News EU-Finanzminister: Verschärfte Steuer­gesetze für Apple, Google und Co.

Andy

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#1
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#2
Finde ich sehr begrüßenswert .
Allerdings: Heißt dass dann, dass selbst ein Unternehmen, dass weltweit Verluste macht Steuern zahlen muss?
 
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#3
Dann müssen die anderen Länder halt nachziehen wenn sie meinen Irland würde einen Wettbewerbsvorteil haben... Über Jahre war es kein Problem und nun ist es aufeinmal eins?

Am Ende vom Tag wird nichts passieren, weil mögliche neue Gesetze wieder Loopholes haben womit man trotzdem weniger Steuern zahlt...


@Miuwa

Nein, wie soll das gehen? Es soll der Umsatz besteuert werden wenn du Verluste machst hast du kein Umsatz.
 
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#5
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#7
Künftig soll der Steuersatz nicht mehr anhand des Gewinns, sondern basierend auf dem Umsatz berechnet werden.
Den Luxus möchte man als kleiner Mann auch mal haben, man zahlt nur auf den Anteil Steuern der am Ende des Monats nach Ausgaben/Einnahmen übrig bleibt. Und wenn ich im Minus lande zahlt mir der Staat Geld zurück.
 
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#8
Lächerlicher Ansatz. Steuern zahlen, auch bei Verlust, werde ich nie begrüßen. Egal ob es um große Konzerne geht.
Es gibt sicherlich andere Lösungen dafür.
 

alexx79

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#9
Insgesamt muss einfach jede Firma - trotz maximaler Gier - einen gesunden Steuersatz zahlen. Egal wo in der EU. Es ist ja nicht so, als würden speziell die Tech-Firmen am Hungertuch nagen - im Gegeteil. Aktienkurse von um die 1000 ist einfach obszön viel und kommt auch durch die Steuerersparnisse, welche die dumme EU oder deren Mitgliedsstaaten ermöglichen. Das Problem ist ein einfaches: Wenn du jemand die Möglichkeit bietest weniger zu zahlen, wird er es tun. Wäre ja blöd. Insofern müssen die vielen unberechtigten Ausnahmen abgeschafft werden.

Steuern über Umsatz halte ich für eine Notlösung und soll als Memo/Statement eben ein klares Signal senden. Besser wäre: Wenn du wenig bis keine Steuern in der EU zahlst und dennoch einen unsagbar großen Konzerngewinn (nicht Gewinn der jeweiligen EU-Gesellschaft) ausweist (weil du eben Steuervermeidung im großen Stil betreibst), dann wirst du nach Umsatz besteuert. Dein Pech. Hättest ja auch brav deine (verschleierten) Gewinne hier versteuern können.
 
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#11
Steuern suf Umsatz ist das einzig Sinnvolle. Ansonsten wird der Gewinn nämlich durch billige Tricks klein gerechnet.
Da kostet dann die neue Produktionsstraße 40.000.000€ statt 4.000.000€ weil in der Buchhaltung "ausversehen" eine Null dazu gekommen ist oder es werden Scheinfirmen eröffnet die dann über Werksverträge innerhalb der Firma arbeiten erledigen aber ebenfalls den zu versteuernden Gewinn verkleinern weil sie auf dem Papier wie externe Dienstleister aussehen.

Da geht es jährlich um viele Milliarden.
 
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#12
Genau diese Haltung ist es, die die europäischen Finanzminister kritisieren. Der Vorwurf lautet im Kern, Irland verschaffe sich mit niedrigeren Steuern und einer konzernfreundlichen Regulierung einen Wettbewerbsvorteil.
Das ist ein Geschäftsmodell von Ländern wie Irland oder Luxemburg die selber nichts Produzieren/Exportieren können. Sie machen Geld mit "NICHTS" , durch ihre vergleichsweise kleinen Steuern und obwohl die Firmen 99,9% Ihres Umsatzes nicht bei ihnen im Land erzeugt haben. Oder anders ausgedrückt sie bekommen Geld dafür das man bei Ihnen seine Steuern zahlt. Die Steuern fallen vergleichsweise niedrig aus aber durch die hohe Anzahl der Firmen ist der Gewinn doch wieder hoch. Und den anderen Ländern gehen eine Menge einnahmen einfach flöten.

Kann mir einer der sich mit der Materie auskennt sagen wer und warum kam man auf die Idee das eine Firma nur dort Steuern zu zahlen hat wo ihr angemeldeter Haupt Firmensitz ist anstatt in jedem Land separat gemessen an dem Umsatz in diesem Land!?
 
P

Particle010

Gast
#13
Dann müssen die anderen Länder halt nachziehen wenn sie meinen Irland würde einen Wettbewerbsvorteil haben... Über Jahre war es kein Problem und nun ist es aufeinmal eins?
Ein Unterbietungswettbewerb kann aber nicht der Sinn der Sache sein.

Wichtig wäre bei solchen Konzernen nur, das dort Steuern abgeführt werden, wo der Gewinn erzielt wird.
Das "da, wo" ist leider ein Teil des Problems, denn die Konzerne verschieben ihre Gewinne oft zu Tochterfirmen in Steueroasen.

Dazu verschiebt man etwa alle Patente in eine Tochterfirma in einer Steueroase, weshalb alle anderen Unternehmensteile dann Lizenzgebühren an diese Tochterfirma abführen müssen und schon fällt ein großer Teil des Gewinns in dieser Steueroase an.
 
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#14
Diese amerikanischen Großkonzerne konnten schon mit allen Tricks ihren Gewinn kleinrechnen. Das werden die beim Umsatz bestimmt auch irgendwie schaffen... also bleibt die Haupt-Steuerlast auch weiterhin bei den Arbeitern und Angestellten hängen (die bei eben diesen Konzernen (siehe Amazon) für paar läppische Kröten arbeiten).
 

Garrus83

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#15
Wieso sollte der Staat Firmen schützen, die über Jahre Verluste einfahren? Wenn diese Firmen nennenswerte Umsätze haben, dann doch wohl, weil sie eigentlich sehr wohl Gewinne machen, oder weil sie schlecht wirtschaften. Hier im Forum herrscht auch bereits dieser Geist, demzufolge man Firmenwohlfahrt betreiben sollte. Eine Firma zu führen, ist immer ein Risiko. Wenn der Staat dieses Risiko (wie in den letzten Jahren immer öfter) einfach abfängt, dann verlagert er es auf den Steuerzahler. Es sollte doch wohl einleuchten, dass der das Risiko zu tragen hat, der auch die Gewinne abschöpft.
 

Axxid

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#16
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#17
Typisch. Anstatt sich an Irland ein Beispiel zu nehmen und mal die Wettbewerbsfähigkeit in den eigenen Ländern zu steigern wird mal wieder mit der Peitsche nach anderer Leute Geldbeutel geschwungen. Ich freue mich auf den Tag es mächtigen Bada-Bums.
 

calluna

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#19
@UFO-waRhawK

Und was wäre die Konsequenz, wenn sich jeder an Irland ein Beispiel nimmt? Das große Konzerne gar keine Steuern mehr zahlen müssen? Also zahlen dann fast nur noch die Arbeitnehmer Steuern? Und das, obwohl die Löhne nicht im gleichen Maße steigen wie die Gewinne der Unternehmen?

Das ist asozial...

@Über mir

Was soll denn "nach deren Pfeife tanzen" bedeuten? Ich habe schon in den USA für ein amerikanisches Unternehmen gearbeitet und was ich dort erlebt habe, ist nicht vergleichbar mit dem, was man in Unternehmen in Deutschland erlebt, die amerikanischen Unternehmen / Investoren gehören - das Verhalten gegenüber den Arbeitnehmern ist dort nicht ganz so asozial, weil dem zum Glück gewisse Gesetze etwas Einhalt gebieten.

Davon abgesehen... kannst du für deine Behauptung auch eine Quelle angeben? Immerhin dreht sich die Wirtschaftswelt nicht mehr nur um die USA und England... und allgemein ist die Weltwirtschaft, gerade was große Konzerne betrifft, stark verflechtet. Das Denken in Nationen ist da nicht mehr so sinnvoll.
 
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#20
Typisch. Anstatt sich an Irland ein Beispiel zu nehmen und mal die Wettbewerbsfähigkeit in den eigenen Ländern zu steigern wird mal wieder mit der Peitsche nach anderer Leute Geldbeutel geschwungen. Ich freue mich auf den Tag es mächtigen Bada-Bums.
Ja ne is klar, die armen Großkonzerne. Die haben über viele Jahre mit allen möglichen Tricks weltweit Steuern gespart. Was heisst denn "Wettbewerbsfähigkeit steigern"?! Es heisst im allgemeinen Löhne runter oder zumindest nicht steigen lassen. Vielleicht sollte das mal jemand mit deinem Lohn machen ...
 
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