Ich denke, dass wird so schnell nichts mit der Meisterschaft von RB.
Mit den entsprechenden Investitionen ginge das vielleicht, die Frage ist aber, will man das in Fuschl überhaupt. Denn dort geht es eben nicht in erster Linie um sportliche Titel, sondern um Brause verkaufen. Alle Aktivitäten im Sport (Formel1, weiterer Automobilsport, Eishockey, Fussball auf allen Kontinenten und Einzelsponsoring) sind alles nur Marketingaktivitäten. Die Sportaffinität von Mateschitz spielt sicher eine Rolle, trotzdem wird das Ganze sachlich nüchtern unter betriebswirtschaftlichen Aspekten betrachtet.
Stellt sich also die Frage, wäre der Mehrheitseigner (die RedBull GmbH) bereit so viel Geld zu investieren, dass Titel bei rum kommen, oder ist die Marke durch das gegenwärtige Engagement ausreichend präsentiert. Die Antwort wird aber nicht in Leipzig gegeben, sondern in der Marketingabteilung und der Chefetage in Fuschl. Priorität hat aber die F1, die zwar viel teurer ist, dafür aber weltweite Werbeeffekte garantiert.
So lange sich der Verein oder die Sparte Fussball im Unternehmen generell selber trägt oder im Idealfall sogar noch Überschüsse erzielt, gut. Dass aber "von oben" viel größere Summen investiert werden, halte ich für sehe fraglich bis unwahrscheinlich.
Es könnte natürlich sein, dass sich der Verein noch andere Geldquellen erschließt. Dazu braucht es aber das Plazet aus Fuschl. Die negativen Reaktionen die der Verein anderswo auslöst, bleiben schließlich den Eignern auch nicht verborgen. Bei noch stärkerem Engagement, würden die mit absoluter Sicherheit weiter zunehmen. Das wiederum ist nicht im Interesse des Produktmarketings.
Bei aller guter Arbeit, die vor Ort geleistet wird, gibt es sehr viele Faktoren, die mich das nicht so rosig erscheinen lassen. Wenn es zu einer Art Hoffenheim II wird, kann man eigentlich froh sein. Was Tradition und Erfolg angehen, tickt Fussball und insbesondere die deutsche BuLi anders als die Formel1, wo du quasi über Nacht ein Siegerteam formen kannst.
Wenn BVB oder FCB klotzen wird das allenthalben goutiert, bei RB bleibt es das böse Kapitallistenspielzeug. RB ist halt der einzige Verein, der keinerlei Tradition oder Wurzeln hat in der Region und bleibt entsprechend umstritten. Selbst Hoffenheim ist durch den Standort von Unternehmen und Hopp selbst, der Region zuzuordnen, Bayer und VW sowieso.