3/6 Samsung SM961 SSD im Test : 3.000 MB/s und 570.000 IOPS für 240 Euro

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Benchmarks

Erläuterungen und Einzelheiten zu dem Testsystem, der Testmethodik und den genutzten Benchmarks enthält der Artikel „So testet ComputerBase SSDs“.

Hinweis: Im Vorfeld der Veröffentlichung war ComputerBase ein Problem mit der Firmware CXA7100Q aufgefallen. Samsung lieferte zwischenzeitlich ein zweites Muster mit der neuen Firmware CXA7200Q samt Fehlerbehebung. Die Standardtests wurden mit beiden Firmware-Versionen durchgeführt. Daher ist die SM961 doppelt in den Diagrammen vertreten. Bewertet wurde die Leistung mit der neuen Firmware CXA7200Q (sattes grün). Getestet wurde mit dem Standard-NVMe-Treiber von Microsoft samt nötiger Anpassung für Benchmarks.

Iometer

Bei den sequenziellen Datentransferraten setzt die Samsung SM961 neue Bestmarken und das mit gehörigem Abstand. Als erste SSD im Testfeld knackt sie die Marke von 3.000 MB/s beim Lesen und ist somit 35 Prozent schneller als die 950 Pro aus eigenem Hause. Mit rund 1.800 MB/s werden die Daten geschrieben – ebenfalls ein neuer Rekord! Hier ist die SM961 fast 50 Prozent schneller als Intel SSD 750 und Samsung 950 Pro. Nur die Toshiba OCZ RD400A mit Adapterkarte kann etwas aufschließen, liegt aber noch immer über 15 Prozent zurück. Während die meisten M.2-PCIe-SSDs in dem zweiminütigen Schreibtest aufgrund hoher Temperaturen ihre Leistung drosseln, ist dies bei der SM961 nicht der Fall.

Nachtrag: Beim Test der noch schnelleren Samsung 960 Pro hat sich ergeben, dass das Testsystem bei knapp 3.100 MB/s limitiert. Es ist davon auszugehen, dass dies auch bei der SM961 der Fall ist.

AS SSD

Auch im zweiten Benchmark geht die SM961 auf Rekordjagd. Sequenziell lesend und schreibend werden zwar nicht die hohen Wert vom Iometer-Test erreicht, dennoch reichen rund 2.600 MB/s und 1.700 MB/s für die absolute Spitze. Auch beim wahlfreien 4K-Lesen ist der Neuling mit guten 53 MB/s in Führung, beim 4K-Schreiben bleibt die Intel SSD 750 aber uneinholbar. Mit 64 Threads ist Intels Ableger der Enterprise-Familie beim Lesen ebenfalls nicht zu schlagen, doch liegt die SM961 beim Schreiben mindestens auf Augenhöhe. Im Firmware-Duell legt die neue Version insgesamt noch etwas mehr Leistung frei.

PCMark 8

Die erste Disziplin, in der die SM961 nicht überzeugen kann, ist der auf praktische Anwendungen ausgelegte Storage-Test des PCMark 8. Die ermittelte Transferrate betrug im Schnitt 560 MB/s. Für eine PCIe-3.0-x4-SSD dieses Kalibers ist dies kein gutes Ergebnis. Die gleichgroße Samsung 950 Pro schaffte 22 Prozent beziehungsweise gut 120 MB/s mehr. Selbst das kleinere Modell der Vorgängerserie SM951 ist 16 Prozent schneller. Auch Plextor M8Pe und Toshiba OCZ RD400 ziehen vorbei.

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