4/20 Stromsparende NAS im Test : QNAP TS-219P, SS-439 Pro und Synology DS409slim

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Blick ins Innere

Das Gehäuse des DS409slim lässt sich recht einfach zerlegen und wird mit wenigen Schrauben gehalten. Zentrales Element ist dabei ein Metallkäfig, an dessen einen Seite sich die Platine befindet. In der Mitte sind die vier Festplatten platziert, so dass sowohl Platine als auch Festplatten von dem Luftstrom des unterseitig angebrachten Lüfters erfasst werden. Interessantes Detail: Die Seitenwand, an der sich die Platine befindet, ist zusätzlich mit einer Stahlplatte besetzt, um Strahlung abzuschirmen. Die Steckverbindungen der Festplatte befinden sich auf einer eigenen Platine, welche wiederum mit der Hauptplatine über einen PCIe-x4-Slot verbunden wird. Auf eine umständliche Verkabelung wird komplett verzichtet. Interessanterweise sind die Anschlüsse auf dieser Platine kompatibel mit Festplatten mit SAS, offiziell wird dies durch Synology jedoch nicht unterstützt – ob es praktisch dennoch möglich ist, konnten wir nicht klären.

Bei dem für die Kühlung zuständigen Lüfter handelt es sich um einen Evercool EC6010L12ER mit Abmessungen von 60 x 60 x 10 mm. Die maximale Drehzahl liegt bei 3.600 U/min, der Airflow bei 15,03 cfm und die Lautstärke offiziell bei unter 26 dB(A). Sämtliche Anschlüsse sind direkt auf der Platine verlötet. Gleiches gilt für die übrigen Komponenten, wodurch eine Aufrüstung, etwa des Arbeitsspeichers, für den Benutzer komplett unmöglich wird.

Der 1,2 GHz schnelle Marvell 88F6281 Prozessor wird komplett passiv gekühlt. Als Gigabit Ethernet-Controller kommt ein Marvell 88E1116R-NNC1-Alaska-GbE-PHY zum Einsatz. Als SATA-Controller setzt Synology auf einen Marvell 88SX7042 4-Port PCI-Express SATA-II Chipsatz. Informationen zu diesem Chipsatz gibt Marvell allerdings nicht heraus. Als USB-Hub setzt Synology auf den bereits aus QNAP-Modellen bekannten GL850G-Chip von Genesys Logic, der aus der Genesys Logic 8 Bit RISC Prozessor Familie stammt. Im Gegensatz zum GL852 im QNAP TS-409 Pro verfügt der GL850G lediglich über einen Single Transaction Translator (STT) und nicht über einen Multiple Transaction Translator (MTT). Bei USB-2.0-Hubs ist MTT grundsätzlich die leistungsstärkere, aber auch teurere Variante, da nicht eine TT-Control-Einheit für alle Ports gemeinsam genutzt werden muss, sondern jeder Port über eine eigene verfügt.

Als Onboard-Speicher setzt Synology auf ein Elpida E1116AESE-8E-F Modul mit 128 MB. Der DDR2-800 Speicher bietet Timings von 5-5-5 und kommt im FBGA-Package daher. Die kompakte Form des gesamten NAS-Servers setzt sich auch bei der Platine fort. Synology verschenkt keinen Platz und bringt sämtliche Komponenten auf einem erstaunlich kleinen PCB unter. Ein weiterer Punkt, der hilft Kosten zu sparen, so lange man die Anzahl der Layer des PCBs nicht erhöhen muss.

Interessant wird jedoch der direkte Vergleich zu den Platinen von QNAP, welche wir uns im weiteren Verlauf noch genauer ansehen werden. Besonders der Platine des TS-219P kommt dabei besondere Bedeutung zu, da sich die technischen Daten beider Modelle fast nur in der Größe des Arbeitsspeichers unterscheiden.

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