der Key-Features in verschiedenen Sprachen (Deutsch, Französisch, Polnisch, Spanisch und Russisch).

Lieferumfang:

Der Lieferunmfang ist in meine Augen soweit typisch für ein Netzteil dieser Preisklasse.

  • Netzteil
  • Kaltgerätekabel
  • Anschlusskabel für Kabelmanagement
  • Befestigungsschrauben
  • Kabelbinder
  • Handbuch

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Das Handbuch ist gültig für alle Versionen der Pure Power 9 Serie. Es ist in den oben genannten 6 Sprachen gegliedert. Ein kleiner Fehler hat sich eingschlichen, in einem Abschnitt ist von der Dark Power Pro 11 Serie die Rede, aber ich denke das ist zu vernachlässigen. Am Ende der kurzen, aber ausreichenden Bedienungsanleitung befinden sich noch Tabellen mit den technischen Daten der Unterschiedlichen Modellen (400W - 700W) sowie Schaubilder der bei den unterschiedlichen Leistungsstufen enthaltenen Kabelstränge.

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4) Das Netzteil im Überblick




Kommen wir nun zum Netzteil selbst, gegliedert nach der äußeren Beschaffenheit sowie Einblick ins Innere.

4.1) Äußeres


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Wie bei der Verpackung ist auch das Äußere des Netzteils Be Quiet typsich in schwarz gehalten. Bei der Pure Power 9 Serie wurde auf eine Matt-Schwarze Oberfläche zurück gegriffen. Optisch empfinde ich das Netzteil als ansprechend.

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Anders als z.B. bei den höherpreisigen Netzteilserien (wie das Dark Power Pro) spendiert Be Quiet der Pure Power Serie keine seitliche Plakette welche den Seriennamen betitelt. Man begnügt sich bei der Pure Power Serie lediglich auf einen eingepressten Be Quiet Schriftzug auf einer der langen Außenseiten.

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Auf der gegenüberliegenden Seite findet man nochmals die Tabelle mit der Angabe der Spannungsversorgungen welche man bereit auf der Verpackung vorgefunden hat.

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Eine der oberen Seiten umfasst fast gänzlich das Lüftungsgitter hinter welchem der von Be Quiet eigengefertigte 120mm Lüfter sitzt. Dieser ist von einem orangenem Ring umgeben, der optisch heraus sticht. Dies passt wohl farblich nicht ganz in jedes Sytem. Dieser wird aber wohl bei den meisten Nutzern durch die Einbauweise eh nicht sichtbar sein.

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Die innenliegende kurze Seite beherbergt den Hauptkabelstrang welcher fest verbaut ist (ATX 20+4pin, 4+4pin EPS) sowie die Anschlussbuchsen für die Kabel des Kabelmanagements.

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Auf der äußeren Seite findet sich noch noch die Buchse für den Anschluss des Kaltgerätekabels sowie der Hauptschalter wieder. Der Rest ist geprägt von Lochgitter zur Belüftung.

4.2) Die inneren Werte


ACHTUNG! Lebensgefahr!

Bitte öffnet bei euch zuhause kein Netzteil! Bitte achtet im Umgang mit Strom stets darauf, dass das Gerät nicht mit der Steckdose verbunden ist, solltet ihr es doch mal öffnen. Selbst Restströme in den Kondensatoren können gefährlich sein. Ein Öffnen des Netzteils hat auch in der Regel den Verlust der Garantie zur Folge!


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Da ich kein Experte in Elektrotechink bin und mich hier auch mit den Bauteilen nicht übermäßig auskenne lasse ich rein Bilder sprechen.

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5) Die technischen Details im Überblick




80 Plus Zertifizierung:

Diese Zertifizierung sagt aus, wie gut die Effizienz des Netzteiles bei Lastständen 20%, 50% und 100% arbeitet. Je besser die Einstufung (80Plus (White) < 80 Plus Bronze < 80 Plus Silber < 80 Plus Gold < 80 Plus Platinum < 80 Plus Titanium) desto energieeffizienter arbeitet das Netzteil. Anbei mal eine Tabelle zur Veranschaulichung (für uns ausschlaggebend ist die Spalte mit 230V Spannung).



Die beim Testkandidat ausgewiesene 80 Plus Silber Einstufung sagt aus, dass die Effizienz bei 20% sowie 100% Last bei mind. 85% liegen muss und bei 50% Auslastung bei mind. 89%.

Wie aussagekräftig dieses Instrument ist, lasse ich mal jeden selbst entscheiden. In Vergangenheit wurde öfters darüber diskutiert und es gab wohl auch bereits Fälle, in denen Netzteilhersteller die zu Referenztests geschickten Netzteile mit besseren Bauteilen bestückt hatten, um eine höhere 80 Plus Einstufung zu erzielen. Spätere Margen wurden dann wohl wieder mit billigeren Bauteilen bestückt, welche die Anforderungen der vergebenen 80 Plus Einstufung wohl nicht mehr hergegeben hätten. Des weiteren werden diese Netzteile im Labor unter (oft) nicht realitätsnahen Umgebungsvoraussetzungen (Temperatur usw) getestet, die dann später bei den Käufern daheim so nicht immer auftreten.

Nichts desto trotz kann man denke ich Anhand der 80 Plus Zertifizierungen schon abschätzen, welches Netzteil am Markt eine gute Energieeffizienz aufweist.

Je höher die Effizienz, desto besser kann das Netzteil sozusagen mit dem Eingangsstrom arbeiten (weniger Stormverbrauch).

Schutzschaltungen:

Das Be Quiet Pure Power 9 ist mit allen gängigen Schutzschaltungen ausgestattet.

  • OCP - Überstromschutz
  • OVP - Überspannungsschutz
  • UVP - Unterspannungsschutz
  • SCP - Kurzschlussschutz
  • OTP - Überhitzungsschutz
  • OPP - Überlastschutz

Somit sollte gewährleistet sein, das Eure Hardware in keiner erdenklichen Situation gefährdet ist.

Stromschienen:

Das Pure Power 9 verfügt über zwei 12V-Schienen. Es ist somit NVidia SLI readyTM sowie AMD CrossFireX zertifiziert.

Das Pure Power 9 ist nicht mehr wie das Pure Power L8 komplett Gruppenreguliert. Be Quiet setzt aber auf eine Art "Zwischenlösung" zu Einzelregulierten Stromschienen (Gruppenreguliert+ sozusagen).

Ohne jetzt völlig ins technische abzudriften, folgendes erklärt:

Nachteil Gruppenregulierung:

Da auf Netzteilen nur eine 12V Spule zum Einsatz kommt, werden aus dieser bei Gruppenregulierten Netzteilen in der Regel die Spannungen für die 12V Schiene als auch die Spannungen für mindestens eine Nebenspannung (3,3V oder 5V) generiert. Kommt es jetzt auf der 12 Schiene zu Spannungsausreißern nach oben, können auf der 3,3V oder 5V Überspannungsspitzen auftreten, welche daran angeschlossene Geräte beschädigen könnten.

Laut Angaben von Be Quiet unterstützt das Pure Power nun auch die Active-Clamp+SR Technologie, welches bisher erst ab der Straight Power Serie eingesetzt wurde. Allerdings ohne DC-DC Wandler (trennt praktisch die 12V Spannung auf sodass der oben erwähnte Nachteil der Gruppenregulierung nicht auftritt). Im Pure Power 9 wird allerdings die Ausgangsspannung durch elektronische Bauteile reguliert, was einem Einsatz eines DC-DC Wandler zumindest nahe kommt. Wer unbedingt auf eine Einzelregulierung der Stromschienen Wert legt, der muss den Aufpreis zur Straight Power Serie aufbringen.


Lüfter:

Als Lüfter kommt im Pure Power 9 Netzteil ein von Be Quiet selbst produzierter Lüfter (Bezeichnung QF1-12025-MS) mit 120mm zum Einsatz. Er besitzt eine max. Drehzahl von 1.800rpm, ist aber temperaturgeregelt.

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Abmaßen des Netzteils (ohne Kabel):

Länge: 160mm
Breite: 150mm
Höhe: 86mm

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6) Kabelausstattung / Custom Sleeving




In diesem Abschnitt gehe ich auf die am Netzteil fest installierten und optionalen Kabelstränge ein und schaue auch mal, wie einfach sich mögliche Sleeve-Vorhaben verwirklichen lassen könnten.

Kabelausstattung:

Fest verbaut:

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  • ATX 20+4 polig mit einer Länge von ca. 55cm
  • EPS 4+4 polig mit einer Länge von ca. 60cm

Modulare Kabel:

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  • PCIe Leitung 2fach 6+2 polig mit einer Länge von ca. 50cm
  • PCIe Leitung 2fach 6+2 polig mit einer Länge von ca. 50cm
  • Leitung: 2x SATA - 1x Molex - 1x FDD mit einer Länge von ~95cm
  • Leitung: 1x SATA - 2x Molex mit einer Länge von ~80cm
  • Leitung: 3x SATA mit einer Länge von ca. 80cm

Custom Sleeving:

Käufer, die bereits planen, ihr Netzteil direkt zu sleeven, achten vor dem Kauf oftmals darauf, wie gut das gezielt gesuchte Produkt bearbeitet werden kann. Deshalb greift man in diesem Fall oft zu Vollmodularen Netzteilen, da man hier zur Not alle Kabelstränge austauschen kann. Beim Pure Power 9 hat man nur ein teilmodulares Design, sprich die ATX- und EPS-Verbindungen sind fest im Netzteil integriert. Nur die weiteren Kabelstränge für PCIe, SATA- und Molex-Anschlüsse sind modular. Solange man nur vor hat, den Sichtbaren Bereich zwischen Mainboard und Mainbard-Tray des Gehäuses des ATX und EPS Kabels zu sleeven, ist alles OK. Will man jedoch das jeweilige komplette Kabel des Netzteils sleeven, kommt man nicht umher, das Netzteil zu öffnen. Beides hat allerdings natürlich den Verlust der Garantie zur Folge. Auch der Einsatz von Flachbandkabeln könnte etwas problematischer / umständlicher für nachträgliches sleeven sein als herkömmliche Einzellitzen.

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Auf Anfrage beim Be Quiet Support, ob es Y-Kabel am 24pol ATX Strang gibt, konnte man mir seitens des Support keine Auskunft geben. Ich wollte dann den Sleeve beim Netzteil auch nicht entfernen. Ich gehe allerdings davon aus, das beim Pure Power 9 wie auch bei meinem AX860i Y-Verbindungen vorhanden sind. Des weiteren wäre es zwar möglich, die Litzen des Flachbandkabels zu trennen (einfach außeinander ziehen), allerdings wird bei der PCIe Leitung der zweite Anschluss "verlängert", sprich man hat im ersten Stecker doppelte Litzen. Löblich ist aber trotzdem zu erwähnen, das mir der Support sehr schnell (ca. 2 Stunden) geantwortet hat.

Man fährt mit diesem Netzteil wahrscheinlich mit gesleevten Verlängerungen besser. Wer keine gesleevten Kabel möchte, hat seit der neuen Serie auf jeden Fall den Vorteil, das die Kabel und die Stecker nun ENDLICH schwarz sind (bei alten BQ Netzteilen waren die Kabel farbig und die PCIe Stecker z.B. blau).


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7) Testsystem und Messergebnisse




Getestet wird das Netzteil und das Vergleichsnetzteil Corsair AX860i mit folgendem PC-System:

  • CPU: Intel i7-6700k (geköpft)
  • CPU-Kühler: Coolermaster Hyper T4
  • Mainboard: MSI Z170A XPOWER Gaming Titanium Edition
  • RAM: 4x4GB Avexir Raiden Series weiß/blau DDR4-2800 CL15
  • GPU: EVGA GTX 980Ti Superclocked+ ACX2.0+
  • SSD1: Crucial MX200 256GB (System+Programme)
  • SSD2: Crucial MX200 500GB (Games)
  • ROM: LG Bluray Brenner


Gemessen werden folgende Auslastungs-Bespiele:

  • PC aus
  • Idle
  • Teillast 1: Prime-Only
  • Teillast 2: Furmark Only
  • max. Volllast: Prime+Furmark

Zur Messung des Stromverbrauchs wird folgendes Strommeßgerät direkt an der Steckdose des Netzteils zwischengeschaltet:

https://www.amazon.de/Profitec-Ener...id=1464971646&sr=8-1&keywords=profitec+kd+202

Wie in folgender Tabelle zu sehen, ist die Leistung im Vergleich zum wesentlich teureren Corsair AX860i als hervorragend anzusehen! Egal ob Idle, Teilauslastung oder Volllast per Prime95+Furmark... Das Pure Power 9 verbraucht in allen Lastbereichen nur unwesentlich mehr Strom als das Corsair Netzteil. Trotz Volllast ist das Netzteil flüsterleise. Einzig im Idle ist ein absolut minimales Spulen-"Surren" zu hören, welches aber nur zu hören ist, wenn man mit den Kopf direkt ans Netzteil geht.



Eine absolute Glanzleistung!

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8) Lautstärke




Letztendlich bleibt zu sagen, das weder das Corsair noch das Be Quiet Netzteil groß aus meinem Gehäuse herauszuhören ist. Ja ich würde sagen, beide Netzteile sind praktisch unhörbar (unter Last ist GPU+CPU Kühlung definitiv wesentlich lauter).

Deshalb spare ich mir hier Messungen. Diese wären durch fehlendes Professionelles Messmittel und fehlenden "Reinraum" sowieso äußerst subjektiv, da in meiner Wohnung praktisch permanent Nebengeräusche durch Außen Einflüsse (Straße usw.) vorhanden sind.

Aus Punkten der Lautstärke ist das Netzteil uneingeschränkt zu empfehlen.

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9) Fazit




Kommen wir abschließend zum Fazit meines Tests. Be Quiet hat in meinen Augen super Arbeit abgeliefert. Das Netzteil tut genau das was es soll. Meinen PC störungsfrei und umfangreich mit Energie versorgen. Dazu kommt der absolut flüsterleise Betrieb in Verbindung mit einer hohen Qualität. Weiterhin positiv zu erwähnen wäre, das die Kabel nun endlich schwarz sind! Ja, kein bunter Kabelsalat mehr im PC. Ich weiß nicht, warum das so lange gedauert hat... es wurde höchste Zeit ;) Dazu kommen weiterhin die mehr als phänomenalen Messwerte im Vergleich zum Corsair AX860i.

Aber nichts desto trotz, wo Licht ist, da ist auch Schatten ;)

Zum einen wäre hier der Preis. Aktuell finde ich es irgendwie unpassend, bei einem 80€ Netzteil von "Mittelklassenetzteil" zu sprechen. Zwar bietet das Netzteil viel für den Preis, er ist aber für ein Mittelklassenetzteil relativ hoch angesetzt.

Das Netzteil ist zwar SLI- bzw. CrossFire Ready aber ich weiß nicht, ob ich unbedingt 2 Grafikkarten damit betreiben würde. Zwar packt es rein von der Watt-Zahl gut 2 Mittelklasse (bzw. obere Mittelklasse) Grafikkarten, dank dem immer noch fehlenden DC-DC Wandler würde ich für den Einsatz eines 2-GPU Systems trotzdem weiterhin auf ein höherwertigeres Netzteil gehen.

Des weiteren wäre das Kabelmanagement zu erwähnen. In meinen Augen ist das Kabelmanagement in diesem Leistungssegment mehr "Schein als Sein". Ich glaube kaum, das viele User hier auf einen Kabelstrang (außer einer PCIe Leitung) verzichten können. Ich verstehe auch nicht, wieso noch so viele Molex-Stecker verbaut werden. Hier wären mehr SATA-Stecker besser gewesen.

Neutral sehe ich die Garantiezeit von 3 Jahren. Andere namhafte Hersteller zeigen hier, wie es besser geht und bieten teils für Mittelklasse Netzteile bereits 5 Jahre an.

Pro:

  • Design
  • Verarbeitung
  • Leistung
  • Flüsterleise
  • Schwarz Kabel + Stecker

Neutral:

  • Garantiezeit

Contra:

  • Kein DC-DC Wandler
  • Semi-Kabelmanagement in dieser Klasse fragwürdig
  • Preis
  • Flachbandkabel und feste Kabel schlecht für Sleeven

Trotz aller negativer Punkte kann ich für das Pure Power 9 eine Kaufempfehlung aussprechen. Ich bin bloß der Meinung, das für die meisten Nutzer das 500 Watt Modell ausreichen würde.

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10) Schlußwort




Mein Dank gilt dieses mal natürlich Mindfactory (sowie Be Quiet), welche mich für die Testers-Keepers Aktion ausgewählt haben sowie erneut Computerbase für die Bereitstellung dieser tollen Community-Plattform.

Ich hoffe ich konnte dem ein oder anderen einen guten Eindruck des Produkts vermitteln und bei einem evtl. Kaufinteresse weiterhelfen. Gerne bin ich für weitere Fragen offen und werde euch, sofern mir möglich, jegliche weitere Fragen beantworten.

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#3
Das ist und bleibt nunmal DER Kritikpunkt.
Wäre es günstiger und würde damit in einer anderen Klasse spielen (vom Preis) dann könnte man es empfehlen.

So konkurriert es fast mit dem Straight Power was nunmal eindeutig besser ist ^^
 

MrMorgan

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#4
ja da hast du wohl recht, Grundsätzlich ist für die meisten PC´s in dieser Leistungsklasse eh 500-550W genug. Noch dazu gibts hier einige gute (und günstigere) Alternativen bis 70€

Nichts desto trotz ist das PP9 trotz fehlendem DC-DC Wandler ein gutes Netzteil. Mit einem niedrigeren Preis würde es sich aber definitiv um einiges Besser im Markt platzieren.

Aber Be Quiet wird hier (allein auch schon durch den Markennamen) genug Absatz erzielen.

Trotz allem ist es ja kein schlechtes Netzteil!
 
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#5
Das Pure Power ist aktuell wenn dann eher richtung 300W eine empfehlung da es wirklich super leise ist und damit ein guter Kandidat für Office und Multimedia ist.
 
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#7
Gut das 8er war noch ab 300W. Wird wohl an der Silber Zertifizierung liegen.

Das sehe ich übrigens gerade das das 400W PP genauso viel kostet wie das 450W System Power 7...
 
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#8
Da ich kein Experte in Elektrotechink bin und mich hier auch mit den Bauteilen nicht übermäßig auskenne lasse ich rein Bilder sprechen.
Sehr schön!
Statt was falsches zu schreiben, besser gar nix schreiben.
Aber wenn du es schon auf machst, kannst ja noch ein paar mehr Bilder machen. Insbesondere die Ausgangsseite ist interessant und die verbaute Kondensatorserie (in dem Fall müsste es Teapo SC sein, also die Seite wo SC steht und auch die Seite mit Volt und dieser µF Angabe).



Contra:

  • Kein DC-DC Wandler
  • Semi-Kabelmanagement in dieser Klasse fragwürdig
  • Preis
  • Flachbandkabel und feste Kabel schlecht für Sleeven
Ähm, äußerst offensichtliche Dinge muss man nicht erwähnen.

Und Dinge, die vom Standpunkt abhängen, aber nichts mit der Technik des Gerätes an sich zu tun hat, auch nicht. Damit meine ich jetzt das Sleeven des Gerätes.
Das wird zwar gerne als Argument angeführt, aber wer macht das denn wirklich? Eben, kaum jemand...
Und wer das macht, sieht auf den ersten Blick, dass einige Dinge nicht so tolll sind, entsprechend muss man das nicht erwähnen.

Bei den Kabeln ist auch eher wichtig, wie Steif sie sind, wie gut sie sich verlegen lassen usw.

Dass Flachbandkabel ziemlicher Mist sind, insbesondere, wenn man etwas mehr mit dem Gerät 'arbeitet', sollte irgendwie einleuchten. Insbesondere dann, wenn die Enden ungesichert sind und sich die Verbindung der einzelnen Adern löst -> Sleeve FTW!!
 

MrMorgan

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#9
Habe das Netzteil jetzt bei einem bekannten eingebaut, da wir das kabelmanagement schon gemacht haben würd ich es ungern wiede raus reißen. Aber zum Thema Details des Innenlebens kann ich auch gerne auf folgenden Test verweißen, da wird auch einiges gut erklärt was die Elektronik angeht.

http://www.hardwareluxx.de/index.ph...41-be-quiet-pure-power-9-cm-600w-im-test.html (CB hat es ja bisher leider nicht ausführlich getestet)

Vor dem Test habe ich auch in anderen Foren einige Reviews zu Netzteilen gelesen, bei denen immer wieder über das "Sleeve-Verhalten" im Anschluss diskutiert wurde, von dem her habe ich das gleich in mein Review mit einfließen lassen. Wer sich daran stört, kann den Abschnitt ja überspringen.

Die Qualität der Kabel ist eigentlich recht gut, die Flachbandkabel könnten etwas mehr Flexibilität aufweisen, ich habe aber auch schon schlimmere gesehen. Allerdings finde ich alte gebundene Kabel auch besser.
 

MrMorgan

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#11
da ich wie gesagt kein Elektronikexperte bin, ging ich bei meinen obigen Aussagen vom weiter oben verlinkten "Konkurrenz"-Test aus, welche besagt, das es sich zwar um ein Gruppenreguliertes Design handelt, die Spannungen aber nicht gänzlich wie beim alten PP L8 z.B. geregelt werden. Hier muss ich dann zwangsläufig auf andere Tests vertrauen, welche das Netzteil auch mit entsprechenden Testmitteln genauer unter die Lupe nehmen.

Habe den Text oben mal etwas angepasst
 
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#12
netter usertest.

also die Aussage ist korrekt, es ist etwas modifiziertes Gruppenreguliertes Design. Im Endeffekt ist das total egal, die Spannungsregulation ist nicht top, sondern nur mittelmäßig. Warum das so ist, mag zwar interessant sein, ist aber im Endeffekt unerheblich.

Somit alles Gut gemacht :)
 

MrMorgan

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#15
genau, "Aus" ist wenn der Hauptschalter am Netzteil auf "0" steht.

Tja was soll ich sagen, ich kann nur die Ergebnisse werten die mir mein Messgerät angezeigt hat.
 

deo

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#16
Dann scheint das Profitec KD 202 Energiekostenmessgerät nicht für Standby Messungen geeignet zu sein.
Mein KD 302 misst Verbräuche unterhalb 0,2 Watt.
 
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#19
Dass er bei einem deutlich besseren Nachfolgemodell viel bringt halte ich für zweifelhaft. Just sayin.
 
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