Creative X-Fi Soundkarten und mögliche Alternativen

Crescender

Vice Admiral
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#1
Hallo zusammen,
einige Leute schauen hier immer noch gerne rein, und die haben eine aktuelle und gute FAQ verdient. Aus Zeitgründen kann ich diese FAQ leider nicht weiter betreuen, jedoch bin ich sicher, das sanchezz18 den Job ebenso gut erledigen wird. Er wird die FAQ in Zukunft übernehmen. Dafür wünsche ich ihm viel Glück und viel Spaß am Schreiben - und, dass die Qualität so bleiben möge!

so long and greetz
 
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#2
Lohnt sich eine Creative X-Fi?

Um dieser Frage differenziert genug Rechnung zu tragen möchte ich zwischen den beiden Betriebssystemen Windows XP und Windows Vista unterscheiden, weiterhin werde ich mich auch mit Linux auseinandersetzen. Daneben will ich versuchen, die Vor- und Nachteile der X-Fi für verschiedene Anwendungsgebiete herauszuarbeiten. Vorweg jedoch:
Im Audiosektor gibt es fast nichts, was nicht umstritten ist. Klingt es wirklich besser? Macht das wirklich Sinn?
Diese Frage ist auch bei der X-Fi häufiger zu finden. Klangpuristen verschreien die X-Fi eher, da Features wie der Crystalizer nicht, wie versprochen, den Dynamikumfang auf 24Bit erhöhen, sondern eher noch absenken.
Es ist daher ein relativer Artikel, den ich mit meinen Erfahrungen im Audiosektor geschrieben habe. Ich persönlich bin zu dem Ergebnis gekommen, dass die X-Fi mir ein sehr viel besseres Klangerlebnis bietet als der Onboardsound. Denn auch wenn die Features der X-Fi vielleicht nicht genau das machen, was man ihrer Bezeichnung nach vermuten könnte, so habe ich sie dennoch kennen und schätzen gelernt; dass gilt sowohl für den Crystalizer als auch "CMSS3D", ein Feature, dass ermöglicht, Surroundinhalte verblüffend gut auf Stereolautsprechern (insbesondere Kopfhörern) wiederzugeben, sowie einen guten Upmix von Stereoinhalten auf Surround ermöglicht.
Während man diesen Artikel liest, bitte ich im Hinterkopf zu haben, dass die X-Fi nicht der Weißheit letzter Schluss ist. Es kann immer sein, dass ein Feature gebraucht wird, welches die X-Fi nicht in der Weise bietet, wie gefordert. Auch ein Vergleich zu wirklichem High-End ist unangebracht, da wir von High-End erst bei Summen im fünfstelligen Bereich reden. Die X-Fi ist eine Soundkarte für den Einsatz im PC und soll dem Anwender in allen Lebenslagen beiseite stehen, also zum Beispiel Musik, Film und Audiobearbeitung. Nicht mehr, aber auch nicht weniger.

Onboard-Soundkarten sind genausogut wie die X-Fis!

Im PC-Multimediabereich ist wohl keine Frage häufiger und kontroverser diskutiert worden, was insbesondere auch mit den Fortschritten der Onboardsoundkarten zusammenhängt. Letztendlich muss jeder für sich diese Entscheidung selbst treffen und persönlich entscheiden ob ihm eine X-Fi nützt oder sinnlos herausgeworfenes Geld ist. Ich hoffe im folgenden eine halbwegs objektive Darstellung der Vorteile der X-Fi niedergeschrieben zu haben:
Wie eingangs erwähnt kann man der X-Fi eine sehr gute Soundqualität zusprechen, die Dank der vielen Einstellungsmöglichkeiten selbst aus Lautsprechern geringerer Qualität etwas ordentliches machen kann, vorausgesetzt man weiß mit den Einstellungen umzugehen (ein bisschen probieren kann auch schon Wunder bewirken). Auch die pure Soundqualität ist den Onboardsoundkarten überlegen.
Weiterhin muss man bedenken, dass Soundkarten anderer Hersteller maximal EAX 2.0 unterstützen, da Creative nur diese Version von EAX an andere Firmen lizensiert hat. Das macht die X-Fi insbesondere für Gamer interessant.
Als letzten Punkt kann man anfügen, dass eine externe Soundkarte generell einen kleinen Performance-Bonus hat, da die Berechnungen des Sound nicht mehr vom Prozessor übernommen werden muss. Ich möchte jedoch ausdrücklich auf die Strittigkeit dieses Punktes hinweisen und anfügen, dass der Gewinn an Perfomance 1. minimal ist (1-5%) und 2. im Zeitalter von Dual- und Quad-Core-Prozessoren weiter an Bedeutung verliert. Bei Spielen wie Crysis limitieren meistens nur die Grafikkarten, weswegen es kaum einen Unterschied macht, ob der Sound nun vom Prozessor oder eine externen Soundkarte berechnet wird.
Es ändert allerdings auch nichts an der Tatsache, das wohl nur Creative derzeit soviele Einstellungen bietet. Besonders in diesem Punkt haben Onboardsoundkarten das Nachsehen.

Nachfolgend einige praktische Beispiele, die zeigen wann die X-Fi überlegen ist:
Das erste ist vor allem ein grundsätzlicher Unterschied: im Vergleich zu meinem Laptop viel mir auf, dass Aufnahmen, die mit einer Onboard-Soundkarte aufgenommen wurden, eine signifikant schlechtere Qualität aufwiesen - bei absolut identischen Einstellungen. Aus diesem Grund ist eine dedizierte Soundkarte immer vorzuziehen. Dies gilt auch für alle, die schon einmal mit dem PC als DJ gearbeitet haben. Jeder IPod, der nicht gerade für seine Qualität im Klang bekannt ist, hängt eine Onboardsoundkarte ab. Gerade bei Laptops ist eine Externe Soundkarte deshalb nicht Kür sondern Pflicht.
Desweiteren waren einige Unterschiede am Klang des Logitech X-230 auszumachen. Hing das System an einer integrierten Soundkarte, so spielte das System mit einem Dröhnen auf und Klang einfach unsauber und verwaschen. An der X-Fi hingegen spielt das System für seine Verhältnisse gut auf: der Bass ist wie "geglättet", er dröhnt nun nicht mehr und ist einigermaßen tief. Auch der Rest klingt schlichtweg sauberer. Die grundsätzlichen Schwächen des Systems (Mittenloch, Übersteuerung bei höheren Pegeln) kann natürlich auch eine X-Fi nicht wegzaubern.
Allem in allen habe ich den Kauf aus diesen Gründen nie bereut. Sich eine dedizierte Soundkarte zu kaufen kann ich jedem also nur ans Herz legen. Ob es eine X-Fi sein muss und wenn ja welche, dass ist jedem selbst überlassen. Näheres dazu im Abschnitt "Welche X-Fi soll ich mir kaufen".

Digitaler Einsatz der X-Fi

Für die analoge Ausgabe kann ich die X-Fi bedenkenlos empfehlen. Die digitale Weiterleitung ist etwas komplexer.

Die Weiterleitung von Zweikanalton, z.B. Musik ist allgemein problemlos möglich.
Allerdings kann das S/PDIF-(digital-)Interface generell keine Surroundinhalte weiterleiten, es sei denn, sie liegen in einem komprimierten Datenformat vor, z.B. in Dolby Digital oder DTS.

Liegt dieser komprimierte Bitstream schon vor, z.B. beim Abspielen einer DVD, muss die die X-Fi diesen also nur durchschleifen (S/PDIF-Passthrough) - der digitale Einsatz der X-Fi ist hier also problemlos möglich.

Im Gegensatz zu Filmen geben Computerspiele ihre Audioinhalte jedoch nicht als komprimierten Bitstream aus, d.h. diese Audioinhalte müssen zunächst komprimiert werden.
Diese Komprimierung wird mit Programmen wie Dolby Digital Live! oder DTS Interactive erreicht - allerdings haben nicht alle X-Fis diese Programme von Haus aus an Bord:

- Die Titanium-Serie bietet volle Unterstützung von DDL und DTS Interactive
- Mit Hilfe einer kostenpflichtigen Lizenz von Creative kann Dolby Digital Live! auf allen X-Fi-Soundkarten freischaltet werden
- Statt die Lizenz zu kaufen kann die Lizenz auch durch die Verwendung von den alternativen Treibern von YouP-Pax und Daniel K. freigeschaltet werden

Des Weiteren muss angemerkt werden, dass die HD-Tonformate DTS HD sowie Dolby True HD nur über HDMI gesendet werden können. Da keine aktuelle X-Fi (mit Ausnahme der Auzentech HomeTheater HD) einen HDMI-Anschluss besitzt, wird der Ton jeweils auf "normales" DTS bzw. Dolby Digital heruntergerechnet.

Allgemeines zu den Treibern

Leider hat sich Creative in Sachen Treibern einen sehr schlechten Ruf erarbeitet. Zeitweise musste man fast davon ausgehen, dass Creative bewusst auf eine Weiterentwicklung der Treiber verzichtet, um einem möglichen Nachfolgeprodukt nicht die Kundschaft abzugraben. Anders ist kaum zu erklären, warum es Daniel K. möglich war Funktionen zu implementieren, die Creative nicht implementieren konnte/wollte (DolbyDigital Encoding). Die desolate Treibersituation unter Linux trägt zum negativen Gesamtbild bei.
Ein kleinen Lichtblick gab es jedoch, da Creative nun ankündigte, die ALchemy-Software zur Emulierung von EAX-Effekten unter Vista auch für die ältere Audigy-Soundkarten kostenfrei zu gestalten. Kunden, die schon bezahlt hätten bekommen das Geld wieder auf ihrem Konto gutgeschrieben. Kommende Versionen werden kostenfrei bleiben.

Windows XP:

Windows XP kann als das Betriebssystem angesehen werden, für welches die X-Fi geschaffen worden ist. Dies hängt insbesondere mit der Soundarchitektur von Windows XP zusammen, da die X-Fi hier den direkten Weg über DirectSound gehen kann und, anders wie bei Windows Vista, keinen Umweg nehmen muss. EAX in der aktuellsten Version ist mit der X-Fi ohne Probleme möglich. Treiberprobleme sind mir weitesgehend unter Windows XP nicht bekannt, vorrausgesetzt man benutzt die aktuellen Treiber. Es sei an dieser Stelle auf die verwirrende und zum Teil schlechte Treiberpolitik von Creative hingewiesen. Dazu später mehr, wenn es um das Betriebssystem Linux geht.
Als Problem soll erwähnt werden, dass alle, die noch einen PC besitzen, der auf dem Nforce4 Chipsatz basiert, unter Umständen nicht viel von einer X-Fi haben, da es in Verbindung mit dem Chipsatz immer wieder zu Problemen wie Knacksern, stottern usw kommt. Eine Möglichkeit zur Behebung des Fehlers gibt es leider nicht.

Windows Vista:

Mit Windows Vista führte Microsoft ein neues Soundmodell ein, dass weder unter DirectX 9 noch 10 den Hardware-Abstraction-Layer von DirectSound zur Verfügung stellt, welcher allerdings für EAX benötigt wird. Um nicht eines der Hauptargumente der X-Fi-Serie zu verlieren, entwickelte man bei Creative eine Software mit dem Namen "ALchemy", die EAX-Effekte über einen Umweg, die OpenAL-Schnittstelle, ermöglicht. So ist EAX auch unter Vista nutzbar, die Software muss man meist jedoch noch separat herunterladen.
Der Performancevorteil geht unter Vista generell flöten, da der Umweg über OpenAL etwas Performance kostet (Rechenaufwand ist aber vergleichsweise gering). Was bleibt ist dennoch eine gute Soundkarte, die Dank der vielen Einstellungsmöglichkeiten einen sehr guten Sound hervorbringen kann. EAX kann auch weiterhin für Spiele verwendet werden, wenn auch das ALchemy-Programm einige Einrschränkungen mit sich bringt (nicht alle Spiele werden unterstützt etc). Daraus kann man wohl ableiten, dass sich im Soundbereich noch einiges tun wird. Meiner Meinung nach sollte man sich dadurch aber nicht vom Kauf einer X-Fi abbringen lassen, da wohl noch mindestens ein Jahr vergehen wird, bis Creative eine Nachfolgegeneration vorstellen wird.
Eventuell muss man aber mit Treiberproblemen rechnen. Eine Regel, ob eine X-Fi laufen wird oder nicht kann ich nicht sagen, jedoch scheint es gerade bei den 64bit-Versionen von Windows Vista desöfteren zu Problemen zu kommen (Hardware wird nicht erkannt, Treiber lassen sich nicht installieren usw). Auch hier kommt es zu Problemen wenn man einen Computer auf Basis des Nforce4 Chipsatzes besitzt.

Linux

Mit Creative ist es ein bisschen so wie bei AMD/ATI im Grafikkartenmarkt. Zugegeben, bei Amd/ATI gibt es mittlerweile funktionierende Treiber für Linux, vor gut einem Jahr sah das allerdings ebenso mau aus, wie bei Creative derzeit bei den X-Fi Soundkarten.
De facto gibt es für Linux keinen funktionierenden Treiber, was vor allem an der schleppenden Informationspolitik seitens Creative liegt, denen man fast schon eine Weigerung vorwerfen muss. Man geht bei Creative sicherlich richtig davon aus, dass nur ein sehr geringer Prozentsatz der User die X-Fi unter Linux nutzen möchte, in Zeiten von OpenSource ist es jedoch schade, dass diesen wenigen User eine Nutzung unter Linux komplett verbaut wird, zumal nicht viel seitens Creative getan werden müsste. Linuxusern ist deswegen ausdrücklich vom Kauf einer X-Fi abzuraten, da es wohl auch nie einen wirklichen Linuxtreiber für die X-Fi geben wird.

Update:
Unser Forenmitglied FreddyMercury hat mich darauf aufmerksam gemacht, dass es seit neuestem von ALSA einen frühen Treiber gibt. Bei weiteren Fragen könnt Ihr euch an Ihn wenden.​
 
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#3
Welche X-Fi soll ich mir kaufen?

Eine Preisübersicht für alle Modelle unter dem Namen X-Fi findet ihr hier (geizhals.at).

Eins muss man Creative lassen: an Auswahlmöglichkeiten mangelt es nicht. Aus meiner Sicht entsteht hier der Eindruck, Creative will durch eine total unübersichtliche Produktpalette den Kunden in die irre führen - denn X-Fi bedeutet nicht gleich X-Fi (Siehe nächster Abschnitt: "Die Lüge X-Fi Xtreme Audio"). Es folgt eine Übersicht der X-Fi-Serie seit erscheinen bis heute.



Dürfte gerade für Gebrauchtkäufer interessant sein, welche X-Fi sie jetzt eigentlich gekauft haben, denn der Name sagt nichts über die eigentliche Klasse aus, in der die jeweilige Karte eingeordet werden kann.

Diese Zusammenfassung bezieht sich ausschließlich auf interne Soundkarten der X-Fi-Serie. Mittlerweile sind auch externe Soundkarten erhältlich, denen in diesem Artikel jedoch keine weitere Beachtung geschenkt wird. Eine vollständige Übersicht der erwerbbaren Produktpalette gibt es zum Beispiel geizhals.at.

Die Lüge X-Fi Xtreme Audio

Die X-Fi Xtreme Audio ist ein Wolf Im Schafspelz. Sie gehört zu den neueren Ablegern der X-Fi-Familie, den man auch als Creatives Versuch betrachten könnte, alte Soundchips unter dem Glanz der X-Fi zu verkaufen.
Die X-Fi Xtreme Audio basiert auf einem Vorgängerchip der Audigy-Serie, was vor allem an der fehlenden Unterstützung für EAX 5.0 deutlich wird. Dementsprechend hat sie den Namen "X-Fi" eigentlich garnicht verdient. Weiterhin bietet sie einige Features der X-Fi nicht, wie zum Beispiel die Modusumstellung. CMSS3D und der Crystalizer werden allerdings weiterhin geboten. Ob CMSS3D nur in der Güte der Vorgängergeneration vorhanden ist konnte ich leider nicht in Erfahrung bringen.
Sieht man mal von der Lüge ab, so ist die Xtreme Audio für alle diejenigen interessant, die gerne in den Genuss von CMSS3D und dem Crystalizer kommen und wenig Geld ausgeben wollen, auf eine Modusumstellung sowie EAX 5.0 jedoch verzichten können. Ein weiterer Anreiz ist die Möglichkeit, die Xtreme Audio als PCI-Express-Variante zu kaufen. Die allgemeine Güte der Soundkarte liegt jedoch dadurch, dass sie auf dem Vorgängerchip basiert, unter der der anderen Karten.​

Empfohlene Modelle
Komplettumbau der FAQ in den nächsten Tagen: um das Klientel dieser FAQ zu vergrößern, gibt es nun vier Kategorien: Gamer, Musikhörer, Digitalnutzer und HomeTheatre.
In jeder Kategorie wird es eine Liste mit mehrern empfohlenen Modellen in preislicher Abstufung geben, die die Anforderungen jeder Gruppe erfüllen. Die Links leiten jeweils zu geizhals.at oder, falls dort nicht gelistet, auf einen anderen Shop weiter.

Gamer
Ich denke die Kategorie erklärt sich von selbst: der Gamer braucht seine Soundkarte in erster Linie für Spiele, wodurch EAX zum unverzichtbaren Argument wird. Abseits davon hört Er ab und zu gerne Musik und schaut den ein oder anderen Film. Sein Lautsprechersystem hat Er Analog angeschlossen. Sein Budget ist eher klein.

X-Fi Xtreme Music UAA 63,82€ PCI, Bulk
X-Fi Titanium 71,90€ Preis-/Leistungstipp PCI-e
X-Fi Xtreme Gamer 74,90€ PCI
Auzentech X-Fi Forte 133,42€ Qualitäts-Tipp PCI-e, 64MB X-Ram
X-Fi Titanium Fatal1ty Champion Series 149€ PCI-e, Frontpanel, 64MB X-Ram
Auzentech Prelude 153,60€ Qualitäts-Tipp PCI, 64MB X-Ram
X-Fi Platinum Fatal1ty Champion Series 169€ PCI, Frontpanel, 64MB X-Ram

Musikhörer
Der Musikhörer ist mehr als der Gamer auf Qualität angewiesen. Seine Musik liegt meist in Lossless-Formaten vor und ist der Hauptgrund, warum eine Soundkarte angeschafft wird. Für Ihn sind deshalb auch Soundkarten außerhalb der X-Fi-Serie interessant, da Er auf EAX nicht zwingend angewiesen ist. Für Qualität ist Er bereit, auch ein bisschen mehr auszugeben. Für kleinere Budgets empfiehlt sich ein Blick in den Abschnitt "Gamer" zu nehmen, da auch die dort genannten Karten natürlich zum musikhören geeignet sind.

ESI Juli@ 117,63€ PCI
Auzentech X-Fi Forte 133,42€ PCI-e, 64MB X-Ram
Auzentech Prelude 153,60€ PCI, 64MB X-Ram


Digitalnutzer
Dieser Nutzer ist meist keiner genauen Kategorie zuzuordnen. Da das benötigte Zubehör für die digitale Nutzung meist etwas größer ausfällt, ist seine Anlage meist von höherer Qualität. Aus Qualitäts- und Einfachheitsgründen hat Er sich entschieden, auf die digitale Weiterleitung zum Receiver/Lautsprechersystem zu setzen. Dabei soll die Soundkarte möglichst ein Allrounder sein. Unverzichtbar in dieser Gruppe ist die Unterstützung von Dolby Digital Live!, damit auch Audiomaterial, das nicht in einem komprimierten Datenformat vorliegt, in Mehrkanalton genossen werden kann.

X-Fi Titanium 71,90€ Preis-/Leistungstipp PCI-e
Auzentech X-Fi Forte 133,42€ Qualitäts-Tipp PCI-e, 64MB X-Ram
Auzentech Prelude 153,60€ Qualitäts-Tipp PCI, 64MB X-Ram

HomeTheatre
Die letzte Gruppe umfasst diejenigen, die als Medienzentrale einen HTPC einsetzen. Neben der Unterstützung der neusten Tonformate ist die Weiterleitung der Audiosignale über HDMI obligatorisch. Preislich ist dieser Typus einiges gewöhnt, da am Receiver auch ein entsprechendes, hochpreisiges Lautsprechersystem angeschlossen ist.

ASUS Xonar HDAV1.3 154,06€ PCI-e
ASUS Xonar HDAV1.3 Deluxe 186,36€ PCI-e, Zusatzslotblende
Auzentech X-Fi HomeTheater HD 199,54 PCI-e

Ist man im Besitz einer aktuellen ATi- (HD 4xxx oder HD 5xxx) oder Nvidia-Grafikkarte (GTX 4xx) bekommt man übrigens exakt die gleiche Audioqualität wie bei einer Auzentech X-Fi HomeTheater HD, wenn man den AVR mit HDMI verbindet. Und das absolut kostenlos!

Preise zuletzt aktualisiert:
18.10.2009
 
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#4
Glossar
Normalerweise wurden an dieser Stelle weitere Soundkarten außerhalb der X-Fi-Serie vorgestellt. Dadurch, dass diese schon direkt in der Kaufempfehlung integriert sind und keine direkte Unterscheidung zwischen Creative- und Soundkarten anderer Hersteller mehr gemacht wird, ist dies hinfällig geworden. Stattdessen wird es an dieser Stelle eine Sammlung der häufigsten Fragen rund um den Sound am Computer geben.

Ist es besser, das Soundsystem digital anzuschließen?

An irgendeinem Punkt zwischen PC und Lautsprecher muss der digitale Ton in ein für den Lautsprecher nötiges analogen Signal umgewandelt werden. Wichtig sind für die Umwandlung zwei Kritieren:

So spät wie möglich - Ein digitales Signal garantiert, dass beim Empfänger das ankommt, was gesendet wurde. Bei der der analogen Übertragung kann es zu Störungen kommen, z.B. Brummschleifen. Es gibt sogar Fälle, in denen Leute Radio hören konnten, obwohl sie kein Radio angeschlossen hatten. Daher ist es von Vorteil, wenn das Signal so lange wie möglich digital bleibt, d.h. hier ist die Ausgabe von digitalem Ton am Computer im Vorteil.

So gut wie möglich - Die Umwandlung von einem digitalen in ein analoges Signal hängt wesentlich von den Umwandlern ab, den sogenannten D/A-Wandlern. Grundsätzlich sollte man die besten verfügbaren D/A-Wandler nutzen. Hat die X-Fi bessere Wandler als ein AV-Receiver, ist es rein vom Klang her besser, den Receiver analog anzuschließen. Sind die Wandler des AVRs besser, ist ein digitaler Anschluss vozuziehen. Allerdings ist meist nicht ganz einfach zu erfahren, welche Wandler in welchem Gerät sitzen.

Positiver Nebeneffekt beim digitalen Anschluss ist eine einfacher Verkabelung.

Was ist "Dolby Digital Live!" ?

Dolby Digital Live! ist eine Technik, die das Ausgangssignal des Computers oder einer Spielekonsole in ein 5.1-Dolby-Digital-Format umwandelt, damit es digital weitergeleitet werden kann. Im Normalfall ist durch die beschänkte Bandbreite der SPDIF-Schnittstelle nämlich nur Stereo möglich. Auf diese Weise können auch Inhalte in Mehrkanalton gehört werden, die nicht in einem komprimierten Datenformat vorliegen.

Was ist EAX?

EAX ist ein Kürzel und steht für "Environmental Audio Extensions", zu deutsch etwa "Umgebungsgeräusch-Erweiterung" und wurde von Creative Labs entwickelt, um den Arbeitsaufwand für die Geräuschkulisse zu reduzieren.
Da ein Geräusch unter freien Himmel anders klingt als in einem großen Saal, müsste es daher für jede Umgebung, in der es verwendet wird, einzeln aufgenommen werden. Wird EAX verwendet, wird jedoch nur das Rohgeräusch mit den gewünschten Parametern an EAX weitergeleitet, dass daraus schließlich den an die Umgebung angepassten Ton berechnet und ausgibt. Dadurch wird auch Speicherplatz gespart, da jedes Geräusch nur noch einmal vorkommt.

Meine X-Fi gibt komische Geräusche von sich, obwohl ich überhaupt nichts abspiele. Was kann ich tun?

Es ist bekannt, dass sich die X-Fi mit Chipsätzen der NForce4-Serie nicht verträgt. Hier gibt es kein Mittel gegen das knistern/rauschen/brummen.
In den meisten anderen Fällen vertragen sich AMDs Cool'n'Quiet-Technologie nicht mit der X-Fi. Die jeweils aktuellsten Treiber schaffen in den allermeisten Fällen abhilfe.
 
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#5
Coming up...

- Umbau und Aktualisierung der FAQ
- Einbau neuer/zukünftiger Modelle (Titanium HD)
- Integration aller Auzentech X-Fis

Wenn ihr Anregungen, Verbesserungsvorschläge oder Ergänzungen habt oder einfach nur euer Lob loswerden wollt, dann postet eure Meinung doch bitte im Diskussionsthread.
Nur soviel sei noch gesagt: fertig ist der Artikel noch lange nicht. ;)

Besonderer Dank geht an:

natürlich xXstrikerXx, den Schöpfer dieser FAQ
Gelbsucht
Manbearpig
FreddyMercury

und viele andere!

Chronik:
- Absätze über Digitalanschluss überarbeitet (9.8.10)
- Übergabe der FAQ von xXstrikerXx an sanchezz18 (4.8.10)
- Größeres Update, FAQ sprachlich und informationstechnisch ausgebaut (18.10.2009)
- Umbau der Kaufberatung, hinzufügen des Glossars (23.3.09)
- Einige Inhalte in Verständlichkeit und Richtigkeit verbessert (13.2.09)
- Grafik "Übersicht über die X-Fi-Serie" hinzugefügt (6.2.09)
- Überarbeitung des Abschnitts "Empfehlungen" und "Alternativen", hinzufügen der neueren Kartengeneration (4.10.08)
- Detailverbesserungen (31.3.08)
- Anpassung des Layouts an die neue Umgebung (9.1.08)
- Umzug ins FAQ-Forum (9.1.08)
- Komplettüberarbeitung des Layouts (7.1.08)
- Komplettüberarbeitung und Fertigstellung des 1. Abschnittes "Lohnt sich eine Creative X-Fi?" (7.1.08)
- Eigenständiger Unterpunkt für die Verwendung eines externen Decoders (7.1.08)
- Überarbeitung des Abschnitts "Onboard-Soundkarten sind genausogut wie die X-Fis!" (7.1.08)
- Vorstellung der Asus Xonar D2 als Alternative (2.12.07)
- Treibersituation unter Linux (25.11.07)
- Über die Verwendung eines externen Decoders (digital out) (25.11.07)
- Genauere Beschreibung der Nachteile der X-Fi Xtreme Audio (25.11.07)
 

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